Stativumbau eines Manfrotto 055 Nat zu einem Makrostativ

„Ein Stativ mit einer ausgezogenen Mittelsäule ist eigentlich, von der Stabilität her, wie ein Einbeinstativ mit Füßen!“

Rund um diesen Satz mache ich mir seit Wochen Gedanken über die Stabilität meiner von mir eingesetzten Stative in der Makrofotografie.
Das schwächste Glied bzw. der Un-stabilste Teil eines Stativ ist nun mal eine ausgezogene Mittelsäule oder noch schlimmer eine quergelegte Mittelsäule, dadurch neben dem Mittelpunkt des Stativs hängend!

Speziell in der Makrofotografie versuche ich diese Positionen zu vermeiden wie der Teufel das Weihwasser. In der Makrofotografen will ich immer so weit runter wie möglich, aber das bitte noch stabil und flexibel. Deshalb ist eines meiner Ziele ein Stativ zu finden, das dies ermöglicht aber noch bezahlbar und tragbar ist.

Als Spontane Lösung kommt mir hier sofort das Berlebach Mini Stativ in den Sinn, das erfüllt schon fast alles was ich mir eigentlich vorgestellt habe.

Da ich aber noch aus meinen Anfängerzeiten ein 15 jähriges Manfrotto 055 Nat besitze, und es eigentlich sonst noch Ok ist, habe ich versucht das 055er zu einem Makrostativ, ähnlich dem Berlebach Mini, umzubauen. Vor zig Jahren hat Mr. Ideenschmiede (Rainer Burzynski) mal so einen ähnlichen Umbau angeboten, dabei wurden aber auch noch einige andere Sachen mehr umgebaut.

Folgende Anforderungen hatte ich:

  • Es soll bis auf Bodennähe hinunter gehen. Dies habe ich schon vor einigen Jahren modifiziert, da habe ich einfach, so glaube ich: Die Rasterung wo erweitert, dadurch können die Stativbeine bis aus Anschlag gestreckt werden. Damit komme ich nun mit dem Manfrotto 055 Nat bis auf 10cm über den Boden – gemessen bis Kugelkopfplatte.
    Manfrotto 055 Umbau Neue Kerbe

    Manfrotto 055 Umbau Minimale Höhe
  • Weiters musst ich, um weiter runter zu kommen, noch die Mittelsäule auf 8,5cm kürzen.

    Manfrotto 055 Umbau Verkürzte Mittelsäule
  • Da die Stativbeine Verschlüsse nach 15 Jahren schon sehr ausgeleiert und nicht mehr zu reparieren waren und um das enorme Gewicht von ca. 2,5kg zu verringern.
    Habe ich die beiden letzten Beinauszüge der drei Stativbeine einfach entfernt. Dadurch ist zwar die maximale Höhe auf 55cm begrenzt, dies ist glaube ich aber bei meiner Art der Makrofotografie zu 80% ausreichend-mal schauen ob es dann wirklich so ist? Die Spikes der Stativbeine, habe ich mit einem extra Aluring und Silikon befestigt.
    Manfrotto 055 Umbau Spikes

Leider ist die Stativbodenplatte sehr ausladend und schwer, so wurden Stative vor 15-20 Jahren eben gebaut, fast unzerstörbar und generationsübergreifend haltbar, aber auch eben schwer.

Manfrotto 055 Stativbodenplatte

Im Prinzip sind, das jetzt nicht die Megaänderungen die ich vorgenommen habe. Aber sie ermöglichen es mir ein doppelt so Leichtes und bis an dem Boden reichendes extrem stabiles Manfrotto 055 Nat in der Makrofotografie einzusetzen. Die Kosten waren erfreuliche: € 0.- Der Spaß ein Altes nicht mehr von mir benutzte Stativ, das nur mehr in der Ecke stand, wieder zu Reaktiveren – unbezahlbar. 😀


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2 Gedanken zu „Stativumbau eines Manfrotto 055 Nat zu einem Makrostativ“

  1. Coole Idee, genial einfache Ausführung. Viel Spass beim Einsatz.
    Als Nutzer eines Berlebach Report kann ich bestätigen: das bodennahe arbeiten mit dem Stativ ist schon genial. Bei bodennahen Makroaufnahmen im Freien würde ich mittlerweile aber wirklich das Berlebach Mini vorziehen. Auf Grund seiner Größe / Kleinheit ist es viel schneller neu zu positionieren und trotzdem ausreichend stabil.

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