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Ein Waldbild, GPS und ein Panagor Objektiv

forest austria


Bei meiner letzten Fototour habe ich ein extrem geniales Waldstück gefunden, selten habe ich einen so fotogenen Ort gesehen. Versteckt und doch für jeden sehbar, wunderbar umringt von schönen majestätischen Bäumen. Durch die sich das Licht zur richtigen Tageszeit, wunderbar und fast schon märchenhaft diffus hindurch schlängelt. Also um es kurz zu machen: “Ein Paradies für den Naturfotografen”.

Die Szene, die ihr oben in dem Bild seht, habe ich ca. 20 Minuten beobachtet, denn ich konnte mich daran nicht sattsehen. Wie das wunderbare diffuse Licht von rechts diesem Waldstück fast schon einen märchenhaften Stempel aufdrückt.
Die Farbe des Lichtes sieht man auch sehr schön an den Bäumen im oberen Teil, diese leicht goldene Schimmer-einfach genial, ich liebe diese Farbe des Lichtes.

Ich bewege mich ja bei meinen Touren immer einige Kilometer, mit einigen Gewicht auf und über der Schulter. Um so schöner ist dann die Freude, wenn ich dann so einen Platz finde. Da so ein Wald es an sich hat, das er meistens sehr groß von der Fläche her ist, ist es nicht immer sehr leicht so einen “Fotografisch Wertvollen” Ort wieder zu finden.
Diesbezüglich ist es der Königsweg, wenn man den Ort dann mit einem GPS markieren kann, damit man ihn dann später wieder findet. Ich habe im Zuge einer Vertragsverlängerung vor einigen Tagen ein Handy (HTC Magic) bekommen, dieses besitzt einen eingebauten GPS-Sender/Empfänger.

Durch das Betriebssystem Android, das auf dem HTC-Magic läuft, gibt es einige kostenlose gute Apps, mit denen man sich mit Geocaching und dem ganzen GPS herumspielen kann. Und als ich nun diesen versteckten wunderbaren Ort dort im Wald gefunden habe, dachte ich mir, dass ich diesen nun mit dem GPS-Koordinatenmarkieren werde, damit ich ihn später leicht wieder finde. Nun, was soll ich sagen, das Handy konnte die Karten nicht laden, ich wartete und wartete, keine Karten.
Ich kam zu dem Schluss, dass ich einfach keinen Empfang hatte, verdammt für was brauche ich dann diesen ganzen GPS Krempel, wenn ich dann im Wald keinen Empfang habe?
Als ich dann 2 stunden später am Heimweg bei einer Pause, wieder mit dem Handy spielte, kam ich dann drauf, dass man vorher die eingebaute GPS-Antenne extra aktivieren muss!?! Verdammt warum sagt mir das keiner? Plötzlich hatte ich alle Karten und auch meine eigene Position wurde angezeigt. Tja, da hätte ich mir wohl vorher die Gebrauchsanleitung durchlesen sollen…
Wie auch immer, das nächste Mal werden solche Orte von mir, GPS mäßig mit aufgezeichnet. Diese werde ich dann auch hier veröffentlichen.

Ach ja hätte ich fast vergessen, fotografiert habe ich das Bild mit meinem neuen-alten Panagor 28mm 2.5 Festbrennweite. Panagor wird jetzt dem einen oder anderen vielleicht nicht viel sagen. Das 28er Panagor ist im Prinzip das gleiche Objektiv wie das Vivitar 28er es wurde eigentlich von Kiron/Kino gefertigt und Vivitar und Panagor haben dann nur ihr Logo darauf gepappt.
Wenn ihr auf der Suche nach einem schönen und guten 28er mit M42 Anschluss seit kann ich euch das Panagor 28mm 2.5 ans Herz legen. Das Vivitar wird meistens um den doppelten Preis verkauft als das Panagor, denn die meisten wissen ja nicht das das Panagor das gleiche Objektiv ist. Also ein kleiner Geheimtipp. ;)

Nachdem ihr euch das Bild oben nun schon ein paar Mal angesehen habt und ich euch nun mit an diesem wunderbaren Ort in dem Wald genommen habe. Wie gefällt es euch dort?

12 Kommentare

  1. karl

    tolle story, wer braucht auch ‘ne gebrauchsanweisung, kennt man doch alles ;-)))
    zum bild und dem wald, einfach SUPER, herrliches licht, sehr feine stimmung !
    zum objektiv, nun mit diesen objektiv-typen liegst du genau richtig, habe auch noch einige dieser dinge und verwende sie sehr gerne, (Novoflex Noflexar, Vivitar, Pentacon) es muss nicht immer AF und der ganze heute scheinbar so wichtige schmarrn sein ;)
    lg, karl

  2. knipsbuex

    Gemeinhin stehe ich nicht auf diese Lobhudeleien, aber bei diesem Bild fällt mir echt nicht mehr ein, als: total beeindruckend! Obwohl ich Wald schlechthin sehr liebe, habe ich es noch nie geschafft, ein Bild mit so viel Stimmung zu machen, wie es dir hier gelungen ist: man kann ihn förmlich riechen und hören. Ohne Übertreibung – dieses Bild steht auf meiner Neidliste ganz oben.

  3. Ein wirklich sehr schöner Ort, den du da gefunden hast. Ich bin bei mir in der Umgebung auch auf der Suche nach so etwas ähnlichem, konnte es aber noch nicht finden. Wahrscheinlich bin ich zu blind und schon zig mal vorbeigelaufen :-)

    Die Aufnahme ist wirklich sehr gelungen. Ich konnte mich kaum losreisen davon und will jetzt auch so eine machen! Hast du daran im Nachhinein noch etwas bearbeitet oder ist das gerade so aus der Kamera?

  4. Jan

    Ich finde die Stimmung sehr schön, wenn man sie ein Weilchen auf sich wirken lässt. Leider ist mein Bildschirm etwas zu klein, um das Bild in voller Höhe zu betrachten … aber das lässt sich ja lösen (MacBook).
    Das Bild sehe ich gerne auf schwarzem Hintergrund, um die Lichtstimmung noch mehr zum Tragen kommen zu lassen.
    Als ich das Bild so lange angesehen hatte, dass sich der Eindruck bildete, selbst dort zu stehen, ist mir ein Detail aufgefallen, das mich subtil stört: der Standpunkt des Betrachters scheint zu niedrig zu sein. Ein wenig so, als kniete man oder säße auf dem Boden – jedenfalls nicht aus der gewohnten “ich glaub’ ich steh im Wald”-Perspektive! ;-)

  5. Der Stilpirat

    Es gab früher mal Vinylschallplatten wo nichts drauf war (B-Seiten). Manchmal hab ich mir diese B-Seiten aufgelegt und schweigend zugehört. Herrlich!
    Das Bild erinnert mich daran.

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