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Das Tamron SP AF 60mm 2.0 Di II LD IF Makro 1:1 in der Makrofotografie

Dank Tamron Deutschland hatte ich das Glück und konnte das Tamron SP AF 60mm 2.0 Di II LD IF Makro 1:1, in der Praxis testen/benutzen.
Tamron SP AF 60mm 2.0 Tamron SP AF 70 200mm 2.8
Ich habe lange überlegt, wie ich nun diesen Praxistest, und mein Fazit dazu veröffentliche. Aber abseits von Testcharts und Auflösungstests, das Wichtigste ist meiner Meinung nach, wie verhält sich ein Objektiv beim Fotografieren. Und kann ich mit dem Objektiv, meiner Motive so umsetzen so, wie ich es möchte.

Das Tamron SP AF 60mm 2.0 Di II LD IF Makro 1:1 in der Praxis.

Tamron SP AF 60mm 2.0 Di II LD IF MakroMit 400g und ca. 8cm Baulänge ist das 60er Tamron schön kompakt. Damit lässt sich es sich auch noch wunderbar ohne Stativ benutzen. Die Haptik finde ich gut, da wackelt und scheppert nichts. Was mir ganz besonders gut gefallen hat, ist das 1/3 der Baulänge des Objektives, aus dem Scharfstellring besteht.
Ein breiter Scharfstellring ist für mich wichtig, denn ich fokussiere in der Makro- und der Landschaftsfotografie nur per Hand. Das ist ein Punkt, der mich auch immer wieder ärgert bei den modernen AF-Objektiven, zb. ist der Zoomring doppelt so breit wie der Scharfstellring! Und seht euch mal den Scharfstellring an eurem 50mm Autofokusobjektiv an, da ist ein 1cm breiter Ring, das ist ein schlechter Witz. Tamron hat es mit dem 60mm Makro vorgemacht, so breit muss ein Scharfstellring sein-Bravo Tamron.
Tamron hat dem 60er Makro einen ähnlichen Autofokus wie dem USM von Canon spendiert, man kann jederzeit manuell in den Autofokus eingreifen, ohne auf MF umschalten zu müssen.
Gerade in diesem Brennweitenbereich 50/60mm sind fast alle Objektiv Hersteller gut aufgestellt. Was aber das Tamron SP AF 60mm 2.0 Di II LD IF Makro 1:1*
von den anderen unterscheidet ist die Blende 2.0. Es ist das erste Objektiv in diesem Bereich für APS-C Kameras mit einer Lichtstärke von F/2.0. Dadurch lässt sich das Tamron auch wunderbar in der Porträtfotografie einsetzen. Ich denke das Tamron 60m Makro 2.0 kann auch ein 50mm ersetzen. Denn das Bokeh bei 2.0 oder 2.8 ist sehr gut. Der Hintergrund verschwimmt sehr harmonisch in der Unschärfe.

Bokeh Beispiel mit dem Tamron 60mm 2.0 - Zigarette

Bokeh Beispiel mit dem Tamron 60mm 2.0 - Zigarette


Bokeh Beispiel mit dem Tamron 60mm 2.0 - Eneloop

Bokeh Beispiel mit dem Tamron 60mm 2.0 - Eneloop

Schön auch das Tamron dem 60mm Makro eine Innenfokussierung spendiert hat, dadurch verändert sich nicht die Objektivlänge, was in der extremen Makrofotografie doch lästig sein kann.

canon 50d und tamron im eisregen

Da ich ja dafür bekannt bin, dass ich meine Ausrüstung manchmal wirklich fordere und es jedem Wetter aussetze, habe ich das 60er Makro von Tamron auch bei jedem Wetter mit genommen.
Und es hat mich auch nicht im Stich gelassen, alles hat bestens funktioniert. Mit 10cm Arbeitsabstand, dem besten in der 50/60mm Klasse bis 1:1, lässt es sich auch noch gut Arbeiten. In Kombination mit dem doch flotten Autofokus lassen sich auch so doch noch Insekten freihändig im Flug fotografisch festhalten.
Die Abbildungsqualität des Tamron SP AF 60mm 2.0 Di II LD IF Makro 1:1 ist meiner Meinung sehr gut, aber hier dürfte man wohl mit keinem Makroobjektiv einen Fehler machen, denn die sind alle Gut bis sehr Gut.
Was mir aufgefallen ist, sind die gefälligen und warmen Farben, die das Tamron 60mm Macro hat. Es hat hier einen eigenen Farbcharakter, finde ich. Gepaart mit dem tollen Bokeh und der tollen Schärfeleistung selbst bei einer Blende von 2.0 ist es ein wunderbares Stück Technik, das einem bei seinen Makrobildern toll unterstützen kann.

