Ich, das Tamron 18-270mm F/3.5-6.3 Di II VC PZD und ein Photowalk

tamron_18-270

Ich kann mich noch gut daran erinnern als ich das erste Mal ein 28-200mm Objektiv, zufälligerweise war es auch ein Tamron, in den Händen gehabt habe. Es war so Anfang der 90er und diese neue Art der Superzoomobjektive war damals ganz frisch am Markt.

Die optische Qualität dieser 28-200er war sehr durchwachsen und konnte mich überhaupt nicht überzeugen, ja man wurde im Fotoclub regelrecht belächelt wenn man so ein „Ding“ auf seiner Kamera hatte. Über die Jahre hatte ich immer wieder selber solche Superzoomobjektive, entweder selbst im Gebrauch oder konnte auf welche zugreifen.

Tja und was soll ich sagen es hat sich von der optischen Qualität einiges getan. Bedenkt man den riesigen Brennweitenbereich die diese Objektive abdecken, ist die optische Leistung, meiner Meinung nach, als gut zu bezeichnen. Wie vielleicht der eine oder andere weiß, habe ich zu diesem Superzoomobjektive meine eigene spezielle Meinung.

Also zitiere ich mich mal selber:

Amüsant finde ich es immer, wenn sich die Fotobegeisterten auf die schlechte optische Leistung diese Superzoomobjektive stürzen und nicht müde werden dies zu erwähnen. Lustig ist dass genau diese in Wirklichkeit ihre Bilder fast nie auf Papier bringen und wenn dann mal auf 13×18! Dh. im echten Leben fotografieren die meisten für das Web und das bei einer maximalen Kantenlänge von 900 Pixel. Überspitzt formuliert kann man sich bei dieser Bildgröße auch ein abgeschliffenes Whiskyglas vor die Kamera schnallen, man wird denn Unterschied bei den meisten Motiven nicht sehen!

Ich bin ja dafür bekannt das Ich meinen Objektiven und auch die ich zum Testen bekomme nichts schenke, ich setze sie bei jeder Witterung und bei allen möglichen Bedingungen ein. Und diesbezüglich hat mich das Tamron 18-270mm F/3.5-6.3 Di II VC PZD auch nicht im Stich gelassen.

Bei solchen Objektiven verkneife ich mir immer irgendwelche Vergleiche mit anderen Objektiven und auch Ziegelsteine im 100% Crop erspare ich euch. Klar die Verzeichnung (die sich übrigens mit DxO Optics Pro mit einem Klick wunderbar beseitigen lässt) ist da und die absolute Schärfe bei der längsten Brennweite 270mm schwächelt auch etwas. Aber keine Sorge, ich habe natürlich auch einige Bilder im Format A2 (ca. 60x40cm) ausgedruckt und die sind wunderbar geworden. Also keine Sorge, denn im echten Leben und bis zu diesem Format ist auch alles Ok.

Tamron 18-270mm F/3.5-6.3 Di II VC PZD

Ein kleines Video vom 18-270er:

Mit dem Tamron 18-270mm F/3.5-6.3 Di II VC PZD war ich auch viel unterwegs (klick macht die Bilder groß):

Ich war im Wald (Lohnbachfall) und habe dort fotografiert:

forest in austria in november 2
forest in austria in november 2

Ich habe Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge fotografiert:

sunlight in october

sonnenaufgang von bruck/leitha nach parndorf
sonnenaufgang von bruck/leitha nach parndorf

sonnenaufgang oktober burgenland/parndorf 7:05 Uhr

Ich habe spät Abends Langzeitbelichtung fotografiert:

a street in the dark

Im November vorigen Jahres hatten wir unseren ersten Photowalk, und da habe ich gleich die Gelegenheit genutzt und das Tamron 18-270mm F/3.5-6.3 Di II VC PZD den Teilnehmern zum Fotografieren überlassen. Das Tamron wurde dann von 7 verschiedenen Fotografen/innen in der Praxis über einem Zeitraum von 6 Stunden getestet, was mich auch sehr gefreut hat, das diese Aktion so gut angekommen ist.

photowalk mit einigen Tamron 18-270mm F/3.5-6.3 Di II VC PZD testern

Das Feedback, das ich von den Teilnehmern bekomme, habe, war sehr gut, einige darunter hatten sogar den Vorgänger und konnten so das neue 18-270er schon sehr gut einschätzen.

