Ein Bild aus Vier-Und die Bildsichtung

Beim letzten Workshop wurde mir die Frage gestellt, wie viele Bilder ich denn so mache, wenn ich den ganzen Tag in der Natur unterwegs bin. Und wie die Ausbeute ist, und wie viele Bilder davon sind gut?

Ich komme so den ganzen Tag auf ca. 50-80 Bilder. Ja man könnte sagen ich bin da eher sparsam, erstens fotografiere ich sehr bewusst und zweitens ist mir das wohl noch aus der Analogfotografie hängen geblieben, denn da waren ja die professionellen Diafilme und deren Entwicklung dementsprechend teuer.
Wenn ich dann bei der Bildsichtung auf 1-3 Bilder komme, die für meine Begriffe gut sind, habe ich für meine Verhältnisse eine gute Ausbeute. Und ja die restlichen 77 Bilder werden gnadenlos gelöscht! Denn schaffen die es nicht mal durch den ersten Gang, dh. ein Stern Bewertung, und das ist meistens so, dann haben sie es sich auch nicht verdient archiviert zu werden.

Und da ich weiß, dass ein Bild kein Wein ist, der nachreifen kann und dadurch noch besser wird, sehe ich keine Notwendigkeit diese Bilder noch zu archivieren! (Natürlich sieht es bei Familienbilder und dergleichen anders aus.)


Meine Vorgehensweise diesbezüglich ist sicher nicht leicht, denn als Fotograf weiß man, welchen Aufwand man bei diesen Bildern betrieben hat, und es fällt einem speziell am Anfang es sehr schwer die Löschtaste zu betätigen. Mich hat diese gnadenlose Auswahl aber weiter gebracht, es war ein schwieriger Prozess ich konnte mich aber dadurch weiter entwickeln. Es hat mich dabei bestärkt, noch mehr Herz in die Tätigkeit des fotografieren zu legen und den Moment noch mehr zu genießen!

Bei dem nun folgenden Bild, von gestern, ist Folgendes passiert: Gestern gehe ich wieder auf einem meiner Lieblingsplätze, ich nenne sie die Grube, um es kurz zu machen, ich fand fast keine Motive, das Licht war zwar sehr genial und der Wind war auch fast nicht vorhanden, aber wie gesagt ich fand fast keine Motive.
Erst zum Schluss entdeckte ich einen (1) Schmetterling, ich habe 4 Bilder machen können, bevor sich auch dieser, eigentlich ganz untypisch für die Tageszeit, auch gleich wieder verabschiedet hat.

Und aus diesen vier Bildern konnte ich dann nach der Bildsichtung, ein (1) Bild durchlassen, dieses seht ihr weiter unten. Also für mich schon fast eine sensationelle Ausbeute, Halleluja :)

Bfly in the backlight
Bfly in the backlight

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3 Gedanken zu „Ein Bild aus Vier-Und die Bildsichtung“

  1. Danke für den Beitrag. Ich war gestern auch mal in den Abendstunden unterwegs um Makros bei so einem Licht auf zu nehmen. Aber was damit verbunden ist sieht man leider nicht auf diesen wunderschönen Bildern von Dir. Ich dachte im hohen Gras lang zu schleichen wäre eine gute Idee. Aber gefühlt tausende Mücke die sich auf einem niederlassen sobald man still steht um inne zu halten, haben mich dazu bewegt garnicht erst das Stativ auf zu bauen und als ich in ein Ameisen haufen getreten bin und das Bein voller Ameisen war hatte ich auch schon genug von der Wiese. Ich konnte nur 50 Bilder machen und wenn ich Glück habe sind 2 davon was geworden.
    Ich hoffe es geht nicht nur mir so :)

    Lg

    1. Hahaha das kennen wir alle nur zu gut, glaub mir. Und wenn ich darf, gebe ich dir da den gleichen Tipp denn ich damals vor Jahren bekommen habe: Sei hartnäckig und bleib dran! 😉

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