Der Einstieg in die Makrofotografie mit einem 135mm Objektiv und Zwischenringe

Ich glaube in keinem anderen Genre der Fotografie wird so gerne über das Objektiv bzw. das beste Objektiv diskutiert, wie in der Makrofotografie. Eher ein 50mm bzw. 60mm nehmen und so etwas mehr vom Hintergrund auf dem Bild haben. Oder doch lieber ein 90/100mm, und mit diesen den Hintergrund zusammen stauchen, oder gleich ein 150/180/200mm und damit den Hintergrund auf ein Minimum reduzieren und das Motiv extrem freistellen? Tja viele Fragen und viele mögliche Antworten.

Was ist aber nun, wenn man gerade erst in die Makrofotografie einsteigen möchte und sich noch kein echtes Makroobjektiv leisten kann oder will? Nun da gibt es einige Alternativen, eine Möglichkeit möchte ich euch hier nun vorstellen.

Manuelles 135mm Objektiv

Seht euch nach einem Manuellen 135mm Objektiv um. Hier würde ich euch ein 135er Objektiv mit einem M42 Bajonett empfehlen, da es dort sehr viel Auswahl gibt und diese doch recht günstig zu bekommen sind.

Als Lichtstärke würde ich 2.8/3.5/4.0 nehmen, denn damit hat man dann mehr kreativen Spielraum bei der Gestaltung mit der Schärfe/Unschärfe. Generell muss man sagen, dass es fast keine wirklich schlechten 135mm Objektive gibt, bzw. sehr viele, die optisch sehr gut sind. Die 135er dürften leichter optisch zu konstruieren sein, wie andere Brennweiten, denn ich glaube es gibt keine anderen Brennweitenbereich, wo mir so viele gute Objektive untergekommen sind wie bei 135mm!

Und nun einige bezahlbare Empfehlung, diese Objektive habe ich entweder selbst benutzt oder sind bei Kennern sehr beliebt bzw. werden diese immer sehr gelobt und gerne empfohlen.


Um nur einige zu nennen, die oben genannten 135er sind teilweise schon ab ca. € 50.- zu bekommen.

Aber warum jetzt gerade ein Manuelles Objektiv und warum gerade 135mm?
Also, erstens gibt es nicht sehr viele Autofokus 135mm Objektive, die noch bezahlbar sind, zb. Canon 135er ca. € 1000.-! Und zweitens braucht man für die Makrofotografie nicht zwingend einen Autofokus. Fast alle Makrofotografen, die ich kenne, stellen auch mit ihren Autofokusobjektiven manuell scharf. Und drittens hat die 135mm Brennweite die wunderbare Eigenschaft, dass es denn Hintergrund genial reduziert, aber trotzdem noch klein und handlich bleibt. Und viertens, wie ich schon oben erwähnte, gibt es viele optisch wirklich sehr gute 135er, zum kleinen Preis.

Leider haben diese alten manuellen 135mm Objektive eine Naheinstellgrenze von ca. 120cm bis 150cm, also für die Makrofotografie eindeutig zu wenig. Und hier kommen wir nun zu dem zweiten Zubehörteil, das wir für die Makrofotografie mit einem 135mm Objektiv benötigen.

Der Zwischenring

135mm objektiv und zwischenringe

Zwischenringe sind im Prinzip glaslose Kupplungsstücke, die zwischen Kamera/Adapter und Objektiv montiert werden. Zwischenringe verringern erheblich die Naheinstellgrenze des Objektives, dadurch kann man näher an das Motiv ran gehen und man befindet sich nun schon voll in der Makrofotografie.
Als Beispiel bei meinem Takumar 135er mit einer Naheinstellgrenze von 150cm, kann ich mit dem 30mm Zwischenring auf ca. 70cm ran an das Motiv rücken.

m42 zwischenring


Zwischenringe werden meistens in sogenannten Sätzen angeboten, meistens in dreier Sätze mit 10, 20 und 30mm. Kombiniert könnte man somit aus sieben verschiedenen Auszugslängen wählen und alle drei Zwischenringe zusammen würden einen Auszug von 60mm ergeben, damit kommt man schon extrem nahe an das Motiv heran.

