Was geht Fotoindustrie?

Meine Gedanken und Meinungen zu einigen verschiedenen Kamera- und Objektiv Herstellern.

Panasonic
Dadurch dass Panasonic der Lumix G3, gegenüber dem Vorgängermodell der Lumix G2, einige Funktion weggenommen hat, schließe ich mal darauf, dass sie ein neues Modell planen. Positioniert zwischen der G3 und der GH2 oder sogar darüber.
Panasonic sollte sich endlich dazu entschließen, sich ein paar Gedanken darüber machen, Objektive zu bauen, die von den Kunden auch gebraucht werden bzw. gewünscht werden! Lichtschwache Kitobjektive gibt es nun genug.
Was fehlt sind lichtstarke Festbrennweiten, aber bitte bis in den Telebereich!

Pentax
Da sich Ricoh ja die Kamerasparte von Pentax einverleibt hat, bin ich da sehr gespannt ob sich da was Modellmässig in der nächsten Zeit tut.
Vielleicht kommt ja dann endlich das Marketing von Pentax bei uns in Europa in die Gänge. Ich kann da gar nicht mehr hinsehen, obwohl zb. eine Pentax K5 eine wirklich wunderbare Kamera ist und der sehr ähnliche Nikon D7000 in nichts nachsteht, sieht man überall nur D7000 und fast keine K5!
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♥ Helios 44-3

Für mich sind es solche Bilder, die mir wieder einmal zeigen, warum es sich lohnen, kann alte manuelle Objektive zu verwenden. Im Besonderen trifft das auf das 50mm Objektiv der Helios 44er Serie zu und ganz speziell das Helios 44-3.

Dieses kleine manuelle russische Objektiv hat eine eigene Art, wie es bei gewissen Lichtverhältnissen die Umwelt auf einem Bild darstellt. Da kann mein Canon AF 50mm 1.8 einfach nicht mehr mit, für solch einen Bildeindruck dürfte es wohl schon zu korrigiert sein.

Deshalb mein Tipp, gebt dem Helios 44 eine Chance, ich verspreche euch ihr werdet es lieben. Und ab € 35.- seid ihr dabei. „♥ Helios 44-3“ weiterlesen

Helios 44-3

Nach längeren Suchen habe ich endlich ein seltenes und gut erhaltenes Helios 44-3 gefunden. Das 44-3er ist meiner Meinung nach der beste Kompromiss zwischen Auflösung und dem typischen Helioscharakter (sprich dem Bokeh). Es hat noch 8 Blendenlamellen wie die 44-2er und trotzdem schon die etwas bessere Abbildungsleistung der 44-4er.

Das Helios 44 wurde ca. von 1958 bis ca. 1994 in der UDSSR gebaut, eigentlich ist die optische Rechnung eine Kopie des Carl Zeiss Biotar 58mm 2.0. Das 58mm 2.0 Helios ist eine wunderbare und günstige Möglichkeit in die Welt der manuellen Objektive einzusteigen. Eine schöne Übersicht der gesamten Helios Versionen gibt es hier.

Ich hatte ja schon mal das 44-2er Helios und seitdem bin ich ein Fan dieser Objektivserie. Diese Russischen kleinen Objektive haben einen gewissen Charme, den man sich, wenn man mal eines hatte, nur sehr schwer entziehen kann.

objektiv helios 44-3 58mm 2.0
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Digital-Picture: Vergleiche deine Objektive

Auf Digital-Picture.com ist es möglich Testberichte über einige Objektive sehr übersichtlich abzurufen, miteinander zu vergleichen und auch diese von der Größe gegenüberstellen. Was ich persönlich auch sehr cool finde, ist, dass die Objektive auch bei verschiedenen Brennweiten gezeigt werden, so kann man sich auch Bild davon machen, wie sich die Länge der Objektive verändert.
Es gibt einiges zu entdecken, auch bei den Tools, seht euch mal um und vielleicht hilft es ja denn einen oder anderen bei seiner Entscheidung.

500mm Objektiv Zu Verschenken

Objektive sollen Freude machen, in diesem Sinne starte ich hier nun folgende Aktion. Ich verschenke ein manuelles 500mm Objektiv mit einer fixen Blende 8 und einem M42 Anschluss.
Das Objektiv ist zwar schon etwas älter, aber es sieht aus wie aus dem Ei gepellt, selten habe ich so ein 500er in so einem guten Zustand gesehen. Das Objektiv hat natürlich auch eine Staivschelle, sehr wichtig bei dieser Brennweite. Extra lege ich noch den passenden 2xfach Telekonverter dazu, da wird dann aus dem 500er ein 1000mm Objektiv!! An einer Crop-DSLR hat man nun unglaubliche 1500mm bzw. 1600mm oder bei MFT 2000mm Brennweite zur Verfügung. Na, wenn das nichts ist!

500mm objektiv
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Hohe ISO, Qualität der Objektive und die Details

Heutzutage wird von neuen Digitalkameras erwartet das Sie immer höhere ISO-Zahlen ohne zu Rauschen beherrschen. Aktuell erwarten sich viele von der Nikon D7000 und der Canon 60D das diese zb. bei ISO 6400 noch halbwegs rauschfrei sind! Hier wird ja gerne immer wieder das Argument gebracht besser ein Bild mit ISO 6400 als gar kein Bild. Das stimmt schon, aber ich denke hier wird einiges vergessen.

