Was geht Fotoindustrie?

Meine Gedanken und Meinungen zu einigen verschiedenen Kamera- und Objektiv Herstellern.

Panasonic
Dadurch dass Panasonic der Lumix G3, gegenüber dem Vorgängermodell der Lumix G2, einige Funktion weggenommen hat, schließe ich mal darauf, dass sie ein neues Modell planen. Positioniert zwischen der G3 und der GH2 oder sogar darüber.
Panasonic sollte sich endlich dazu entschließen, sich ein paar Gedanken darüber machen, Objektive zu bauen, die von den Kunden auch gebraucht werden bzw. gewünscht werden! Lichtschwache Kitobjektive gibt es nun genug.
Was fehlt sind lichtstarke Festbrennweiten, aber bitte bis in den Telebereich!

Pentax
Da sich Ricoh ja die Kamerasparte von Pentax einverleibt hat, bin ich da sehr gespannt ob sich da was Modellmässig in der nächsten Zeit tut.
Vielleicht kommt ja dann endlich das Marketing von Pentax bei uns in Europa in die Gänge. Ich kann da gar nicht mehr hinsehen, obwohl zb. eine Pentax K5 eine wirklich wunderbare Kamera ist und der sehr ähnliche Nikon D7000 in nichts nachsteht, sieht man überall nur D7000 und fast keine K5!

Sony
Mit der A55 hat Sony gezeigt, welche Marschrichtung für die Zukunft eingeschlagen wird. Ich denke mal Sony wird auch mit der bald erscheinenden A77 (Nachfolgerin von der A700) zeigen was mit teildurchlässigen Spiegel und einem LCD-Sucher technisch heute so möglich ist.
Bei den Vollformatkameras wird wahrscheinlich schon eifrig an der A900 entwickelt. Leider hat es Sony noch nicht geschafft, oder sie wollten aus kaufmännischen Gründen nicht, die großen Objektivlücken zu schließen. Was ich ja gar nicht verstehe, denn die ausgezeichneten Optikrechnungen sind ja von Minolta da.
Sony müsste auch dringend seine Objektivreihe überarbeiten bzw. große Lücken schließen. Im Telebereich sieht es sehr mau aus und den bei den Makroobjektiven müssten mal auch die Uralt- Minoltarechnungen aus den 90ern endlich erneuert werden. Speziell da sind die Mitbewerber gnadenlos davon gezogen.

Canon
Bei Canon gehen mir etwas die Innovationen ab, früher war Canon dafür bekannt in vielen Bereichen der Erste zu sein, der Neuerungen umgesetzt hat.
Sehr schön finde ich das Canon sich dazu entschlossen hat, die 60D und die 600D mit einem dreh- und schwenkbaren Display auszustatten.
Sensortechnisch sind sie, wie immer schon gut dabei, obwohl ihnen der Sonysensor in der D7000 und der D5000 wahrscheinlich in diesen Klassen etwas zu schaffen macht.
Von der Objektivseite her hat Canon konsequent die Linie ausgebaut bzw. erneuert. Da und dort sind aber noch einige angestaubte Objektive aus den späten 90ern, die einem Update unterzogen werden müssten.

Nikon
Nikon macht zur Zeit vieles richtig; die Mittelklasse- und Einsteigerkameras verkaufen sich wunderbar und bei den DX-Objektiven hat man auch einiges neues gebracht.
Von den Nachfolgern der D3 und der D300 erwarten sich die Kunden einiges, hoffentlich hat Nikon hier auch auf die zahlenden Kunden gehört.
Von der Objektivseite her, geht es Nikon da so wie Canon. Einige Lücken sind da bzw. müssten dringend mal erneuert werden.

Samsung
Tja, im Moment noch nicht so viel los, das Bemühen ist zwar da, aber so richtig kommt Samsung noch nicht in die Gänge.
Aber Samsung traue ich in der Zukunft einiges zu, wenn sie den endlich auf den Markt hören würden und nicht daran vorbei entwickeln bzw. bauen würden.

