Photoshop, Plugins und Alternativen?

Wie viel Photoshop, Lightroom und Aperture braucht der Digitalfotograf von heute wirklich? Was wird immer wieder benutzt und was liegt brach?
Die heutige Software für uns Digitalfotografen, wird auch mal gerne die digitale Dunkelkammer genannt, ist vollgestopft mit fast unfassbaren Funktion. Selbst die günstigste Versionen bzw. Freeware wie Gimp, oder Photoshop Elements ist schon derartig überladen das einem regelrecht schwindelig wird.
Zb. wenn ich Bilder in Photoshop (oder sonstigen) öffne, dann sind folgende Schritte fast immer dabei, je nach Bild halt:

  • Eventuell eine schön dezente „S“ Gradiationskurve.
  • Die Tonwertkurve noch einmal Checken.
  • Da Bild mal im Schwarzweißmodus begutachten.
  • Falls erforderlich Entrauschen.
  • Schärfen und Fertig.

Das sind so im Prinzip die Schritte die ich eigentlich immer anwende. Hier versuche ich aber immer öfters zusätzlich Plugins einzusetzen. Gut gemachte und vernünftige Plugins nehmen mir einfach viel Arbeit ab, irgendwie bin ich damit schneller und ich komme mindestens zum gleichen Ergebnis wie manuell.

Ich selbst arbeite nun schon einige Jahre in Photoshop, trotzdem beherrsche ich wahrscheinlich nicht mal 10% davon. Trotzdem für meine Ansprüche reicht es, ich komme meistens immer zu dem Ergebnis was ich mir vorgestellt habe.
Im Moment arbeite ich privat noch mit CS3, wenn ich nun an das Upgrade auf CS4 denke, wird mir schlecht. Die Preise sind meiner Meinung nach (für den Privatbereich) einfach Wahnsinn. Ich werde definitiv bei CS3 bleiben so lange es geht.

Wenn ich mir aber meinen Workflow in Photoshop so ansehe, siehe oben, dann frage ich mich schon, ob ich da nicht mit Kanonen auf Spatzen schieße? Meinen Bildbearbeitungs-Workflow kann ich wahrscheinlich genau so gut auch mit Pixelmator, Acorn oder Photoline umsetzen. Aber auf meine Plugins verzichten?
Mal schauen, was mir da noch einfällt. Und wie ist das bei euch so?

18 Gedanken zu „Photoshop, Plugins und Alternativen?“

  1. Für meine „normalen“ Bilder also Makro und Naturaufnahmen brauche ich PS zu 95% nicht. Da kann ich alles was ich will auch in Lightroom machen. Bei meinen People Aufnahme ist es schon anders, die landen zu ca. 80% in PS.

      1. Mein People Bilder sehen oft nicht mehr sehr „natürlich“ aus, wobei ich bei den Makro/Landschaftsbildern immer versuche möglichst nah an der Wirklichkeit zu bleiben. Und diese „einfache“ Bearbeitung schafft LR eben auch ganz gut.

  2. Zu den Preisen von Adobe Produkten muss man nicht mehr viel sagen. Da reicht es schon, wenn man sich z.B. Photoshop in den USA-Shops anschaut.

    Plugins kommen bei mir nur sehr wenig zum Einsatz. Mir ist es lieber, wenn ich das manuell mache. Für Deine beschriebenen Bearbeitungsschritte könnte ich mir auch ein etwas günstigeres Programm vorstellen. Lightroom beherrscht das ja auch und von Pixelmator habe ich nur Gutes gehört.

  3. Ich benutz eigentlich minimalste Korrekturen. Mein Standard-Programm ist das proprietäre Canon DPP, weil ich innerhalb ovn weniger als einer halben Minute ein Bild so korrigiert habe, wie ich es mir vorstelle. Und unter Korrektur sehe ich gerade einmal vielleicht ein bisserl Sättigung, Schärftung, Zuschneiden und in JPG konvertieren. Für alles was mehr sein sollte (Tonwertkorrekturen etc. etc.) benutze ich das ufraw-Plugin für GIMP und GIMP selber.

      1. DPP ist bei mir das schnellste Programm, schneller als GIMP. Ich habe mir oft überlegt in Lightroom zu investieren, immerhin lese ich fast überall davon. Aber irgendwie ist es mir das Geld nicht wert, und mit den Möglichkeiten die mir notfalls GIMP bietet, bin ich zufreiden. Ich investiere da in Equipment. Zum Beispiel habe ich analog wieder angefangen und für mich ist mir mein Geld in der Richtung besser angelegt.