Ein Satz einer Teilnehmerin ist mir hängen geblieben: „Das Tamron 18-270mm F/3.5-6.3 Di II VC PZD ist für mich das ideale Reise- und Photowalk Objektiv und genau dabei macht es mir sehr viel Spaß!“ Ich denke besser kann man dieses Objektiv nicht umschreiben.

red

tuer

Zwei Sachen noch zum Tamron 18-270mm F/3.5-6.3 Di II VC PZD:

Was mich sehr geärgert hat:

Dadurch das dieses Objektiv einen sehr langen Auszug hat rutscht es, wenn man so durch die Stadt latscht, immer durch (dh. der Auszug fährt von allein aus), es ist sehr ärgerlich das man das Tamron nur in der 18mm Position verriegeln kann! Meiner Meinung sollte es auch in der 50mm und der 100mm Position verriegelbar sein.

Was mir sehr gefallen hat:

Der eingebaute Bildstabilisator, bei Tamron VC genannt, ist der Hammer. Das Sucherbild wird regelrecht festgetackert, sehr effektiv, Kompliment. Und der sehr schnelle und leise Autofokus.


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14 Gedanken zu „Ich, das Tamron 18-270mm F/3.5-6.3 Di II VC PZD und ein Photowalk“

  1. Du sprichst mir aus der Seele!
    Das 18-270 war auf meiner Pentax K10D mein „Einsteigerobjektiv“. Dank diverser Podcasts die einem suggerieren, dass man „unbedingt“ ein 50mm/1,4 sowie 70-200/2,8 zum Fotografenleben braucht, hatte ich dann irgendwann (schweren Herzens) weit unter Preis verkauft…
    Jetzt (inzwischen auf Nikon gewechselt) ärgere ich mich vor allem bei Wanderungen oder kleinen Reisen. Entweder muss ich mich hier auf mein 28-75 beschränken oder ich trage immer das ganze Geraffel (UWW, Standard, Zoom) mit mir rum weil: Man könnte ja alle Brennweiten mal brauchen! Am Ende gibt es 1 Bild mit 250mm, 20 Bilder mit 30-70mm und 5 Bilder mit 15mm! Meist sind das dann aber „Knipsbilder“ und keine hochwertigen Portraits etc. (Also eher was für die private Sammlung und nichts für Flickr/500px etc.)
    Also für was das ganze?
    Definitiv steht ein 18-250/270 auf meiner Wunschliste für Dienstreisen/Kurzurlaube/Familientripps.
    Back to the roots and reduce to the max! ;-D

  2. Jedem, der nicht mit Schärfentiefe spielt und tagsüber fotografiert, kann man so’n Ding doch empfehlen. Und auch, wenn man das nicht glauben mag in unserer f/1.4 Welt, gibt es sehr viele von Leuten, die genau diesen Anwendungsfall haben.. :)

  3. Solche „Zoomriesen“ sind mit Sicherheit nicht „schlecht“ und ich sehe
    das auch so wie du, das die wenigsten Bilder als Fototapete enden.
    Persönlich würde ich mir aber so ein Teil nicht zulegen. Glaube das Teil kostet
    so um die 450€ dafür würde ich mir eine kleine gute Kompakte/Bridge kaufen, bzw.
    habe ich für Urlaub und „hab immer dabei“ Kamera.

