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Die Bildkomposition-kein populäres Thema?

So viel Spaß auch das Kameraequipment macht, aber eines der wichtigsten Dinge ist die Bildkomposition und Gestaltung in der Makrofotografie. Leider interessiert das Thema Bildkomposition kaum einen, das sehe ich selbst fast jeden Tag im Internet. Viele Kommentare bei Umfragen, Tipps und Tricks, und bei Neuerwerbungen von Kamera oder Objektive, aber kaum welche Reaktionen wenn es eben um das Thema Bildkomposition geht.
Ich denke Spezielle den Einsteigern ist es am Anfang nicht bewusst, wie wichtig die Bildkomposition eigentlich ist. Aber auch bei einigen, die schon länger Fotografieren, wird diesem Thema wenig Beachtung geschenkt. Dabei ist die Bildkomposition überhaupt kein trockenes und fades Wissen, sondern im Gegenteil eines der spannendsten, ja geradezu der vielleicht kreativste Teil der Fotografie.

Befasst man sich intensiv mit der Bildkomposition, werden die eigenen Bilder automatisch besser. Komischerweise mit der gleichen Kamera und dem gleichen Objektiv.

Zwei Bilder von gestern, mit Motiven, die schon Millionen Mal fotografiert worden sind, doch durch ihre Bildkomposition werden sie was Eigenes, ja sie bekommen geradezu eine kreative Dynamik.

hang over

zwei libellen

19 Kommentare

  1. Sam

    Komposition ist immer spannend, aber es ist ein Textuell schwer zu greifendes Thema, dazu glauben manche, es reicht, sich auf sein Bauchgefühl zu verlassen, und es sei sogar besser, nicht zu viel darüber zu lernen, weil das Bauchgefühl sonst kaputt geht, und meiden das Thema daher.

    Und, willst Du Artikel über Komposition schreiben?

    • Wie du schon sagtest, es ist nicht leicht mit einem Text tiefer in die Bildkomposition einzudringen.
      Hin und wieder habe ich es schon versucht mit einem Artikel in die Richtung zu gehen, nur eben wie gesagt, waren die Reaktionen eher bescheiden.

  2. Hallo, die Art der Bildkomposition beim Bild mit dem Marienkäfer kam mir sehr bekannt vor. Hatte die letzten Wochen ein ähnliches Bild gemacht. :-) Ich finde, daß die Art wie man ein Motiv ins Bild schmiegt einer der größten Bestandteile für ein wirklich gutes Bild ist. Sowohl die Lage des Motivs des Drumherums als auch das Zusammenspiel der Farben stellt jedes mal eine große Herausforderung an den Fotografen. Dazu kommt was man mit dem Bild eigentlich erreichen will. Aber genau das ist es was die Fotografie so interessant macht. Jedes Bild ein kleines Stück Gedankengut!
    Übrigens sehr schöne Aufnahmen auf deinem Blog. Ich schaue immer wieder gerne hier vorbei.

    schöne Grüße

    Martin

  3. Ich finde es schade, dass fast überhaupt nicht über dieses Thema gesprochen wird. Ich würde mich irrsinnig darüber freuen, wenn jemand einmal die Komposition eines meiner Bilder kritisieren würde, bzw überhaupt etwas dazu sagen würde. Ich versuche zumindest immer wenn es möglich ist zu schreiben, warum mir das Bild gefällt. Natürlich ist es schwer auf die Komposition einzugehen, aber es ist nicht schwer zu sagen “Das der Käfer im linken oberen Drittel sitzt gefällt mir überhaupt nicht. Ich finde, er sollte mehr im rechten unteren Eck sitzen” (Nur ein Beispiel, ist gar nicht so, ich finde Ihn dort wo er ist Super :D )

    Grüße
    Flo

  4. Lichthexe

    Find ich gut, dass Du das Thema mal ansprichst. Ich wollte auch schon mal was dazu schreiben, bekomms aber nicht wirklich in Worte gepackt.
    Bildkomposition ist z.T. sicher etwas, das man in Form von ästhetischem Empfinden “im Blut” hat (oder eben nicht!). Trotzdem darf es durchaus mehr thematisiert werden, zumal leider zu vielen offenbar das Motiv wichtiger zu sein scheint, als die Anordnung im Bild (die idealerweise auch schon beim Abdrücken da sein sollte :-) )
    Witzig ist übrigens, dass ein nicht gelungener Aufbau eher ins Auge fällt als ein gelungener. Mag daran liegen, dass der gelungene automatisch harmonisch wirkt, während der ungünstige uns disharmonisch vorkommt.
    Ich hätte es schön gefunden, wenn Du neben den schönen Drittelbeispielen auch Negativbeispiele zum Vergleich gezeigt hättest. Oder Bilder zur Aufnahmeposition ect.