  4. Kurz und knapp: Ein Upgrade macht bei dir überhaupt keinen Sinn. CS3 wird dir für die (Photo!) Bidlbearbeitung noch ewig reichen. Niemand der PS nicht professionell im Job nutzt (oder künstlerisch arbeitet) braucht mehr als eine Handvoll der Features.

    Beim Design nutze ich im Laufe verschiedener Projekte bestimmt 2/3 der PS Funktionen – beim Knipsen keine 5% (In Kombi mit Lightroom eh nicht)

  5. Nicht nur als GIMP-Nutzer kann ich über die Preise von Photoshop / Creative Suite nur den Kopf schütteln. Es staunt mich schon wieviel manche von uns Hobbyisten dort investieren.

    Der Trend das 98% der Bildbearbeitung in Workflow-Software wie Lightroom / XnView passiert dürfte wohl weiter anhalten. Ggf. durch eine Hand voll Plugins unterstützt.
    Eine kommerzielle Software mit einem Funktionsumfang zwischen PhotoMechanic und Lightroom würde mir schon genügen. Zum Preis von PhotoMechanic natürlich.

    PlugIns machen sich da das Versagen der „Großen“ durchaus zu Nutze. Eine begrenzte Lösung für kleines Geld. Und manches was sich Photoshop-PlugIn nennt läuft sogar mit Freeware oder Open Source. Eigene Erfahrung.

  6. … ich würd das gute alte Bibble nochmals in den Ring schmeissen wollen. Gerade die Plugin-Erweiterungen finde ich prima gelöst, das ganze ist sauschnell und das Preis-/Leistungsverhältnis ist akzeptabel. Nicht zu vergessen der unschlagbare Vorteil – läuft auf Win, Mac und Linux…

  7. Also für das, was du machst, reicht auf jeden Fall schon der Raw-Entwickler Bibble, der neben Ebenentechnik auch NoiseNinja mitbringt oder aber (wenn es „richtige“ Bildbearbeitung seind soll) Paintshop Pro X3 (kompatibel zu einigen PS Plugins) für 100€ oder Gimp, das kostet dann nix und für das gesparte Geld ist dann noch ne Video2Brain DVD und ein gutes Buch mit drin 😉

  8. Unterstützt GIMP mittlerweile von Haus aus 16 bit Farbtiefe? Ich werde aus der Gimp-Website und den Einträgen bei Wikipedia nicht ganz schlau. Laut deutschem Wikipedia-Eintrag fehlt das noch. Laut englischen gibt es das mit GEGL so halb. Ohne Unterstützung für 16 bit Farbtiefe ist ein Programm für die Nachbearbeitung von Fotos nur sehr begrenzt geeignet.

  9. Im Fotobereich nutze ich keine Plugins, alles Handarbeit. Mir würde spontan auch keines einfallen welches mich hier unterstützen könnte. :-)

    Aber im Videobereich gibt es einige schicke Sachen welche einem viel Arbeit abnehmen können, speziell für After Effects und Konsorten.

  10. wenn es nur um die erhaltung der plugins geht, wäre IrvanView eine alternative,
    die meisten PS PlugIns laufen darin fehlerfrei…..

  11. Ich benutze Photoshop (Elements8)fast ausschließlich für kleine Retouschen oder wenn ich ein Bild absichtlich unterbelichte um dann mit „Schatten aufhellen“ die Tonwerte wieder ins Lot zu bringen.Rauschen ist meiner kamera auch bei dieser „Bildmißhandlung“ ein Fremdwort.Als RAW Konverter setze ich meinen heißgeliebten Silkypix Developer Studio Pro der mir „nativ“ Farben liefert die der Realität näher sind als j e d e Einstellung im PS .-„irgendwas“ oder Lightroom. Auch das Grün der Blätter oder Himmelblau siehen ohne Manipulationen echter aus.Das Entrauschen (wenn ich mal über ISO4000 gehen muß, (und in wiener Museen muß ich das oft),ist ein Gedicht!Die Hauttöne meiner Kinder ,im PS entwickelt ,sind ,im Vergleich zum Silky …ein Graus-und zwar egal ob ich Farbtemperatur verändere , mit weißabgleich kämpfe oder Hauutonpipette einsetze..
    fazit:im Silkypix entwickeln und dann evtl im PS retouschieren-so habe ich es gerne…

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