Österreich-die Kamera und der Fotograf stehen bereit

18:00 Uhr bis 19:40 Uhr, Österreich, die Kamera und der Fotograf stehen bereit. Und dann auf den Knien hinein gerobbt in die Botanik. Mit zwei Alten Objektiven in der Tasche, die zusammen so viel kosten wie eine Kitlinse 18-55 von Canon oder Nikon.

Fantasie-Bildkompositions-Gehirnhälfte angeworfen, auf das richtige Licht gewartet und elegant mit der Zweifingertechnik den Kabelauslöser betätigt.

Toll, wenn dann solche Bilder dabei rauskommen, mit denen ich jetzt zufrieden bin. Ach, währt ihr doch nur dabei gewesen, wie das Licht der untergehenden Sonne das Gras und die Pflanzen fein säuberlich regelrecht ausmodelliert hat. Währe doch mal eine coole Aktion, wenn wir gemeinsam so eine Warten-auf-das-geniale-Licht-Fotowalk machen könnten, oder?
„Österreich-die Kamera und der Fotograf stehen bereit“ weiterlesen

Ein Garten nach dem Regen-Ein Paradies für den Makrofotografen

Wenn es gerade geregnet hat, dann riecht ein Garten ganz anders, das Licht ist anders und manche Blumen lassen mehr die Köpfe hängen andere wieder stehen fast senkrecht.
Für einen Makrofotografen ist das ein toller Moment seine Ausrüstung auszupacken und den Garten neu zu entdecken. Das Jupiter 9, mit seinem eigenem Abbildungscharakter, passt hier wunderbar.

pastel-garden

wild-garden

Das ist so eine geniale Makrofotografie, die mir so viel Spaß macht, da geht einem das Herz auf. Makrofotografie heißt nicht immer das alles knackscharf sein muss, es gibt auch die Makrofotografie, wo die Formen und teilweise die Farben nur angedeutet sind. Wo selbst das Hauptmotiv unscharf ist, wo eben ein Zusammenspiel von Formen, Farben, Linien und unscharfen Bildteilen ein Ganzes ergeben.

Wo es, wenn es gut gemacht ist, sehr viel mehr zu entdecken gibt. Die Bildbetrachter bleibt an keinem scharfen Detail hängen, er kann sich fallen lassen und das Bild weich und gleichmäßig entdecken.

greenline

Es ist ein vergnügen mit dem Jupiter 9 zu Fotografieren, in Kombination mit der Blende und dem Scharfstellring sieht man es im Sucher oder am Display, wie das Bild bei einem interessanten Licht, regelrecht gemalt wird.

Erste Testbilder mit dem Jupiter 9 85mm 2.0

Gestern habe ich ein Jupiter 9 85mm 2.0 käuflich erworben. Das Jupiter 9 ist eines dieser Objektive, das angeblich bei Offenblende extrem den Hinter- oder Vordergrund regelrecht malerisch unscharf abbildet. – Ich stehe ja auf solche Objektive. 😀
Gestern bei den Testaufnahmen ist mir aufgefallen, dass das Jupiter 9 bei Blende 2.0 gefühlte 0.00001 mm Schärfentiefe/Tiefenschärfe hat. 😉 So etwas habe ich bei einem 85er noch nicht gesehen, bei einem Telemakro ist das schon öfters an zu treffen aber bei einem leichten Tele, habe ich es so extrem noch nicht gesehen.

Bei Testbild 1 sehr schön zu sehen, was ich meine. Ich habe auf die schwarze Schachtel scharf gestellt, der Vorder- und der Hintergrund verschwimmen derartig, dass es fast schon wirkt wie eine Nebelsuppe, die das Motiv eingehüllt hätte! Finde ich faszinierend.

testbild jupiter9 85mm 2.0

Bei Testbild 2 habe ich auf die Holzkante des Regals scharf gestellt, der Schmuckbaum zeigt die gewohnten Bokeh ringe, aber interessant hier, wie das Jupiter die Pflanze im Hintergrund verschwimmen lässt.

testbild 2 jupiter9 85mm 2.0

Bei Testbild 3 habe ich auf die dunkelrote Weinflasche und hier auf den Verschluss scharf gestellt.

testbild 3 jupiter9 85mm 2.0

In den nächsten Tagen werde ich einen ausführlichen Artikel über meine Erfahrungen mit dem Jupiter 9 85mm 2.0 veröffentlichen. Und dann auch mit Bildern, die das Jupiter 9 verdient. 😉