Digitalkameras nach dem Baukastensystem

Ich persönlich hoffe, dass es irgendwann möglich ist, sich seine Digitalkamera nach Verwendungszweck, selbst in einer Art Baukastensystem zusammenstellen zu können. Der Sportfotograf stellt sich seinen Highspeed Boliden zusammen, der Porträt-Studiofotograf nimmt das Mittelformatmodul mit der Funkfunktion für sein Blitzsystem und der Naturfotograf genehmigt sich eine höchst auflösende aber dafür eher langsame Kamera usw.
Wir alle kaufen mit unseren Digitalkameras Funktion mit, die wir nicht brauchen oder bzw. gar nicht wollen. Trotzdem entscheiden wir uns eben für dieses Modell, weil uns eben genau diese zwei oder drei Funktionen wichtig sind! Aber ist es nicht viel Sinnvoller, wenn es möglich wäre, sich seine Wunsch Digitalkamera so zusammenstellen zu können, wie wir Fotografen es wollen und dann auch benötigen!

Vielleicht wird es in 10 oder 15 Jahren so weit sein, dass wir das Fachgeschäft betreten und sich folgendes Gespräch, so abspielen, wird:


digitalkameras nach dem baukastensystem

Kunde: „Guten Tag ich hätte gerne eine Digitalkamera von Pentax.“
Verkäufer: „Guten Tag, dann gehen wir doch mal gemeinsam die einzelnen Bausteine durch:“

Sucher.

Einen 100% Spiegelsucher. Einen Spiegellosen Elektronischen Sucher
mit einer Auflösung von 2 Millionen Bildpunkten. Oder einen
100% Seiten-richtigen Lichtschachtsucher.
Oder lassen wir den Sucher ganz weg?

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Sensor

Micro Four Thirds – zwar ein kleinerer Senosr aber dafür mit 2 facher Brennweitenverlängerung. APS-C Sensor mit 1.5 Cropfaktor.
Vollformat ohne Cropfaktor. Mittelformat.
Unabhängig welchen Sensor sie wählen besteht noch die Möglichkeit zu folgenden Optionen: 10 Millionen Pixel – mit ISO 50 bis ISO 1000. Mit maximaler Rauschfreiheit, Signaldynamik, Auflösung und sehr dünnen AA-(Anti-Aliasing) Filter. 20 Millionen Pixel – mit ISO 200 bis 100 000. 40 Millionen Pixel – mit ISO 200 bis 6400.

2

Sonderausstattung

Filmtransport:
1 Bild pro Sekunde – dafür im Silent Modus.
3-5 Bilder Sekunde.
7-10 Bilder pro Sekunde mit Ultraschnellen Autofokusmodull.
13-20 Bilder pro Sekunde mit Teildurchlässigen Spiegel.
GPS-Modul.
WIFI-Modul.
Bluetooth-Modul.
Funk-Modul.
Display:
2.5 Zoll.
3 Zoll – mit 1 Million Punkt Auflösung.
3.5 Zoll – mit 1 Million Punkt Auflösung.
Alle Display Größen können wahlweise Dreh- und schwenkbar bzw. Fix geordert werden.

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8 Gedanken zu „Digitalkameras nach dem Baukastensystem“

  1. Diese Vorstellung wäre natürlich zu verlockend. Allerdings dürften die Produktionskosten für solche Stecksysteme auch einen Exorbitanten Preisaufschlag bringen. Schön wäre es natürlich auch weil man defekete Komponten so schnell tauschen könnte…

  2. sehr intressanter ansatz. denke aber nicht dass es so kommen wird, weil der preisvorteil durch massenfertigung einfach größer ist und wir dann halt ein paar funktionen an der kamera haben die uns ev. nicht soooo wichtig sind. das verkraftet man aber leichter als wenn was fehlt 😉

  3. Die individualisierte Massenfertigung ist einer der großen Wirtschaftstrends überhaupt, siehe Autos, Fotobücher, Turnschuhe (Nike-ID), uvm.

