Makroausrüstung für den Ambitionierten Fotografen

Wenn man eine Themenrichtung in der Fotografie eingeschlagen hat und sich dann zwangsläufig mehr und intensiver damit beschäftigt, möchte man seine Ausrüstung dorthin optimieren. Denn diese sollte beim Weg zum Ziel – Das Bild – Unterstützen und nicht aufhalten.
Der Tierfotograf wird sich ein Teleobjektiv ab 300mm kaufen, der Porträtfotograf wird sich wohl eine Lichtstarke Festbrennweite zb. 85mm 1,4 besorgen, tja und der Makrofotograf wird sich auch nur die Sahnestückchen kaufen.

Nachdem ich in einem meiner vorigen Artikel Tipps für den Einsteiger in die Makrofotografie gegeben habe, folgen nun in diesem Artikel meine Empfehlungen für den Ambitionierten Makrofotografen. Die Bilder selber werden vielleicht durch Hochpreisiges Fotozubehör nicht besser, aber sehr wohl die Möglichkeiten damit und manchmal hat man einfach Spass damit zu Arbeiten.
Natürlich erkauft man sich in diesem Preissegment auch eine Zuverlässigkeit und Qualität. Trotzdem muss man sich hier auch genau ansehen was man kauft, denn auch hier, ist nicht alles Gold was glänzt!

Meine Empfehlungen diesbezüglich sind ein Resultat aus eigenen Erfahrungen (Entweder selbst besessen oder ausgeborgt), Gesprächen mit anderen Makrofotografen, oder durch Beobachtungen des Marktes und Fachforen. Und hier gehen die Meinungen sicher wieder weit Auseinander, denn Makrofotograf A sagt das X das beste ist und B sagt das Y das Optimum ist. Letztendlich tauchen aber immer wieder die gleichen Produkte bei den Empfehlungen auf.

Die Kamera

Als Kamera geht im Prinzip jede halbwegs Moderne SLR-Digitalkamera. Die Hochauflösenden Vollformatkameras wie zb. Canon EOS 5D Mark2, Nikon D700 und Sony A900 sind hier sicher das Optimum. Bei den Cropkameras ist man mit 8 – 10 Millionen Pixel auf der sicheren Seite. Warum? Gerade in der Makrofotografie kommt es doch öfters vor, das man einfach nicht nah genug an das Motiv heran kommt, deshalb sind hier viele Pixel als Reserve nicht schlecht, denn nur so könnt ihr noch einen Bildausschnitt machen und habt dann noch eine halbwegs große bzw. Druckbare Datei.
Ausstattungstechnisch sind bei der Kamera für die Makrofotografie, eine Spiegelvorauslösung, Abblendtaste und Liveview Interessant.
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Aufbau, Location und Fotozubehör eines Makroshootings

Manche gestandene Makrofotografen meiden einen Blitz wie der Teufel das Weihwasser. Zu recht? Ich sage es mal so, es gibt Motive da ist ein Blitz eine Hilfe, ja auch in der Makrofotografie.
Normalerweise nutzt man ja das vorhanden Tageslicht um sein Motiv auszuleuchten. Dann verwendet man Reflektoren um das Tageslicht an die gewünschte Stelle zu lenken. Ist aber zu wenige bzw. fast kein Tageslicht vorhanden kann man sich mit einem Blitz helfen.

Ich zb. nehme einen Blitz zum Aufhellen, wenn eben zu wenig Tageslicht vorhanden ist. Dieses normalerweise sehr harte Blitzlicht mache ich mit einem Faltreflektor weich, zusätzlich wird die Blitzleistung auf ein Minimum zurück geregelt. Auch lässt sich mit so einem Aufhellblitz gewisse Akzente setzen, um zb. kleinen Pilzen etwas mehr Pepp geben oder die Pilze fast durchsichtig erscheinen zu lassen.

