Das Cullmann Magnesit 528C Carbon Stativ-Ein Erfahrungsbericht

Seit einigen Wochen habe ich auf meinen Fototouren immer ein neues Stativ mit dabei, das Cullmann Magnesit 528C Carbon. Das 528C ist mein erstes Carbon Stativ, Carbon hat viele Vorteile wie zb. das sehr geringe Gewicht, aber dadurch auch ein paar Nachteile wie eben die Standfestigkeit bei starken Wind. Aber das ist ja auch logisch, den ein Stativ mit einem Eigengewicht von 4kg steht einfach stabiler im Wind, wie ein Carbon Stativ mit 1.8kg.

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Insekten lieben anscheinend Berlebach Stative

Als ich gestern wieder mal in der Pampa unterwegs war, haben Insekten mein neues Berlebach Stativ gestürmt. Ich hatte das Stativ in einer natürlichen Wildwiese stehen, als ich so an eines meiner Stativbeine hinunter sehe, entdecke ich zuerst ein Insekt, nach 10 Minuten waren es vier! Scheinbar ist irgendetwas an dem Berlebach Stativ, was die Insekten lieben. „Insekten lieben anscheinend Berlebach Stative“ weiterlesen

Die richtige Stativ Verwendung

Kamera und ein optisch sehr gutes Makroobjektiv sind gekauft. Nun hat man sich auch ein vernünftiges Stativ mit einem guten Kugelkopf oder Dreigwegeneiger dazu. Leider schenken viele der richtigen Verwendung eines Stativ wenig Beachtung, das speziell in der Makrofotografie doch enorm wichtig ist.

Kurz und Knapp einige Punkte, auf die ihr unbedingt bei der Verwendung eines Stativ achten solltet.

Der Stabilste Punkt eines Stativ ist genau der in der Mitte des Stativ, dort wo sich die Mittelsäule befindet, an dieser Position werden auch Vibrationen am besten an die Stativbeine weitergegeben.

Stativ Stabilitätszonen

Grüne Zone

Ich habe mal versucht das in der Grafik oben visuell darzustellen. Die grüne Zone ist der Bereich, wo das Stativ die maximale Stabilität hat. Speziell in der Makrofotografie sollte man versuchen diese grüne Zone nicht zu verlassen. Was aber natürlich schwer möglich ist, wenn man zb. im Hochformat fotografieren möchte, da hier der Kugelkopf zur Seite geschwenkt werden muss, verlässt man dadurch automatisch diese grüne Zone.

Orange Zone

Die orange Zone ist genau dieser Bereich, in dem man sich befindet, wenn man die Kamera in das Hochformat dreht. In dieser Position muss man bereits achtgeben, wenn man in den kritischen Verschlusszeiten ist oder wenn der Wind nur etwas stärker weht. In der Makrofotografie, wo es manchmal schon reicht, wenn der Spiegel auf und zu klappt, dass das Bild verwackelt bzw. nicht so scharf ist, ist die orange Zone eher suboptimal.

Rote Zone

Umgehen kann man das mit einem Objektiv mit Stativschelle oder mit einem L-Winkel. Mit diesen beiden Dingern ist es möglich die Kamera in das Hochformat zu drehen, ohne das man die grüne Zone verlässt. Leider besitzen aber nur Makroobjektive mit einer Brennweite von 150/180/200mm einer Stativschelle, bei 50/60mm Makroobjektive würde ich euch empfehlen für ca. € 100.- eine L-Winkel zu kaufen.
Die rote Zone. Dieser Bereich ist für die Makrofotografie sehr gefährlich, hier geht man ein unnötiges Risiko ein, das man trotz erstklassiger Kamera und hochauflösenden Objektiven nicht zu den gewünschten Bildern kommt. Da kauft man sich nun ein tolles und sehr scharfes Makroobjektiv, verbindet dieses mit einer modernen Kamera und die Bilder sind trotzdem nicht so scharf, wie man es sich eigentlich vorgestellt hat-der Fotograf ist nun enttäuscht.