fotoshooting tamron 60mm 2.0 makro


Hier nun einige Bilder die ich mit dem Tamron SP AF 60mm 2.0 Di II LD IF Makro 1:1 fotografiert habe:
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Ich persönlich würde das 60mm 2.0 Makro von Tamron, von der Abbildungsleistung und der Verarbeitung am oberen Ende der 50/60mm Makro einordnen. Tamron hat all seine Erfahrungen die sie mit ihren legendären Makroobjektiven, zb. dem Adaptall 2 SP 90mm 2.5 und dem darauf folgenden und sehr beliebten AF 90mm 2.8 (wohl eines der meist verkauftesten 90mm Makrobjektive), in das SP AF 60mm 2.0 Di II LD IF Makro 1:1 einfließen lassen.
Und das hat sich ausgezahlt. Ich habe diese 3 Wochen sehr gerne mit dem Tamron fotografiert, es hat mir Spaß gemacht, damit meine Makromotive zu fotografieren. Der Straßenpreis der 60er Makroobjektiv von Tamron ist zu Zeit bei durchschnittlich ca. € 460.-. Nicht wenig, aber das Tamron kann auch wunderbar ein 50mm Objektiv ersetzen. Und die optische Qualität ist über jeden Zweifel erhaben.

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21 Kommentare

  1. Hallo,

    hört sich gut an, was du da schreibst. Bin im Momment selbst auf der Suche nach einem Makroobjektiv, da ich mich jetzt ziemlich auf die Natur und Makrofotografie konzetriert habe. Würdest du, wenn du gerade mit der Makrofotografie anfängst, dieses nehmen oder doch ein längeres ?

    Lg
    Flo

    • Für den Einstieg in die Makrofotografie würde ich dir empfehlen ein 50mm oder 60mm Objektiv zu kaufen.
      Bei einem 150 oder 180er Makroobjektiv ist die Fehler Anfälligkeit gerade beim Einstieg schon enorm.
      Mal aus der Hand zu Fotografieren kannst du mit diesen Objektiven vergessen, niemand kann ein 600-800g schweres Objektiv ruhig halten, in den Verschlusszeiten Bereichen wo man in der Makrofotografie schnell rein kommt.
      Nicht vergessen sollte man auch, das man mit einem 90er Makroobjektiv, durch den Cropfaktor schon bei 140mm ist! Nicht umsonst waren schon immer die meiste verlauftesten Makroobjektive die 90mm.
      Da passt das 60er wunderbar rein. Und mit dem 60er hast du am Crop auch noch ein klassisches Porträtobjektiv.

    • Michael, ja das 70-200 hatte ich auch, doch eigentlich zu wenig verwendet, als das ich einen vernünftigen Kommentar dazu abgeben könnte.
      Sollte trotzdem Interesse an meiner Meinung zu diesem Objektiv da sein, einfach bescheid sagen.

  2. wow, heute habe ich mal etwas mehr zeit auf deiner seite verbracht, sehr interessant gerade für mich als fotoanfänger – ein wahrer fundus an tipps und anregungen, vielen dank… schaue gern wieder vorbei
    schönes wochenende, lg manja

  3. Ja klar!
    Eigentlich fehlt mir langfristig einfach eine etwas weiteres Objektiv, aber auch der Makro Bereich würde mich interessieren, und wenn das 70-200er genauso knackige Offenblende und unfassbar “seichtes” Schärfefeld aufweist,…
    Ein Kurzes Statement und wenn möglich auch ein Beispielbild bei Offenblende wären echt toll!

  4. Pingback: Wochenrückblick KW05/2010 | lens-flare.de - Blog über Fotografie

  5. Ich habe mir nach einiger Überlegung das Tamron AF 90mm 2.8 gekauft und bin sehr glücklich damit.

    Die Hauptgründe für diese Entscheidung waren:
    - der “Brennweitenverlängerung” stört mich bei diesem Objektiv nicht, da ich es ja ausschließlich für Makroaufnahmen verwende
    - das 90mm kann ich auch an einer Vollformat-Kamera verwenden, falls ich in Zukunft eine solche besitzen sollte (wer weiß wohin die Entwicklung im SLR-Bereich gehen wird ;-)
    - das 90mm ist preislich gunstiger zu haben als das 60mm

  6. Pingback: Das Tamron SP 90mm 2.5 Macro Objektiv mit Adaptall 2 | Digital Fotografie Blog-Zoomyboy

  7. Dieter

    Habe mir gerade das Tamron 60 mm Makroobektiv bestellt, ich will endlich auch in die Makrofotografie einsteigen. Ich werde das Objektiv an einer Nikon D90 verwenden und freue mich schon, es ausprobieren zu können.

