objektiv minolta md 50mm 1.7 und 12mm zwischenring
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Low Budget Ausrüstung-Für Einsteiger in die Makrofotografie

Es muss nicht immer gleich ein Makroobjektiv sein, um mal in die Makrofotografie etwas hinein zu schnuppern, gibt es auch andere Möglichkeiten. Eine Möglichkeit möchte ich euch nun hier zeigen, und zwar habe ich hier ein altes manuelles Minolta MD 50mm 1.7 mit einem 12mm Zwischenring verwendet.
Warum das Minolta Objektiv? Das 50mm 1.7 von Minolta wurde millionenfach gebaut und ist deshalb auch heute noch am Gebrauchtmarkt sehr oft anzutreffen. Dieses Objektiv mit seiner Lichtstärke von 1.7 wird allgemein, was der optischen Leistung betrifft, sehr unterschätzt. Schon nur eine Stufe abgeblendet ist es schön scharf, es ist leicht und klein und der Preis ist mit ca. € 30.- auch im grünen Bereich.

Um in den Makrobereich vordringen zu können, benötigt ihr noch einen Zwischenring, hier würde ich euch einen 12mm breiten empfehlen das reicht vollkommen. Ein Zwischenring ist im Prinzip nichts anderes als ein Stück Ring (ohne Linsen/Glas), das ihr zwischen euren Adapter/Kamera und dem Objektiv schraubt. Dass gute an dem Zwischenring ist, dass er die optische Leistung nicht beeinflusst, da er eigentlich nur die Naheinstellgrenze verkürzt. Solch einen Zwischenring gibt es schon um wenige Euros.

objektiv minolta md 50mm 1.7 und 12mm zwischenring

Was ihr dann noch benötigt ist ein Objektivadapter damit ihr das Minolta an eure Kamera verwenden könnt. Die Adapter vom Minolta MD Anschluss gibt es für viele Kameraanschlüsse.

Durch den Zwischenring ist es nicht mehr möglich auf unendlich zu fokussieren, die Naheinstellgrenze wird so auf ca. 30cm verringert. Und dann kann der Spaß auch schon beginnen, denn nun ist man mit dieser billigen und leichten Objektivkombination schon in einem Makrobereich, wo man sich austoben kann.
Auch wenn ihr schon ein Makroobjektiv besitzt, versucht mal diese Kombination es macht echt Spaß und die Kosten halten sich wirklich in Grenzen. Speziell, weil man mit Blende 1.7 so schön in der Makrofotografie spielen kann.

Der Vorteil hier ist auch das man um ca. € 70.- eine feine kleine Makroausrüstung hat, die sehr flexibel ist und zum Experimentieren einlädt. Für Einsteiger eine wunderbare günstige Möglichkeit in die Makrofotografie einzusteigen. Und welche Bilder damit raus kommen könnten, zeige ich euch nun mit einigen Beispielen.:

makrofotografie minolta md 50mm 1.7


makrofotografie minolta md 50mm 1.7 2


makrofotografie minolta md 50mm 1.7 3


makrofotografie minolta md 50mm 1.7 4


makrofotografie minolta md 50mm 1.7 5


makrofotografie minolta md 50mm 1.7 6

15 Kommentare

  1. Mit Zwischenringen kannst eigentlich mit fast jeder Linse Makro machen. Hatte das letztens mit nem 70-220 F4 ;) Geht schon gut…

    Den Retroadapter sehe ich als Ergänzung zum Adapter/Zwischenring. Aber abgesehen von dem Retroadapter sollte mMn auf jeden Fall ein Blitz mit dazukommen.
    Das LowBudget mit Retroadapter hervorragende Ergebnisse bringt, zeigt Thomas Shahan : http://thomasshahan.com/photos
    Er verwendet ne Pentax K200D mit Balgengerät und umgekehrter (=Retrostellung) uralter 50mm Optik (+Blitz)
    Setupbild hier : http://farm4.static.flickr.com/3113/2545298333_fe1463b08d_o.jpg

    • @Daniel, ich setze bewusst in der Makrofotografie keinen Blitz ein. Das einzige wo ich mir einen Blitz vorstellen könnte, ist bei Insekten im Flug.
      Aber das ist in der Makrofotografie genau so wie in der Porträtfotografie, die einen setzen zu 100% auf Blitzlicht und die anderen verwenden nur natürliches Licht.