    LG, die Lichthexe

  5. Meiner Meinung ist das Thema Bildkomposition eines was sehr subjektiv bewertet wird. Für mich sind spannende Bildkompositionen und Schnitte viel eher interessant als durch und durch harmonische Fotografien. Dabei gehen die Geschmäcker auseinander. Sicher ist grindlegendes Wissen über den harmonischen Aufbau eines Fotos wichtig und auch deren Umsetzung zu beherrschen, jedoch muss und sollte es auch hier möglich sein mit Konventionen zu brechen und neue Wege zu gehen. Das wird einigen gefallen und anderen wieder nicht. Ich denke auch, dass es Menschen gibt die dieses Bauchgefühl haben und und umsetzen können,aber eine tiefergehende Beschäftigung mit dem Thema schafft Erfahrunswerte und man lernt warum manche Fotos funktionieren und andere nicht.

  6. Bauchgefühl ist gut, nur leider nicht immer reproduzierbar. Nehmen wir zb. an du hast in deinem Bild einen Bildteiler, du kannst es zwar nicht erklären warum, aber du findest das Bild nicht gut, irgend etwas stört dich oder den Bildbetrachter daran.
    Deshalb:
    -Bildkomposition ist ein sehr weites Thema. Man denke nur zb. an Bildteiler, Bildbalance, Diagonale Spannungen, Positionierung von Komplementärfarben, Dynamik aufbauen mit Diagonalen/Rahmen/Blicklinien usw. da steckt einiges drin, wo man sich wunderbar austoben kann.

    Ich Persönlich lerne hier jeden Tag dazu, Vergesse wieder etwas und probiere neue Sachen aus-Ich Entwickle mich einfach weiter.

  7. WojciechPischinger

    Ews gibt sehr viele Regeln in der Malerei die auch in der Fotografie funktionieren:der goldene Schnitt, die Farbenlehre, Harmonisierung der Farben,Simultakontrast, Komplementärfarben ,positive u. negative Flächen u.s.w.Kunstkurse zu besuchen kann also nie schaden- wenn man die Regeln kennt ,kann man sie schließlich auch gezielt…brechen. Und es stimmt :
    über diese essentiellen Dinger in der Fotografie wird woanders kaum geredet-eine der ausnahmen ist der so oft verspottete Ken Rockwell. Fazit :wir sollten öfters über die Kunstregeln reden…

  8. bee

    Es gibt natürlich eine Menge Grundregeln. Und genauso viele Ausnahmen. Meine Meinung: Man muss die Grundregeln beherrschen, um sie zu brechen. Denn dann bricht man sie bewusst.

    Wobei ich nicht überleg: “Jetzt mag ich aber nicht im goldenen Schnitt fotografieren, weil heute Montag ist und außerdem meine Kekse alle sind.”. Sondern es muss aus dem Bauch heraus kommen. Intuition, wenn man so will. Aber die, so denke ich, kann sich erst richtig entwickeln, wenn man die schnöde Theorie als Basis verinnerlicht hat.

    • Ich kenne das Englische Original nicht, aber die Deutsche finde ich trotz der Menge an Informationen doch gut und verständlich geschrieben.
      Auf jeden Fall finde ich, es ist ein Buch das man sich Er-Arbeiten muss, nur einmal durchlesen reicht hier bei weitem nicht!

  9. WojciechPischinger

    ein Lese-und Übungsvorschlag:”Die grosse Zeichenschule ” von Hans Daucher.Ja,richtig gelesen-eine Zeichenschule!!!.Die Fotografen lassen hier beim lesen einfach die spezifischen Zeichen – und Maltechniken weg und konzentrieren sich auf die Bildgestaltungslehre.Die Regeln gelten größtenteils auch für die Fotografie…

  10. OK vielen Dank für die Tips! Von dem Buch von Michael Freeman hab ich schon einmal gehört aber nach den positiven Kritiken hier werd ich mir dies womöglich mal zulegen, da mich die Bildkomposition sehr interessiert und die diese in den meisten Techniklastigen Büchern viel zu kurz kommt.
    Zum Thema Zeichenschule hatte ich mal ein interessantes Gespräch mit einer Kunststudentin. Ich glaube da ist schon viel paralleles was man sich auch dort gerade an Farbkomposition abschauen kann!

    VG Björn

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