Verschweigen sollte ich euch hier auch nicht, das es natürlich auch ein wenig an der optischen Leistung eures 135er ankommt, wie der durch den Zwischenring verursachte mögliche Qualitätsverlust auf euren Bildern zu sehen ist. Ich persönlich habe an der optischen Qualität nichts auszusetzen.

Weiters ist das Scharf stellen nun auch nur mehr in einem gewissen Abstand zum Motiv möglich. Zb. bei meinem Takumar 135er, wenn ich hier mit dem 30mm Zwischenring arbeite, kann ich von ca. 70cm bis 140cm scharf stellen. Alles, was darüber ist, kann nicht mehr scharf fokussiert werden. Dh. eine Fokussierung ins Unendliche ist nicht mehr möglich. Braucht man aber in der Makrofotografie eher selten 😉

Arbeitsweise mit Zwischenringen.
Da hier bei einem Abblenden zb. auf Blende 8 der Sucher auch extrem dunkel wird und dadurch das manuelle Scharfstellen schwer wird, empfehle ich euch hier folgende Arbeitsweise.
Um das Bild zu komponieren und Scharf zu stellen, blende auf den maximalen Wert, zb. 2.8/3.5. Wenn ihr nun alles erledigt habt, Blende auf den gewünschten Wert wieder schließen und das Bild machen. Die Kamera zeigt dann so oder so zb. den richtige Verschlusszeit an, oder im manuellen Modus auf dem Lichtbalken im Display den zu korrigierenden Wert.

Da wir hier nur manuelle Zwischenringe benötigen, dh. ohne Datenübertragung an die Kamera, ist der Preis für einen Dreier Satz M42 Zwischenringe mit ca. € 15.- auch sehr moderat.

Noch einige Anmerkungen zur möglichen Qualität.
Ein 20 Jahre altes M42 135mm Objektiv kombiniert mit einem Zwischenring, in der Makrofotografie, kann nie die optische Qualität einer modernen Makro-Festbrennweite haben!
Es geht mir hier darum, angehenden Makrofotografen eine Möglichkeit aufzuzeigen, wie sie mit wenig Geld in die Welt der Makrofotografie einsteigen können. Da ich selber diese Objektiv/Zwischenringe Kombination schon länger einsetze, kann ich das Fotografieren damit sehr gut beurteilen. Seit dieser Zeit habe ich noch von niemanden gehört, der meine Bilder im Internet oder auf Papier gesehen hat, das die optische Qualität schlecht sei oder bzw. das die Schärfe nicht in Ordnung wäre.
Im Gegenteil sie waren dann immer positiv überrascht, wenn sie mich gefragt haben mit welchen Makroobjektiv ich die Aufnahmen gemacht habe und ich ihnen sagte, dass ich hier ein 135er mit Zwischenringe eingesetzt habe.

Was mit einem 20 Jahre alten 135mm Objektiv (bei mir ein Super Takumar 135mm 3.5) und einem 30mm Zwischenring in der Makrofotografie möglich ist, können vielleicht folgende Bilder als Beispiel zeigen:

half flower
lips
white red green
tannennadeln
cactus
Mit so einer Brennweiten/Zwischenring Kombination erschließen sich euch völlig neue Makrowelten. Plötzlich wird mit einem Dreh an dem Scharfstellring, Verborgenes gezeigt und dahinter Liegendes nach vorne geholt. Und nun stellt noch die blende auf 2.8/3.5/4.0 und erkundet mit der fantastischen Unschärfe des Hintergrundes euer Motiv.
Durch die 135mm Brennweite wird auch der Hintergrund wunderbar reduziert, aber man kann ihn noch mit in die Bildkomposition einbinden. Mit € 50.- für das Objektiv, € 15.- für den Zwischenringsatz und noch mal € 10.- für einen M42 Adapter für euer Kamerasystem, dringt ihr in Neue Makrowelten vor.
Und es wird euch vielleicht genau so viel Spaß machen wie mir. 😀

