Besser das Kitobjektiv nehmen als das 50mm

sony objektive 50mm 1.8 und 30mm macro 2.8

Bei Martin gab es in den letzten Tagen einen Artikel zu dem Thema, das erste Objektiv eine Empfehlung. Logisch das hier bei 100 Leute ein 50mm empfohlen haben, aber warum?
Ich habe mir ein paar Gedanken dazu gemacht, und natürlich auch meine Erfahrungen damit einfließen lassen.

  • 45mm-50mm bei Vollformat oder Kleinbild, entsprechen ungefähr dem des Menschlichen Auges. Darum und weil die damaligen und warscheinlich auch die modernen 50mmm Objektive so kostengünstig herzustellen waren, hatte damals jedes Kamera-Set so ein 50mm Normalbrennweite dabei.
    Durch den Cropfaktor von 1,5 oder 1,6 sind es halt nun 75mm-80mm, und hier sind wir schon wieder bei einem leichten Teleobjektiv, da gab und gibt es noch immer die Spezialisten wie das 85mm 1,8 oder 85mm 1,4. Diese Porträtbrennweite hilft meiner Meinung nach einen Anfänger nicht weiter, ich möchte sogar behaupten es ist hinderlich für ihn, beim erlernen der Fotografie.
  • Warum wird das 50mm Objektiv dann von jedem zweiten empfohlen? Weil es einfach ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis hat. Man bekommt für € 120.- ca. € 150.- bei der 1,8er Version, ein noch halbwegs Lichtstarkes Festbrennweiten Teleobjektiv. Und das wird, meiner Meinung nach, der Hauptgrund sein warum jeder zweiter meint man müsse sich unbedingt dieses Objektiv kaufen.
  • Mein Tipp für Anfänger jedoch, kauft euch wenn es möglich ist ein Kamera-Set mit einem Kitobjektiv. Das Preis-Leistungsverhältnis ist noch besser als bei einem 50er, denn der Preisunterschied zum Body beträgt meistens nur € 30.- bis € 50.-.

  • Und jetzt kommt meiner Meinung nach das wichtigste! Die heutigen Kitobjektive, mal abgesehen von ihrer Lichtstärke, reichen für die Internetfotografie und auch für den Druck bis zum Format A4 vollkommen aus. Ich habe hier Prints im Format A4 liegen, von Kitobjektiven von Olympus (14-42), Nikon (18-70), Canon (28-80), und ich traue mir nicht zu einen Unterschied zu sehen zu einem 50mm 1,8 Objektiv.
    Nicht zu vergessen, die wenigsten Anfänger werden größer als A4 Printen, und geschweige denn werden sie ihre Bilder nicht größer als eine Kantenlänge von 900px im Internet, zb. auf Flickr oder auf der eigenen Homepage zeigen.
Mein Fazit: Nicht Kopflos der Masse hinterher hechten, sondern sich mal selber fragen was es bedeutet mit so einem engen Bildwinkel von 70mm bis 80mm da Fotografieren zu erlernen!
Ein Kitobjektiv-Set kaufen, glücklich sein und sich im Moment keinen Gedanken um andere Objektive machen.

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33 Gedanken zu „Besser das Kitobjektiv nehmen als das 50mm“

  1. Ich denke man sollte hier nicht auf die Brennweite und auf die Lichtstärke achten,sondern viel mehr auf die Bildqualität. Zumindestens bei Canon habe ich die Erfahrung gemacht,das ein Kit Objektiv oft ein „matschiges“ Bild erzeugt.

  2. Kann Dir nur zustimmen. Bin besonders am Anfang sehr froh gewesen nen Zoomobjektiv zu haben um alles mögliche zu testen und zu lernen.
    Und das 50er finde ich erst jetzt am Vollformat so richtig genial.

    Finde ich gut, dass du deine Gedanken dazu hier mal in einem Blogpost verpackt hast.

  3. Genau meine Meinung! Ein Einsteiger wird mit einem 50er an einer APS-C-Kamera wohl eher nicht glücklich werden. Was er damit abbilden kann, ist eben nur ein kleiner Ausschnitt des menschlichen Blickfeldes. Ohne Cropfaktor mag das anders sein…
    Zum Qualitätsunterschied 50er vs. Kit-Linse: Den sieht man meiner Meinung nach schon sehr stark. Nämlich dann, wenn mit offener Blende fotografiert wird und es auch um ein schönes Bokeh geht.

