Warum Bücher über Kameragehäuse unnötig sind!

Fachbücher für einzelne Kameramodelle sind meiner Meinung nach für die Katz. Ich selbst habe in meinen Anfängen leider auch solche Bücher gekauft, damals noch zb. für die Nikon F801s oder die Olympus OM4Ti. Im Prinzip bestehen diese Bücher nur aus dem Inhalt der Bedienungsanleitung nur halt vom Text anders aufbereitet. Dort werden zwar immer wieder gerne die Blende und Verschlusszeit wieder durchgekaut, aber das ist alle immer das Gleiche.

Ich habe diese Bücher damals gekauft, weil niemand da war, der mir sagen, konnte das ich diese Bücher gar nicht kaufen brauche. Deshalb meine Empfehlung an euch spart euch den Kauf dieser Bücher, da steht nicht mehr drin als in eurer mitgelieferte Bedienungsanleitung. Nehmt euch diese beim Fotografieren am Anfang immer mit, damit ihr jederzeit nachschauen könnt, und nehmt euch etwas Zeit und geht mal die wichtigsten Funktionen eurer Kamera durch. Aus und fertig mehr braucht ihr nicht-glaubt mir.

Wer zb. nach 2 Monaten in einem Forum fragt wie man den zb. die Spiegelvorauslösung oder die Belichtungsreihenfunktion aktiviert, der ist entweder zu faul zum Suchen oder er wird es nie verstehen und sollte mit der Fotografie aufhören und zum Malen anfangen! Auch der größte Technikhasser und künstlerisch angehauchte Fotograf sollte seine Kamera beherrschen, wenn ich mein Werkzeug nicht kenne, ist das wie Lotto spielen.

Und seht euch doch bitte mal diese Bücher über Kameramodelle doch mal an. Da schreibt immer der gleiche Herr XY über 15 verschiedene Hersteller übergreifende Kameramodelle Bücher, wie gut oder schlecht hat sich nun dieser Autor mit den Kameramodellen befasst? Ich behaupte mal, nur oberflächlich. Da werden kurz mal die möglichen Objektive erwähnt und das Zubehör usw. aber in meinen Augen alles irgendwie Wischi-Waschi.

Mein Tipp: Spart euch das Geld für solche Bücher. Wenn ihr euch mit der Technik zu eurem Kameragehäuse auseinandersetzen wollt oder müsst, dann besucht einen guten Fotografieblog und holt euch die Informationen dort oder fragt dort einfach nach. Ihr werdet überrascht sein was diese Leute für Fachwissen und Erfahrung haben und dieses auch gerne an euch weiter geben.

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Kommentare

  1. Benedikt meint:

    Hallo Manfred,
    grundsätzlich hast du völlig recht. Das Manual zum Kameragehäuse gibt einem fast alle Antworten. Dennoch war für mich der Kauf eines Buches zur Nikon D300 von Markt&Technik sehr hilfreich, weil gerade ein paar Tipps drin stehen, die der Originalhersteller nicht gibt und vor allem steht es dort gebündelt und ist schneller nachgeschlagen als in dutzenden Foren. Die paar Euro rentieren sich m.E., wenn man ernsthaft fotografiert.
    Viele Grüsse
    Benedikt

  2. Guido meint:

    Zwangsweise notwendig ist so ein Buch sicher nicht. Ob ein zusätzliches Kamerabuch Sinn macht, hängt meines Erachtens auch von der Qualität des mitgelieferten Manuals ab. Einige Hersteller liefern da etwas sehr Ordentliches mit. Andere scheinen da immer noch zu sparen und kein Geld in ein gut lesbares Manual investieren zu wollen.

    Für den Anfänger, der seine erste DSLR kauft, kann ein Buch eventuell auch Sinn machen, weil da meistens noch Hintergrundwissen drin steht. Damit meine ich nicht das Seitenschinden mit Urschleim (“Was ist die Blende”), sondern Informationen, was bei Einstellung X in der Kamera abläuft.

    Beispiel: Im Manual steht nur als Text, was Tonwertpriorität/DRI/Active-D-Lighting macht. Sinngemäß: Den Tonwertbereich erweitern und Zeichnung in helle Bereiche bringen. Im Buch steht detaillierter, wie das kameraintern erreicht wird, wo sich die Tonwertkurve wie verschiebt, welchen Einschränkungen das unterliegt und das Ganze wird über Tonwertkurven veranschaulicht usw.

