Wohl eine der schwierigsten Tätigkeit in der Fotografie ist es, die eigenen Bilder zu löschen. Weiß man doch am besten welche Arbeit, Stress und Aufwand es war dieses Bild zu machen!
Obwohl ich schon so lange fotografiere, fällt es auch mir manchmal nicht leicht ein Bild bei der Bildsichtung zu löschen. Es ist ein schwieriger Prozess keine Frage, aber ich bin davon überzeugt, dass es mich weiter bringt, mir dabei hilft beim nächsten Mal noch genauer und sorgfältiger zu arbeiten, oder einfach wählerischer bei der Motivwahl zu sein, bzw. weiter zu gehen und das Bild einfach nicht zu machen!
Manchmal war die Wirklichkeit vor Ort einfach nicht fassbar für die Kamera oder mich. Und manchmal hat mich auch das Display der Kamera getäuscht, oder meine Euphorie für den festgehaltenen Moment war zu groß und ich war zu blauäugig.
Wie ihr seht, es gibt viele Gründe, warum ich dann erst ein Bild zu Hause bei der Bildsichtung lösche. Wie auch immer, wichtig ist, dass man die Bilder analysiert und dann löscht. Seit ich begonnen habe derartig streng zu meinen eigenen Bildern zu sein, hat sich auch meine Arbeitsweise beim Fotografieren geändert. Ich fotografiere Bewusster, mit mehr Ruhe und ich genieße auch den Moment des fotografieren viel mehr.
Ich bin auch davon überzeugt das mich diese Arbeitsweise fotografisch viel weiter gebracht hat, als irgendeine Profi-Vollformatkamera oder ein Hochleistungs-Objektiv!
Es ist meine Art der Bildsichtung, aber versucht es doch mal selbst bei euren Bildern, ich glaube schon das es ein möglicher Weg sein kann, um sich fotografisch weiter zu entwickeln.




