3 Must Have Fotozubehör für die Natur- und Makrofotografie

drei dinge für die naturfotografieUnnötiges Fotozubehör, habe auch ich schon etliches gekauft, mal weil ich geglaubt habe ich brauche das unbedingt, und ein anderes Mal, weil ich bei einem Motiv nicht zum gewünschten Bild gekommen bin, und ich genau dieses eine Fotozubehör dazu gebraucht hätte.

Etliche Kamerasysteme und auch Fotozubehör sind durch meine Hände gewandert, aber drei Dinge waren immer gleich. Und zwar drei Stück von Fotozubehör, ohne dessen ich mir eine Natur- und Makrofotografie nicht vorstellen könnte.

  • Ein Winkelsucher, eine Wasserwaage und einen Kabelauslöser. Liveview hin oder her, mit einem Winkelsucher lassen sich, so wunderbar einfach bei niedrigen Kameraperspektiven, rücken- und knieschonend die Motive im Sucher betrachten.
  • Mit der auf dem Blitzschuh aufsteckbaren Wasserwaage, vermeidet man wunderbar schiefe Bilder in Waag- und der Senkrechten. Sicher ist es einfach in Photoshop möglich die Bilder dann wieder gerade zu richten. Aber man verliert auch hier wieder Bildfleisch, und warum, wenn es sich auch leicht vermeiden lässt.
  • Ein Kabelauslöser ist der logische Schluss bei der Verwendung einer Spiegelverriegelung. Speziell in der Makrofotografie im Bereich 1:1 oder mehr, sind Erschütterungen z.B. durch das drücken des Auslöseknopfes, nicht erwünscht. Hier ist ein Kabelauslöser ein wahrer Segen.

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4 Bilder und der Wind

makrofotografieDer Wind, in der Makrofotografie kann man ihn nicht gebrauchen und wenn er dann noch im Januar bei 0 Grad sehr präsent ist, naja dann wird es auch noch bitterkalt.
Aber da wir ja keine Schönwetterfotografen sind, muss man auch bei diesem Winter raus in die Natur. Alles andere währe doch ein Kindergeburtstag, oder? An diesem Tag war ich ca. 4 stunden unterwegs, danach hatte ich schon leichte Probleme beim sprechen, weil mir schon ziemlich der Mund zugefroren ist, deshalb habe ich euch diesmal das Video dazu erspart, ihr hättet mich echt nicht verstanden beim Sprechen 😉

forest way
Hier stand ich auf einen kleinen Hügel, und habe hinunter diesen Waldweg fotografiert. Die Brennweite dürfte so um die 200mm gewesen sein, um hier wieder diesen besonderen Bildlook zu haben, habe ich hier wieder mit blende 22 und ISO 100 belichtet.

ruhiger baum
Eine recht Interessante Aufnahme wie ich finde, denn hier habe ich mit Blende 22 und ISO 100 um auf eine lange Belichtungszeit zu kommen, damit der Wind die Äste und das Gras zum bewegen bringt. Und dies auf dem Bild dann in verschwommener Art zu sehen ist. Dadurch das die zwei dicken und großen Bäume durch den Wind nicht bewegen, und alles andere durch den Wind leicht unscharf ist, ergibt sich so ein Interessanter Effekt.

Natürlich ist es viel gemütlicher, bei so einem stürmischen Wetter, bei eine heißen Tasse Tee zu Hause im warmen zu sitzen. Aber für mich ist Fotografieren, wenn man trotzdem raus geht. Jim Brandenburg hat mal gesagt: „Tiere und die Natur zu fotografieren, ist stets eine mühsame Angelegenheit. Manchmal ist man einsam, aber immer ist die Arbeit intensiv.“ Wie recht er hat. Sicher man könnte es sich einfacher machen, und im Winter sich auf die Makrofotografie am Tabletop konzentrieren, aber ich brauche auch die tollen Winteraufnahmen, bzw. die Bilder auf denen man regelrecht spüren kann, wie kalt es es dort war, oder das alles in diesem Wald gerade einen Winterschlaf macht.

Bei solchen Temperaturen bzw. Wetterverhältnissen zu fotografieren ist auch für den Fotografen und die Ausrüstung eine Herausforderung, hier müssen alle Handgriffe sitzen, man glaubt gar nicht wie schnell man ein Stativ aufbaut und die richtigen Einstellungen findet, bei Minus 15 Grad.

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blatt an baum
Dieses Blatt und die kleinen Baumnadeln habe sich an der Baumrinde regelrecht festgeklammert. Da der Baum schon sehr alt war, und die Rinde dies gezeigt hat, wollte ich hier eine Malerische Bildstimmung erzeugen, um den ganzen noch meine Stimmung aufzudrücken.

moos sw
Saftig grünes Moos an einem am Boden liegenden Baum, und das im Januar! Diese kleine Dinger die da immer bei so einem Baummoos rausstehen, sind das. In Farbe war mir das ganze aber zu bunt für den Januar, habe ich diese Bild in Schwarzweiß umgesetzt, unterstützt durch einen Orange Filter.

Wir Fotografen sind immer Künstler

Die Kunst in der Fotografie ist es manchmal, alles der Bildidee, dem Bild selbst unterzuordnen. Die Ausrüstung, den Ort der Aufnahme und der beschwerliche Weg dort hin, die Wetterverhältnisse, die Zeit und oft die Misserfolge.

