Ein Waldbild, GPS und ein Panagor Objektiv

forest austria

Bei meiner letzten Fototour habe ich ein extrem geniales Waldstück gefunden, selten habe ich einen so fotogenen Ort gesehen. Versteckt und doch für jeden sehbar, wunderbar umringt von schönen majestätischen Bäumen. Durch die sich das Licht zur richtigen Tageszeit, wunderbar und fast schon märchenhaft diffus hindurch schlängelt. Also um es kurz zu machen: „Ein Paradies für den Naturfotografen“.

Die Szene, die ihr oben in dem Bild seht, habe ich ca. 20 Minuten beobachtet, denn ich konnte mich daran nicht sattsehen. Wie das wunderbare diffuse Licht von rechts diesem Waldstück fast schon einen märchenhaften Stempel aufdrückt.
Die Farbe des Lichtes sieht man auch sehr schön an den Bäumen im oberen Teil, diese leicht goldene Schimmer-einfach genial, ich liebe diese Farbe des Lichtes.

Ich bewege mich ja bei meinen Touren immer einige Kilometer, mit einigen Gewicht auf und über der Schulter. Um so schöner ist dann die Freude, wenn ich dann so einen Platz finde. Da so ein Wald es an sich hat, das er meistens sehr groß von der Fläche her ist, ist es nicht immer sehr leicht so einen „Fotografisch Wertvollen“ Ort wieder zu finden.
Diesbezüglich ist es der Königsweg, wenn man den Ort dann mit einem GPS markieren kann, damit man ihn dann später wieder findet. Ich habe im Zuge einer Vertragsverlängerung vor einigen Tagen ein Handy (HTC Magic) bekommen, dieses besitzt einen eingebauten GPS-Sender/Empfänger.
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Ein Tunnelblick, verpasste Bilder und ein Experiment

Wenn ich eine meiner Touren durch den Wald mache, bemerke ich immer wieder, das ich mir fotografisch gesehen immer einen Mikrokosmos vorstelle. Ja ich sehe schon das fertige Bild mit einem Rahmen, oder besser gesagt ich kann auch ohne Sucher das rundherum einfach ausblenden.
So ähnlich wie ein Tunnelblick, in dem ich dann nur das Motiv und den Hintergrund sehe. Ich denke speziell in der Makro- und der Nahfotografie, ist es viel schwieriger diese Bilder in seinem Kopf aus dem ganzen Bild, das unser Auge wahrnimmt, auszuschneiden.

Wenn ich mich mit einer normal langsamen Schrittgeschwindigkeit durch den Wald bewege, und mein Blick über den Boden, die Blätter, Sträucher und Bäumen schweift, bleibe ich plötzlich stehen und habe in Sekunden ein Motiv gefunden und auch sofort aus diesem Ganzen herausgelöst. Oder ich sehe es gar nicht und laufe eben an diesem tollen und genialen Motiv/Bild einfach vorbei! Ja auch das ist Fotografie.

Die Stimmung des Waldes, die Stimmung des Fotografen im Moment der Aufnahme, kann nicht immer zu jeden Bildbetrachter durchdringen. Alle Bilder erzählen etwas, so oder so. Diese fünf Bilder von mir erzählen auch etwas, ich nenne es gerne ein „Kopfabenteuer“, und zur Unterstützung biete ich euch ein kleines Experiment an.
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4 Bilder und der Wind

makrofotografieDer Wind, in der Makrofotografie kann man ihn nicht gebrauchen und wenn er dann noch im Januar bei 0 Grad sehr präsent ist, naja dann wird es auch noch bitterkalt.
Aber da wir ja keine Schönwetterfotografen sind, muss man auch bei diesem Winter raus in die Natur. Alles andere währe doch ein Kindergeburtstag, oder? An diesem Tag war ich ca. 4 stunden unterwegs, danach hatte ich schon leichte Probleme beim sprechen, weil mir schon ziemlich der Mund zugefroren ist, deshalb habe ich euch diesmal das Video dazu erspart, ihr hättet mich echt nicht verstanden beim Sprechen 😉

forest way
Hier stand ich auf einen kleinen Hügel, und habe hinunter diesen Waldweg fotografiert. Die Brennweite dürfte so um die 200mm gewesen sein, um hier wieder diesen besonderen Bildlook zu haben, habe ich hier wieder mit blende 22 und ISO 100 belichtet.

ruhiger baum
Eine recht Interessante Aufnahme wie ich finde, denn hier habe ich mit Blende 22 und ISO 100 um auf eine lange Belichtungszeit zu kommen, damit der Wind die Äste und das Gras zum bewegen bringt. Und dies auf dem Bild dann in verschwommener Art zu sehen ist. Dadurch das die zwei dicken und großen Bäume durch den Wind nicht bewegen, und alles andere durch den Wind leicht unscharf ist, ergibt sich so ein Interessanter Effekt.