  4. Grundsätzlich gebe ich dir recht. Die Mega-Zooms sind nicht schlecht. Und die Verzeichnungen rechnen RAW Konverter wie Lightroom mit den Profilen automatisch sehr zuverlässig raus. Beim Handling sehe ich ein Unentschieden. Diese Zooms sind nicht stabil, ich meine sie zoomen selbständig durch die Schwerkraft. Dafür sind sie deutlich leichter als Fixblenden-Zooms.
    Der größte Nachteil und für mich das K.O. Kriterium ist die Lichtstärke. Ob die 6.3 am langen Ende nutzbar sind oder ob noch abgeblendet werden muss ist das eine. Aber auch ohne macht das bei Sport keinen Spass. Ist aber wie immer im Leben eine Frage der Anwendung. Für einen Urlaub im Süden sicher vollkommen ausreichend.

  5. Bedauerlicherweise sieht die Sache mit dem durchrutschenden Tubus auch bei der Nikon-konkurrenz nicht besser aus.Aus eigener leidvoller Erfahrung weiß ich daß der 18-200er Nikkor auch rein und rausfährt, man muß das Ding nur steil genug halten. Besser sieht die Sache beim 28-300er Nikkor aus…die knapp 900 Euro tun einem aber doch weh..zumal die bildqualität..mal eben „auch nur „supperzoomig“ist.

      1. Lieber Manfred,danke für die Auffrischung meines Erinnerungsvermögens!Ich begebe mich unverzüglich auf die Suche nach dem Spargelgummi!!!Als „geniale“ Überbrückung versuche ich es derzeit mit einem streifen Knete…aber nur an meinem sturzbedingt lädiertem (also nicht mehr viel wertem) 18-200er…
        grüsse Bertl

  6. Für den letzten Urlaub in der Toskana hatte ich mir ein 18-200 gebraucht besorgt, weil ich nicht immer mit der kompletten Ausrüstung den Touri machen wollte. Die üblichen „Urlaubserinnerungsfotos“ sind damit entstanden und sind gut genug fürs Fotobuch. Durch dieses Objektiv war es für mich möglich an 10 Tagen ohne den schweren Fotorucksack auszukommen. Nach dem Urlaub habe ich es wieder Verkauft und die 20€ Verlust war mir die Bequemlichkeit Wert. Für meine „tägliche“ Hobby fotografiererei vermisse ich es nicht, aber zum nächsten SommeuRlaub dürfen mir gerne günstige Angebote unterbreitet werden
    :-)
    Jürgen

  7. Du sprichst mir aus der Seele. Obwohl ich mittlerweile für „ordentliche Shootings“ einen ansehnlichen Objektivpark habe (u.a.FB, 70-200 2.8), so nehme ich davon einzig und allein das Tamron 18-270 mit in den Urlaub. Es ist einfach für den Urlaub das praktischste und flexibelste, was es gibt. OK, lichtstark ist es nicht, und wenn ich mir Bilder mit längeren Brennweiten fotografiert in 100% anschaue, ist die Randunschärfe und CA schon ziemlich brutal, vor allem bei 6.3, aber die Vorteile wiegen das für mich auf. Seit ich mal erlebt habe, wie jemand beim Objektivwechseln in der Wüste Sand in seine 5D II bekam, erst recht. 😉
    Fürs Web und nicht riesige Abzüge reicht es allemal.
    Und man kann mit dem Ding auch mehr als nur Schnappschüsse machen. Fast alle meine Urlaubsbilder mache ich mit dem Tamron, zB http://www.flickr.com/photos/fuerst/sets/72157623266933612/with/4296944097/ oder auch http://www.flickr.com/photos/fuerst/sets/72157628843398609/
    Ich kann das Ding nur weiter empfehlen und würde mir immer wieder ein Reisezoom kaufen.

  8. hallo roman
    deine bilder mit dem tamron sind für mich sehr gut.habe auch dieses objekt.und eine canon 650d.bin aber neu in sachen fotografie.möchte gern mehr wissen über deine bilder,und würde mich freuen wenn wir kurfristig in kontakt kommen würden da meine reise am 21.11. nach asien geht.meine mail ist white.liongmx.net
    freue mich auf kontakt mit dir.
    danke gunnar

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