An gewissen Tagen und in gewissen Momenten habe ich eine Fixe Bildidee, die ich fast greifen kann. Um diese Fanastareien abarbeiten zu können, mache ich mich dann auf zu einer Fototour. Diese Fotografische Vorgehensweise führt dann bei mir oft dazu, das ich fast ferngesteuert durch die Natur laufe, immer den suchenden Blick auf das mir fehlende etwas, für mein Bild in meinem Kopf. – Die Kunst ist es nun, trotzdem die Umwelt wahrzunehmen und auf die Details zu achten, ruhig und gelassen.

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19:25 bis 19:45 Uhr die Zeit des Magischen Lichtes

Genau zu dieser Tageszeit (19:25-19:45/19.August) gibt es in unseren Breitengraden ein wirklich Magisches Licht, nach dem wir Fotografen regelrecht lechzen, sollten. Wie schwer dieses warten auf dieses Licht ist, weiß ich selber nur zu gut. Ich rede hier aber nicht davon, um 19:20 aus dem Haus zu gehen und schnell ein Motiv suchen, Stativ aufstellen, Auslösen und um 19:30 wieder daheim zu sein.

Ich suche mir ein Motiv, am leichtesten finde ich das, wenn ich mich auf ein kleines Gebiet konzentriere. Wenn es wie in meinem Fall Detailaufnahmen sein sollen, meistens so 20×20 meter. Auf dieser Fläche bewege ich mich nun und achte auf zb. Fotogene Objekte, natürlich immer mit einem Auge auf die Sonne. Wenn ich ein Motiv gefunden habe, umkreise ich dieses und schaue von welcher Perspektive das Licht, dem Motiv unter die Arme greifen kann.

Nachdem ich die Kamera fertig eingerichtet habe, beginnt erst jetzt das warten auf das Magische Licht. Denn mit fast jeder Minute ändert sich die Lichtstimmung, durch die stärke des Lichtes und auch durch die Farbe, denn dies ändert sich bei einer Untergehenden Sonne manchmal sehr schnell.

Während dieser Dramatischen Momente 😉 kümmere ich mich noch um meinen Bildvordergrund und für mich ganz wichtig den Bildhintergrund. Der Bildhintergrund zeigt dem Bildbetrachter wo das Motiv fotografiert wurde und kann das Motiv, durch seine Malerische Unschärfe, klarer abgrenzen und herausstellen.

Beim Bildhintergrund achte ich auch darauf, ob ich eventuell helle flecken (durch die weit geöffnete Blende) habe-die vom eigentlich Motiv ablenken können. Fügt sich der Hintergrund in das Gesamtbild ein, welche Farben sind im Hintergrund zu sehen und ganz wichtig, wie bekomme ich den Hintergrund ruhig.

Das hört sich jetzt alles ziemlich kompliziert und nach viel Arbeit an. Aber viele Fotografen machen das schon Instinktiv, sie merken es selbst gar nicht mehr.


feder im wald

Bei dem Bild oben, einer zufällig im Gras liegenden Feder (ich tippe auf Rebhuhn), habe ich eben auf diese Magische Licht gewartet. Und es war wirklich so, das nur ca. eine Minute das Licht die Feder so wunderbar umrandet hat und ihr dadurch eine tolle Silhouette gegeben hat. Doch die meiste Zeit hab ich bei dieser Aufnahme gebraucht um den Hintergrund so zu komponieren das ich zufrieden war. Aufnahme mit einem Manuellen Minolta MD 50mm 1,7 + 1,5 Telekonverter= 75mm, bei Olympus 150mm als Blende war es hier 2,8.

licht am wegesrand

Auf dem Rückweg sah ich dann noch die absolut letzten Sonnenstrahlen, die schon fast Goldig bzw. stark Orange, auf diesen kleinen Strauch und der darunter liegenden Wiese leuchteten. Interessant hier, die Orangen flecken links oben im Bild, sind die Löcher in den Gebüschen, durch das die Untergehende Sonne noch scheint. Und die kleinen Lichflecken in der mitte des Bildes etwas rechts, sind fliegende Gelsen oder Mücken die noch von diesem kräftigen Licht angestrahlt werden. Aufnahme mit einem Manuellen Minolta MD 50mm 1,7 + 1,5 Telekonverter= 75mm, bei Olympus 150mm als Blende war es hier wieder 2,8.


Natur Shooting mit dem Objektiv-Vivitar 135mm 2,8

Gestern habe ich mein neues Manuelle Objektiv, ein Vivitar 135mm 2,8, zu einem Naturshooting ausgeführt. An der Olympus ein 270mm 2,8,war es für mich Interessant zu beobachten wie das Vivitar (übrigens mit der Seriennummer 28 daher von Komine gebaut-lecker) abbildet. Je nach Licht und Motivabstand, malt das Vivitar regelrecht die Bilder und zaubert ein wunderbares Bokeh, wie mit einem sehr feinen Pinsel gemalt.

Und da ich fast immer meine kleine Videokamera mit dabei habe, hier wieder kleine Eindrücke  mit laufenden Bilder-Video 😉 meines Naturshooting:

 

Und nun zum wichtigsten, den Bildern:

blumenzentrum

zwillinge

wiesenblick im gegenlicht

tanz in gruen tanz in grün 2

wiesen frontal licht