Das habe ich nun schon sehr oft gesehen, denn ab hier werden nun in einem Forum oder eben einen Blog Fragen gestellt, warum denn nun die Bilder nicht so scharf seien? Plötzlich sucht man nun den Fehler am Objektiv, der Kamera. Es werden Hauswände fotografiert, die Kamera/Objektiv Kombination wird zum Justieren zum Hersteller geschickt oder im schlimmsten Fall wird das Objektiv oder das System gewechselt!
Aber die wenigsten würden da darauf kommen, dass es vielleicht am Stativ und der falschen Benutzung liegt, denn alle diese unscharfen Bilder wurden in der roten Zone gemacht.

Leider sind auch noch einige Hersteller der Meinung, dass Stative mit zb. eine Umlegbaren Mittelsäule stabile Einheiten sind. Denn anders kann ich es mir nicht erklären, dass es noch immer so viele Stative mit dieser Funktion gibt. Sobald man eine umlegbare Mittelsäule verwendet, kommt man automatisch in die rote Zone, solch eine Mittelsäule mit zb. 50cm länge, ist wie ein Auslegearm. Die Kamera/Objektiv Kombination neben dem Stativ hängend in einem 50cm Abstand, entwickelt eine extrem große Kraft auf diesen Auslegearm. Man kann das leicht Selbst testen, Videofunktion der Kamera einschalten, kurz einmal drauf drücken und wieder los lassen, darauf achten, wie lange die Kamera Nach-vibriert und staunen!

Ich würde euch empfehlen, Finger weg von diesen umlegbaren Mittelsäulen, oder anders gesagt, Finger weg von allen diesen Stativfunktionen, wo die Kamera die grüne/orange Zone verlässt.
Die Mittelsäule. Das beste, teuerste und stabilste Stativ der Welt wird mit einer ausgezogenen Mittelsäule zu einem besseren Einbeinstativ!

Stativ mit Ausgezogener Mittelsäule

Meidet das Ausziehen der Mittelsäule, wie der Teufel das Weihwasser. Es ist vollkommen, egal wie weit ihr die Stativbeine ausgezogen habt, wenn ihr die Mittelsäule auszieht, wird euer Stativ instabil und sehr anfällig für Vibrationen.

Da Stativbeine in sich geschoben verbaut werden, haben diese es so an sich, das sie beim Ausziehen immer dünner werden. Ihr solltet also, wenn ihr anfängt das Stativ in der Höhe zu verstellen, zuerst immer die dicksten Beine lösen, dh. von oben nach unten. Und wenn es sich irgendwie vermeiden lässt, solltet ihr darauf verzichten die letzten und dadurch dünnsten Stativbeine zu verwenden.

stativbeine geschlossen

Versucht in der Makrofotografie mit eurem Stativ eher kompakt und klein zu bleiben, so wie ein Kasten. Jedes Verlassen der Stativmitte solltet ihr vermeiden. Das sind jetzt einige Tipps zu Verwendung eines Stativ und der Vermeidung von unscharfen Bildern. Ich fotografiere seit Jahren in der Makrofotografie und versuche immer genau diese wenigen Punkte zu vermeiden bzw. darauf zu achten. Somit kann ich schon mal als Fehlerquelle, wenn meine Bilder dann tatsächlich einmal unscharf oder eben nicht die 100% scharf sind, dieses schon mal Ausschließen. Und um das geht es doch.

Feisol Stative – die Bunten aus Carbon

FEISOL CT 3441SB Reisestativ LIMITED GOLD
FEISOL CT 3441SB Reisestativ LIMITED Edition
Auf der letzten Fotobörse in Wien habe ich mir die Feisol Carbonstative der Limited Edition angesehen. Keine Frage ist eine reine Kosmetische Sache, aber ich muss sagen diese Limited Edition sieht in echt, extrem cool aus. Feisol hat nicht nur das Stativ eingefärbt sondern auch den Kugelkopf, die Schnellkupplung und die Schnellwechselplatte!

Was mir auch noch aufgefallen ist, das bei diesem Modell (Reisestativ CT-3441SB) die Stativbeine um 180 Grad schwenkbar sind, dadurch erreicht es ein Packmaß von 43cm! Weiters ist mir auch noch das geringe Gewicht von 1,1 kg und der Preis von ca. € 380.- in Erinnerung geblieben.

