Fotozubehör und das Wissen

Viel Zubehör, großer schwerer Fotorucksack und wenig Zeit für das wesentliche, für das Motiv.

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Nehmen wir als Beispiel einen faltbaren Reflektor, der in der Makrofotografie sehr gerne eingesetzt wird. Da gibt es welche mit einer weißen, silbernen oder goldenen Bespannung, welchen nun kaufen und welche Bespannung wirkt sich wie unter welche Lichtbedingungen auf mein Motiv aus. Da tauchen dann Fragen auf wie; Muss ich die Einstellungen meiner Kamera nun noch verändern, warum wird plötzlich, wenn ich mit einem Reflektor mein Motiv aufhelle, der Hintergrund viel heller als ohne Reflektor? Und welche Rolle spielt der Weißabgleich dabei?

Ihr seht also, um dieses Techniken richtig und effizient einzusetzen, sollte man schon wissen was und wie man das tut. Sonst ist die Frustration über das neu gekaufte Zubehör schnell da und das Ding wird bei der nächsten Fototour schon nicht mehr mitgenommen.

Sicher, man kann nach dem Try und Error Prinzip, sich so ein Zubehörteil kaufen und dann aus seinen Fehlern lernen, denn irgendwann hat man es dann.

Aber speziell, wenn man Anfang der Makrofotografie steht, oder man mit so einem Teil noch nicht gearbeitet hat, ist man einfach überfordert. Und ich rede hier nicht vom einfachen Hinhalten und Abdrücken und darauf hoffen das schon, was drauf sein wird. Sondern vom Bewussten verwenden, wann, wo und vor allem wie, setze ich ein Zubehör ein.

Ich will damit nicht sagen, das das Verwenden von Zubehör in der Makrofotografie eine Raketenwissenschaft ist, um hier aber das volle Potenzial nutzen zu können, bedarf es meiner Meinung nach aber schon einer intensiven Auseinandersetzung mit der Materie.

Und deshalb bin ich der Meinung, das es am Anfang, also wenn man in die Makrofotografie einsteigt, es ein Unsinn ist, sich zig verschiedene Zubehörteile zu kaufen. Und keines dieser Teile auch nur halbwegs einzusetzen weis.
Die Fotoindustrie freut sich, der Kamerarucksack wird immer schwerer, und die eigene Frustgrenze ist bald erreicht.

Deshalb mein Tipp: Kauft euch am Anfang, erst wieder neues Zubehör, wenn ihr euer vorhandenes bereits beherrscht.

Meiner Meinung nach ist es zb. Nonsens, wenn man sich einen Einstellschlitten kauft, aber man noch mit seinem Stativ und Kugelkopf überfordert ist. Einige werden sich jetzt vielleicht fragen, wie man mit seinem Stativ bzw. Kugelkopf überfordert sein kann?

Oh das sind oft ganz banale Dinge, wie zb.: Wann stelle ich wie mein Führungsbein auf, in welcher Situation ist es besser die Neigung oder den Auszug des Stativbeines zu verändern, um die Höhe anzupassen. Es sind oft solche kleinen Dinge, die einem das fotografische Leben erleichtern. Wenn ich dann bei geführten Fototouren oder bei Workshops den Leuten diese Kleinigkeiten in der Praxis zeige, fragen sie sich erstens, warum sie nicht selber darauf gekommen sind und zweitens sind sie einfach nur begeistert.

Auch ich habe am Anfang diesen Fehler gemacht, und tonnenweise Fotozubehör gekauft. Also noch mal zum Abschluss: Kauft euch am Anfang nur das Notwendigste, und lernt damit umzugehen!

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3 Gedanken zu „Fotozubehör und das Wissen“

  1. Da ist was wahres dran. Leider bin ich der Fotoindustrie auf den Leim gegangen und habe auch am Anfang jede Menge Zubehör gekauft, ohne es dann richtig nutzen zu können. Habe seit Januar kein Zubehör mehr gekauft und befasse mich jetzt mit dem Hintergrundwissen und Handling meines Fotoequipment.

  2. Bei vielen wirds gar nicht anders gehen, als das Equipment nach und nach zu kaufen – nach Kamera, Objektiven, Stativ und Kugelkopf wird bei den meisten die Kriegskasse erst mal erschöpft sein;)

  3. Hallo Manfred,
    Gutes Blog Design. Ich bin über Google auf der Suche nach Licht und Makro auf Deinen Blog gekommen. Ich führe mit Jörg seit 4 Jahren Exkursionen und Wanderungen auf Gran Canaria durch. Bisher (6 Jahre) hatte ich mit einer Uralt Olympus Digital fotografiert und dann mit einer kleinen Olympus VG 130 und dem Vorgänger ( ca 3 Jahre). Aber ich suche eher Motive und knipse so drauflos. Stets bemüht wenigstens die Einstellungen richtig zu machen. Jetzt habe ich aber viele Motive (fern und nah) verloren, weil ich an die Grenzen der Mini Kamera VG 130 gekommen bin. Ich habe mir also eine Olympus SP 820 UZ Zoom 40fach zugelegt und für mich als Anfänger ist die super. Ich wollte einfach bessere Fotos machen in Zukunft. In bin soviel in der Natur es wäre schade. Mit ca 500 g immer noch leicht. Auch die Makroaufnahmen werden besser. Ich kann ca Blattlausgröße aufnehmen. Dann ist aber Schatten vom Objektiv wegen nur 1cm Abstand da. Hast Du einen Trick, wie man da ohne Aufwand in Innenräumen Licht ran bekommt. Ich denke vor allem an ein flexibles Zusatzlicht, das man an das Objektiv klemmt. Einen Blitzanschluß hat die Kamera nicht. Eventuell wäre das ja auch draußen einsetzbar. Z.B. für einen kleinen Pilz im schattigen Moos. Ich könnte auch 5h googeln aber vielleicht arbeitest Du ja vielleicht schon mit sowas ? Meine Laienfotos von Gran Canaria kannst Du auf der angegebenen Website anschauen. Der Beitrag soll keine Werbung sein sondern ist ein echtes Anliegen. Ich beneide Dich nicht wenn ich sehe, was Du für eine Ausrüstung mit Dir herumschleppen musst. Alles was ich sonst noch so habe z.B. GorillaPad und Stativ und Tasche ist von mir nur nach Gewicht ausgewählt.

    Danke Roland

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