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39 Gedanken zu „Der Einstieg in die Makrofotografie mit einem 135mm Objektiv und Zwischenringe“

  1. interessanter artikel, danke!
    zwischenringe hab ich, benutze ich derzeit aber nur auf meinem 50er. hatte das neue canon 100er objektiv im auge, aber das ist ja ganz schön teuer!

  2. Auch wenn Zwischenringe eine günstige Alternative sind, haben mich die Ergebnisse bei anderen Fotografen bisher nicht überzeugt. Die Fotos wirken immer leicht unscharf und flau auf mich.
    Zu deinen empfohlenen Objektiven. Ich hatte mal ein Tamron Makro, welches ich ganz schnell wieder abgegeben habe. Es war total laut und hat während des Fokussierens geknarzt und gerattert. Es war sehr leicht und vom Griff her war es sehr billig gemacht. Auch die Qualität der Fotos war sehr schlecht. Daher könnte ich Tamron nicht empfehlen.
    Heute habe ich ein Nikkor Micro 60mm, welches ich mir als Makro-Anfängerin zugelegt habe. Wenn du magst, kannst du hier meinen Bericht dazu lesen: http://www.janasworld.de/2010/04/07/eine-echte-makro-mutti/

    Viele Grüße, Jana

    1. @Jana, Bei meinen Tamron knarzt und rattert nix, ist aber auch ein Manuelles Objektiv. Hatte auch mal zum testen ein Tamron das 60er Makro, war aber auch wunderbar verarbeitet.
      Haben dich denn meine Bilder überzeugt, von der schärfe und nicht flau?

  3. Ich möchte die Liste der Objektive nur um 2 ergänzen, die ich NICHT empfehlen kann
    – Porst Tele MC 135/2.8
    – Soligor Auto 135/3.5

    Beide sind M42-Objektive mit manuellem Fokus und „Made in Japan“. Beide finde ich sehr flau und eigentlich erst ab f8 benutzbar. Das Porst hat zudem eine gruselig konstruierte Blende, so das ein schönes Bokeh ohnehin ausfällt.

  4. Hallo!

    Der Artikel kommt mir gerade recht ;). Ich will schon seit längerem endlich in die Makrofotografie einsteigen, hab aber mir noch nie eine neue Makro Optik leisten können. Dein Artikel hat mich da wieder auf eine neue Idee und Hoffnung gebracht. Wenn ich mir die Bilder so ansehe, kann ich von „optischen Mängeln“ nichts, absolut gar nichts erkennen. Das heißt, Punkt 1, Qualität/Preis geht an die „alten“ Gläser ;).
    Punkt 2, wo kaufen? Kannst du mir sagen, wo ich so eine Optik bekomme?
    Ich möchte echt endlich mit Makro anfangen, finde aber selbst alte Objektive bei mir in Graz kaum…

    Danke schon im Voraus

    Florian

  5. Hoi Zoomy,

    nochmal danke für deine Auskunft bei FB. Ich habe da noch eine Frage. Insgesamt sind die Zwischenringe vfür die M42er teurer als zwischenringe für meine four-thirds cam. Kann ich denn auch zum beispiel erst einen zwischenring auf die Kamera schrauben und dann den Adapter mit dem Objektiv auf den zwischenring setzen ? So kann ich dann ja auch prima mit meinem Kitobjektiv testen, wenn ich ohnehin schon die passenden Zwischenringe dafür habe… :)

    Nochmal Danke für eine Antwort.
    Gruß
    Wayne

    1. Keine Ahnung was die Zwischenringe bei FT kosten, aber ein Satz Zwischenringe für M42 bekommt man für ca. € 10.-!
      Natürlich kannst du es so versuchen, wie du oben geschrieben hast.