[tip]Da in der Makrofotografie alles ziemlich klein ist könnt ihr hier als Reflektor auch ziemlich alles einsetzen was Licht reflektiert. Da ihr hier nicht viel Fläche braucht. Als Reflektoren haben sich schon Alufolie die ihr an die Rückseite eures Fototasche bzw. Rucksacks gebt und so eine Reflektorwand habt, oder auch eine Rettungsdecke, oder auch so ein kleines stück einer ISOmatte die man sich an die Frontscheibe eines Autos geben kann damit sie nicht völlig vereist. Als Blitzreflektoren sind hier die Farben Silber oder Weiss sehr geeignet.[/tip]
Bei meinem letzten Makroshooting im Wald, habe ich einen Aufhellblitz verwendet. Denn Tageslicht war fast keines da, somit griff ich auf das Blitzlicht zurück. Dieses doch harte Blitzlicht habe ich wie schon oben besprochen mit einem Faltbaren Durchlichtreflektor weicher gemacht. Den Faltreflektor und das Blitzgerät habe ich mit einer Manfrotto Super Clamp an einem Stativbein festgehalten.
Eigentlich war ich doch schon viel zu spät dran um im Wald noch Makroaufnahmen zu machen. Denn es war schon zappenduster, doch das haltet keinen richtigen Fotografen davon ab, noch denn einen oder anderen Makrobild zu machen. Dann halt schon mit 15 Sekunden belichtungszeit 😉
[important]Nun habe ich gleich mit der kleinen TZ5 drauf gehalten und ein kleines Video gemacht. So quasi Live von der Makro-Location aus dem Wald. Ein paar Video Impressionen von meinem Makroshooting, wundert euch nicht so sehr über meine komische Sprache, denn es war so kalt das mir fast die Spucke im Mund gefroren ist:[/important]
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Zu Hause Foto Makroworkshop – Gefrorene Blätter und der Glücksklee

Man möchte unbedingt heute noch Fotografieren. Nur, draussen hat es Minus Grade der starke Wind fährt einen in die Glieder und in der Hütte ist es schön Kuschlig. Warum nicht in den eigenen vier Wänden einen kleinen Makro-Shoot machen? Nun habe ich euch einen kleinen Workshop Tipp zusammen gestellt bzw. einige Anregungen wie man ohne viel Aufwand in den eigenen vier Wänden (im warmen) eine kleine Makro Session abhalten kann.

Gefrorene Blätter

Blätter die im gefrorenen Eis liegen sind im Makrobereich ein Klassiker. Nur wir wollen ja Zu Hause bleiben. Also von draussen einige Blätter einsammeln, welche ist im Prinzip egal, sucht halt welche aus die euch gefallen. Diese Blätter legt ihr dann in eine durchsichtige Plastikschüssel und füllt heisses Wasser hinein, so 5-10 cm hoch.

blaetter aus der naturblaetter im wasser

Dann gebt ihr eure Plastikschüssel in das Gefrierfach eures Kühlschrank. So nach ungefähr eine halben Stunde ist dann das Wasser gefroren. Warum heisses Wasser, weil es bei heissem Wasser, schöne Muster im Eis gibt.

blaetter im kuehlfachblaetter gefroren

Vorzugsweise solltet ihr eure Ausrüstung schon fertig aufgebaut haben, denn das Eis schmilzt in der warmen Hütte ziemlich schnell. Ich habe mich für einen Klassischen Aufbau entschieden. Die Plastiktasse habe ich auf den Boden gestellt. Von links habe ich versucht das letzte Tageslicht zu nutzen. Von rechts oben habe ich mit der Photoflex Softbox mit einem Vitivar 285HV bestückt, auf der kleinsten Leistung, für etwas mehr Kontrast bzw. Aufhellung gesorgt.

