ND Filter kommen wieder

Zur Zeit ist es ja wieder Modern in der Landschaftsfotografie mit Filtern zu arbeiten. Und hier speziell mit Grauverlaufsfilter, sogenannten ND-Filter die aus Kunststoff sind und die in einen Filterhalter eingeschoben werden.

Als ich damals dick in der Analogfotografie drin war, bin ich auch voll auf den Zug der Filterfotografie aufgesprungen, zuerst mit dem Cokin System (Serie P) und dann in das teure LEE System. Und zum Schluss hatte ich für alle möglichen Licht- und Filmtypen eine sehr große Anzahl von Filtern! Ich will jetzt gar nicht weiter ausführen was ich da an Geld investiert habe, aber mit den Jahren bin ich dann drauf gekommen das ich in Wirklichkeit immer nur mit 3-5 Filter gearbeitet habe, alle anderen waren für mich unnötig! In diese ganze Filter Geschichte kann man sehr schnell hinein kippen, man bildet sich ein, das man jeden dritten Filter kaufen muss um wirklich für jede Situation gerüstet zu sein.

Bei den Grauverlaufsfiltern bin ich damals mit 4 Filter ausgekommen, mit diesen konnte ich 90% meiner Bilder abdecken:

  • 1x 0,9 Weich
  • 1x 0,9 Hart
  • 1x 0,6 Weich
  • 1x 0,6 Hart

(hart und weich bedeutet, wie die verläufe sind)

Ich habe mich mal bei einigen Landschaftsfotografen umgehört, diese würden für den Einstieg in die Filterwelt auch in diese Richtung gehen. Also wenn ihr diesbezüglich einsteigen wollt, dann würde ich euch für den Anfang einen 0,6 Weich und einen 0,6 Hart empfehlen. Es wird dann ja eh automatisch mehr ;)

Da im Moment ein regelrechter Boom auf diese ND Verlaufsfilter ist, kommt zb. LEE mit der Produktion nicht mehr nach, siehe hier, als Alternative kann man auch die etwas günstigeren Hitech Filter von Formatt kaufen.

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Kommentare

  1. Wojciech Pischinger meint:

    Lieber Manfred, könntest Du mal kurz Deine Eindrücke bezüglich evtl. vorhandener Unterschiede zwischen Cokin und Lee-filtern schildern?.Ich hatte nie einen Lee , und Cokin Neutralgrau ist leider alles andere als neutral…
    Gibt es da “Lichtblicke ” bei den teuren LEE-konkurrenz?
    grüsse Bertl

  2. Jeriko meint:

    Schlawiner ich auch die ganze Zeit schon drumrum, gerade auch weil es von Hitech 3er Sets mit 0.3, 0.6 und 0.9er Filter gibt, und die noch gut bezahlbar sind.

  3. Askan Worms meint:

    Vielleicht hat es sich herum gesprochen das ich bei Nachtaufnahmen ein KB3 Filter benutze um damit dem Licht von Natriumdampflampen entgegen zu wirken, damit ich bei RAW Aufnahmen eine Blende mehr Spielraum erhalte ohne das die Lichter nur in einem Farbkanal ausreißen.

  4. Toni meint:

    Warum nicht gleich ein Vario ND Filter einsetzen und manuell die Stärke einstellen?

    > http://www.amazon.de/Neu-Fader-Vario-Graufilter-Version/dp/B003SMTXC8

    • zoomyboy meint:

      Der Vorteil von Einschubfiltern ist der, das man sie nur teilweise einschieben kann und so zb. an einem Himmel/Wolken ausrichten kann, oder von unten für den Vordergrund. Weiter sind diese durch die ihre Größe auch problemlos an extremen Weitwinkelobjektiven einsetzbar.
      So kann man zb. eine ND 0,6 von unten für das Wasser und von oben einen 0,9 für die Wolken einsetzen usw.

      Das alles ist mit einem Aufschraubfilter nicht möglich.

  5. Dave meint:

    Ich bin für ein paar Monat von Cokin auf Hitech umgestiegen, Der unterschied ist ja wie Tag und Nacht.
    Mit Cokin hatte ich immer ein Magenta-Farbstich über das Bild.

    Klein tipp von mir, Der Hitech 85 Filters passen auch in das Cokin P System Halter, was wesentlich billiger ist als der von Hitech.

  6. Frank meint:

    Ich verwende seit einiger Zeit den Hitech 100mm Pro Stopper 10 und bin mit der Qualität sehr zufrieden, lediglich an 2 stellen musste ich den Lichtschutz ” Filz ” verstärken.
    Dazu habe ich Hitech kurz angemailt und mein Problem mit dem Lichteinfall im Lee-Halter geschildert, postwendend bekam ich einen Satz sogenannter Gaskett’s ( Lichtschutzdichtung) geliefert …. kostenlos! ;-)
    Also mich hat die Firma mit Sitz in UK überzeugt. :D

  7. zoomyboy meint:

    @Dave und @Frank danke das ihr eure Erfahrung weiter sagt, ist sicher auch für den einen oder anderen interessant.

  8. Wojciech Pischinger meint:

    Von mir auch vielen Dank an Manfred, dave und Frank- genau diesen Farbstich der Cokin-Filter meinte ich-sichtbar freilich auch -und besonders störend bei den Himmelfarben
    ein gutes Neues Jahr an Alle
    Bertl

  9. als alternative sei noch gesagt, dass man in Photoshop und Co. verlaeufe ziemlich gut (besser?) danach einfuegen kann. (beste) voraussetzung dafuer ist eine belichtungsreihe (sollte man bei schwierigen lichtverhaeltnissen eh machen und sind auch fuer anstaendiges HDR oder blending notwendig)
    die angesprochenen farbstiche sind dann auch vermeid- oder sogar gewollt erzeug-bar.
    Also wer nicht noch mehr (unnuetzes?) spielzeug kaufen will (Geld sparen !!!!) sieht sich mal in seinem bearbeitungsprogramm um (oder bei den kostenfreien alternativen Gimp etc.)

    ….und das geld, dass ihr nun durch mich gespart habt, koennen wir uns ja teilen (schreibt mich an wegen meiner kontonummer)

    ein guten rutsch neues jahr

    Reinhard

    • P.Beck meint:

      “unnuetzes Spielzeug”?

      Schonmal drüber nachgedacht, wenn das Motiv kein statisches ist?

      • @P.Beck

        ja, für mich persönlich (habe auch 2 noch nie in der Praxis verwendete Verlaufsfilter)

        es gibt sicherlich ein paar (wenige?) Momente/Motive wo das zutrifft, darum auch (unnützes?) in Klammern und Fragezeichen.
        lass mal Beispielbilder sehen (die nicht mit einem nachträglichen Filter mit EBV erzeugt werden können) und die %-Anzahl gegenüber der statischen Aufnahmen (mit Filter)

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