Der Klassiker: Das Photokollegium von Marchesi wurde überarbeitet

Seit fast 30 Jahren werden Generationen von angehenden Fotografen mit dem 6-bändigen Photokollegium von Jost J. Marchesi, unter den Betroffenen liebevoll „Marchesi“ genannt, unterrichtet.

Und ihr werdet es nicht glauben, aber die neueste vollständig überarbeitete erweiterte Auflage von 2011, beinhaltet nun auch die Theorie und Grundlagen der digitalen Fotografie, Bildbearbeitung in der digitalen Fotografie und Farbdruck und Colormanagement in der digitalen Fotografie!!!

Wer jetzt nichts damit anfangen kann, nur so viel: Das die Digitalfotografie auch im Marchesi aufgenommen wird, das gleicht einer Revolution 😉

Ein paar Worte an die Fotoindustrie

Seit ich mit der Fotografie zu tun habe, befasse ich mich intensiv mit diesen ganzen Technikkram. Angefangen hatte alles damals im Fotoclub, das war noch in der Analogzeit, ihr wisst schon das mit den Filmpatronen usw. 😉 schon damals hatte ich öfters die Möglichkeit viele verschiedene Kameras, Objektive, Stative und Unmengen an Fotozubehör auszuprobieren und in der Praxis zu testen. „Ein paar Worte an die Fotoindustrie“ weiterlesen

Die Fotoindustrie und die Emotionen

Vor langer Zeit hatte ich mal das Vergnügen aus beruflichen Gründen ein BMW Werk zu besichtigen. Es gab viel zu sehen und uns allen standen während dieser doch sehr intensiven Führung die Münder offen.
Wir wahren ca. 10 Leute, einer fuhr selbst einen BMW, der Rest hatte zur Marke keinen bis wenig Bezug. Ich selbst war immer der Meinung, das BMW einfach zu teuer ist. Doch am Ende des Tages passierte etwas wirklich bemerkenswertes.

Als wir zum Schluss der Führung die letzte Fertigungshalle verlassen hatten, das war die Halle wo die fertigen Autos raus kommen, dachte ich mir: „Wie geil ist das denn, ich will einen BMW haben!“ Plötzlich waren meine Bedenken wegen des Preises verflogen und ich fand die Autos einfach klasse. Ich hatte ein extrem positives und gutes Gefühl bei der Marke BMW! Nicht anders erging es meinen Kollegen, wir waren fasziniert und einige dachten so gar darüber nach, das ihr nächstes Auto eventuell ein BMW sein muss!

Etwas überspitzt formuliert: Hätten wir alle das Geld gehabt, hätte BMW uns nach dem Verlassen der letzten Halle nur den Kaufvertrag vorlegen müssen und wir hätten wahrscheinlich alle blind unterschrieben. Meine Meinung nach hat diese Führung mehr eindruck und Faszination hinterlassen, wie sonst keine andere PR-Aktion dieser Welt!

Warum ich diese Geschichte erzähle? Die Fotoindustrie sollte sich das von der Autoindustrie abschauen, denn hier wird Vertrauen und eine Kundenbindung auf Jahrzehnte mit einfachsten Mitteln praktiziert. Warum denn nicht solche Führungen oder ähnliche Maßnahmen mit den Kunden machen? Schon klar die meisten Kamera- Objektivwerke sind in Japan, China, Taiwan und was weis ich nicht noch wo überall. Das ist logistisch sicher nicht möglich.

Aber es gibt ähnliche Aktion, wo man sicher diesen Effekt auch erzielen kann. Aber bitte kommt mir jetzt nicht mit, gibt es doch eh schon, wie Messen und Roadshows usw. solchen Veranstaltung sind in Wirklichkeit nur Pimpifax. Ich habe schon zig Fotomessen und ähnliche Veranstaltungen besucht, die Kundenbindung und der Faszinationsgrad ist dort für den Endverbraucher meiner Meinung nach bei 0%. Solche halbherzigen aber doch lauten Messestände und sonstige Veranstaltungen sind aber so was von 1980. Das mag vielleicht noch damals funktioniert haben, aber in der heutigen Zeit von globaler Vernetzung durch das Internet, lockt man mit solchen Sachen keinen mehr raus.

Durch das Internet und denn daraus entstandenen Folgen, wie zb. Fotowalks, Barcamps, Workshops usw. werden die Informationen, die man sich über das Internet besorgt hat, auch viel schneller mündlich und persönlich weiter gegeben. Und natürlich auch negative Dinge, oder Präferenzen für eben eine Kameramarke usw., und wenn dann die Entscheidungsfindung abgeschlossen ist, da hilft dann auch keine ganzseitige Werbeschaltung in der Fotozeitschrift nichts mehr, die ja eh monatlich erscheint, denn bis dorthin ist die Sache schon gegessen.

Manchmal glaube ich die Fotoindustrie denkt nicht darüber nach, was der Auslöser für die Entscheidung sein könnte, diese oder eben die andere Kamera/Objektiv zu kaufen. Die Hersteller bieten dem unentschlossenen Kunden einfach keine Faszination mehr an.

Schade das diese ganzen Sachen heute nur mehr kopfgesteuert sind, es fehlen die Emotionen. „Ich kaufe XXX weil es einfach so geil ist damit zu fotografieren und weil es mir einfach wahnsinnigen Spaß macht!“ So ein Satz, heute undenkbar, da wird ja sogar schon von den Kunden argumentiert, man solle sich doch bitte das System aussuchen, das den eigenen Ansprüchen gerecht wird und das man sich leisten kann. Spaß, Emotionen, Faszination Fehlanzeige! Selten kommen diese Wörter und ihre Bedeutung bei einem Beratungsgespräch auf den Tisch, oder werden gar als Argumentationshilfe verwendet.

Die ganze Fotoindustrie verschenkt hier meiner Meinung nach sehr viel Potenzial, denn mit den jetzigen Maßnahmen, werden sie es kaum schaffen den Fotobegeisterten und zahlenden Kunden auf Dauer an den emotionalen Eiern zu packen und diesen zu halten.

Mir fehlen hier einfach die Emotionen…

Science Fiction in der Praxis-Die Bildqualität bis A3

Was sind die Unterschiede zwischen teuren Profikameras/Objektiven und der Mittelklasse?

Die Verarbeitung

Die Gehäuse und Objektive in der ganz hohen Preisklasse sind einfach besser und wertiger verarbeitet. Die Materialien, die dabei verbaut sind, erfüllen die höchsten Anforderungen. Umgangssprachlich kann man mit diesen Kameras und Objektiven Nägel einschlagen. Meistens sind diese auch noch schön gegen Umwelteinflüsse abgedichtet.
Weiters werden manche dieser Kameras/Objektive auch einer besonderen Endkontrolle in der Qualitätssicherung unterzogen und manchmal auch per Hand gefertigt. „Science Fiction in der Praxis-Die Bildqualität bis A3“ weiterlesen

Pixboomba-2 National Geographic Fotografen geben Tipps

Bob Caputo und Cary Wolinsky (zwei ehemalige Fotografen die für National Geographic gearbeitet haben) zeigen auf ihrem Blog Pixboomba mit viel Humor auf was es in der Fotografie ankommt. Das gefällt mir auf jeden Fall viel besser als die anderen typischen Profis die sich immer selbst so wichtig und ernst nehmen, bitte mehr davon. Seht euch unbedingt die Videos auf der Seite an.