Schneeglöckchen, Goldrute und das warten auf den richtigen Winkel des Lichtes

Wie weit gehe ich für ein gutes Bild, welche Strapazen nehme ich auf mich oder wie viel Zeit nehme ich mir für mein Motiv? Ansitzen zb. in der Tierfotografie währe für mich ein Katastrophe, ich könnte mir nicht vorstellen stundenlang zu warten, bis das Tier dann endlich erscheint oder bis es eben vor dem richtigen Hintergrund steht.

Trotzdem warte ich auch in der Naturfotografie bzw. in der Makrofotografie öfters auch sehr lange auf das richtige Licht. Aber wie meine ich das eigentlich mit dem „Warten auf das richtige Licht“? Nehmen wir mal an ich bin in einem Wald oder Waldstück, wo ich vorher noch nie war. Was bei mir fast immer der Fall ist, auch wenn ich ein Waldstück betrete, das ich schon öfters besucht habe, entdecke ich immer wieder neue Plätze und Pflanzen.

Habe ich nun ein Motiv entdeckt, das ich Fotografieren möchte, so warte ich fast immer auf das richtige Licht. Denn im Wald wechselt das Licht viel schneller die stärke und dadurch die Attraktivität.

Aber eigentlich müsste es in diesem Fall, richtig heißen warten auf den richtigen Winkel des Lichtes. Denn bei meinen drei Bildern unten, hatte ich gewisse Vorstellungen wie zb. die weißen Blütenblätter der Schneeglöckchen leuchten sollten, und auch wie die dahinter liegenden Blätter dadurch einen Schatten zeichnen sollten. Und ich hatte mir auch eingebildet das die Stängel auf einer Seite vom Sonnenlicht ein Kontur erhalten. Alles nicht ganz einfach, wenn man das Bild bereits im Kopf hat!

Und glaubt mir, in der Fotografie auf das richtige Licht oder eben auf den richtigen Winkel des Lichtes zu warten, erfordert sehr viel Disziplin. Nur was tut man in dieser Zeit? Und hier kommt ein kleiner Tipp von mir: Befasst euch mit dem Motiv!

Ich weiß, dass ich das schon sehr oft gesagt habe, aber wir Natur- Makrofotografen haben das Glück, das unsere Modelle still und ruhig stehen und unendlich viel Geduld mit uns Fotografen haben. Da ist es doch schade wenn wir einfach zum Motiv hin latschen und unser Motiv in fünf Minuten abknipsen/abschießen/foten (furchtbare begriffe für Fotografieren), hier fällt mir wieder ein passender Satz von Steve Martin aus dem Film L.A Story ein: „Lass deinen Geist fallen und dein Körper wird folgen“.
Und wenn es geht, lass deinen Körper bei deinem Motiv fallen. 😉

schneeglöckchen seitliches licht wald

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4 Bilder und der Wind

makrofotografieDer Wind, in der Makrofotografie kann man ihn nicht gebrauchen und wenn er dann noch im Januar bei 0 Grad sehr präsent ist, naja dann wird es auch noch bitterkalt.
Aber da wir ja keine Schönwetterfotografen sind, muss man auch bei diesem Winter raus in die Natur. Alles andere währe doch ein Kindergeburtstag, oder? An diesem Tag war ich ca. 4 stunden unterwegs, danach hatte ich schon leichte Probleme beim sprechen, weil mir schon ziemlich der Mund zugefroren ist, deshalb habe ich euch diesmal das Video dazu erspart, ihr hättet mich echt nicht verstanden beim Sprechen 😉

forest way
Hier stand ich auf einen kleinen Hügel, und habe hinunter diesen Waldweg fotografiert. Die Brennweite dürfte so um die 200mm gewesen sein, um hier wieder diesen besonderen Bildlook zu haben, habe ich hier wieder mit blende 22 und ISO 100 belichtet.

ruhiger baum
Eine recht Interessante Aufnahme wie ich finde, denn hier habe ich mit Blende 22 und ISO 100 um auf eine lange Belichtungszeit zu kommen, damit der Wind die Äste und das Gras zum bewegen bringt. Und dies auf dem Bild dann in verschwommener Art zu sehen ist. Dadurch das die zwei dicken und großen Bäume durch den Wind nicht bewegen, und alles andere durch den Wind leicht unscharf ist, ergibt sich so ein Interessanter Effekt.

Natürlich ist es viel gemütlicher, bei so einem stürmischen Wetter, bei eine heißen Tasse Tee zu Hause im warmen zu sitzen. Aber für mich ist Fotografieren, wenn man trotzdem raus geht. Jim Brandenburg hat mal gesagt: „Tiere und die Natur zu fotografieren, ist stets eine mühsame Angelegenheit. Manchmal ist man einsam, aber immer ist die Arbeit intensiv.“ Wie recht er hat. Sicher man könnte es sich einfacher machen, und im Winter sich auf die Makrofotografie am Tabletop konzentrieren, aber ich brauche auch die tollen Winteraufnahmen, bzw. die Bilder auf denen man regelrecht spüren kann, wie kalt es es dort war, oder das alles in diesem Wald gerade einen Winterschlaf macht.

Bei solchen Temperaturen bzw. Wetterverhältnissen zu fotografieren ist auch für den Fotografen und die Ausrüstung eine Herausforderung, hier müssen alle Handgriffe sitzen, man glaubt gar nicht wie schnell man ein Stativ aufbaut und die richtigen Einstellungen findet, bei Minus 15 Grad.

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blatt an baum
Dieses Blatt und die kleinen Baumnadeln habe sich an der Baumrinde regelrecht festgeklammert. Da der Baum schon sehr alt war, und die Rinde dies gezeigt hat, wollte ich hier eine Malerische Bildstimmung erzeugen, um den ganzen noch meine Stimmung aufzudrücken.

moos sw
Saftig grünes Moos an einem am Boden liegenden Baum, und das im Januar! Diese kleine Dinger die da immer bei so einem Baummoos rausstehen, sind das. In Farbe war mir das ganze aber zu bunt für den Januar, habe ich diese Bild in Schwarzweiß umgesetzt, unterstützt durch einen Orange Filter.

Naturfotografie an der Donau

Samstag ging es wieder in ein Waldstück das an der Donau liegt. Das Wetter war Ideal, der Marsch gewaltig und der Wald lies nur das geniale Licht durch seine Blätter und Äste.
Die Topografischen Waldplätze die man so, sicher nicht zweimal findet, Fotografische mit viel Enthusiasmus und am Boden umherrobend festgehalten.

blatt quer schwarzweiss

waldlichtung
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