    Ein Auto ist ein weitaus komplexeres Produkt und da gibt es eine modulare Bauweise und die individualisierte Massenfertigung schon seit Jahrzehnten. Man kann verschiedene Karossen (Kamera: Bodies) mit verschiedenen Motoren (Kamera: Bildsensor), Getrieben (Kamera: Prozessor) und unzähligen Ausstattungoptionen kombinieren. Ein Hersteller wie Audi bietet so letztlich Millionen an Kombinationsmöglichkeiten.

    Bei einer Kamera ist so eine Modularisierung viel einfacher umzusetzen. Man hat dann wie bei den Auto-Herstellern einen Online-Konfigurator mit Baubarkeitscheck, stellt die Kamera zusammen, kann per Laser noch seinen Namen eingravieren lassen und nach 4-6 Wochen bekommt man die Kamera geliefert. Das wird sicherlich einen Aufpreis haben, der aber moderat sein dürfte. Vorkonfigurierte Modelle bei Mediamarkt wird es deshalb sicher weiter geben.

    Ich rechne fest damit, das sowas kommt – zunächst allerdings eher bei einem der kleineren Anbieter (Pentax, Sony, Olympus, Samsung), die nichts so dringend brauchen wie größere Marktanteile.

  4. Könnten wir das auch für Linsen durch exerzieren?
    Mich persönlich nervt, dass momentan nur noch Linsen mit Stabilisator und Fokusmotor und Sonstigem Schnikcschnack rauskommen.
    Nachteile: 1. Teurer, 2. Fehleranfälliger 3. Schwerer 4. Halten nie so lange wie rein mechanische Konstruktionen

  5. Weiters glaube ich auch, dass dadurch die Markenbindung weitaus wahrscheinlicher ist, als im Moment. Denn, wenn einem nun bei seiner aktuellen Kamera zwei, drei Sachen nicht mehr gefallen, so ist die Gefahr da, dass er das System (Hersteller) wechselt. Mit dem Baukastensystem wird sich der Kunde einfach die jeweiligen Module austauschen lassen und dadurch beim gleichen Hersteller bleiben!

    Bei den Objektiven würden mir folgende austauschbare Module einfallen:
    Bildstabilisator.
    Stativschelle.
    Ultraschallantrieb.
    Autofokusmotor.
    Spritzwasserschutz.

    Ricoh hat hier mit der GXR schon einen ersten Schritt gemacht. Leider wurde hier der Sensor fest mit dem Objektiv als Einheit verbaut!

  6. Offen gesagt graust mich die Vorstellung. Red One sollte ja eine Kamera nach Baukastensystem werden, die Preise sind sicher schon mal zukunftsweisend.
    Übrigens: wer spezielle Kameras gebaut haben möchte kann das auch bisher schon haben. Das nötige Kleingeld vorausgesetzt. Die Raumfahrtagenturen, Nachrichtendienste und manch Unterwasserfilmer nennen gerne Bezugsadressen :-)

    Aber was ist mit all den Funktionen und Features die man (bewußt) weg lässt? Ist es Euch noch nie passiert das ein Feature das Euch von Beginn an unsinnig erschien später dann sehr nützlich wurde? Oder eine Funktion die man sich mit der neuen Kamera (teuer?) erkauft hatte sich später als gar nicht so toll erwies?

    Nun, was Kameradesign betrifft fühle ich mich als Konsument eigentlich wohl.

  7. @Uwe
    Von der Filmkamera Red One kann man keine Rückschlüsse auf die Preise bei einem echten Massenprodukt ziehen. Die Stückzahlen bei Canon liegen pro Jahr etwa 50.000 Prozent höher.

    Die Argumentation mit fehlenden Funktionen und Features überzeugt ebenfalls nicht. Das dürfte höchstens Leute treffen, die überhaupt nicht wissen, was sie wollen und brauchen. Die wissen das dann aber auch im Mediamarkt beim vorkonfigurierten Modell nicht. Die Wahrscheinlichkeit, dass Du mit einer individuell konfigurierten Kamera langfristig zufriedener bist als mit dem 0815-Modell aus dem Mediamarkt, ist zwangsweise viel höher.

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