Natürlich ist es viel gemütlicher, bei so einem stürmischen Wetter, bei eine heißen Tasse Tee zu Hause im warmen zu sitzen. Aber für mich ist Fotografieren, wenn man trotzdem raus geht. Jim Brandenburg hat mal gesagt: „Tiere und die Natur zu fotografieren, ist stets eine mühsame Angelegenheit. Manchmal ist man einsam, aber immer ist die Arbeit intensiv.“ Wie recht er hat. Sicher man könnte es sich einfacher machen, und im Winter sich auf die Makrofotografie am Tabletop konzentrieren, aber ich brauche auch die tollen Winteraufnahmen, bzw. die Bilder auf denen man regelrecht spüren kann, wie kalt es es dort war, oder das alles in diesem Wald gerade einen Winterschlaf macht.

Bei solchen Temperaturen bzw. Wetterverhältnissen zu fotografieren ist auch für den Fotografen und die Ausrüstung eine Herausforderung, hier müssen alle Handgriffe sitzen, man glaubt gar nicht wie schnell man ein Stativ aufbaut und die richtigen Einstellungen findet, bei Minus 15 Grad.

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blatt an baum
Dieses Blatt und die kleinen Baumnadeln habe sich an der Baumrinde regelrecht festgeklammert. Da der Baum schon sehr alt war, und die Rinde dies gezeigt hat, wollte ich hier eine Malerische Bildstimmung erzeugen, um den ganzen noch meine Stimmung aufzudrücken.

moos sw
Saftig grünes Moos an einem am Boden liegenden Baum, und das im Januar! Diese kleine Dinger die da immer bei so einem Baummoos rausstehen, sind das. In Farbe war mir das ganze aber zu bunt für den Januar, habe ich diese Bild in Schwarzweiß umgesetzt, unterstützt durch einen Orange Filter.

Here We Are-oder warum die Welt von unten ganz anders aussieht

Eine der wohl unangenehmsten Positionen für einen Fotografen ist der Boden, bzw. darauf am Bauch liegend. Denn dort unten sind wohl alle Käfer und sonstiges Krabbelnde Getier der Meinung, sie müssten unbedingt in die Ärmel oder unter den Kragen hinein kriechen und dem Fotografen zeigen wie toll sie doch krabblen und beißen können. Hinzu kommt noch das Staub und kleine Kieselsteine es bevorzugen, in das innere der Ohren oder der Nase einzudringen um sich dort wichtig machen. Und von Dornen und Brenneseln will ich mal gar nicht erst anfangen.

Und trotzdem ist es für mich immer wieder ein Genuss, auf dieser Ebene die Natur zu beobachten und zu Fotografieren. Kleines kann ganz groß in dem Mittelpunkt gerückt werden, der Vordergrund kann bewusster, mehr oder weniger im Bild Wirkung zeigen.

Und genau dieses Bild das jetzt kommt, zeigt mir wieder das sich die Mühen gelohnt haben. Denn ich bin mit dem Bild zufrieden, mal abgesehen davon das ich auf meinem Rücken schon eine kleine Mückenkolonie sitzend und saugend hatte, und ich schon befürchtete das die Sonne zu wenig Licht hergibt, um die Pflanze selbst zum leuchten zu bringen, denn rundherum war es schon verdammt dunkel.

here we are

Interessant bei diesem Bild ist auch, das genau dort wo noch die letzten Sonnenstrahlen in den Wald (im bild zu sehen an dem hellen teil am oberen bildrand mitte) schienen, genau dort standen meine kleinen Pflanzen-und wer jetzt glaubt das war Glück irrt gewaltig. Da sich um diese Uhrzeit die Lichtverhältnisse sehr schnell ändern und in einem dichten Wald sowieso, habe ich ca. 20 Minuten in einer eher ungünstigen Lage-siehe oben, gewartet, bis die Sonnenstrahlen meine Blümchen angestrahlt haben.

Also Tipp von mir: Traut euch, der Boden gehört euch, es können sich neue Erfahrungen für euch auf tun- entweder in Bildern oder eben bei Bekanntschaften von neuen Insektenarten oder zur Erkenntnis wie viel Schmutz in eure Nasenlöcher passt. Im Prinzip eine Win-Win-Situation :)