Die Qualität der Objektive

Die Konsumenten erwarten von den Objektiven, dass sie scharf sind, dass der Mikrokontrast hoch ist usw. Diese Objektive werden auch meistens mit sehr niedrigen ISO Zahlen in den einschlägigen Magazinen und Webseiten getestet. Nehmen wir hier als Beispiel ein wahrscheinlich beliebtes Objektiv, das Canon EF 50mm F1.8.

Dieses Objektiv hat seine beste optische Leistung (von der Mitte bis zum Rand lt. Dpreview) bei Blende 8. Dh. gehen wir nach diesem Test, dann kann man ohne Bedenken Blende 8, 5.6 und mit beiden Augen zugedrückt noch Blende 4 verwenden, wenn man eben die beste optische Leistung dieses Objektives verwenden möchte.

Die hohen ISO Werte

Nehmen wir zb. einen ISO Wert von 3200, bei einer so hohen ISO Einstellung bleibt von den oben genannten Details, sprich schärfe und Mikrokontrast, nichts mehr übrig. Hier mal ein Vergleich von ISO 200 und ISO 3200, fotografiert mit meiner Lumix G2 und dem extrem starken Makroobjektiv Tokina 90mm 2.5 bei Blende 5.6, bei schlechten Lichtverhältnissen und mit Kabelauslöser im manuellen Modus.

vergleich schärfe und mikrokontrast bei iso200 und iso3200 100% crop - klick macht groß!

Sicher meine G2 rauscht sicher weitaus stärker bei ISO 3200 als andere Kameras, zb. APS-C und Vollformat werden hier weitaus bessere Ergebnisse bei ISO 3200 erzielen können. Aber ich denke man kann sich trotzdem an diesen Beispiel schon ziemlich gut vorstellen, wie viele Details bei hohen ISO Werten eigentlich verloren gehen! Hier kann auch keine Software mehr helfen, denn wo keine Details vorhanden sind, kann auch nichts mehr herausgeholt werden!

Und jetzt stellt euch mal folgende Situation vor:

Ihr möchtet in einem Gebäude unter einer schlechten Lichtsituation einige Bilder machen, ihr könnt oder dürft kein Blitzlicht verwenden oder ihr wollt eben mit dem natürlichen Licht fotografieren.

Ihr stellt auf eurer Kamera ISO 6400 ein, dreht die Blende auf 5.6 oder 8, denn ihr wollt ja das Maximum an Bildqualität haben, das euer Objektiv leisten kann. Nun aber merkt ihr das ihr trotzdem auf keine vernünftige Verschlusszeit kommt, die ihr aus der Hand noch ruhig halten könnt.
Also dreht ihr diesmal die Blende auf 2.8 oder 2.0, nun habt ihr zwar eine Zeit erreicht die noch ok ist, aber dafür seit ihr nun in einem Blendenbereich, wo euer Objektiv nicht mehr optimal abbildet.

Denn mit Blende 2.0 sind mit eurem Objektiv (Canon EF 50mm F1.8) nur ca. 35% aus der Mitte gesehen halbwegs scharf und kontrastreich! Der Rest und speziell der Rand fällt extrem ab!

Nun habt ihr jetzt zwar ein Bild bekommen, aber mit wenig Details, die die hohen ISO Werte schon geschluckt haben und dazu kommt jetzt auch noch die nicht mehr optimale optische Auflösung von eurem Objektiv! Was da dann raus kommt, ist wohl jeden klar, ein verwaschener, kontrastloser und nicht mehr scharfer Matsch.

Und Weiter?

Seit ich fotografiere, meide ich deshalb die hohen ISO Zahlen wie der Teufel das Weihwasser. Speziell, wenn man hier Top Objektive einsetzt, darf man eigentlich darüber gar nicht nachdenken welche Informationen an Details man hier herschenkt wenn man in hohen ISO Zahlen fotografiert. Und hier ganz besonders wichtig in der Makrofotografie, wo wir im extremen Nahbereich noch jedes Härchen an dem Insekt erkennen wollen, denn das kann ja rein theoretisch auch das Makroobjektiv auflösen. Nur sind eben diese Härchen ab ISO 1600 nur mehr ein durchsichtiger Match!

[box type=“tick“]Auch wenn ich eine Vollformatkamera hätte, die schon die ISO 100 000 Marke erreichen kann, trotzdem würde ich zb. in der Makrofotografie nicht über ISO 800 gehen! Dh. also irgendwie versuchen die ISO Zahlen niedrig zu halten.[/box]

[box type=“tick“]Sehr gute Objektive verwenden, die schon leicht abgeblendet ihr optisches Maximum erreichen.[/box]

[box type=“tick“]Bildstabilisator der Kamera oder Objektive benutzen.[/box]

[box type=“tick“]Ein Stativ verwenden. Wenn dies nicht möglich ist, eventuell darüber nachdenken ein Einbeinstativ oder ein kleines Tischstativ mitzunehmen.[/box]

Und wenn nun einigen von euch das vollkommen egal ist, ob da nun Matsch rauskommt? Dann ist es auch gut! Denn ihr wisst ja, zum Schluss zählt nur das …. ach ihr wisst sicher was ich meine. 😀