    1. Beim Bokeh, geb ich dir recht, das ist nun mal bei 1,8 oder 1,4 schöner. Aber das ein 50mm bei 1,8 besser ist als ein 18-55 bei 3,5 kann ich mir nicht ganz vorstellen.

  4. Ein klares Jein! Zum Einen hast Du mit Deinen Ausführungen recht. Kit-Objektive reichen für halbwegs gute Prints völlig aus und kosten auch nicht die Welt. Ich kann mich allerdings auch erinnern, daß ich als Anfänger mit meinem ersten Kit-Objektiv völlig frustriert war weil ich hinsichtlich Lichstärke und Schärfentiefe keinen Raum für Experimente hatte. Mein erstes 50 mm öffnete mir da schon die Augen. Die Ergebnisse waren auf Anhieb ein gehöriges Stück besser und gaben mir für vergleichsweise wenig Geld sehr viel Gestaltungsspielraum. Seit dem laufe ich lieber statt zu zoomen.

    1. Bitte, meine Lieben ,nicht schon wieder die alte Leier“Zoomobjektive und Teles sind nur für Faule“u.ä.Ich benutze mein Zoom im Telebereich in wenigsten Fällen um näher heranzukommen sondern zum Motivfreistellen,unliebsame details am Bildrandd zu entfernen u.s.w.Du kannst nicht immer nahe genug dem Objekt kommen-dazwischen ist immer wieder ein Zaun ein Bach oder ein böser Hausbesitzer..
      Und es ist ein Riesenunterschied ob Du ein (zugängliches)Objekt bildfüllend mit einem 50-er oder aus grosser Entfernung mit einem Tele einfängst-denk andie „Stauchung“ der Perspektive!!Aus meiner täglichen Praxis kann ich nur sagen-wenn ich nicht gerade viel Zeit habe und nicht gezielt zum fotografieren gehe, habe ich immer meinen 18-200.er drauf-damit mir „unterwegs keine Motive entgehen..freilich ist ein 50-er Nikkor verzerrungsfrei und lichtstärker doch will ich nicht nur
      „Streetphotography“machen .Keine Ahnung wie gut oder schlecht die anderen „Kit-s“ sind-mein 18-200 Nikkor
      ist m.M.n.mehr als ausreichend für a l l e Anfänger.Seine Nahstellgrenze ist kurz genug um auch nahe Objekte vom Hintergrund zu lösen-wenn sein etwas unruhiges Bookeh nicht stört. Und knipsen mit 1/10 sek oder kürzer ist , dank Stabi, kein Problem.

  5. Hm, ich denke das Kit-Objektiv sollte man mitnehmen, weil es halt eh dabei ist wenn man die Kamera kauft und nicht nur einen neuen Body braucht, da man andere Linsen schon hat.

    Andere Teile des Artikels halte ich dennoch für Schwachsinn nicht Durchdacht.
    Wer in die Fotografie einsteigen möchte und nicht nur ein bisschen im P-Modus knipsen möchte sollte nicht unbedingt nur mit einem Zoom losrennen und denken dadurch kann er alles abbilden.

    Ich bin der Meinung ein Fotografisches Auge trainiert man sich nur an, wenn man wirklich die Basics von Grund auf lernt.
    Am Besten den internen Blitz zukleben, den Modusschalter nur zwischen Blenden- oder Zeitvorwahl tänzeln lassen und sich bewegen und das tut man imo am meisten fast nur mit einer Festbrennweite.

    Die Qualität ist mit allen Linsen gut, egal ob Kit oder Festbrennweite, das steht außer Frage. Ich frage mich warum dies hier als Argument für ein Zoom genannt wird!? – Fotohandys reichen von der Qualität aus Abzüge zu machen. Das benötigt keine 6×7 Kamera.

  6. Ich versteh den Zusammen hang zwischen der Größe eines gedruckten Fotos und dem Objektiv nicht. Mehr Megapixel –> größeres Foto –> grösserer Druck möglich. Was das mit dem Objektiv zu tun haben soll weiss ich nicht.

