Über das löschen der eigenen Bilder

Wohl eine der schwierigsten Tätigkeit in der Fotografie ist es, die eigenen Bilder zu löschen. Weiß man doch am besten welche Arbeit, Stress und Aufwand es war dieses Bild zu machen!

Obwohl ich schon so lange fotografiere, fällt es auch mir manchmal nicht leicht ein Bild bei der Bildsichtung zu löschen. Es ist ein schwieriger Prozess keine Frage, aber ich bin davon überzeugt, dass es mich weiter bringt, mir dabei hilft beim nächsten Mal noch genauer und sorgfältiger zu arbeiten, oder einfach wählerischer bei der Motivwahl zu sein, bzw. weiter zu gehen und das Bild einfach nicht zu machen!

Manchmal war die Wirklichkeit vor Ort einfach nicht fassbar für die Kamera oder mich. Und manchmal hat mich auch das Display der Kamera getäuscht, oder meine Euphorie für den festgehaltenen Moment war zu groß und ich war zu blauäugig.

Wie ihr seht, es gibt viele Gründe, warum ich dann erst ein Bild zu Hause bei der Bildsichtung lösche. Wie auch immer, wichtig ist, dass man die Bilder analysiert und dann löscht. Seit ich begonnen habe derartig streng zu meinen eigenen Bildern zu sein, hat sich auch meine Arbeitsweise beim Fotografieren geändert. Ich fotografiere Bewusster, mit mehr Ruhe und ich genieße auch den Moment des fotografieren viel mehr.

Ich bin auch davon überzeugt das mich diese Arbeitsweise fotografisch viel weiter gebracht hat, als irgendeine Profi-Vollformatkamera oder ein Hochleistungs-Objektiv!

Es ist meine Art der Bildsichtung, aber versucht es doch mal selbst bei euren Bildern, ich glaube schon das es ein möglicher Weg sein kann, um sich fotografisch weiter zu entwickeln.


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5 Gedanken zu „Über das löschen der eigenen Bilder“

  1. Da bin ich vollkommen deiner Meinung.
    Und auch das Löschen jedes auch nur halbwegs gelungenen Bildes (von den Nieten ganz zu schweigen) verbessert automatisch das Gesamtportfolio. Also im Durchschnitt (-:
    Ich stelle mir mittlerweile vor, dass ich Bilder für eine Diashow zusammenstelle und dabei das Publikum so wenig wie möglich langweilen will. Das hilft mir beim Wegwerfprozess enorm.

  2. Das kann ich auch unterschreiben.

    Wie Du schreibst, ist der Moment vor Ort manchmal für die Kamera nicht fassbar. Ich habe es zwar noch nicht ganz geschafft, denn die Gier nach dem Einfangen des Moments ist in einigen Momenten doch noch zu groß. Doch bin ich bemüht, in solchen Momenten die Kamera auch mal bewusst ruhen zu lassen um eben diesen unfassbaren Moment in seiner Gänze genießen zu können. Viel zu oft habe ich mich schon geärgert, dass der Moment vorbei war ohne ihn wahrgenommen oder genossen zu haben – und das Bild war dann zu meiner Enttäuschung auch für die Tonne … und wurde gelöscht.

  3. Ich lösche auch viel, das mag auch noch dadran liegen, weil ich noch sehr viel Übe…
    Also derzeitig zB mit der Langzeitbelichtung am Tag und oft ist dann nicht richtig scharfgestellt ect und dadruch sammeln sich halt die Bilder auf der Speicherkarte an (Vor Ort lösche ich seltenste, weil ich aufn kleinen Display eh nicht erkenne ob das taugt oder nicht (also nicht 100%ig))

    Aber seit einiger Zeit geh ich da auch schon viel ruhig drauf zu, nach den Motto: abwarten und Tee trinken 😀

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