Photo for Life-Fotografie im TV

Endlich läuft auch mal was für uns Fotobegeisterten im TV, mal abgesehen von den Dokus über Fotografie, nun eine Art von Show wo ein Meister (Oliviero Toscani) der Fotografie in einer Masterclass angehenden Fotografen etwas unter die Arme greift.

Ach was sage ich da unter die Arme greift, er zeigt ihnen eine andere fotografische Welt, denn nicht nur einmal stehen die Teilnehmer dieser Masterclass mit offenen Mund da. Meiner Meinung nach, hat alles was Toscani da von sich gibt Hand und Fuß, man kann anderer Meinung sein, aber insgeheim spürt man das er recht hat.

Ein paar Meldungen von Toscani, die er so in den fünf Folgen von sich gibt:

Der Teufel steckt im Detail!

Jedes Porträt ist ein Selbstporträt!

Kunst kennt keine Demokratie. Wer demokratisch arbeitet, fabriziert Mittelmaß. Konsens führt zum Mittelmaß.

Ein Künstler, der nicht schockiert, ist kein Künstler!

Ein Kunstfoto ist ein Foto, das keinen Zweck erfüllt!

Alles was man sehen kann, kann man auch fotografieren.

Wunderbar auch zu sehen, wie ein 70 jähriger noch derartig Feuer im Hintern hat und noch so extrem für die Fotografie glüht, da kommen die 6 noch sehr jungen Teilnehmer einfach nicht mit, diese Beobachtung konnte ich aber auch schon machen, es laufen heutzutage einige Prinz Valium in der Fotografie herum. Ach ich könnte jetzt noch viel mehr darüber schreiben aber am besten ist, ihr seht euch die Folgen alle selber an. Hier könnt ihr euch die Folgen ansehen. Viel Spaß dabei.

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Kommentare

  1. Nils meint:

    Sehr schön, hatte darüber gelesen und es dann wieder aus dem Kopf verloren – danke für den Link :-)

    Inhaltlich etwas Gordon-Ramsey-esk, aber sehr interessant.

    Danke für den Link :-)

  2. Micha meint:

    Mal abgesehen vom Maestro und den Schülern. Wie fandest du die Sendung?

    Ich habe mir irgendwie mehr erwartet. Noch einen genaueren, bessern Blick über die Schultern des Meisters als auch der Schüler. Gerade mit dem Augen eines Fotografs betrachtet, waren viele Szenen recht belanglos.
    Es wurde viel zu viel Inhalt in viel zu wenig Sendeminuten gepresst.
    Mich hätte auch interessiert, nach welchen Kriterien die Bilder ausgewählt wurden, welche Motive alles eingefangen wurden und auch wie diese mit welchem Ziel nachbearbeitet wurden.

    • zoomyboy meint:

      Ich fand die Sendung im großen und ganzen sehr gut. Denn wenn man bedenkt das es so was noch nie gegeben hat im TV, und die begrenzte Dauer berücksichtig waren schon tolle Sachen dabei.
      Überlege mal was wohl RTL daraus gemacht hätte, da können wir nur froh sein das dieses Format von ARTE gemacht wurde. :)

  3. Naja, so ganz kann ich Dir nicht zustimmen. Ja sicher, er hat die Fotografie verstanden, sieht neben der technischen Umsetzung ganz klar auch die Aussage. Aber er ist auch ein Darsteller, ein Verkäufer, der sein Produkt im Markt platziert. In der Biologie nennt man das Alpha-Männchen.
    Aus meiner Sicht taugt von den sogenannten Ausnahmetalenten nur die Conny was. Die hat es tatsächlich begriffen und setzt ihre Dinge um. Ich will damit nicht sagen, dass die Anderen nicht fotografieren können, aber es geht doch auch darum den Fotografen und sein Gesamtwerk zu betrachten. Das einzelne Bild kann hervorragend sein, aber es zählt nicht, wenn man nicht auch die anderen Arbeiten sieht.
    Macht man das, kann man von der Denkweise des einzelnen Fotografen lernen.
    Das fehlt mir. Toscani wird übrigens in unterschiedlichen Projekten aus seinem Leben vorgestellt, was somit ein umfassendes Bild ergibt. Die anwesenden Talente bekommen diesen Raum nicht und müssen sich täglich beweisen. Christoph, der frühzeitig ausgeschieden ist, finde ich da interessanter, weil er Kritik übt und eigentlich genau das macht, was der “Meister” will. Regeln brechen!

    • zoomyboy meint:

      Das Toscani ein Selbstdarsteller ist, ist hinlänglich bekannt, er bleibt meiner Meinung nach aber immer fair und herzlich, was man ja hin und wieder auch sehen kann ;)

      Aus einer Masterclass frühzeitig auszusteigen ist für mich ein NoGo, denn man kann in diesen 5 Tagen so viel Lernen, da muss man seine Eitelkeiten einfach mal zurückstecken.

      Vom Niveau der Teilnehmer war ich generell etwas enttäuscht, hier hätte ich mir für eine Masterclass etwas mehr erwartet.