    Klar ist es am Anfang nett, wenn man rum-zoomen kann, aber die Kit-Objektive sind halt alle nicht besonders Lichtstark.
    Und für mich persönlich zählt Lichstärke mitlerweile zum Haupt-Kaufargument.

  7. Moin,
    also meine Empfehlung aus meiner eigenen Erfahrung heraus: Eine Kamera mit Kit-Objektiv kaufen, wie du schon sagst und als nächstes das 50mm, um den Unterschied zu erkennen und mit der Offenblende spielen zu können. Da ist das Kit-Objektiv mit 3.5 doch recht beschränkt.
    Nur einen Body mit einem 50mm als Beginn macht wirklich keinen Sinn, da stimme ich dir zu.
    Aber gerade für Anfänger sind die ganzen Set-Angebote mit günstiger Einsteiger-DSLR inkl. Kit-Objektiv perfekt, warum sollte man da einzeln kaufen?

  8. Ich stimme Dir zu. Man muss berücksichtigen, dass es um eine „Anfängerlinse“ ging. Ein Anfänger weiß meistens noch gar nicht, was er tatsächlich fotografieren will. Die Ansprüche konkretisieren sich erst mit der Zeit. Nach und nach findet man heraus, was man fotografieren möchte und was einem dabei noch fehlt. Das kann Lichtstärke sein – muss es aber nicht. Wenn ich z.B. die Landschaftsfotografie für mich entdeckt habe kann ich mit dem 50mm ebensowenig anfangen wie wenn ich mich dazu entschließe Planespotting zu machen. Feuere ich mit meiner 58er Leitzahl bei Familienfeiern jeden Gast halbblind brauche ich keine Lichtstärke, usw…
    Aber wie gesagt: Das finde ich erst mit der Zeit heraus, daher ist man mit einem Kit zu Anfang gut beraten.

  9. Dein Fazit gefällt mir. Schön auf den Punkt gebracht.

    Ergänzung aus der Erfahrung in der Praxis: I.d.R. sind die allermeisten „normalen“ Bilder in Tageszeitungen (auch formatfüllende) – zumindest in Lokalzeitungen – auch „nur“ mit Kitobjetiven entstanden :)

  10. @pixelboogie: Die Qualität bzw. mögliche Größe eines Drucks hängt nicht nur von der Megapixelzahl ab. EIn Bild mit hervorragender Qualität und 8 Megapixeln sieht evtl. auf A3 besser aus als ein verschissenes Bild mit mieser Qualität und 18 Megapixeln. Und die Qualität eines Bildes wird durchaus von der Abbildungsqualität eines Objektivs beeinflusst.

    Zoomyboy hat völlig Recht, zum Einstieg in die Fotografie ist ein 18-55 eigentlich das optimale Objektiv. Damit kann man erstmal herausfinden was man fotografieren möchte und welchen Brennweitenbereich man dafür braucht. Wenn man das weiß, kann man dann irgendwann auf qualitativ höherwertige Objektive für den jeweiligen Anwendungszweck umsteigen.

    1. Ich bin gerade im Dienst und schaue mir gerade ein meisterhaftes Foto im 50mal70 cm Posterformat, gestochen scharf und ohne Rauschen-kompositionsmäßig sowieso über alle Zweifel erhaben. Da ich die Autorin des bildes kenne (und bewundere) weiß ich das es mit einer…Nikon D80 gemacht wurde-also 10 Megapixel „klein“
      Fazit-rein technisch gesehen kann man sich die Pseudoregel „12 Mp reichen allemal für ein A4 plus
      Ausdruck aus “ in den…ehm pardon irgendwo schieben…

  11. mhm. ich denke es ging martin vor allem um die lichtstärke. und da ist dass 50mm einfach um welten besser.
    ich habe mir dass 35mm 2.0 von nikon gekauft um mit der blende zu spielen 😉

  12. D’accord, einem DSLR-Einsteiger würde ich auch eher zu einer Kitoptik raten. Viele der vorgeblichen Vorteile von 50mm relativieren sich: geringe Lichtstärke vs. high-ISO-capabilities, am Crop-Sensor ist es kein „Normalobjektiv“, an Fullframe ziehe ich selbst 35mm als „normal“ vor und viele Bokeh-Junkies landen früher oder später bei den echten Bokeh-Boliden.
    Ich liebe zwar Festbrennweiten, kann aber mit meinen 50ern nicht viel anfangen.

