Bei Gegenlicht sollte man in der Makrofotografie darauf achtgeben, das die hellen Bildteile nicht überbelichtet sind und die dunklen Bildteile nicht unterbelichtet sind. Speziell die hellen Bildbereiche, bei mir meistens sind es bei Pflanzen, oder Insekten, feine Härchen.
Das Gegenlicht zieht praktisch wie eine helle feine Linie die Silhouette des Motivs nach, hier ist die Gefahr groß das diese dann zu hell belichtet wird, man hat dann meistens keine Zeichnung mehr in diesem hellen Bereich.

makrofotografie übersicht 1
Wenn es mir trotz Unterbelichten nicht möglich, diese helle Silhouette in den Griff zu bekommen, so hilft es auch den Winkel des eigenen Standorts zu verändern. Denn durch das ändert sich auch die Intensität der Sonnenstrahlen bei Gegenlicht, 10 Zentimeter können hier schon den Unterschied machen.

makrofotografie übersicht

makrofotografie übersicht 2
Durch das Gegenlicht bekommt dieses Bild erst das gewisse Etwas. Die vordere Pflanze wird dadurch regelrecht aus dem Hintergrund heraus modelliert und hebt sich dadurch wunderbar vom Hintergrund ab. Unterstützt durch die große Blende und wieder das Gegenlicht, wird die hintere Pflanze harmonisch in die Bildkomposition mit eingebunden.

ein paar
Wenn ich zb. eine Pflanzengruppe inmitten einer Wiese fotografieren möchte, versuche ich immer auf der gleichen höhe wie die Pflanzen selbst zu sein. Es erleichtert mir die Bildkomposition, denn so tue ich mich leichter zb. die Pflanzen im Vordergrund mit einzubeziehen.

makrofotografie übersicht 4

makrofotografie übersicht 3
Wenn der Abstand zum Hintergrund so gering ist, dass auch trotz einer Blende 4 kein ruhiger Hintergrund möglich ist, so hilft es eben mit zb. einem Gegenlicht das Motiv selber trotzdem Plastischer aus dem zu dominanten Hintergrund heraus zu stellen.

pflanzengruppe im gegenlicht
Oder wenn es doch möglich ist, zusätzlich zu der Gegenlicht Silhouette, durch eine große Blende den Hintergrund mit einbeziehen.

pflanze umringt
Hallo!
Das ist mir selbst schon öfter aufgefallen. Mir gefällt diese Silhouette echt gut. Danke für die Tipps
Vielen Dank für die sehr anschauliche Anleitung.Ich selber entscheide von Fall zu Fall, ob ich mit Drauflicht oder Gegenlicht arbeite. Wenn möglich, mache ich Aufnahmen auf beiderlei Art und schaue später am Rechner welches Bild mir eher gefällt.
Grüsse,
Rüdi
Tolle Bilder.
Sehr anschaulich, danke. Besonders schön fand ich, dass man ein paar Bilder zum Aufbau sieht. Davon mehr, mehr, mehr.
So konnte ich mir besser Vorstellen, wie ein Shooting bei dir abläuft.
Wow tolle Bilder!
Was mich überrascht und mir besonders gefällt, ist dass die Bilder weder in den hellen noch in den dunklen Bildtönen “ausreissen”.
Das Hintergrundgrün beim “ein Paar” ist ebenfalls gut gelungen. Ist das “nur verschwommen” oder hat PS/LR geholfen?
@Dario, nein beim Hintergrund ist gar nichts gemacht worden in PS, das kommt so raus aus der Kamera (sieht man etwas beim dritten Bild auf dem Display der Kamera).
sehr schöner artikel.
es gehört zwar nicht zum thema, aber ich erkenne grade noch eine zielgruppe, an die sich die 60d mit ihrem klappdisplay richtet
den backlight effekt nutze ich übrigens bei konzerten auch! gibt nichts schöneres, als ein lichtsaum um das motiv, wenn sich dieses genau zwischen der linse und einem scheinwerfer befindet !
lg
sehr interessanter Artikel. Ich finde den gesamten Blog sehr inspirierend. Was mich noch brennend interessiert: was für eine Stativschelle benutzt Du? Kann ich auf den Fotos leider nicht richtig erkennen….
lg
@rachengold, wenn du wirklich die Stativschelle meinst-das ist die original die auf dem Objektiv (Nikon MF Micro 200mm 4.0) drauf ist.
Wenn du den Stativkopf meinst, das ist ein Gitzo GH1780: http://www.zoomyboy.com/2010/04/02/kugelkopf-gitzo-gh-1780-und-das-kirk-schnellwechsel-system/
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