      Leider ist es so, das einige die einen Blitz einsetzen, diesen auch zu Intensiv benutzen. Man sieht es denn Bildern halt an, das da mit Licht nachgeholfen wurde, wenn plötzlich ein Insekt bei den Augen ein tollen Reflex hat, obwohl das Licht von hinten kommt usw. Aber jeder wie er mag. ;)

  2. Sind Nahlinsen für Dich eine Alternative in der Low-Budget-Makro-Fotografie?
    Ich verwende 3 Nahlinsen von Hoya (+4/+1/+2) welche ich immer zusammen vor mein Kitobjektiv (Nikkor 18-85) schraube.
    Teilweise wünschte ich mir noch näher/grösser fotografieren zu können, aber als Einstieg reicht es für mich.
    Ich habe mich damals gegen Zwischenringe entschieden weil das auf mich so nach “Heimwerkergeschraube” wirkte.

    Das zweite Bilde gefällt mir übrigens besonders gut.

    • @Dario, ich habe mal vor langer Zeit mit einer Apo-Nahlinse fotografiert. Die Ergebnisse waren durchwachsen.
      Eine Nahlinse ist wieder eine Glasscheibe mehr vor dem Objektiv, das ist eher Suboptimal für die Optische Leistung!
      Versuche mal die Kombination die ich oben im Artikel vorgeschlagen habe, oder eben eine ähnliche. Du wirst staunen, da öffnet sich plötzlich eine neue Makrowelt :)

  3. Pingback: mm-creative » Blog Archive » Makrofotografie – Low Budget

  4. Oly._pen_tax (Rüdiger)

    Ich finde das Thema recht spannend, zumal dies für mich Neuland ist.

    Vor über einem Jahr habe ich mir eine einfache Olympus E 520 (Einsteiger) gekauft mit den üblichen Kits, 14-42 / 1:4-5.6, 40-150
    Bin sehr enttäuscht über diese Kam-Objektivleistung, nachdem ich inzw. einiges probiert habe, Landschften, Vogelflug (bewegte Motive halt). Habe aber auch natürlich dazugelesen(gelernt)…und möchte jetzt mehr.
    Werde mir sicherlich die Pentax K5 in der Zukunft aneignen.

    Solange dies jedoch noch nicht der Fall ist…wie kann ich mit der E 520 (four third Sensor) z. B. diese Makro Alternative umsetzen, gibt es da auch Objektiv Vorschläge mit Umkehrring. Bzw. könnte ich dies ohne noch viel in die E 520 zu investieren, auch mit dem 1:3,5 – 5.6/ 14-42 mm umsetzen. Dann würde das Günstigfotografieren doch noch ein wenig Spaß machen. Dis Bilder oben , mit den Schärfe/Unschärfe Ergebnissen haben was, finde ich.

    Mit Balken, Längsschlitten usw. hat doch was aufwendiges und nicht sooo günstiges…für mich als Laien. :)

    Gruß

    • Also wenn deine Olympus nicht einen Defekt hat und davon gehe ich aus, kannst du mit der 520er wunderbare Bilder machen. Glaub mir, bis du diese Kamera und deine Objektive ausgereizt hast, kann einiges an Zeit vergehen. Meistens ist es so, das der Limitbegrenzer hinter der Kamera ist!

      Da ich auch vor vor nicht allzu langer Zeit eine Olympus hatte, kann ich dir hier sicher einige Tipps geben, wie du mit kleinen Finanziellen Mitteln in die Makrofotografie einsteigen kannst.

      Speziell darüber habe ich in diesem Blog hier viele Artikel veröffentlicht, einfach nur in das Suchfeld oben links zb. : “Manuelle Objektive” eingeben. Da kommt einiges an Lesestoff :)

      Ein guter Start währe zb. wie in diesem Artikel oben beschrieben, mit einem M42 Adapter, in deinem Fall für Olympus, und einem 50mm Objektiv und einen Satz Zwischenringe. Das alles gibt es schon für ca. € 70.- Damit kannst du in der Makrofotografie schon einiges Anstellen. Viel Spaß dabei.

  5. Bettina Knell

    Kann man so einen Zwischenring auch mit dem Pancake 1.7/20mm verwenden und dann makro fotografieren? Ich überlege gerade, mir die Panasonic Lumix G3 anzuschaffen. Momentan habe ich eine alte Kompaktkamera, mit der ich bisher gerne auch Makro fotografiert habe – das würde ich mit der G3 vermissen und suche nach einer Möglichkeit, ohne ein extra Macro Objektiv kaufen zu müssen.

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