Ausflug-Stausee Ottenstein

Dieses Wochenende war ich mit 10 anderen Naturfotografen wieder mal im Waldviertel am Stausee Ottenstein unterwegs. Fotografieren, gemeinsam durch die Wälder streifen, ein wenig abschalten, über die Fotografie und über Bananen im Weltraum philosophieren und am Abend gemütlich zusammensitzen, ja diese beiden Tagen können schon was!

stausee_ottenstein

Das dabei auch einige Bilder dabei rauskommen, ist meiner Meinung nach noch eine Zugabe. Fotografiert mit einer 6 Jahre alten Panasonic Lumix G1 und einem 30 Jahre alten Minolta MD 100mm 4.0 Makroobjektiv! Ja auch damit kann man heute noch fotografieren :)
(Titelbild fotografiert mit der Fuji X-E2 und dem Fuji 18-55mm) „Ausflug-Stausee Ottenstein“ weiterlesen

Das Bild in meinem Kopf

Ich möchte euch jetzt gerne ein Bild zeigen, bei dem es mir gelungen ist, das genau so umzusetzen, wie ich es in meinem Kopf hatte. Dazu muss ich aber etwas ausholen: Ich war vor einigen Wochen wieder einmal mit ein paar Fotografen Kumpels in den Wäldern des Waldviertels unterwegs.
Bei der Hinfahrt fuhren wir über eine Brücke, und rechts darunter sehe ich einen Stausee, der rundherum von riesigen Waldflächen eingeschlossen ist. Und 2 Sekunden später hatte ich dann dieses Bild in meinem Kopf, von einem kleinen Boot mit einem Angler darin und auf dem ruhigen Wasser spiegeln sich die warmen Herbstfarben der Bäume wieder. Also so ein richtiges kitschiges und verträumtes November Bild, ihr kennt das sicher.

Voriges Wochenende habe ich dann den langen Anfahrtsweg dorthin auf mich genommen, um „mein“ Bild zu machen. Da ich die Gegend nicht kannte, musste ich etwas mehr Zeit einplanen, um den richtigen Platz zu finden. Ich habe mich deshalb entschlossen den späten Nachmittag, als Zeit zu wählen, um zu checken wo ist die Sonne, wie kann ich das Licht nutzen, und besonders wichtig, finde ich einen geeigneten Platz für mein Bild?

So und jetzt kommen einige Glücksfaktoren dazu. Erstens war dort so eine Art von Landzunge, also einige Felsen die es mir ermöglichten so ca. 20 Meter in den Stausee hinein zu gehen. Es war schon später Nachmittag und die Sonne hat sich nie so richtig gezeigt, sie war immer von Wolken verdeckt, generell war es ein eher trüber Tag. Aber das schon etwas wärmere Licht brach so hin und wieder dann doch durch die Wolkendecke, und eben genau in dem Moment, als ich meine Aufnahme machte, war es da, und es hat gepasst.

Und zweitens hatte ich Glück, das genau zu dieser Zeit ein kleines Boot mit zwei Anglern auf dem Stausee war. Und nicht nur das, es war auch auf der richtigen Seite! Die Positionierung des Bootes war mir aber zu weit rechts, durch die Felsenformation auf der ich stand, war es mir aber nicht möglich, da Boot nach links zu drücken. Also wartete ich und hoffte das die beiden Angler, ihr Boot nach links steuern würden.

Ich wartete eine Stunde, dann ging es plötzlich sehr schnell, die beiden ruderten ihr kleines Boot genau auf die Seite, wo ich sie haben wollte, eine größere Wolke verschob sich und gab das warme Licht der Sonne kurz frei. Ich drückte den Auslöser und hatte „mein“ Bild.

Aber erst zu Hause auf dem großen Monitor entfaltete mein Bild seine stärke, und ich bin mit diesem Bild sehr zufrieden. Weil es für mich genau das Bild war, das ich umsetzen wollte.

In a Snowstorm

Wenn draußen ein Schneesturm ist und es im Gesicht richtig wehtut, fällt es ganz besonders schwer seinen Arsch hochzubekommen und fotografieren zu gehen.
Jeder normale Mensch bleibt da zu Hause und kuschelt sich auf sein Sofa und liest ein gutes Buch. Aber hätte ich das gemacht, so hätte ich nicht diese beiden Bilder. Welch ein Abenteuer.

small hill in a snowstorm
small hill in a snowstorm

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Macht es uns doch nicht so schwer eure Fotografiebücher weiter zu empfehlen

Letztens habe ich wieder mal ein Fotografie-Lern-Buch lesen müssen (aus beruflichen Gründen). Was mir dabei schon wieder aufgefallen ist, entweder sind diese Fotografiebücher staub trocken und ohne Emotionen und Freude geschrieben worden, oder es sind etwas besser formulierte Pressemeldungen der Hersteller.

Fotografiebücher

Sicher es gibt ausnahmen, aber wenige.

Wenn ich jetzt davon ausgehe, dass solche Fotografiebücher eher der Einsteiger bzw. der Aufsteiger kaufen werden. Muss es doch auch ein Ziel des Autor/Verlages sein, den Leser für das behandelte Thema zu begeistern ihn mitzureißen. Und ihn letztendlich, weitergebildet aus dem Buch entlassen!

Es will mir einfach nicht in den Kopf, das sich in den letzten 25 Jahren, am Buchmarkt diesbezüglich fast überhaupt nichts getan hat. Diese Fotografiebücher sind größtenteils immer noch so spannend geschrieben wie die Gebrauchsanleitung eines Kühlschrankes.
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Die Sache mit dem fotografischen Tief

Einige von euch kennen das vielleicht, man hat keinen Bock die Kamera in die Hand zu nehmen, es fallen einem einfach keine Ideen für ein Bild ein, das Fotografieren macht einem keinen Spaß mehr. Man steckt in einem Loch, oder anders gesagt, man hat ein fotografisches tief.

Und was dagegen tun? Die Standardfloskeln diesbezüglich sind: „Die Sache mit dem fotografischen Tief“ weiterlesen