Wundervolle Objektivenamen und Objektivbezeichnungen

Früher war nicht alles besser, was mir aber einfach immer gefallen hat, waren die Objektiv Namen bzw. Objektivbezeichnungen die sich die Hersteller damals einfallen haben lassen (viele Namen ergaben sich damals auch aus der Art der optischen Konstruktion).

Heute verpassen die Hersteller ihren Objektiven so klingende Namen wie Di II VC PZD, EX DG HSM und ED VR II. Keine Ahnung, warum das aus der Mode gekommen ist, ich finde es irgendwie schade. Hier nun einige der bekanntesten Objektivnamen/Bezeichnungen, einige dieser Objektivbezeichnungen haben unter Kennern einen Namen wie ein Donnerhall:

  • Summilux
  • Elmarit
  • Super-Angulon
  • Summicron
  • Noctilux
  • Apo-Summicron
  • Apo-Telyt
  • Vario-Elmar
  • Tessar
  • Biogon
  • Biotar
  • Tessar
  • Sonnar
  • Triotar
  • Biometar
  • Planar
  • Mutar
  • Tele-Apotessar
  • Hologon
  • Heliar
  • Skopar
  • APO Lanthar
  • Ultron
  • Nokton
  • Kilar
  • Zoomatar
  • Aristoplan
  • Aristogmat
  • Aristostigmat
  • Domiplan
  • Epidon
  • Euryplan
  • Euryplan-Satz
  • Helioplan
  • Lydith
  • Makroplasmat
  • Megon
  • Orestor
  • Orestor
  • Plasmat
  • Plasmat-Satz
  • Porträt Trioplan
  • Primagon
  • Primoplan
  • Primotar
  • Repro-Plasmat

14 Gedanken zu „Wundervolle Objektivenamen und Objektivbezeichnungen“

  1. stimmt! Ich find Namen auch besser, sind ja viel emotionaler und schöner zum darüber sprechen.
    Bei Smartphones ist es ähnlich, viele Hersteller verwenden auch nur Buchstaben und Nummern – z.B. Sony S, P, U..
    Aber hier zeichnet sich ein Gegentrend ab, manche setzen auch auf Namen.. und manchmal klingt der Modellname sogar besser als der Herstellername (z.B. Huawei Ascend)
    ciao Markus

  2. Hallo, ja früher war alles besser.
    Die von dir aufgelisteten Objektivnamen sind ja aus einer Epoche deutscher Fotoindustrie, die es heute nicht mehr gibt. Leica, Voigländer und Zeiss führen aber in Ihren heutigen Objektiven diese Tradition weiter fort und lassen längst vergessene Legenden weiter leben.
    Mir ist aber auch nicht direkt bewusst, dass japanische Hersteller je solche Namen für Ihre Objektive vergeben haben oder werden. Da wird es wohl immer kryptische Namen geben. :-)
    VG
    Martin

  3. Klasse Zusammenfassung,

    mir würde noch das Distagon fehlen. Selbst besitze ich einige dieser Objektive, auch das Super Angulon PC TS 50/2.8 hat sich in meiner manuellen sammlung eingereiht.

    Grüsse Martin

  4. Ich habe das bei Leica schon immer gemocht.

    »das 50er Summilux ist toll« oder »das 28er Elmarit ist hervorragend« klingt einfach besser als mit f/1.4 und f/2.8 herum zu fachsimpeln.

  5. Wie viele dieser klangvollen Namen stammen denn aus Japan? Oder umgekehrt, wie heißt denn ein Leica oder Zeiss Objektiv heutzutage? Es hat sich also doch eigentlich gar nichts geändert.

    Die modernen Kürzel sind eben praktisch, man sieht gleich, was man bekommt (wenn man man die Kürzel kennt). Mit IS oder ohne, mit USM oder ohne, L oder kein L, Version II etc.
    Manche übertreiben es etwas, vor allem Tamron, was man auch oben an dem Beispiel sieht.

    Ausserdem ist der Vergleich auch etwas unfair, denn auch Leica und Zeiss benutzen diese Kürzel:
    z.b Leica APO MACRO SUMMARIT-S 1:2,5 / 120 MM CS
    oder Zeiss Makro-Planar T* 2/100 ZE

    Lässt man das klangvolle Summarit oder Planar weg, könnte man auch meinen, dass man es mit einem Sigma oder Tamron zu tun hat.