  4. Sam meint:

    Hab mir grad den ersten Teil angesehen und fand ihn eher anstrengend. Und außer dass die Leute vorgestellt und einmal (ohne echten Bildbezug) von Toscani runtergemacht wurden, ist auch wenig passiert. Wird das in den anderen Teilen besser?
    Im ersten Teil sah ich jedenfalls nichts, wofür ein Anschauen lohnen würde.

    • zoomyboy meint:

      Ja doch wird besser, ob es aber für dich reicht? ;)

      • Sam meint:

        Bei der zweiten Folge taucht ja wenigstens mal der Chefredakteur auf, der sinnvoll kritisiert, in einer Form, bei der man auch versteht, warum das nichts taugt, was man hätte besser machen können – Toscani kritisiert ja nicht, er macht einfach nur gnadenlos runter.
        Wobei ich denke, dass das in seiner Kultur liegt: er will, das die Leute so viel Rückrat entwickeln, dass sie sich seiner Kritik entgegenstellen. Oder, wie Christoph, sagen “ist nicht mein Ding” und aussteigen. Aber das ist doch auch nur wieder reine Provokation und bringt keinen weiter.
        Die Leute vor eine Situation zu stellen, die neu für sie ist, und dann auf den normalen Anfängerfehlern (wo ist die Story? Wo das Portrait?) rumzureiten als wären die Fotografen das letzte ist doch eher eklig als nützlich. Sinniger wäre gewesen, die besser vorzubereiten, so dass sie da eine Chance gehabt hätten, eine Mini-Storie im Studio in 15 Minuten zu schießen, da hätten sie auch alle Anfängerfehler gemacht, und sie dann loszuschicken, damit sie die nicht machen. So ist das doch eher auf Niveau von “Verstehen sie Spaß” zu werten.

        Für die Fotografen wird die Teilnahme trotzdem lohnen. Allerdings nicht, weil sie da irgendwas vom “Meister” gelernt hätten, sondern weil sie durch die Fernsehpräsenz und die Verbindung zu Toscani zu einem großen Bekanntheitsgrad gelangen.

  5. …ich stimme Dir bis in einem Punkt zu: “Anfängerfehler”?! Sind das nicht Ausnahmetalente, die da gezeigt werden? Wie bewertet man einen “Fehler” oder ist der “Fehler” manchmal nur “anders”, also ein anderer Weg mit einem neuen Ergebnis. Vor 10 Jahren, man mag dazu stehen, wie man will, waren Wischerbilder unvorstellbar. Heute sind sie akzeptiert. Ist nicht der “Fehler” das, was in die Zukunft zeigen kann und wäre das nicht das Ding gewesen, was hätte Toscani rauskitzeln müssen. So hat er doch nur seinen Stil weiter gegeben und den sogenannten “Ausnahmetalenten” sein Handwerkszeug gezeigt. Das ist aber nicht neu!
    “Ein guter Chef hat Angestellte, die in Fachfragen besser sind als er selber. Er ist deshalb Chef, weil er die Leute zu einer Einheit zusammenschweißt.” In dem Sinne hätte Toscani handeln müssen, denn wenn es schon Ausnahmetalente sind, hätten diese freier agieren müssen. So haben sie sich als Schüler ihm unterordnen müssen. Sie haben dazu gelernt, ja sicher, aber haben sie ihr Talent wirklich zeigen können?

    • Sam meint:

      Es mögen “Ausnahmetalente” sein, aber sie sind Talente nur jeweils in ihrem Bereich, und sie wurden in einen Bereich geworfen, in dem die meisten von ihnen keine Erfahrungen haben, in dem sie wieder Anfänger sind.

      Würde es wirklich um ihre Talente gehen, dann müsste Toscani sich mit jedem einzelnen beschäftigen, herauskitzeln, was sein Talent, seine Stärke ist, und ihm in seinem Bereich Aufgaben geben, die jeweils zu groß für sie sind. *Das* wäre der richtige Weg, aus den Ausnahmetalenten Supertalente zu machen.
      Stattdessen kriegen sie Konservenfutter, Aufgaben für Allerwelts-Fotografen, nicht für Ausnahmetalente.

      Für seine “Aufgaben” wären besser Ergebnisse herausgekommen, wenn er sich seine Fotografen aus einer Fotoredaktion gesucht hätte.

      Und das finde ich schade. Sowas zu machen, Talentförderung, ist eine super Idee, aber was Toscani macht ist keine Förderung sondern plattmachen und Einheitsbrei.

  6. Wojciech Pischinger meint:

    “Ein Künstler der nicht schockiert ist kein Künstler”?Was ist das für ein 1000 mal abgelutschtes Pseudouniverselles
    Gelabbere?Demnach sind Ansel Adams, Jack Dykinga, Bruce percy und Igor Kantschev KEINE Künstler???
    p.s.nicht alles ernstnehmen bitte was die “Grossen” so von sich geben…
    Grüsse Bertl

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