Blumenfotografie im Heimischen Garten

Wunderbare Formen, Farben, Strukturen und Hintergründe finde ich immer wieder in der Blumenfotografie. Und schon Goethe wusste: Die Schwierigkeiten wachsen, je näher man dem Ziel kommt. Gerade in der Nah- Makrofotografie ist es doch so, man befindet sich sehr nah am Motiv und denkt nun darüber nach, wie man denn nun das Motiv Abbildet.

Das ganze Motiv oder doch nur einen gewissen Teil des Motives? Konzentriert man sich auf die Farben oder doch auf die Formen? Um dann auch noch einen Vernünftigen Hintergrund zu bekommen umrundet man das Motiv, und mit einem Auge schielt der Fotograf so oder so auf das Licht. Als auch bei der Blumenfotografie hat man einiges zu tun.

Aber das beste daran ist, man hat sehr viel Zeit. Die Blumen laufen einem nicht davon, und gerade im Heimischen Garten gibt es wunderbare Blumen die es wert sind Fotografiert zu werden. In der Natur werdet ihr kaum so viele verschiedene und besondere Blumen auf einem Fleck finden wie im garten.

Ich persönlich finde es als Ausgleich zu meinen anderen Fotografischen Themen immer wieder interessant im Heimischen Garten Blumen zu fotografieren.

Alle Bilder mit der Olympus E-30 und manuellen Objektiv Vivitar Serie 1 70-210 3,5 im Makromodus.


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Bilder aus einem Burgenländischen Wald nahe Parndorf

Alle Bilder im oder am Waldrand fotografiert unter größter Anstrengung und verfolgt von allem unmöglichen Getier 😉 Alle Bilder mit dem manuellen Objektiv Vivitar 135mm 2,8.

pflanze an waldlichtungwaldweg
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Natur Shooting mit dem Objektiv-Vivitar 135mm 2,8

Gestern habe ich mein neues Manuelle Objektiv, ein Vivitar 135mm 2,8, zu einem Naturshooting ausgeführt. An der Olympus ein 270mm 2,8,war es für mich Interessant zu beobachten wie das Vivitar (übrigens mit der Seriennummer 28 daher von Komine gebaut-lecker) abbildet. Je nach Licht und Motivabstand, malt das Vivitar regelrecht die Bilder und zaubert ein wunderbares Bokeh, wie mit einem sehr feinen Pinsel gemalt.

Und da ich fast immer meine kleine Videokamera mit dabei habe, hier wieder kleine Eindrücke  mit laufenden Bilder-Video 😉 meines Naturshooting:

 

Und nun zum wichtigsten, den Bildern:

blumenzentrum

zwillinge

wiesenblick im gegenlicht

tanz in gruen tanz in grün 2

wiesen frontal licht


Alte Manuelle Objektive mit Adapter an Modernen Digitalkameras

vivitar 70-210 3,5 series 1 3Alte Manuelle Objektive an einer modernen Digitalkamera zu verwenden macht meiner Meinung nach nur dann Sinn:

  • Wenn man noch von früher einen Altbestand an Objektiven besitzt und an diesen noch hängt und darunter befinden sich noch einige Objektivschätze.
  • Wenn man gerne herum experimentiert oder einen Sentimentalen Hang zu den alten Objektiven hat.
  • Oder man möchte sich gerne für den Preis eines neuen Objektives drei oder fünf alte Objektive kaufen.

Im Prinzip ist es aber egal warum, sondern hier möchte ich euch zeigen, wie und was.

Ich Persönlich verwende die alten manuellen Objektive wegen der Experimentierfreude und ich mag diese Oldstyle Haptik und das Butterweiche Scharfstellen und teilweise auch die nicht so super korrigierte Optische Leistung. Bei manchen Objektiven kann man hier schon fast von einem Abbildungs-Charakter sprechen, denn gerade weil sie damals in den 70er und 80er Jahren noch nicht alle Objektive mit hoch vergüteten Glas ausgestattet haben, bilden die alten Objektive regelrecht anders ab.

Wie. Jetzt wird es ein bisschen Technisch. Die ganze Adaptiergeschichte von Fremdobjektiven hat etwas mit dem Auflagenmaß zu tun, das Auflagenmaß gibt den Abstand zwischen Filmebene/Sensorebene und der Bajonett-Auflagefläche an. Im Prinzip lassen sich so alle Fremdobjektive deren Auflagenmaß größer oder gleich ist als das eigene Auflagenmaß daran Adaptieren. Und die Differenz zwischen den Auflagenmaßen zwischen zwei verschiedenen Systemen wird mit einen Objektivadapter aufgefüllt.

Die Adapter werden zwischen Objektiv und Kamera geschraubt. Empfehlenswert ist hier zuerst den Adapter auf das Objektiv und dann diese Kombination auf die Kamera anbringen. Diese Objektivadapter sind immer Glaslos und werden im Prinzip wie ein Zwischenring angebracht. Die Adapter bewegen sich Preismäßig so ca. zwischen € 10.- bis € 30.-, es gibt aber auch Adapter für ausgefallenere Objektivsysteme um € 80.- bis € 100.-.