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Stativalternative – Optera von Trek Tech

Es gibt einige Fotografische Situationen in den man kein Stativ mitnehmen will oder kann. Sei es nun weil es zu schwer oder zu groß ist. Und wir kennen ja Murphy´s Law, genau dann wenn du kein Stativ mit hast, brauchst du eines. Was liegt also näher als ein kleines kompaktes Tischstativ mit zu nehmen.
Seit einige Zeit gibt es da als Alternative das Gorillapod. Ein biegsames kleines Stativ, das sich mit seinen flexiblen Armen an fast allen befestigt lässt.

gorillapod

Eine bei uns nicht so bekannte, aber sehr Interessante Alternative sind die Optera Stative von Trek-Tech.

optera 230 trek tech tripodoptera 460 trek tech tripod
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Makro – Einsteiger Digitalkamera Ausrüstung

Die Makro oder Nahfotografie ist eigentlich eine Spezialdisziplin der Fotografie. Denn dort sind die Stars: Pflanzen, Pilze, Insekten uns sonstige kleine Dinge. Und um diese auf dem Digitalen Chip zu bannen benötigt man spezielles Equipment, angefangen vom Makro Objektiv das bis zum Abbildungsmaßstab 1:1 geht, bis zum Einstellschlitten und dem Balgengerät, mit dem extreme Vergrößerungen und auch Tilt/Shift möglich sind.

Für jemanden der frisch in die Makro bzw. Nahfotografie einsteigen möchte ist es nicht leicht den Überblick zu behalten. Es erfordert einiges an Zeit um sich in die Materie einzulesen und noch mehr Geduld. Gerade beim Einstieg in die
Makrofotografie kann es passieren das man einiges an Lehrgeld bezahlt. Denn gerade hier ist das Zubehör Angebot sehr Speziell und auch manchmal auch sehr teurer.

Dieses Lehrgeld habe auch ich bezahlt und wie…aua. Hätte ich damals, als ich mit der Makrofotografie begonnen habe, jemanden gehabt der mir Tipps gegeben hätte, dann hätte ich mir einiges an Geld und Nerven sparen können. Denn gerade in der Nahfotografie lernt man am meisten bei der Tätigkeit selbst, dem Fotografieren. Aus einem Buch oder einer Zeitschrift kann man sich Anregungen holen oder auch das eine oder andere Abschauen.

Aber der Lerneffekt ist einfach Nachhaltiger, wenn man nach einem 2 Stunden Marsch durch die Botanik, bei Minus 10 Grad, kniend auf gefrorenem Boden, merkt das so ein Einstellschlitten schon seine Daseinsberechtigung hat. Denn jedesmal wenn man fünf Zentimeter nach hinten rücken möchte, um zb. der Blume mehr Raum zu geben, muss mann aufstehen und sein Stativ neu ausrichten, ich brauche natürlich nicht zu erwähnen das mann dann auch immer seine Bildkomposition im Sucher neu gestalten und auch finden muss! Mit dem Einstellschlitten – eine Schraube lösen – Schlitten fünf Zentimeter nach hinten schieben – Schraube wieder festdrehen – fertig – dauer 10 Sekunden. Das sind die Dinge die muss man erlernen und selber Erfahren oder jemand gibt es an dich weiter, oder noch besser er nimmt dich mit auf ein Makroshooting.

In der Makrofotografie sind oft solche Kleinigkeiten die dich in den Fotografischen Wahnsinn treiben können. Um vielleicht denn einen oder anderen davor zu bewahren, gebe ich mit diesem Artikel, meine Erfahrungen mit der Makrofotografie und dem Technischen Zubehör weiter. Starten möchte ich mit einem Vorschlag für eine Einsteiger-Ausrüstung in die Makrofotografie. Demnächst werde ich noch weitere Artikel veröffentlichen die sich mit der Makrofotgrafie beschäftigen zb.: High-Tech Profi Makroausrüstung, Blitze(n) in der Makrofotgrafie, Generelles Makrozubehör.

Makroausrüstung für den Einsteiger

Diese Einsteiger Ausrüstung bzw. die Zubehörteile die ich hier beschreibe, sind für den Anfänger Interessant der in die Makrofotografie zu 100% eintauchen möchte. Um zb. nur hin und wieder Makrobilder zu machen währe diese von mir Vorgestellte Ausrüstung wohl zu Oversized. Solltet ihr nur ab und an Makrobilder machen, so reicht sicher auch ein Satz Zwischenringe mit ein paar vernünftigen Nahlinsen (Achromaten) und einer guten Festbrennweite.
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