Fotografieren Lernen und so
- Donnerstag 18. März 2010
Mittlerweile ist das Internet voll mit Informationen und Tipps für Fotografen, diesbezüglich kann man nicht das Rad neu erfinden. Schon vor 50 Jahren wurde einem genau so oder ähnlich erklärt, wie die Blende funktioniert und was das mit der Schärfentiefe/Tiefenschärfe auf sich hat.
Es gibt unzählige Bücher darüber die seit Urzeiten versuchen, es noch besser zu erklären. Durch das Internet glaubt nun auch jeder zweite Fotoeinsteiger er könnte es noch besser erklären, aber im Prinzip ist das immer der gleiche aufgewärmte Kaffee.
Und wenn sich nun einige selbst ernannten Experten, die eher die Fotosoftware beherrschen, als das eigentliche Handwerk Fotografie, sich lustige Sachen ausdenken, um den Fotobegeisterten Einsteiger noch zusätzlich zu verwirren, kann ich mich nur davon kopfschüttelnd abwenden und mir einen beruhigenden Baldriantee gönnen.
Nicht falsch verstehen jeder soll das lesen was er will und wo er glaubt, einen nutzen daraus zu ziehen. Aber spätestens dann, wenn man sich die Fotografischen Basics angeeignet hat, trennen sich hier die Wege, denn dann sucht man automatisch die fotografischen Essenzen, und diese findet man sich nicht dort.
Ich selber Fotografie seit ca. 15 Jahren und bin weit davon entfernt ein Experte zu sein. In dieser Zeit habe ich viel über Fotografie gelernt und auch wieder viel vergessen, noch heute lerne ich fast wöchentlich dazu und es macht mir einfach großen Spaß, Tipps und Tricks von anderen Fotografen gezeigt zu bekommen und diese umzusetzen.
Zoomyboy.com ist sicher auch nicht die richtige Anlaufstelle für den Einsteiger, da gibt es weitaus bessere Webseiten, die sich mit diesen Thema beschäftigen. In meinen Artikeln gehe ich eigentlich immer davon aus das das Fotografische Rüstzeug bereits vorhanden ist, denn sonst könnte ich nie mit meinen Lesern zb. über Bildkomposition oder über technische Unterschiede von Objektiven in der Makrofotografie usw. diskutieren. Und das ist auch gut so, denn jeder soll sich seine Nische suchen, in dem er gut ist, und wenn es optimal läuft seine Erfahrungen und sein Wissen an andere weiter geben.
Ich will jetzt nicht sagen das es Tipps im klassischen Sinn sind, ich sehe es eher als Ansatz, über das man eventuell mal nachdenken könnte:
- Lasst euch nicht grün für blau verkaufen, hinterfragt auch mal.
- Achtet auf das Licht, von wo kommt es wann wie stark. Lässt sich eventuell durch einen Standortwechsel das vorhandene Licht für das Bild besser einsetzen.
- Achtet auf den Hintergrund.
- Achtet auf Formen, Linien und Strukturen.
- Und ganz wichtig, versucht das Fotografieren zu “Entschleunigen”. Lasst euch Zeit beim Fotografieren.
So, das wäre es mal zu diesem Thema, von mir.
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nur 2 Dinge:
Der pädagogisch geschulte Kenner greift in diesem Zusammenhang zum Fencheltee und leider haben so einige nicht verstanden, dass sie in der von ihnen besetzten Nische, die hier und da auch recht breite Ausmaße annehmen kann, eben nicht gut sind!
Die Bedienungsanleitung meiner D3 ist geschätzt 9mal so umfangreich wie die meiner ersten Kamera – einer XG-M. Trotzdem ist bei der Minolta erklärt, wieso die Blende was mit dem Faktor Wurzel 2 zu tun hat – bei der D3 hingegen nicht.
Du hast recht. Es gibt Blogs, die einen enormen Zulauf haben, deren Qualität der Beiträge mich aber nicht überzeugt. Daneben gibt es welche, die zwar die Fotografie recht anschaulich und gut erklären, aber eindeutig darauf ausgerichtet sind, mit Hilfe von vielen Affiliates und Werbung eigentlich dazu dienen, dem Betreiber bzw. der Betreiberin ein lukratives Nebeneinkommen zu ermöglichen. Nicht, dass ich letzteres verwerflich finde, aber man muss es nicht übertreiben.
Eine weitere gute Seite, auf der man viel über die Fotografie im Allgemeinen lernen kann, ist auch noch der Fotolehrgang im Internet. Den Empfehle ich lernwilligen Anfängern gerne.
Die Fotogrundlagen beschreibt man nicht im Blog, damit andere sie verstehen, sondern, weil man sie selber besser versteht, wenn man sie beschreibt.
So wie man alles besser und gründlicher lernt, wenn man versucht, es anderen beizubringen.
@Sam
Damit sprichst Du mir aus der Seele!
Ich habe das selbst bei mir beobachtet: Knappe zwei Jahre habe ich mich mit “Wissen” aufgeblasen und versucht die Basics auszutesten. Jetzt lese ich kaum noch Neues bzw. viel zu spezielle Dinge.
Es ist an der Zeit einige Dinge umzusetzten und von der Theorie ins Training zu kommen.