Ich hatte ja schon die Tarnversion vom Manfrotto 055, aber so ein buntes Carbonstativ währe schon mal eine Abwechslung 😉

SteadePod-die kleine flexibel Stativalternative

Ein Stativ für Unterwegs, klein, leicht und günstig. Das SteadePod ist so eines, im Prinzip ist es eine Drahtschnur, die zwischen Kamera und einem Plastikteil gespannt wird, auf das man mit dem Fuss steigt. Die Drahtschnur, wird mit einem automatischen Aufrollmechanismus wieder in die Ausgangsstellung gebracht. Dadurch ist die Kamera in der Vertikalen fixiert und es wird leichter die Seitlichen Bewegungen zu Minimieren.
Es gibt drei mögliche Verriegelungen, Locked-da wird die Schnur gesperrt, Adjust/Retract-da kann die Schnur ausgezogen werden und wenn man sie auslässt wird sie Automatisch wieder eingerollt, Extend-da kann man auch die Schnur ausziehen aber sie wird nicht wieder eingezogen.

steadepod
steadepod


Das SteadePod besitzt eine Schraube mit der man das kleine Ding an der Kamera am Stativanschluss befestigen kann, dort befindet sich auch beim SteadePod ein Gelenk, damit kann man dann das SteadePod auch im Hochformat benutzen. Die Schnurlänge ist ca. 180cm lang und das Gewicht des SteadePod beträgt ca. 85g.
Dh. man kann das SteadePod überall dort mitnehmen wo man kein normales bzw. großes Stativ verwenden kann, darf oder will. Aber das schöne daran ist, das man das SteadePod auch für andere Dinge zweckentfremden kann, zb. um anderes Fotozubehör festzuhalten, wie zb. ein Blitzgerät. Denn durch die Drahtschnur und die Möglichkeit eine Schlinge zu machen, kann man das SteadePod mit einem Blitzgerät wirklich fast überall festmachen. Um das Blitzgerät an dem SteadePod befestigen zu können habe ich einen aufschraubbaren Blitzschuh verwendet, denn es um wenig Geld von etlichen Herstellern gibt.
blitz auf steadepod
blitz auf steadepod

Für die Befestigung meines Blitzgerätes habe ich ja normalerweise beine Manfrotto Clamp, wenn man aber nun die höhe des Blitzgerätes, das an der Superclamp befestigt ist, verändern möchte ist man am Ende. Mit dem Zweckentfremdeten SteadePod ist es aber eine leichte, die Höhe wunderbar schnell und einfach zu regulieren. Versucht habe ich das in der Makrofotografie, wenn ich zb. mit einem Blitzgerät das Makromotiv leicht aufzuhellen versuchte, da habe ich den Blitz mit dem SteadePod an das Stativ gehängt und so das Motiv von vorne und ganz unten angeblitzt.
Oder in der Porträtfotografie, einfach das SteadePod mit dem Blitz an einem kleinen Ast gehängt, zum Motiv gedreht und fertig.
steadepod mit blitz an baum
steadepod mit blitz an baum

steadepod an stativ
steadepod an stativ

Als Kamerastativ währe mir das SteadePod zu wenig, aber als Stativalternative um damit auch anderes Fotozubehör an den unmöglichsten Stellen zu befestigen ist das SteadePod klasse. Das SteadePod kostet ca. € 30.- ist zb. hier erhältlich: Enjoyyourcamera.

Tiefe Kameraperspektiven

Tief runter, ganz tief runter, ist die Devise in der Makro- und Nahfotografie. Und wenn es geht, stabil, flexibel und ohne viel Aufwand und Gewicht. Am besten ist es immer noch mit einem stabilen Stativ, keine Frage.
Aber nicht immer möchte ich mit der ganzen schweren Ausrüstung unterwegs sein, manchmal schnappe ich mir auch nur eine kleine Festbrennweite und die Kamera. Da geht es fotografisch eher um Detailaufnahmen als um Makrobilder, und da bin ich öfters mit einem kleinen Tischstativ oder einen Bohnensack Stativ unterwegs.

Wichtig finde ich hier, ist es das richtige Stative für die jeweilige fotografische Aufgabe zu finden, und wie flexibel man sein will und wie viele man tragen möchte.