Olympus
Olympus hat mich persönlich sehr enttäuscht da sie das FT-System sterben lassen. Das haben damals auch mit den OM Kunden abgezogen!
Im MFT Markt sind sie gut aufgestellt und werden auch sicher noch einiges verkaufen. Sie müssen nur auspassen das ihnen Panasonic gnadenlos davon zieht.

Leica
Von der S2 hört und spürt man fast gar nichts, ich frage mich, ob sich das Leica echt so vorgestellt hat? Denn gerade in diesem Segment (Mittelformat) muss um jeden Kunden gekämpft werden.
Die M9 geht wahrscheinlich, trotz ihres Preises, weg wie warme Semmeln. Dann und wann ein neues M-Objektiv und das passt schon.
Mit der X1 hat Leica wohl gesehen, das in diesem Segment doch einiges geht. Ich denke Leica wird hier noch einiges bringen. Nicht nur eine neue X1, vielleicht auch ein Modell dazwischen, mit APS-C Sensor und Wechselobjektiven?!
Leica würde sich mit allen R-Objektive Besitzer der Welt versöhnen können, wenn sie nun doch endlich, die damals versprochene R-Digitalkamera bauen und verkaufen würden!

Tamron
Tamron entwickelt brav weiter und hat in den letzten Jahren auch einige schöne Objektive gebracht. Trotzdem sind Lücken entstanden, die dringendst geschlossen werden müssen: Lichtstarke Festbrennweiten, vom Weitwinkel bis zu den Teleobjektiven. Und unbedingt muss sich Tamron um seine Makrolinie kümmern. Das 60er ist ein großer Wurf, obwohl das 90er ein Dauerbrenner ist, gehört es trotzdem überarbeitet, die Mitbewerber haben da aufgeholt und mit der neuen Linie schon teilweise eingeholt. Das 180er Makro hat auch dringend eine Überarbeitung nötig. Speziell bei den Makroobjektiven über 90mm hat Sigma hier eindeutig mehr zu bieten, unbedingt nachlegen liebe Tamron Leute.

Sigma
Sigma hat in der letzten Zeit ihr Objektivsortiment gewaltig ausgebaut und hat einige Lücken auch geschlossen.
Speziell bei den lichtstarken Festbrennweiten hat Sigma es zusammengebracht, die Kunden davon zu überzeugen doch ihre Objektive zu kaufen, obwohl diese nicht viel günstiger sind als die der Kamerahersteller.
Die Makrolinie wurde jetzt auch sinnvoll erneuert, aber da ist Sigma so oder so, sehr gut aufgestellt. Zb. zum 150mm Makro gibt es bei keinem anderen Hersteller eine Alternative.
Bei den Kameras kommt Sigma einfach nicht in die Gänge. Die Kameras liegen wie Blei in den Regalen und werden nach einigen Monaten zu Ramschpreisen verkauft. Ob die SD1 mit ihren sehr optimistischen Preis dies ändern kann? Na mal schauen.


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6 Gedanken zu „Was geht Fotoindustrie?“

  1. Dass Canon innovativ gewesen sein soll, kann ich leider nicht so nachvollziehen :-)
    Eher, das (sterbende) Four Thirds, etwa die E-330 mit funktionierendem schnellem LiveView, Ultraschall-Staubrüttler schon ab der E-1, schwenkbares Display, da zieht Canon und andere Hersteller immer wieder lediglich nach…

    Dass Olympus das System so weit einstampft, dass nur „neue Kameras für Bestandskunden“ rauskommen, war abzusehen, alle anderen und vor allem Neukunden greifen zu den Großen. Es war nun mal ein Nischensystem was sich nicht rentiert hat, die Einsteigermodelle wurden hinterhergeworfen und trotzdem verkauften sich die teureren Canon/Nikons besser.

    1. Doch Canon war innovativ, angefangen von den ersten Objektive mit einem funktionierenden Bildstabilisator in einer Sereinfertigung, bis zur ihren DO Linsen…usw.