Adapter für das Olympus FT System.

Canon FD – Contax/Yashica – Exakta – Leica R – M39 – M42 – Minolta MD

Nikon – Olympus OM – Pentacon Six – Pentax K – T2 – Mamiya 645

Hasselblad – Pentax 645N – Pentax 67 6×7


Über das Fotografieren mit Fremdobjektiven über einen Adapter sollte man folgendes wissen:

  • Fokussierung/Scharf stellen erfolgt manuell, es funktioniert kein Autofokus.
  • Belichtungsmessung erfolgt bei Arbeitsblende im A- oder M-Modus – je nach Kameramodell.
  • Es ist immer die Offenblende eingestellt, bei zb. OM-Objektiven, wird erst durch das betätigen des Blendenhebels die Blende auf den eingestellten wert geschlossen. Natürlich wird dadurch auch der Sucher dunkel.

Wenn ihr zb. bei eurem Manuellen Objektiv mit der Blende 16 fotografieren wollt müsst ihr bei einem Objektiv mit Olympus OM Anschluss folgendes machen:

  1. Die gewünschte Blende am Objektivblendenring einstellen.
  2. Den Blendenhebel am Objektiv drücken und halten.
  3. Die Belichtung an der Kamera anpassen, gut ab zu lesen am Display der Kamera, meistens mittels eines Balkensymbol.

Für alle Visuellen Typen ein kleines Video dazu:



Bei den Adaptern selbst gibt es von sehr gut Verarbeitet bis Katastrophal, ich selbst hatte schon Adapter die einfach nicht in die Objektiv Verriegelung eingerastet sind. Ob hier der Adapter nicht gut verarbeitet war oder ob beim Objektiv selbst der kleine befestigungsstift bereits ausgeleiert war, keine Ahnung, habe hier einfach die „Just Do It“ Methode gewählt und den Adapter mit Superkleber angebracht, hält bombenfest 😉

Was. Welche alten Manuellen Objektive kann man denn nun kaufen? Bei welchen Objektiven lohnt es sich? Da ich hier den Markt und die Szene seit einiger Zeit beobachte, habe ich mir hier einige Leckerbissen heraus gesucht, die auch von anderen Fotografen gelobt wurden bzw. meistens Positiv erwähnt wurden. Ich versuche nur die Objektive zu erwähnen die noch halbwegs Leistbar sind, Objektive die noch gebraucht, Preise erzielen die sogar höher sind als der damalige Neupreis, werden von mir hier nicht berücksichtigt-Eventuell werde ich diese in einen anderen Artikel behandeln.

Olympus OM. Im OM System sind folgende Objektive einen Blick wert:

  • Als absolutes Preis-Leistungssieger das Zuiko Auto-S 1:1,8/50 mm – bzw. um ein paar Euro mehr das Zuiko Auto-S 1:1,4/50 mm.
  • Im Telebereich das tolle Zuiko Auto-T 1:2,8/100 mm, Zuiko Auto-T 1:2,8/135 mm, Zuiko Auto-T 1:3,5/135 mm und Zuiko Auto-T 1:4/200 mm, Zuiko Auto-T 1:4,5/300 mm.
  • Und im Makrobereich das geniale Zuiko Auto-Makro 1:3,5/50 mm.

Gerade im OM System sind in den letzten Monaten die Preise leider gestiegen. Wo man vor einiger Zeit noch für ein 50er € 15.- bezahlt hat und man die andere Objektive dieses Systems regelrecht hinterher geschmissen bekommen hat, haben nun wohl auch die letzten Händler erkannt das sich hier etwas Geld machen lässt.

Die Qualität der OM Serie war schon damals in den 70er und 80er sehr gut, relativ hohe Lichtstärke in kompakter Form. Gerade im Makrobereich war Olympus sehr gut aufgestellt. Zb. mit Ausgezeichneten Makroobjektiven, Balgengeräten, Auto-Macro-Tubus mit speziellen Makro-Köpfen, Zangenblitze usw. Darum war das Olympus OM Makro System Jahrelang in der Dentalfotografie der Platzhirsch.

Vivitar. Vivitar hat speziell in den 70er und 80er Jahren ihre Objektive von Namhaften Objektivhersteller bauen lassen und dann unter dem Label „Vivitar“ verkauft. Folgende Vivitar Objektive sind Empfehlenswert:

  • Vivitar 55mm 2,8 Macro, Vivitar 90mm 2,5 Macro, Vivitar 90mm 2,8 Macro, Vivitar Series 1 90mm 2,5 1:2 Macro, Vivitar Series 1 105mm 2,5 macro.
  • Vivitar Series 1 135mm 2,3, Vivitar 135mm 2,8, Vivitar 135mm 2,8 close-focusing 1:2 Macro.
  • Vivitar Series 1 70-210mm 2,8-4, Vivitar Series 1 70-210mm 3,5 (Beispielbilder), Vivitar 90-180mm 4,5 Flat Field Zoom, Vivitar Series 1 28-90mm 2,8-3,5 Vivitar Series 1 35-105 3,5 close focus.