  6. Hallo,

    ich surfe jetzt schon seit Tagen in deinem Blog herum und bin gerade auf diesen etwas älteren Artikel gestoßen. Da ich ebenfalls gerade nach einer günstigen Möglichkeit suche ein paar Makros zu knipsen, wollte ich dir ein paar Fragen dazu stellen…
    Als Objektiv würde ich die Kit-Linse von Canon verwenden. In meinem Fall ein 18-55. Kamera: EOS 550D.
    Als Zwischenring-Set hätte ich dieses hier ins Auge gefasst:
    http://www.enjoyyourcamera.com/Canon-Zubehoer/Makro-Zwischenringe-fuer-Canon-EOS::40.html

    Kann man da viel falsch machen?
    Was ich leider noch überhaupt nicht verstanden habe… das Objektiv hat ja keinerlei elektrische Verbindung mehr mit dem Kameragehäuse. Wie kann man denn dann trotzdem die Blende beeinflussen? Die Blende ist doch im Objektiv und wird elektronisch gesteuert, oder?

    Bin noch ein Frischling was Fotografie betrifft und darum muss ich noch viele Fragen stellen 😉
    Mir ist nur vergangenes Wochenende aufgefallen, dass es tierisch nervt, wenn ich nicht nah genug an Pflanzen ran komme mit meinem Objektiv.

    Oder würde es sogar noch mehr Sinn machen das ganze mit meinem Sigma 18-200mm Objektiv zu machen?

    Vielen Dank schon mal!

  7. Hallo Wazi,

    ich bin auch durch diesen Blog in den Bereich Fotografie etwas tiefer hineingerutscht. Also habe ich mir bei Ebay direkt eines der empfolenen Objektive ergattert. Das Vivitar 135mm für 9€. Alles was ich dafür dann noch brauchte war ein Adapterring (damit das Objektiv auf die Kamera passt (20€) und die Zwischenringe (10€). Leider habe ich dabei nicht auf die Anschlussart geachtet und fälschlicherweise ein m42 Adapter gekauft, und musste schnell einsehen das das Objektiv ein MD von Minoltaanschluss hatte. Nachdem ich diese Probleme überwunden habe, ging alles ganz schnell… Post gesammelt und ausgepackt.

    Erst den Zwischenring (um eventuell näher ran ans Motiv zu kommen) an den Adapter schrauben, denn der wird wohl idr mit einer kleinen schraube dann bombenfest geschraubt. Dann kannst du den zwischenring (der auf passend zum objektiv sein muss, zb md oder m42,4/3 usw) auf das Objektiv schrauben. Das ganze kann man dann ohne Probleme auf die Kamera setzen.

    Nun, wie du meintest werden natürlich keine Daten vom Objektiv weiter an die Kamera geleitet. Wenn du ein älteres Objektiv hast, kannst die die Blende manuell natürlich verstellen. Wie das mit den neuen Objektiven ist, bin ich mir nicht ganz sicher. Ich glaube in der Kamera wird die Blende eh beim „knips“ justiert, ob es überhaupt möglich ist die BLende zu beeinflussen, das weiß ich leider nicht.

    Kleine Kostprobe kann ich Dir hier zeigen.
    http://gretzky-industries.blogspot.com/

    Hoffe konnte dich da bisschen ermutigen weiterzumachen.

    p.s. Meine Meinung ist, SPar dir 10 € und kauf den gleichen zwischenring in der Bucht und kauf dir lieber was anderes nettes zubehör, das ist wohl besser angelegt.
    p.p.s. meine paar bilderchen sind ohne stativ geschossen worden und wirken dadurch etwas unscharf, war nur ein kleiner testausflug mit dem teil was ich vor 3 Tagen gemacht habe.