Stativ mit Umgedrehter Mittelsäule

Wenn das eigene Stativ keine Möglichkeit hat, die Mittelsäule umzulegen, dh. in eine Horizontale Position zu bringen, dann ist es doch meistens möglich die Mittelsäule verkehrt umzustecken. Mit dieser Funktion ist es möglich eine sehr tiefe Kameraposition zu erreichen.
Die Stabilität ist trotzdem ausgezeichnet. Leider ist die Bedienung der Kamera sehr umständlich möglich, da ja die oberen Knöpfe am Kopf stehen, sind diese somit nicht so leicht zugänglich. Ich persönlich habe noch nie seit ich fotografiere, die Mittelsäule umgedreht, da mir das zu umständlich ist und ich mit der Bedienung der Kamera nicht zurechtgekommen bin.
Ebenfalls nicht so einfach ist es bei einer umgedrehten Mittelsäule, wenn man einen Winkelsucher benutzt, durch diesen durchzusehen. Denn die Kamera hängt genau unter der Mittelsäule des Stativs, da muss man genau unter das Stativ kriechen, um durch den Winkelsucher sehen zu können.

tiefe position mit umgedrehter mittelsäule
tiefe position mit umgedrehter mittelsäule

Stativ mit Umlegbarer Mittelsäule und L-Winkel von Novoflex

Maximal Flexibilität bietet eine Stativ mit Umlegbarer Mittelsäule in Kombination mit einem L-Winkel. So tief hinunter kommen sonst wenige Stativkombinationen, durch die Bauform eines L und der Möglichkeit der Zentimeter genauen Verstellung durch den Arca Swiss Schwalbenschwanzes ist es möglich die Kamera flexibel bis wenige Zentimeter über den Boden zu positionieren.
Die Bedienung der Kamera ist genau so möglich wie wenn die Kamera genau über dem Stativ stehen würde, weiter gibt es auch keine Beeinträchtigung beim Einsehen des Winkelsuchers. Einer meiner Lieblingslösungen in der Makrofotografie, zwar einiges mehr zum Tragen aber sonst Top.

tiefe position mit l-winkel novoflex
tiefe position mit l-winkel novoflex


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Vanguard Alta Pro 263 AT-Erfahrungsbericht

Da mein Manfrotto 055 Stativ nach 14 Jahren schön langsam ersetzt werden muss, hatte ich das Vanguard Alta Pro 263 AT schon länger im Fokus. Glücklicherweise hat mir Enjoyyourcamera.com ein solches für einen Erfahrungsbericht zur Verfügung gestellt.
Ein Stativ für mich, das sollte für meine Fotografischen Themen, das sind die Natur- und Makrofotografie, folgendes erfüllen:

Anforderungen
  • Stabil sollte es sein
  • Noch Halbwegs tragbar
  • Vernünftiger Preis
  • Bodennahes Arbeiten

Videobericht über das Vanguard Alta Pro 263 AT, sorry für die Tonqualität, der Wind war grausam und ich habe leider noch kein extra Audioaufnahmegerät.

Die Beine des Vanguard Alta Pro 263 AT kann man in drei Stufen ausfahren. Die Stativbeinverschlüsse machen einen guten Eindruck, ich hatte in der Vergangenheit mit meinem in die Jahre gekommenen Manfrotto 055 mit diesen immer etwas Probleme. Die Maximale höhe des Alta Pro beträgt mit ausgezogener Mittelsäule ca. 165cm (und ohne Mittelsäule ca. 132cm) das reicht für mich allemal.

Das Gewicht des Vanguard ist mit ca. 2kg für ein Aluminiumstativ ok. Beim Gewicht eines Stativs muss man immer einen Kompromiss eingehen, entweder es ist sehr stabil und dadurch schwer, oder eben leicht und dadurch fliegt es halt beim leichtesten Windhauch um. Ein Lösung währe ein Stativ aus Carbon oder Basalt, hier muss man aber mit mindestens € 350.- rechnen. Ich persönlich bin noch nicht bereit dazu, für ein Stativ so viel Geld auszugeben, denn hier muss man ja noch mal € 100.- bis € 250.- für einen vernünftigen Kugelkopf oder Neiger dazu rechnen, da ist man schnell auf € 500.- bis € 600.-

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