    Trotzdem: für wenig Geld gibt’s hier (oft) eine ordentliche mechanische und optische Qualität und eine kompakte Bauform. Und es ist eben eine preiswerte Festbrennweite / Sneakerszoom.

    1. und schon wieder ein wahrer Satz! Du hast Recht-wir schweifen ab und zerpflücken die Nebensächlichkeiten!Ich liebe dieses Forum !

  13. Meine Empfehlung : Erst Kit kaufen und mit der Kamera spielen bzw den Body beherrschen lernen, und später FB und sich mit den dadurch neu entstandenen Möglichkeiten vertraut machen.
    Als ich meine D40 gekauft habe, war ich am Anfang erschlagen von dem, was die Kamera mir an Möglichkeiten bot im Vergleich zur vorherigen Kompaktknipse, ich hatte erstmal mit dem Body genug zu tun. Alles weitere kommt mit der Zeit.
    Und wie der Manfred schon sagte, es wird viel zu viel geredet. Wie oft habe ich damals gelesen 6MP reicht mit ach und krach mal für DIN A4 – Mittlerweile habe ich mehrere DIN A3 Ausdrucke, und das sieht man definitiv nicht, das es eine 6MP Cam war. Davon ab, ich fand das 18-55mm Kit der D40 richtig gut (selbst wenn man die Linse einzeln kostet), geringe Naheinstellgrenze für Makros und solide Schärfe.
    Achja, neulich auf einem Blog gefunden : http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,667621-13,00.html
    Besonders wichtig : Der letzte Satz, der sagt IMO alles 😀

  14. Hallo Manfred,

    45-50mm entsprechen nicht dem Sichtfeld eines Menschen oder was Du auch immer ausdrücken wolltest.
    Normalerweise sagt man, dass der Bildwinkel einer 28mm Brennweite in etwa dem Blickwinkel des Menschen ähnlich ist. Tatsächlich aber hat der Mensch einen viel weiteren Blickwinkel. Der Bildwinkel eines 15mm Objektives käme da schon eher heran. (Vollformat)
    Menschen nehmen unterschiedlich wahr in ihrem Blickfeld. Menschen mit Aspergersyndrom können Dich z.B. aus einem viel extremeren Blickwinkel beobachten, als Du vermuten würdest. Das kann auch jeder mal ausprobieren und üben, ist ganz spannend.
    50mm Objektive waren früher nicht deshalb „Standardobjektive“, weil sie kostengünstig sind. Man konnte früher einfach noch nicht andere Objektive bauen. Ein 50mm Objektiv ist sehr einfach herzustellen.
    Natürlich ist es auch kostengünstig. Einem Anfänger würde ich immer empfehlen, ein gutes Objektiv zu kaufen, wenn er über das Budget verfügt.
    Warum viele dieses 50mm Objektiv empfehlen? Nunja, es ist ein kostengünstiger Schritt in einer bessere Bildqualität. Dabei ist nicht nur die Lichtstärke entscheidend.
    50mm sind zudem unproblematisch und universell. Außerdem ist es in einer Preisliga angesetzt, wo man bei einem Affiliatlink noch ins Grübeln kommt zuzuschlagen. 😉

