Macht es uns doch nicht so schwer eure Fotografiebücher weiter zu empfehlen

Letztens habe ich wieder mal ein Fotografie-Lern-Buch lesen müssen (aus beruflichen Gründen). Was mir dabei schon wieder aufgefallen ist, entweder sind diese Fotografiebücher staub trocken und ohne Emotionen und Freude geschrieben worden, oder es sind etwas besser formulierte Pressemeldungen der Hersteller.

Fotografiebücher

Sicher es gibt ausnahmen, aber wenige.

Wenn ich jetzt davon ausgehe, dass solche Fotografiebücher eher der Einsteiger bzw. der Aufsteiger kaufen werden. Muss es doch auch ein Ziel des Autor/Verlages sein, den Leser für das behandelte Thema zu begeistern ihn mitzureißen. Und ihn letztendlich, weitergebildet aus dem Buch entlassen!

Es will mir einfach nicht in den Kopf, das sich in den letzten 25 Jahren, am Buchmarkt diesbezüglich fast überhaupt nichts getan hat. Diese Fotografiebücher sind größtenteils immer noch so spannend geschrieben wie die Gebrauchsanleitung eines Kühlschrankes.

Und immer dieses Textliche herum geeiere, warum dem Leser nicht klipp und klar sagen, was Sache ist. Einfach furchtbar.

Bedenklich finde ich auch das in den letzten Jahren Fotografiebücher veröffentlicht werden, wo die Beispielbilder des Autors eine Qualität aufweisen, die in keinster Weise zu den vollmundigen Texten des Autors passt. Auf Deutsch, der Autor ist ein besserer Texter als Fotograf.

Und dann die Sache mit der Praxis und der Theorie. Mit jedem Fotografiebuch spreche ich doch, im besten Fall, eine gewisse Zielgruppe an. Meistens die Anfänger und Fortgeschrittenen.
Bei manchen schreibstill und den Gedanken dahinter frage ich mich schon, ob der Autor wirklich verstanden hat, wie man gewisse fotografische Zusammenhänge, einem Anfänger verständlich aufbereiten muss, damit das auch sickern kann und er dann dieses in der Praxis umsetzen kann.

Geht doch mal wieder raus liebe Fotografie-Fachbuch-Autoren, zu den Photowalks, Fotoklubs und sonstigen Treffen. Dort trefft ihr eure zukünftigen Leser, und fragt sie mal was sie wirklich lesen wollen und vor allem wie! Ihr werdet eventuell überrascht sein.

Und liebe Verlage/Autoren, ob ihr es glaubt oder nicht, ich bin so einer der muss/kann eure Fotografiebücher weiter empfehlen, entweder werden dann eure Fachbücher für den Unterricht mitgenutzt oder der Schüler/Teilnehmer macht es im Selbststudium.

Wie auch immer macht es uns doch bitte nicht so schwer, bei der geeigneten Auswahl! Schreibt/verlegt spannende und praxisbezogene Abenteuer-Fotografiebücher, die man lesen möchte.


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10 Gedanken zu „Macht es uns doch nicht so schwer eure Fotografiebücher weiter zu empfehlen“

  1. Als Positivbeispiel, das hast du sicher auch gelesen, kann ich daher nur „Abenteuer Fotografie“ vom Stilpiraten empfehlen. Der hält sich nicht lange mit Dingsbums-Beschreibungen auf, er schreibt über eine Leidenschaft und vermittelt dabei ganz unvermittelt, wie’s funktioniert bzw. funktionieren könnte.

  2. Genau den Stilpirat hätte ich jetzt auch als positives Beispiel gebracht, aber auch sehr mitreißend und mit Emotion und geschrieben, und trotzdem super lehrreich ist das Buch von Markus Wäger: „Kreativ fotografieren: Digitalfotografie verständlich erklärt“
    Nach doch einigen Büchern für Einsteiger und Aufsteiger hat mir letzteres am besten gefallen – ich habe es öfter weiter empfohlen, und immer nur das beste Echo erhalten…

  3. Ich gebe Dir vollkommen Recht. Was einem da manchmal aufgetischt wird, ist schon sehr grenzwertig. Auch sollte man bei den Fachbüchern auf eine anständige Rechtschreibung achten. Das ist leider nicht immer der Fall…

    Auch dann – und ich hoffe, Du nimmt mit das jetzt nicht allzu übel -, wenn man solche Dinge anprangert…

      1. Ich wollte ja auch in Ralfs Kerbe schlagen, aber Du begegnest dem ja gelassener als jeder Kellner in Hawelka, wenn man den dritten Versuch einer Bestellung startet. 😉

  4. Ich mag denn Thomas L. und seine ebooks (primär zum Thema Street) immer wieder gerne empfehlen.
    http://www.thomasleuthard.com/

    Ansonsten verschenke ich auch ganz gerne das Buch „Inspiration“ von 1x.com an interessierte Bekannte und Verwandte. Hier gibt’s zu „fast“ allen fotografischen Themen sehr schöne Bildbeispiele, die prima dargestellt und vom/von der Fotografen/in selber beschrieben werden.

  5. Ganz besonders übel sind die Kamerabücher der „etablierten“ Verlage. Da werden nur Originalprodukte mit umgeschriebenen Pressetexten angepriesen. Dazu noch Software die bei genauerem betrachten zum Verlagsangebot gehört. Solche Werbeschriften kann man sich getrost sparen.
    Wenn die Bücher dann 8 Wochen nach Veröffentlichung der Kamera im Handel sind, weiß man, wie lange sich der Autor mit der Kamera beschäftigen konnte.

    1. Acht Wochen sollten vollkommen reichen. Oder glaubst Du die Gesetze von Blende und Belichtungszeit würden mit jeder neuen Kamerageneration neu geschrieben?

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