  8. Robert

    Hab gestern mein Tamron 60mm Macro bekommen.
    An Tests an meiner Canon EOS 400D aus ca. 1,3 m Entfernung, musste ich feststellen das ich kein kontrastreiches und scharfes Bild hinbekomme, weder bei Blende 2,0 bis 11 hinauf.
    Front- Backfocustests aus 25 cm Entfernung, mit ca 25 Grad Schräge auf ein Textblatt zeigen jedoch das es zumindest auf den richtigen Punkt scharfstellt.
    Alle Aufnahmen wurden mit Blitz fix auf 1/200 Verschlusszeit gemacht.
    An meinen anderen Objektiven habe ich bei allen Tests optimale Schärfe.

    Kann es an einem Problem mit der Kompatibilität zu meiner Canon EOS 400D liegen?

    • @Robert, schwer eine Ferndiagnose zu stellen, versuche mal folgendes:
      Achte darauf das das Objektiv gut an der Kamera einrastet beim Bajonett.
      Hast du vielleicht Kontinuierlichen Autofokus eingestellt?
      Warum Blitz?, stell den Blitz aus.
      Stelle den Autofokus ab und versuche mal manuell scharf zu stellen, ist dann das Bild noch immer unscharf?
      Nimm ein Stativ oder stelle die Kamera auf den Tisch und wiederhole die Bilder.
      Unabhängig von der Blende, welche Verschlusszeit hast du bei der Kamera eingestellt bzw. ich welchen Modus hast du fotografiert?

  9. Frank

    Danke für diesen tollen Bericht.Ich habe mir daraufhin das Tamron geholt und muss sagen Genial das Teil.Aber es ist nicht einfach damit und erfordert viel Übung.Ich verwende nach einigen Tests einen Ringblitz (Auch am Tage,Cam dann um 2 Stufen abgeblendet) bei Fluginsekten da sie sich schnell bewegen und man ja auch eine gute Tiefenschärfe möchte und entsprechend Licht braucht.Die [IF] Funktion ist dabei auch vom Vorteil da man keine Angst haben muss das Objekt beim Scharfstellen zu verscheuchen da es in der Länge gleich bleibt.
    Euch weiterhin immer gutes Licht wünsche.

    VG Frank

  10. hallo!
    zuallererst: tolle website, danke dir dafür!
    und spät aber doch mein frage zum tamron 60mm f2:
    hast du dieses objektiv auch schon mit einem telekonverter (2x/1,7x) probiert?
    wie macht es sich dann?
    mich interessiert eben die zusätzliche eignung als portrait-linse, möchte aber auf den “sicherheitsabstand” bei einer längeren brennweite nicht verzichten.
    ist es mit telekonvertern immer noch so toll?
    danke für eine kurze einschätzung!
    viele grüße, roland.

  11. Tina

    Hallo,

    erstmal großes Lob, deine Seite finde ich super, alles sehr gut verständlich auch für Anfänger. So, ich hab eine Frage und zwar möchte ich mir ein Makroobjektiv für meine EOS 50d zulegen. Mein Schwerpunkt ist people-fotografie, jetzt möchte ich aber mal in andere Bereiche reinschauen. Letztlich hängt die Entscheidung nun zwischen dem Tamron 60mm und dem Canon 60mm USM. Ich neige eigentlich eher zum Tamron aufgrund der f2 und dem (laut Internet) schöneren Bokeh, jedoch empfehlen mir wiederum andere das Canon wegen des USM. Grad als Makro-Anfänger ist es ja vll. doch von Vorteil, einen sehr schnellen Autofokus zu haben, wenn sich das Blümchen im Wind bewegt, oder nicht? Wieder andere aber sagen, man fokussiert sowieso fast immer manuell, weshalb der Autofokus keine Rolle spielt, wohingegen erstere dann wieder mit “bewegten” Motiven argumentieren. Was würdest du mir empfehlen?

    Lg und vielen Dank schonmal!

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