Bei Vivitar möchte ich besonders auf die Serie 1 Objektive hinweisen, denn in dieser Serie waren einige Optische Perlen zu finden, die man heute auch noch zu einem vernünftigen Preis bekommen kann. Speziell in dieser Serie 1 hat Vivitar einige der damaligen besten Objektiv-Hersteller engagiert diese Objektive für sie zu bauen. Darunter Namen wie Kino Precision (Kiron), Komine und Tokina. Gerade Objektive von diesen Herstellern haben einen Ausgezeichneten Ruf. Um heraus zu finden welches Vivitar Objektiv von welchem Hersteller gebaut wurde, gibt es in der Seriennummer einen Nummernschlüssel, der sich immer auf die ersten Ziffern der Seriennummer des Objektives bezieht:

6 Olympus – 9 Cosina – 13 Schneider Optik – 22 Kino Precision (Kiron) – 25 Ozone Optical – 28 Komine – 32 Makinon – 33 Asanuma (Tokina) – 37 Tokina – 42 Bauer – 44 Perkin Elmer (US) – 47 Chinon – 51 Tokyo Trading – 56 Kyoe Schoji – 75 Hoya Optical – 81 Polar.

Vielleicht habe ich ja den einen oder anderen Appetit auf die alten Manuellen Objektive gemacht. Dieser erste Artikel soll erstmal eine kleine Einführung in dieses Thema sein, das nächste mal werde ich noch genauer auf einige Objektivschätze eingehen zb. die Russischen Helios, Jupiter Objektive und auch die Makroobjektive von Kiron. Bedenken sollte man auf dieser Spielwiese aber doch folgendes: Objektive aus den 70er und 80er Jahre waren teilweise noch nicht alle mit zb. einer Apochromatischen Korrektur und vergüteten Glassorten wie zb.ED-Glas ausgestattet. Aber gerade deshalb bilden diese Objektive sehr eigen ab, wie ich schon oben erwähnte, sie haben schon fast einen eigenen Abbildungs-Charakter. Generell muss man aber sagen, das man für relativ wenig Geld sehr viel Optische Leistung und auch viel Spass beim Arbeiten damit bekommt.

Und ob sich unsere heutigen Digitalen Plastikobjektive in 20 Jahren auch noch so Butterweich scharf stellen lassen, wie diese Manuellen Objektive, sei mal dahin gestellt!?

 

Fischen nach Licht und alte Objektive

Zur Zeit fotografiere ich mit einem  manuellen 20 Jahre alten Vivitar Serie 1 70-210 f3,5 Makro, durch den Cropfaktor von x2 denn alle Olympuskameras haben, habe ich nun ein 140-420 f3,5 Makro. Was mich aber an diesen Objektiv so Fasziniert ist das Bokeh bei blende 3,5 und die Schärfe die für ein Zoomobjektiv meiner Meinung nach sehr gut ist.

Ob es jetzt Sinn macht an einer modernen Digitalkamera ein 20 Jahre altes Objektiv zu verwenden, steht zwar auf einen anderen Blatt. Aber es macht einfach Spass damit zu Arbeiten, zu beobachten wie durch das manuelle drehen am Objektiv die verschiedenen Schärfeebenen regelrecht in das Bild springen. Nicht zu vergessen wir reden hier von ca. € 70.- für das Objektiv und € 15.- für den Adapter, also für ca. € 100.- ein 140-420 mit durchgehender blende von 3,5.

Natürlich muss man hier bei den Manuellen Objektiven schon aufpassen, denn nicht alles was alt und schwer ist, ist auch gut. Für dieses doch aufwendigere Thema werde ich in den nächsten Tagen einen eigenen Artikel veröffentlichen.

pusteblume

Für diese vier Bilder habe ich etwa 3 stunden gebraucht, nicht etwa um die richtige belichtung zu finden oder für den Aufbau der Kamera und die Bildkomposition. Sondern das warten auf das richtige Licht, hat die Zeit gekostet. Beim Thema Licht bin noch ziemlich Konservativ, ich warte persönlich gerne darauf. Denn es ist ein Spektakel sondergleichen wenn das richtige Licht das Motiv einhüllt, es zum leuchten bringt oder gewisse Strukturen betont oder der ganzen Szene eine dreidimensionalität gibt.

Speziell bei den beiden letzteren Bildern von dem Feld, sieht man das sehr schön was ich meine. Das Licht arbeitet regelrecht die feinen Härchen der Feldfrucht heraus und modelliert den Hintergrund schon fast Malerisch. Natürlich hier noch unterstützend das großartige Bokeh des Vivitar Objektiv.

blumenball

feld im gegenlicht

feld im gegenlicht 2