  8. @ Wayne:
    Danke für deine Tipps! Heißt das also, dass bei alten Objektiven ein Ring (oder ähnliches) drauf ist, womit die Blende verkleinert/vergrößert werden kann?

  9. Bei Objektiven für das Canon EOS System wird die Blende elektronisch geschlossen bzw. geöffnet. Daher haben diese Objektive auch keinen Blendenring.
    Bei denn von dir verlinkten Zwischenringen wird die elektronische Verbindung zwischen Kamera und Objektiv unterbrochen, deshalb kann auch nicht mehr die Blende des Objektiv verändert werden!
    Es gibt aber elektronische Zwischenringe (http://www.enjoyyourcamera.com/Makrofotografie/Zwischenringe/Autofokus-Zwischenringe-Doerr-fuer-Canon-EOS-DSLRs::3973.html) bei diesen kann auch weiterhin die Blende mit der Kamera bedient werden.
    Da aber diese Zwischenringe schon 120.- kosten würde ich dir hier folgendes Empfehlen:
    Kauf die zb. ein altes manuelles 50mm M42 Objektiv, diese bekommst du schon um ca. 20-50.- dann noch einen Adapter von M42 auf Canon EOS ca. 15.- und dann noch einen M42 Zwischenring-Set ca. 20.- und du hast um ca. 50-70.- ein wunderbare kleine Ausrüstung mit der du mal in die Makrofotografie hinein schnuppern kannst!

    ps: es freut mich sehr das euch meine Artikel weiterhelfen, aber mindestens genau so freut es mich, wenn ein Leser einen anderen Leser hilft-sehr schön.

    1. Ok, vielen Dank! Dann werd ich wohl demnächst mal zur Photobörse marschieren. Vielleicht haben die ja was lagernd…
      Bin kein Freund von ebay & Co.

  10. @Wazi
    Genau so ist es, du hast einen Ring um die Blende zu schließen und Öffnen, und natürlich einen ring zum scharf stellen, weil du musst ja manuell focussieren. das ist übrigens recht interessant, weil man schnell einen ganz neuen focus hat, und das bild gleich ganz anders wirkt, dazu hatte manfred glaube ich auch mal was geschrieben

    hier ein bild von dem objektiv oben, wo man ganz gut unten den blendenring erkennt http://www.zoomyboy.com/wp-content/uploads/2010/04/135mm_objektiv_zwischenringe.jpg
    bzw hier http://www.stefanheymann.de/501cm/manual/blendenring.jpg

    gruß

  11. @zoomboy
    Hallo erstmal, danke für die interessante Ausführung. Habe mich auch gleich auf die Suche nach dem Equipment im Netz gemacht und günstig erworben. Ein Revue 3.5/135 M42 Anschluß und ein paar Zwischenringe. Alles an eine Nikon D90 mit entsprechendem Adapter montiert. Jetzt zu meinem Problem ich kriege keine Scharfe Bilder. Was mache ich falsch? Nutze ich die falsche Entfernung oder ist das Objektiv unter Umständen defekt? Gibt es ein Programm mit welchem ich die Naheinstellgrenze für die jeweilige Kombi Objektiv+Zwischenring berechnen kann. Danke die Antwort

    1. Hi,

      Also:
      Bei Nikon musst du mit M42 Objektive aufpassen, denn mit einem normalen Adapter (ohne Linse) kannst du nur im Nahbereich scharf stellen. Um auch Unendlich scharfstellen zu können, benötigst du einen Adapter mit eine Linse. Eventuell könnte das dein Problem sein.

      Mit einem Zwischenring verkürzt du die Naheinstellgrenze deines Objektiv, dh. auch der Schärfebereich wird dramatisch nach unten versetzt und ums dicker der Zwischenring ist um so mehr tritt dieser Effekt auf.
      Versuche mal folgendes: Schalte dein Liveview ein, suche dir ein Motiv und mit der Kamera in der Hand, bewegst du dich nach vorne und hinten und beobachte das Display, bis du den Schärfebereich gefunden hast, findest du nun auch keine Schärfe in deinem Display so ist dein Objektiv beschädigt.