    • zoomyboy meint:

      Aber muss ich wissen was da bei einer Tonwertpriorität in der Kamera passiert? Reicht es nicht das ich den Effekt am Bild sehe und das es ihn gibt?

  3. Guido meint:

    Die Technik und die Theorie dahinter zu verstehen, kann helfen, den größtmöglichen Nutzen daraus zu ziehen. Wenn Du nur ein paar Tests mit der Einstellung machst, ziehst Du eventuell die falschen Schlüsse, weil Du je nach Motiv bei der Tonwertpriorität gar keinen Effekt siehst oder sogar nur Effekte, die Du nicht willst (höheres Bildrauschen).

    Ich habe mal geschaut, was im Manual der 40D dazu steht: “Verbessert die Detailschärfe in den hellen Bereichen. Der dynamische Bereich wird vom Standardwert von 18% Grau in helle Tonwerte erweitert. Die Gradation zwischen den Grautönen und den Lichtern wird weicher.” Ich würde tippen, das 80% der Käufer der 40D damit recht wenig anfangen können. Die Formulierung Detailschärfe finde ich mißverständlich und was 18% Grau ist, wissen vermutlich auch nicht alle?

  4. manne meint:

    habe mir als ich die D40 gekauft habe auch son buch zugelegt und es nicht bereut. allerdings hast du recht, dass man alle infos auch aus dem netz bekommt.
    würde es jetzt ev. auch nicht mehr kaufen. bzw habe es bei der neuen kamera auch nicht wieder gekauft ;)

  5. Uwe Mayer meint:

    Einmal hab ich’s auch getan, dann nimmer wieder.

    Eines muss man den schnellen Autoren und Verlagen zugestehen: solche “Kamerabücher” lesen sich kurzweiliger und sind besser bebildert (zumindest bunt)als viele der schludrig nüchternen Übersetzungen des Kameraherstellers.

    Andererseits: welcher echter Nerd liest schon das eine oder das andere …

  6. zoomyboy meint:

    Los alle auf den Uwe, der hat “Nerd” zu uns gesagt! ;)

  7. Hannes meint:

    Ich befürworte deine Meinung, finde die Handbuch-Bücher auch unnötig. Auch diese gesammelten Werke wo jeder Bereich der Fotografie in 300 Seiten durchgerasselt wird fallen in die selbe Sparte. Manchmal gibts in solchen Büchern gute Tips, stimm ich den anderen zu, jedoch bietet z.B. das Internet eine enorme Fülle mit genau dem selben Inhalt.

    Was sich imho lohnt, jene Bücher welche explizit ein bestimmtes Thema aufgreifen. Ich für meinen Teil habe Björn K. Langlotz’ “Makrofotografie”. sowie Thomas Bredenfeldt’s “Digitale Panoramafotografie”. Diese Bücher sind gefüllt mit allerhand Ausrüstung, Techniken und vielen Tips. Soetwas bringt einen auch voran, wenn man sich wirklich in ein Thema einarbeiten möchte (das s.g. Steckenpferd).

    Vor einiger Zeit habe ich ein Lehrvideo zur D90 in die Hand bekommen, habe micht gefreut das vielleicht Tips zur Videofunktion vermittelt werden, war sehr enttäuscht weil dies nicht der Fall war und das Thema sogut wie garnicht beachtet wurde. Dafür aber ausführlich die einzelnen Modis (M,P,A,AUTO….), worauf ich eigentlich auch verzichten hätte können. Habe es dann frustriert verkauft. Man kann also auch mit Lehrmaterial ziemlich auf die Nase fallen, leider gibt es keine Möglichkeit soetwas einmal anzutesten, man kann nur auf Reviews hoffen, oder gut gemeinte Hinweise wie diese News.

  8. zoomyboy meint:

    Fachbücher zu Fotografie Genren sind wieder was ganz eigenes. Und zu Björn K. Langlotz’ “Makrofotografie” Buch kommt bald was besonderes von mir!

  9. Annika meint:

    Ich sehe das genauso wie du und habe mir daher so ein Buch nicht gekauft. Die Bedienungsanleitung ist aber heute noch immer dabei, manches braucht man ja nun wirklich selten.

  10. Wojciech Pischinger meint:

    Wie wäre es mit folgendem Thema “warum lese ich keine
    Fotofachzeitschriften mehr?”Ich wäre bereit zu dem Thema ein bissiges Statement abzugeben…
    Grüsse
    böser Bertl

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