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Digital Fotografie Seitlich Betrachtet

Bildkritik oder was einen wirklich weiter bringt!

Ein sehr Interessanter Satz ist in dieser Diskussion gefallen und zwar: Ich kaufe mir harte, professionelle Kritik. Ich denke der härteste Kritiker bei meinen Bilder bin immer noch ich, denn wie könnte ich denn aus Hunderten von Bildern eine Vorauswahl treffen.

Was ist denn eigentlich die Aussage des Bildes, was will uns der Autor mit diesem Bild eigentlich sagen. Wenn ich ein Bild betrachte, so muss doch eine eindeutige Aussage heraus zu lesen sein. Welche Geschichte erzählt dieses Bild bzw. was will der Fotograf dem Betrachter mitteilen? Und wo keine Aussage dort kein Interesse, dieses Sinnlose Bild sieht man sich doch nicht länger an, warum auch, wo es doch nichts zu sehen gibt.

Wenn man keine Aktfotos mag, und man dann einen Stapel bzw. eine ganze Galerie von solchen durchschaut. Auch wenn sie noch so gut sind, der Funke wird einfach nicht überspringen. Denn auch wenn der Koch mir ein fünf Hauben Menü auf den Tisch zaubert, wo das Steak in Irischer Butter gebraten wurde und die Babykarotten in einer Kräuterbutter geschwenkt wurden, aber wenn das Steak mit einem Safran ähnlichen Gewürz verfeinert wurde, und Safran mich zum Kotzen bringt - so wird dieses Menü für mich nur Mittelmaß sein.

Bildkritik wird Automatisch zu 90% immer Persönlich gesehen. Das muss man lernen, und das kommt mit der Zeit, man darf eine niederschmetternde Kritik niemals Persönlich nehmen.

Professionelle Kritik. Professioneller gekaufte Kritik kann meiner Meinung nur unpersönlich sein. Und findet meiner Meinung nach ohne viel echtem ehrlichem Dialog statt. Wo will den der Fotograf besser werden, wo will er sich hin bewegen, was ist ihm wirklich wichtig und als meiner Meinung wichtigster Punkt - von welcher Kritik hat der Autor wirklich etwas welche kann er später umsetzen und dadurch für ihn besser werden.

Eine Idee. Uns allen steht heute mit dem Internet eine große Möglichkeit zu Verfügung weit über die Ländergrenzen hinaus miteinander zu Kommunizieren über unsere Bilder zu sprechen uns zusammen weiter zu entwickeln. Viele von uns haben einen Blog bzw. eine Homepage, und einige besitzen auch die Technischen Voraussetzungen um einen kleinen feinen Platz - abseits von den Knips Fotocommunities - zu erbauen wo man sich dort Virtuell trifft und oben erwähnte  Dinge bespricht. Eine Foren- oder Blogsoftware ist in 10 Minuten Installiert, Webspace habe zb. andere oder ich genug rumliegen. Und sollte es einfach nicht klappen, auch egal, einfach löschen und fertig, es wurde niemanden geschadet, aber man hat es probiert.


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  • 6 Kommentare ↓

    #1 8mt am 05.01.08 um 18:43

    Sicher ist es richtig, dass man selbst sein schärfster Kritiker ist. Aber das reicht nicht immer. Manchmal ist man geradezu in ein Bild vernarrt - bis einem wer sagt, vergiss es, das ist Schrott und zwar deswegen und deswegen. Das gibt es auch beim Text: Es erfordert jahrelanges Training, um sich von Formulierungen und Ideen zu trennen, in die man sich verliebt hat, die aber nicht in den Kontext passen. Ohne Hilfe von außen kommst Du da nicht weiter. Deswegen lasse ich auch eigene Texte von anderen gegenlesen, auch wenn’s manchmal weh tut: Ohne die Einschätzung von Dritten wird das nix.

    #2 zoomyboy am 05.01.08 um 21:42

    Stimmt manchmal ist man wirklich in ein Bild vernarrt, weil man ja weiß welche eine Arbeit bzw. welche Mühe dahinter steckt, der Betrachter aber nicht.

    #3 Adrian Ahlhaus am 06.01.08 um 12:51

    Professionelle Kritik kann ebenso gut ein Dialog sein und dann auf hohem Niveau und ehrlich. Das es sich dabei um subjektive Eindrücke geht, schmälert keineswegs den Gehalt an Information.
    Eher würde ich die unkonstruktive Kritik am Bild als Besserwisserei, Erbsenzählen und Egomanie sehen wollen.
    Die konstruktive Kritik ist mir ein durchaus subjektiver, aber schätzenswerter Vorgang - im Rahmen eines Dialoges. Darin werden die möglicherweise unterschiedlichen Ansichten dann ausgetauscht. Solches kann man -möchte ich meinen- auch in Foto-Seminaren “einkaufen”. (Sonst schienen mir Ausbildungen allesamt sinnlos.)

    #4 Marko am 06.01.08 um 20:37

    Für jede Fotografie gibt es meiner Erfahrung nach eine technische und eine inhaltliche Messlatte. Das wird man bei der Beurteilung von Fotografien immer berücksichtigen müssen. Ein subjektiv empfundenes ‘gefällt mir’ ist immer die Summe technischer und inhaltlicher Übereinstimmungen. Wobei nicht gesagt sei, das das höchste Mass an Übereinstimmung dann schon den größten Erfolg bedeutet. Man muss immer noch einen passenden Zweck finden.

    Wenn man bei einer der vielen Microstockagenturen beispielsweise den Begriff ‘Meer’ eingibt und schaut was es dort für ein paar Euro zu kaufen gibt, wird man leicht finden, das sei schon irgendwie perfekt. Aber Erfolg ist das nicht!

    Wir haben bei uns auf bildwerk3 mit einigen Portfoliosichtern, also professionellen Bildkritikern Interviews geführt und ein Punkt war immer, das das mitgebrachte Material nie so richtig schlecht war, aber oft einfach nicht gepasst hat. Um beim Thema zu bleiben: Was einen wirklich weiter bringt, ist die Antwort auf die Frage, was für ein Art von Fotograf man denn sein möchte. Hat man diese Frage für sich beantwortet, meinetwegen auch mit professioneller Hilfe, dann kann es auch vorwärts gehen …

    #5 zoomyboy am 07.01.08 um 20:29

    Interessant.

    #6 Alex am 15.05.08 um 21:02

    Auf http://www.fokussiert.com kann man seine Bilder kostenlos einer professionellen Bildkritik stellen. Wenn man Glück hat wird man sogar genommen :)

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