      Abzusehen war da meiner Meinung nach bei Olympus gar nichts, denn FT wurde bis zum letzten Punkt (E30, E620) noch gepuscht und beworben.

      Das Olympus einige feine Ideen hatte, die du schon aufgezählt hast, stimmt schon. Aber leider verliert der Olympus Vorstand in Tokyo sehr schnell das Interesse an den eigenen Sachen.

      Und ich denke mal die Leute die eine Menge Geld in die Pro Objektive von Olympus gesteckt haben, sehen das etwas anders.

  2. Ich beobachte den Markt aktuell auch ganz interessiert. Meine Kamera (40D) ist 4 Jahre alt. Ich hätte gern bessere Low-Light-Fähigkeiten. Und weil wir recht viel auf Reisen sind, gern etwas Kleineres (weniger schleppen und unauffälliger fotografieren). Also am besten einen kaum erfüllbaren Mix aus 5D-Sensor und mFT-Body mit Sucher 😉

    Panasonic,
    hat glaube ich schon bestätigt, das bis Jahresende noch ein Pro-Modell kommt. Ansonsten fehlen mir bei µFT auch die lichtstarken Optiken.

    Nikon
    hat für August eine Pressekonferenz angekündigt, wo mutmaßlich Nachfolger der D300 und/oder D3S vorgestellt werden. Eine spiegellose Systemkamera kommt in den nächsten 1-2 Jahren sicher auch von Nikon.

    Canon hat im Einsteigerbereich alles neu, aber 5D2 und 1Ds3 und bedingt auch die 7D sind erneuerungsbedürftig (2-4 Jahre am Markt). Wenn man schaut, was Nikon alles in die 7000D gepackt hat, wird es spannend, wie D400 und D4 ausfallen und wie Canon reagiert. Eine spiegellose Systemkamera kommt in den nächsten 1-2 Jahren sicher auch von Canon.

    Olympus
    hat eigentlich tolle µFT-Kameras, aber die gerade vorgestellte 3. Generation hat immer noch den Ur-µFT-Sensor aus 2008, den schon die erste Generation hatte. 12 MP reichen mir, aber in Sachen Low-Light-Fähigkeiten gewinnen die damit keinen Blumentopf mehr. Und weil siehe oben auch lichtstarke Objektive fehlen, wird es schnell mal eng. In Sachen Low-Light würde ich mich gegenüber meiner aktuell 40D deutlich verschlechtern.

    Samsung
    ist als Konzern eine beeindruckende Erfolgsstory. Vom absoluten Billigheimer in 10 Jahren zum innovativen Elektronikkonzern. Trotzdem wäre ich vorsichtig, Geld in das NX-System zu investieren. Samsung hat vor wenigen Jahren auch mal richte DSLRs mit K-Mount gebaut und mangels Erfolg schnell wieder aufgegeben. Es dürfte schwierig werden, mit dem NX-System ausreichend Marktanteil zu erobern und ohne ausreichend Marktanteil werfen die in einigen Jahren vielleicht wieder hin und man kann seine Objektive bestenfalls noch zur Kaffeetasse umbauen.

    Fujifilm,
    hat mit der X100 unheimlich viel Beifall eingeheimst und denkt jetzt laut über ein Wechselobjektivsystem nach. Könnte spannend werden.

  3. Zu Pentax kann ich noch hinzufügen:
    Mit dem K-Mount hat man eine wunderbare Auswahl an manuellen alten Objektiven, da Pentax nie das Bajonett geändert hat. Die aktuellen Modelle sind mir zwar aus persönlichen Gründen lieber als die populäre Konkurrenz, kranken aber am AF (zu langsam, zu ungenau). Da bietet Canikon doch besseres.
    Wenn Pentax beim AF nachbessert, könnte aus der Marke echt noch was werden. Immerhin sind die Dinger sehr robust.
    Die Pentax Q war allerdings ein Griff ins Klo…

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