@Sam und Stefan:
Lernblogs sind so ziemlich die dümmlichste Erfindung der eLearning Szene, eine Zumutung für die Öffentlichkeit
Nein, im Ernst, im Sinne der Learning Community ist das was feines, aber die setzt personalen Kontakt der Lernenden voraus. Daher gibt es Blogs und Blogs, und die Frage ist: Warum inszeniert ein Autor sein Lerntagebuch als großes Uberblog?
An der Stelle empfehle ich übrigens dringend nochmal die Grundlagen geschlechtsspezifischer kommunikation sich reinzuziehen. Dann werden die hier angesprochenen Machwerke recht schnell als Teil männlicher Kommunikationsstile entlarvt.
Männer hören sich halt gerne reden und schreiben, inszenieren sich als kompetente Fachleute mit Durchblick und Durchsetzungevermögen, reissen gerne die Meinungsführerschaft an sich und letztlich gilt:
Es ist zwar schon alles geblogt, aber noch nicht von jedem.
@Michael, warum man das als Blog schreibt?
Um sich selber bei der Stange zu halten.
Öffentlich zu schreiben “ich werde die Grundlagen der Fotografie hier erklären” ist, wie wenn ich jedem in meinem Bekanntenkreis erzähle “bis zum Frühling nehm ich 10Kg ab” – es könnte später jemand kommen und nachfragen, also erzeugt so eine öffentliche Darstellung einen inneren Druck, dem nachzukommen, was man angekündigt hat.
Man fühlt sich verpflichtet. Und zwar weit mehr, als wenn man sich nur selber sagt “diesen Monat werde ich die Grundlagen der Fotografie durcharbeiten”. Das ist keine Verpflichtung, der nächste Monat kommt bestimmt, es wartet ja keiner auf einen.
Anfänger-Foto-Blogs (also von und für Anfänger) sind daher meiner Meinung nach eine der Besten Möglichkeiten, Fotografie (oder was anderes) zu lernen. Nicht nur wegen der öffentlichen Verpflichtung (egal, ob sie jemand liest, es *könnte* sie ja jemand lesen), sondern auch, weil man beim Lesen eines anderen Anfänger-Blogs denkt “Das kann ich aber besser/kürzer/ausführlicher erklären” und sich dann Gedanken macht.
Ob das Blog jemand anderem hilft, ist dabei ziemlich nebensächlich.
Klar soweit. Wie hat’s der Söllner mal genannt: Wäschtrocknerprinzip.
Klappe auf, heisse Luft.
Mich nervt auch nicht ein Anfänger, der sich darüber auslässt, was er so erlebt.
Mich nerven selbst ernannte Experten und unreflektierte Blogs.
mit dieser erkenntnis wäre es konsequent, wenn die betreiber weiträumig ihre seiten löschen?
Sowas liest Du?
… nö, sollte ich?
Wie kannst Du Dich dann darüber aufregen???
Bei denn Technischen Artikel/Videos von mir, veröffentliche ich weil ich mal irgendwann selbst danach gesucht habe. Ich aber nichts gefunden habe, und deshalb denke ich mir, irgend einen wird das eventuell helfen und wenn es nur ein Anstoß in eine Richtung ist.
Klar ist aber auch, das Tausende Besucher mit diesen Technikkram gar nix anfangen können. So ist das halt im WWW.
Yip!
WTF?
@pixelboogie, Und was sollen die Leser und ich nun mit deinen drei Buchstaben anfangen?
Ich habe mir die Buchstaben mal ausgedruckt und zur Seite gelegt, für mein nächstes Projekt. Mit drei Buchstaben lassen sich theoretisch 3*2*1=6 Vertauschungsmöglichkeiten geben. Damit wäre auch schon ein Name gefunden.3x2x1:=WTF. Watch that freak…
Ist das jetzt Gut, Schlecht, Böse oder einfach nur irgendwas? ….verstehe ich nicht.
Jetzt mal ernsthaft, die Abkürzung WTF für What the F..k= Stirnrunzeln und Ausruck des nicht verstehens kennst Du schon? Möglicherweise hat pixelboogie das Yip von Hr. Olsen nicht eingeordnet gekriegt…
Mein Kommentar war nur albern. Montag halt.
Ja, schon klar Michael.
Dachte nur das ich vielleicht durch meine Fragen, die Kommentatoren dazu bewegen kann, mehr als diese “3-Buchstaben zweideutigen Antworten” zu schreiben!
hiermit möchte ich ein Paar Warnschüsse Richtung blutige Fotoanfänger abgeben-glaubt n i c h t wenn Euch ein alter Fotohase sagt daß man
1.nur mit Dias oderüberhaupt nur analog eine anständige Bildqualität erzeugen kann
2.nur zu faul ist wenn man ein Teleobjektiv benutzt
3. daß nur ein Schnittbildindikator jegliche Scharfstellungsprobleme manueller Objektive löst
4.daß es kein Leben jenseits von Adobe RAW Konverter gibt
5.von einem 10mp Sensor maximal A4 formatige Ausdrucke vertretbare Schärfe haben können
6.daß gute Landschaftsfotos ausschließlich 37Min 22,5 Sek vor Sonnenaufgang und dann erst frühestens 33 Min 21,8 Sek nach Sonnenuntergang möglich sind..
5.das ein Histogram DAS Mittel schlechthin zur Beurteilung der Tonwertverteilung eines Fotos ist
7.daß die in diversen Fotozeitschriften publizierten
Meßwerte f.d.Motivkontrastbewältigungsfähigkeit der Kameras irgendeinen praktischen Wert haben…