Dandelion-Pusteblume zwei Betrachtungen

Einer Aufgabe, die ich mich in der Makrofotografie immer stelle ist, gibt es von Motiven, die schon Millionen mal fotografiert wurden. Einen anderen Blickwinkel, ein anderes Detail oder eine andere Art, mit der man so ein bekanntes Motiv noch attraktiv für den Bildbetrachter machen kann. Hier nun zwei Versuche mit einer Pusteblume (Dandelion):

dandelion - pusteblume

2 dandelion - pusteblume

Euphorbia Lactea-MiniMakro Making of für zu Hause

Nun gibt es wieder mal ein kleines Mini-Makro Making of, für zu Hause. Eine Topfpflanze eine so genannte „Euphorbia Lactea“, eine recht interessante Pflanze, war diesmal mein Modell.

Was mir bei dieser Pflanze gleich aufgefallen ist, war die wunderbare geschwungene Form. Da diese aber in einem Topf gepflanzt war, und ich die Pflanze von oben Fotografieren wollte, aber den Topf selbst nicht auf dem Bild haben wollte, habe ich Folgendes gemacht. Ich habe einfach ein weißes Blatt Papier genommen, dieses bis zur mitten eingeschnitten und in der Mitte einen kleinen Kreis ausgeschnitten.

Das Blatt habe ich dann am Stiel der Euphorbia Lactea gesteckt, dadurch hatte ich einen wunderbaren neutral weißen Hintergrund. Mit einem faltbaren Durchlichtreflektor habe dann das harte Glühlampenlicht weicher gemacht.

Und nun die Ergebnisse:

euphorbia lactea

euphorbia lactea 2

Here We Are-oder warum die Welt von unten ganz anders aussieht

Eine der wohl unangenehmsten Positionen für einen Fotografen ist der Boden, bzw. darauf am Bauch liegend. Denn dort unten sind wohl alle Käfer und sonstiges Krabbelnde Getier der Meinung, sie müssten unbedingt in die Ärmel oder unter den Kragen hinein kriechen und dem Fotografen zeigen wie toll sie doch krabblen und beißen können. Hinzu kommt noch das Staub und kleine Kieselsteine es bevorzugen, in das innere der Ohren oder der Nase einzudringen um sich dort wichtig machen. Und von Dornen und Brenneseln will ich mal gar nicht erst anfangen.

Und trotzdem ist es für mich immer wieder ein Genuss, auf dieser Ebene die Natur zu beobachten und zu Fotografieren. Kleines kann ganz groß in dem Mittelpunkt gerückt werden, der Vordergrund kann bewusster, mehr oder weniger im Bild Wirkung zeigen.

Und genau dieses Bild das jetzt kommt, zeigt mir wieder das sich die Mühen gelohnt haben. Denn ich bin mit dem Bild zufrieden, mal abgesehen davon das ich auf meinem Rücken schon eine kleine Mückenkolonie sitzend und saugend hatte, und ich schon befürchtete das die Sonne zu wenig Licht hergibt, um die Pflanze selbst zum leuchten zu bringen, denn rundherum war es schon verdammt dunkel.

here we are

Interessant bei diesem Bild ist auch, das genau dort wo noch die letzten Sonnenstrahlen in den Wald (im bild zu sehen an dem hellen teil am oberen bildrand mitte) schienen, genau dort standen meine kleinen Pflanzen-und wer jetzt glaubt das war Glück irrt gewaltig. Da sich um diese Uhrzeit die Lichtverhältnisse sehr schnell ändern und in einem dichten Wald sowieso, habe ich ca. 20 Minuten in einer eher ungünstigen Lage-siehe oben, gewartet, bis die Sonnenstrahlen meine Blümchen angestrahlt haben.

Also Tipp von mir: Traut euch, der Boden gehört euch, es können sich neue Erfahrungen für euch auf tun- entweder in Bildern oder eben bei Bekanntschaften von neuen Insektenarten oder zur Erkenntnis wie viel Schmutz in eure Nasenlöcher passt. Im Prinzip eine Win-Win-Situation :)

Detailaufnahmen von Pflanzen

Nach dem ich bei meinen letzten Artikel ja über meine Fotografische Sättigung über Windräder berichtete, habe ich mich nun auf dein Heimgarten gestürzt. Und da ich mich Makro-Objektiv mässig immer noch nicht entscheiden konnte, sind es Detailaufnahmen von Pflanzen geworden.

Bei Detailaufnahmen stelle ich mir immer grundsätzlich die Frage, welcher Teil des Fotoobjektes könnte für den Betrachter Interessant sein? Gibt es Formen und Farben die die Bildwirkung unterstützen?  Und zb. bei Pflanzen die jeder von uns vielleicht im eigenen Garten stehen hat, wie kann man diese Fotografisch so zeigen das sie noch immer Interessant sind. So nach dem Prinzip „Wow so habe ich die Rose ja noch nie gesehen“.

Bei dieser Art der Fotografie, gleite ich manchmal in einen Fotografischen Overkill ab. Entweder ich verzettele mich beim Fotografieren selbst, in dem ich für eine Aufnahme stunden brauche, oder ich vermurkse es bei der Bildbearbeitung, denn auch hier gilt wie überall, weniger ist oft mehr!

Aber genug über mich geredet, seht euch doch mal die Bilder an, und ist da was?


blätter zentrum


blüte stengel


distel blau


Warten auf das besondere Licht

Es gibt wohl schwerere Shootings bzw. Bedingungen als auf dem Balkon sitzend bei guten Wetter auf das richtige Licht zu warten. Ich wollte in diesem Fall auf dieses Spezielle Licht warten das ich den Tagen zuvor immer beobachtet hatte. Kurz bevor die Sonne ganz verschwindet lässt sie um diese Zeit dieses Rote Licht los und taucht bei guten Winkel die Umgebung in dieses wunderbare rötliche Licht.


Pflanze im besonderen Licht
Pflanze im besonderen Licht



Es gibt wohl schwerere Shootings bzw. Bedingungen als auf dem Balkon sitzend bei guten Wetter auf das richtige Licht zu warten. Ich wollte in diesem Fall auf dieses Spezielle Licht warten das ich den Tagen zuvor immer beobachtet hatte. Kurz bevor die Sonne ganz verschwindet lässt sie um diese Zeit dieses Rote Licht los und taucht bei guten Winkel die Umgebung in dieses wunderbare rötliche Licht.


Pflanzenfotografie mit Aufhellblitz


Pflanze ohne Aufhellblitz
Pflanze ohne Aufhellblitz


Hier nun zwei Bilder die ganz deutlich den Unterschied zeigen, was ein dezent eingesetzter Aufhellblitz bewirkt. Mit Aufhellblitz hebt sich das weiss viel mehr vom Hintergrund ab. Die Pflanze wirkt mehr Dreidimensionaler, die Konturen der Pflanze haben durch den Aufhellblitz einen wunderbaren Lichtkranz. Durch die geringe Blitzleistung wirkt es auch als wurde die Pflanze durch die letzten seitlich kommenden Sonnenstrahlen bestrahlt werden.


Pflanze mit Aufhellblitz
Pflanze mit Aufhellblitz

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