    Beste Grüße aus Kiel

    Olaf Bathke

    1. Medizinisch und Mathematisch hast du wahrscheinlich recht. Aber vielleicht gefällt dir ja dieser Satz besser:
      Als „Normal“ bezeichnet man ein Objektiv, dessen Brennweite ungefähr der Diagonale des Filmformates entspricht. Ein solches Objektiv wird einen Bildwinkel von ungefähr 50 -55 grad haben, der etwa dem unserer menschlichen Sehweise entspricht. Bzw. beim Blick durch den Sucher, dem Betrachter einen bekannten oder eben ähnlichen Blickwinkel freigibt, wie beim sehen.
      Zoomobjektive haben sie seit den 60er Jahren gebaut, Mitte der 70er waren die Zoomobjektive dann auch für viele preislich Interessant. Trotzdem wurden immer noch die meisten Kamera-Sets mit dem 50mm Angeboten und verkauft.
      Ein 50mm ist schon alleine von der Konstruktion und Optischen Rechnung gegenüber einem Zoomobjektiv ein regelrecht Simple Teil. Allein wie aufwändig man ein Zoomobjektiv optisch korrigieren muss, gegenüber einem 50mm, damit es halbwegs eine vernünftige Abbildungsleistung bekommt. Bsp. das 50mm von Canon: 6 Linsen in 5 Gliedern, Canon 18-55: 11 Linsen in 9 Gliedern. Mehr Linsen in noch mehr Gliedern bedeutet auch mehr Aufwand.

      1. Das Zoomobjektive aufwendig sind, dass weiß man spätestens, wenn man ein 70-200 2.8 is an einen Laternenpfahl geschleudert hat und den Kostenvoranschlag für die Rechnung sieht. :-)

  15. Zustimmung. Ein 50/1.8 macht für Anfänger nur dann Sinn, wenn diese sich von vorne herein auf Bereiche wie die Portraitfotografie beschränken wollen. Ansonsten beschränkt eine 50mm Festbrennweite (bzw.75-80mm an APS-C) den Anfänger einfach beim Experimentieren und Lernen. Für Landschaftsfotografie, Architektur und vieles mehr benötigt man häufig eine kürzere Brennweite. In der Praxis kann man schließlich nicht immer den Abstand zum Motiv so vergrößern, dass man auch mit 50mm den gewünschten Bildausschnitt einfangen kann. Für viele dürfte ein 50/1.8 eine gute Wahl als 2. Objektiv sein.

    Mittlerweile gibt es um Festbrennweiten teilweise auch ein pseudoelitäres Getue nach dem Motto: „Zoomobjektive? Ahnungsloser Amateur! Ich nutze nur Festbrennweiten (= Ich bin Vollchecker und Profi)“

  16. Eine nette angeregte Diskussion bei der die Antwort meiner Meinung nach nur sein kann „Kommt darauf an“.
    Kommt auf den Geldbeutel an.
    Kommt darauf an, was der Fotograf vor hat.
    Kommt darauf an, wie ambitioniert der Käufer in die Fotografie einsteigen will.

    Ich würde heute gleich ein 50 mm zu dem Kit-Objektiv dazu kaufen. Was ich einem Freund rate hängt von den obigen Fragen ab.

    Beste Grüße
    Paddy

  17. Ich sehr das etwas anders. Das Kit UND das 50 1.8. Das Preisleistungsverhältnis des 50 1.8 ist unschlagbar. Gerade als Portraitlinse passt die Brennweite sehr gut. Und das Objektiv ist definitiv die EINSTIEGSDROGE für Lichtstarke Objektive. Natürlich muss jeder für sich selbst herausfinden ob ihm die Bildwirkung zusagt. Gerade mit dem Kit ist bei 50mm am Crop mit halt nicht diese Bildwirkung möglich.

    Das 50er kann für einen Anfänger natürlich niemals den Brennweitenbereich des Kits ersetzen, aber ich würde es immer dazu empfehlen, gerade um „Lichtstärke“ und deren besondere Bildwirkung kennen zu lernen. Für mich hat das 50er jedenfalls sehr früh meinen weiteren Weg geöffnet. Verallgemeinern lässt sich das sicher nicht, aber gerade die alten Kits ohne IS waren zwar abgeblendet gut zu gebrauchen, aber offen gegen das 50 bei gleicher Blende Chancenlos.

    Gerade ein Anfänger tut sich mit Blende 1.8 leichter praktisch zu erfahren welche Bildwirkung sich durch eine offene/geschlossene Blende ergibt….

    Das KIT sollte aber immmer mitgenommen werden, der Preis ist einfach unschlagbar günstig, und wenn nach einigen Wochen das Kit verkauft wird ist der zu erzielende Preis fast immer höher als der Mehrpreis beim Kauf mit der Kamera….

  18. Denke auch man sollte das Kit nehmen, wobei ich bei Olympus ehr das 14-54 II empfehlen würde wenn es ins budget passt. Bei dem Objektiv passt einfach Brennweite, Lichtstärke und Abbildungsleistung.