  6. Was hört sich besser an: Ich habe das „Vier Nuller-Siebzig bis Zweizehn ohne Stabi“ oder ich habe das „Nokton“ 😉

    Na Spass beiseite, mit diesen ganzen Abkürzungen, und hier hat natürlich jeder Hersteller noch seine eigenen, muss man ja irgendwann den Überblick verlieren!
    Früher war der „Mutar“ der Telekonverter von Contax (Carl Zeiss) und ein Vario-Elmar (war ein Zoomobjektiv von Leica) fertig und aus. ^^

    1. Also ich habe das Nokton. Sagt nahezu gar nichts aus. Ist es jetzt

      das 25 mm / F 0,95 Nokton asphärisch
      oder das 50mm / F1,1 Nokton
      oder das 40 mm / F 1,4 Nokton
      oder das 35 mm / F 1,4 Nokton
      oder das 35 mm / F 1,2 Nokton asphärisch II

      Über den Anschluß reden wir erst gar nicht. „Das Summilux“ gibt es ja so auch nicht. Nicht nur, daß damit die Brennweite unbestimmt bleibt, ist es für Leicianer nicht unerheblich, aus welcher Generation es ist.

      Summa summarum: die blümeranten „alten“ Bezeichnungen sind um nichts weniger kryptisch als G IF-ED VR. Sie klingen nur ein bißchen weniger unpersönlich. Wenn man aber nicht weiß, wovon genau man spricht, bleibt es so und so ein Geheimnis.

  7. Bei Zeiss sagt der Name ja bekanntlich auch etwas über die optische Konstruktion und weniger etwas über die Lichtstärke aus. Ein Biogon ist ein Weitwinkel mit symmetrischem Aufbau, ein Distagon ein Weitwinkel als Retrofocus…
    Bei der Contax SLR waren die Planare bei gleicher Brennweite lichtstärker als die Sonnare, bei den aktuellen ZM-Objektiven gilt beim 50er das genaue Gegenteil.

    Und was die Abkürzungen angeht: Leica 90er Summicron Apo Asph… Oder 35er ‚cron pre-asph… Ach ja, da war noch das WATE…
    Und der Kenner weiß bescheid.

    (Für die nicht „Leicaner“: WATE = Wide Angel Tri-Elmar, also das 1:4/16-18-21)

  8. Ich finde diese Bezeichnungsgebungen sowas von überflüßig. Aber marketingtechnisch war dies wahrscheinlich notwendig, um seine Objektivserie von den anderen Mitbewerbern abzugrenzen. Dafür gibt es heute halt die ganzen Kurzbuchstabenbezeichnungen, auch nicht wirklich eine Verbesserung gegenüber damals.

    1. Überflüssig? Da halte ich es lieber mit dem Zoomyboy: Wundervoll!

      Bei den hier genannten Objektivnamen hat man wenigstens noch das Gefühl, dass ein wenig Herzblut in dem Produkt steckt. Bei „Canon EF 24-105mm f/4L IS USM“ höre ich nur den Ingenieur, aber nicht mehr den Fotografen.

      1. Ob Herzblut im Produkt steckt, weiß man erst, wenn man es benutzt hat. Ansonsten möge man mich mit den Exzessen der Marketingpsychologen verschonen. Und ich kann es mir nicht verkneifen anzumerken: der Ingenieur macht das Objektiv. Der Fotograf macht erst dann etwas, wenn der Ingenieur damit fertig ist. Allerdings hat der Fotograf mehr Spielraum: der kann mit einer Holga sehr Interessantes anstellen, was dem Ingenieur, der mit Holga-Budget eine Kitlinse entwirft, nicht möglich ist.

  9. Was sich bei einigen deutschen Herstellern aus früheren Zeiten bis heute erhalten hat, daß ist die Tatsache, daß man aus den Objektivnamen deren Eigenschaften z.T. herauslesen kann: Bei Schneider-Kreuznach war es die Anzahl der verbauten Linsen. Ein Xenar war/ist ein Dreilinser, ein Xenon ein Vierlinser. Bei Leica konnte/kann man die Anfangsöffnung in dem Namen erkennen: Ein Elmarit hatte 1:2,8, ein Summicron 1:2,0, ein Summilux 1:1,4 usw. Ich finde diese Namen schöner als schnöde Buchstaben-Abkürzungen.

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