      Generell bedarf es einiges an Übung um mit solch einer Objektiv/Zwischenring Kombination im Makrobereich zu arbeiten.

  12. Hej Zoomyboy,

    habe mir deine Ratschläge angeschaut und vor zwei Wochen sehr preiswert ein Jupiter 11 ersteigert. Für sein Alter scheint es in einem ganz guten Zustand, nur während der Blendenring schön leichtgängig ist, lässt es sich nur mit Kraftaufwand scharfstellen. Da ich noch nicht so viel Erfahrung habe … kann man da etwas machen oder ist das vielleicht bei den alten Objektiven so oder war das konkrete Objektiv ein Griff ins Klo, auf den nur Unerfahrene reinfallen? 😉

    VG, Padaphant

  13. hi zoomyboy,

    warum muss es überhaupt ein 135mm-objektiv sein?!
    meinen einstieg in die makrofotografie habe ich mit einem 40 jahre alten minolta mc rokkor-pf, 55mm, 1:1.7 realisiert, kombiniert mit den zugehörigen nahlinsen 1 bzw. 2. das ganze habe ich adaptiert auf eine sony nex-5.
    das ganze war eine durchaus kostengünstige lösung (objektiv + nahlinsen 20 euro, adapter 15 euro; alles aus der bucht) und die ersten ergebnisse können sich mit deinen oben gezeigten durchaus messen, wie ich finde 😉
    zudem hat man mit dem 55mm-altglas natürlich ein viel handlicheres objektiv, das darüberhinaus auch noch sehr lichstark ist …

    beispiele gefällig?

    http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/1762051/display/27746366
    http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/1762051/display/27735416
    http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/1762051/display/27729899

    mit besten grüssen,
    pete

    ein paar beispiele

      1. hallo zoomyboy,

        danke für dein feedback! ich habe nun auch den von dir verlinkten artikel gelesen. sorry, hatte ich vorher übersehen 😉 wie dem auch sei, dass ist alles ganz schön informativ hier, klasse!
        deine beiträge zur makrofotografie finde ich sehr inspirierend; ich werde mir jetzt erst einmal ein paar zwischenringe zulegen 😉 deine liste mit den manuellen 135mm-festbrennweiten ist ebenfalls seht interessant.
        ich habe hier allerdings auch noch ein mc tele rokkor-pf 135mm/f2.8. meinst du, es wäre makrofotografietechnisch einen versuch wert oder würdest du davon eher absehen und wenn ja, warum?
        ich habe es bisher „nur“ als teleobjektiv genutzt, auch eher selten, bin aber mit der qualität eigentlich ganz zufrieden. na ja, du wirst sicher eine dezidierte meinung dazu haben …

        mit besten grüssen, pete

  14. Hallo, gerade stolpere ich über Deinen Artikel, der mir schon weitergeholfen hat.

    Da ich selbst in das Thema Makro einsteigen will hatte ich mir folgendes angesehen. http://amzn.to/NZvsp6 was mir bei diesen Zwischenringen auffiel, das der Autofokus mit funktioniert, hat von Euch jemand diese o.ä. Zwischenringe schon einmal getestet ?

  15. Hallo,
    Sehr interessanter Blog ,der mir gerade recht kommt ..
    Da ich auch in die Makro Fotografie einsteigen will ..
    Ich besitze seit neusten die Samsung NX200 Systemkamera , und da mir das Makro objektiv von Samsung selber noch etwas zu teuer ist ,suche ich nach Alternativen zwecks adaptieren ..
    Könntet ihr mir einige Kombinationen nennen die ich an meiner nx200 ran machen kann und damit halbwegs gute Makro Bilder von Insekten und Blumen machen kann 😉 ?