  19. Ich halte von Kit-Optiken nicht viel, ich hab gesehen wie bei 18mm die Kitlinse verzeichnet und gerade Linien am Randbereich werden zur Diagonale…. das sind doch alles nur Kompromisse.

    Wer Festbrennweiten nutzen möchte, nutzt sie. Und wenn 50mm zu „lang“ erscheinen bleibt immernoch die Möglichkeit ein kürzeres zu kaufen, in den meisten Fällen hat man 14 Tage Umtauschrecht… Preis/Leistung ist bei den 50/1.8ern super. IMO beschränkt nur der Fotograf sich selbst, nicht das Werkzeug. Durch eine feste Brennweite muss man seine Perspektiven und Kompositionen umdenken, sie suchen und finden. Aber soetwas macht Arbeit…. die meisten wollen das nicht – im Dreck liegen und einen anderen Blickwinkel erzeugen mag eben nicht jeder. Ich bin davon großer Fan, so er“lebt“ man wenigstens das Foto und knipst nicht einfach nur rum.

    Was ich persönlich nicht könnte, eine Festbrennweite mit 300mm benutzen. Hierfür nutze ich gerne ein Zoom.

    1. als 50mm Kleinbild Äqivalent benötigt man eine 35mm
      Brennweite und wenn es etwas weitwinkelig sein sollte -einen 24mm Scherben.Schon mal gesehen, was ein 24-er nikkor mit lichtstärke 1,4 kostet? nicht gerade ein einsteigergerechter Preis…

    2. bitte, bitte nocheinmal-die Perspektiven,Blickwinkel,Ausschnitte,usw, kann ich genauso mit einem Kitzoom/ Superzoom suchen-die Regel
      die ich für kreative Fotografie brauche lerne ich als Anfänger am besten in einem Kunstseminar und/oder durch das Probieren. Und wenn jemand faul ist ,der wird gar nicht suchen ,probieren, herumgehen-egal mit welchen Objektiv…
      p.s.welches Profiobjektv verzerrt bei 18mm nicht am Rand
      ?

  20. @Olaf : Autisten nehmen nicht nur mit den Augen extrem wahr. Habe davon zwei zu Hause, der eine ist noch sehr klein, aber beim Großen (11 Jahre) ist es bemerkenswert, was der alles schmecken und auch riechen kann. Aber eine überzogene Wahrnehmung steht den Autisten leider meist im Weg als das es hilfreich ist…

  21. Im Grunde werden hier schon alle relevanten Meinungen vertreten, insofern bleibe ich subjektiv. Aus Preisgründen kaufte ich meine erste DSLR mit Kit-Objektiv. Ich komme jedoch aus der analogen SLR-Fotografie und habe dort trotz meiner zahlreichen Brennweiten eigentlich immer ganz oldschool mit dem 50mm „Normalobjektiv“ gearbeitet. Ein Freund des Zoomens war ich noch nie, bewege mich also lieber selbst. In wenigen Fällen (Tierfotografie) hätte ich natürlich doch gerne einen Zoom in der Tasche gehabt. Entscheidend ist aber, dass ich mit der DSLR-Ausrüstung so gut wie nie spontan losgehe, sondern genau weiß, was ich fotografieren werde. Und da das meistens Portraits sind, war die 50mm Festbrennweite 1:1,4 für mich der erste Zukauf. Ich brauche die gute Lichtempfindlichkeit, die kleine Blende für schönes Bokeh und Tiefenschärfe bzw. Unschärfe. Mittlerweile nutze ich fast nur noch die Festbrennweite bzw. ältere Festbrennweiten über einen Adapterring.

    Ich rate Beginnern eher davon ab, allein mit dem 50mm Objektiv starten zu wollen. Es ist schon beachtlich, wie „telemäßig“ es nach dem Crop Faktor wirkt. Es wird im Grunde unmöglich, weit genug von einem Gebäude zurück zu treten, um es noch fotografieren zu können. Für Spontanes Festhalten ist das Kit-Objektiv also wesentlich flexibler.

    Wer seinen Einsatzbereich kennt, kauft natürlich, was er braucht.

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