Kommentare 8

Die Sache mit dem fotografischen Tief

Einige von euch kennen das vielleicht, man hat keinen Bock die Kamera in die Hand zu nehmen, es fallen einem einfach keine Ideen für ein Bild ein, das Fotografieren macht einem keinen Spaß mehr. Man steckt in einem Loch, oder anders gesagt, man hat ein fotografisches tief.

Und was dagegen tun? Die Standardfloskeln diesbezüglich sind:

  • Gehe in ein Museum und lass dich von der Kunst, beflügeln und inspirieren.
  • Lese ein gutes Buch, und der Rest wie oben.
  • Mache was du willst aber um Gottes Willen nichts mit Fotografie!
  • Ganz viel Tee trinken und die Füße hoch lagern.
  • Kauf dir ein Glas Essiggurken, gehe damit in Keller und versuche sie dir vorsichtig in dein Knie zu bohren! Verdammt noch mal, bleib cool, lass deinen Geist fallen und der Rest kommt von selbst.
  • …usw.

Wie ihr euch schon denken könnt, es gibt hier kein Patentrezept. Jedem hilft etwas anderes. Meine Erfahrungen mit so einem fotografischen Tief haben mir gezeigt, dass man in solch einem Fall, nichts erzwingen kann.
Obwohl es sich irgendwie komisch anhört, aber mir persönlich hilft es, einfach locker und geschmeidig weiter zu fotografieren.

entspannt fotografieren

Wie auch immer, man sollte diese ganze Sache nicht allzu ernst nehmen. Entweder ihr sucht euch einen meiner hervorragenden Tipps von oben aus. ;)
Oder, was noch besser ist, ihr bleibt cool und gelassen und macht einfach das, was euch Spaß macht. Denn die Muse und der Spaß an der Fotografie kommt so oder so wieder zu euch zurück. Versprochen. :D

8 Kommentare

  1. Das mit den Gurken habe ich noch nicht probiert, hört sich aber interessant an ;-)

    Ich versuche ein Tief nicht als Tief anzusehen, sondern eher als Plateau, auf dem man sich ein wenig erholt und neue Kräft schöpft, um dann irgendwann weiterzugehen, in welche Richtung auch immer. Meist liegt es nämlich “nur” daran, dass die eigenen Ansprüche schneller und höher steigen als man selber kreativ springen kann.

  2. Leo

    Bei Berufsfotografen ist ein fotografisches Tief von der Bedeutung doch deutlich schwerwiegender, da es möglicherweise existenzbedrohend sein kann. Hier könnten Kreativitätstechniken vllt. tatsächlich helfen, in welcher Form auch immer diese aussehen.
    Bei Hobbyfotografen sehe ich das auf jeden Fall wie du: Nicht zu ernst nehmen. Letztlich ist es für die meisten ein schönes Hobby. Wie bei vielen Hobbies gibt es immer mal Phasen, wo man etwas anderes machen möchte oder muss. Und irgendwann packt einen wieder die Lust am Licht, die Kamera und das Objektiv wird hervorgekramt und begeistert alle möglichen Kleinen und Große Dinge abgelichtet.

  3. Dein Tipp mit einem Museumsbesuch hilft auch mir über diese Phasen hinweg. Ebenso ein Blick in die Leica Galerie in Frankfurt oder online.

    Ansonsten hilft mir auch ein Spaziergang mit offenen Augen durch die Stadt, bei dem immer ein paar Opfer für People&Street abfallen ;)

  4. Sehr schön. Hatte ich auch schon, wie wohl jeder. Alles andere halte ich für Märchenstunde oder Superheldentum. Habe auch allerlei ‘Rezepte’ probiert (Fotozeug kaufen (total verrufen, völlig zu unrecht :-D), lesen, Museum, pausieren, genau wie Du schreibst). Letztlich kommt man doch immer wieder auf Deinen Rat zurück. Just do it (um’s mal mit vermutlich patentiertem Werbesprech auszudrücken). Ich selbst habe mich in solchen Phasen eben einfach auf die ‘Gebrauchsfotografie’ (Kinder, Urlaub) zurückgezogen. Das sind sowieso die wichtigsten Bilder. Und dann kommt irgendwann wieder die Laune zurück. Zur Zeit hält sie sehr hartnäckig. Was mich natürlich freut.

  5. Werkzeug und Material raus, Lochkameras bauen. Hilft bei mir, denn die Dinger wollen hinterher angetestet werden und jedes der kleinen Biester ist ein Individuum mit einer ganz eigenen Wahrnehmung der Welt. Danach den Film zum Drogeriemarkt Eures Vertrauens und sehen a) welche Fotos sie tatsächlich abziehen und b) in welcher Farbe (funktioniert mit XP2 sehr gut, von blassrosa bis giftgrün kommt da alles raus)…

  6. Ja kenne das nur zu gut, wenn man überhaupt keine Lust auf fotografieren hat. Wobei es bei mir auch oft dazu kommt, dass ich gar keine Lust habe etwas am Rechner zu erarbeiten bzw. mich nur schwer motivieren kann aus dem Bett zu kriechen…so ein wirkliches Rezept dagegen habe ich jetzt noch nicht gefunden. Meistens ist doch der Drang, Geld zu verdienen stärker als der Faulheitstrieb ;)
    Was ich nur jedem empfehlen kann bei einer kreativen Denkblockade: Legt euch einen Ordner oder mehrere mit Fotos aus Zeitungen und Zeitschriften an. Beim durchblättern kommen mir dann oft irgendwelche Gedanken in den Kopf. Mir hilft das wesentlich besser als am Rechner “kreative” Seiten anschauen.
    Ich muss aber Zugeben die Museumsbesuch habe ich tatsächlich auch schon mal probiert, sogar mit Erfolg!

Schreibe eine Antwort