    Mir wurde schon das Helios 2/58mm (z.B. 44-2, 44M-4 oder 44M-2 im Zusammenspiel mit makroringe empfohlen was ich mit einem m42 Adapter an meiner nx adaptiere könnte .. Denn noch bin ich über alle anderen Alternativen sehr dankbar :)

    Würde mich über ein paar Infos und Kombinationen sehr freuen

    Bis dahin Grüße Olli

  16. Hallo Zoomyboy,
    bin durch eine Verlinkung auf Deine Seite gestoßen und auch auf diesen Blog. Eine wirklich interessante Lösung, die ich gleich in der nächsten Zeit einmal ausprobieren möchte. Arbeite zur Zeit mit einem Sigma 105 und bin recht zufrieden. Reizen würde mich das 150er, das aber leider zur Zeit vom Geld her nicht so drin liegt. Die Lösung mit 135er und Zwischenring sollte bei größerem Arbeitsabstand doch sicherlich schon sehr gute Ergebnisse in der Insektenfotografie bringen. Habe mir jedenfalls ein Rubimat 135/ 2,8 , Zwischenringe und Adapter im Netz besorgt und werde, wenn es denn alles angekommen ist, gleich einmal ausprobieren. Habe auch noch ein altes Revue, 50 / 1,8 liegen, was sicherlich auch sehr interessant sein könnte.
    Jedenfalls gefällt mir Deine Seite hier ganz hervorragend und ich werde sie noch oft besuchen.

    Viele Grüße, Holger

  17. Je viens de consulter votre site: une merveille …
    Beaucoup apris en quelques lignes.
    Commentaires instructifs.
    Ps: je lis l’allemand, mais je l’écris lamentablement.

  18. Ich habe ein Pentacon 2,8 135 mm, ein Super Carenar 2,8 135 mm und ein 3,5 128 mm Jupitar 37 A. Eigentlich sind alle sehr gut, unschlagbar, wenn auch etwas teuerer ist das Jupitar 37 A. Dieses zeichnet sich vor Allem durch die exzellenten Farben aus. Es gehört zu meinen besten Objektiven und kann für alles, Teleobjektiv, Porträt und Makroaufnahmen verwendet werden.

  19. hallo Alfred, hab das Jupiter auch in der 37A Version. Kann dir aber nicht in Allem zustimmen. Es ist unglaublich gegenlicht empfindlich und von den Farben finde ich es sogar blasser als das Pentacon was du auch hast. Dazu muss man aber sagen das die MC Versionen in der Farbabbildung den alten Pentacon doch deutlich überlegen sind.
    Das beste 135er, das ich besitze ist das Carl Zeiss Tessar 4/135, diese Linse ist ein Wahnsinns Teil und kein Mensch weis das weil die ganze Welt auf das Sonnar schaut.
    Um eine Vorstellung zu bekommen welche Objektive ich im Vergleich kenne, hier meine kleine Sammlung:
    – m42 pentacon 135 2,8 MC 6L
    – m42 pentacon 135 2,8 15L
    – m42 zeiss sonnar 3,5 135 MC
    – PB zeiss sonnar 3,5 135 MC
    – m42 jupiter 37A 3,5 135 MC
    – QBM rolleinar 135 2,8
    – QBM zeiss Tessar 135 4
    – m42 porst 135 1,8

    Das Tessar ist davon in allen Bereichen ,sowohl an der crop als auch an der vollformat mit abstand das beste Glas!

  20. Hallo,

    auf Grund dieses Artikels bin ich nun auch auf den Geschmack gekommen und habe neben einem 15 Blendenlamellen Pentacon 135 2,8 auch Zwischenringe angeschafft. Mein 42 Jahre altes Objektiv sieht aus wie neu, es ist super scharf und macht einfach tierisch Spaß.

    Vielen Dank
    Sebastian

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