Es passiert mir selten das ich so kämpfen muss für ein Fotomotiv, wie bei dieser gefrorenen Pflanze oben. Erschwerend kommt hier hinzu, das plötzlich und unerwartet ein Eisregen einsetzte. Nicht nur das ein schräg daher kommender Eisregen, ziemlich weh tut im Gesicht, auch kriecht die Nässe überall hin, in jeden noch so kleinen Spalt.
Es war eine ordentliche Belastung für Mensch und Technik wie ich finde. Neugierig bin ich, wenn ich so weiter mache, wann meine Canon 50D oder eines meiner Objektive das erste mal streikt.

Bei dem Bild, der gefrorenen Pflanze hatte ich Zwei Schwerpunkte:
- 1. Denn Hintergrund. Die Pflanze war umringt von anderen Pflanzen, ich wollte aber einen halbwegs ruhigen Hintergrund. In der Makrofotografie redet man von “den Hintergrund wegdrücken”, dies geht man am besten an, wenn man das Motiv regelrecht umrundet, und sich so das Motiv von allen Seiten ansieht. Nun hat man die Position für seine Kamera gefunden, wo man den ruhigsten Hintergrund hat, aber nun geht es weiter denn nun muss man ja die optimale Position für die Kamera finden. Aber das ist fast nie immer die gleiche Position.
Hier muss man fast immer einen Kompromiss eingehen, wo ist der Hintergrund noch ruhig und wo ist der beste Standpunkt für meine Bildkomposition. Nicht einfacher machte die Sache, das dies alles auf einem ziemlich steilen Hang statt fand. - 2. Die Blende, Verschlusszeit, ISO Kombination. Wie es nun mal so bei Eisregen ist, hat sich die Pflanze natürlich bewegt. Und das ist in der Makrofotografie ganz schlecht. Als die Optimale Brennweite habe ich die 200mm gewählt, so ist das Hauptmotiv noch verhältnismässig groß Abgebildet und doch hatte ich noch genug Fleisch an den Rändern-das mir bei diesem Motiv sehr wichtig war.
Um die Pflanze noch scharf zu bekommen, musste ich eine noch halbwegs schnelle Verschlusszeit bekommen, das war aber mit meiner Optimalen Blende von 8, nicht so einfach. Da ich aber schon bei 200mm angelangt bin, brauchte ich hier mindestens eine 1/200, obwohl das ist auch schon fast zu langsam. Nun gut bei ISO 400 ist bei mir in der Makrofotografie Schluss, mehr will ich nicht einstellen.
Also bin ich hier auf eine Verschlusszeit von 1/160 gekommen, eigentlich zu langsam, aber nun gut. Das Motiv ist noch gerade scharf, die Schärfe ist nicht Optimal, aber es ist Ok. Damit der gefrorene Hintergrund noch mehr Farblich zu Geltung kommt, habe ich um +1 EV Überbelichtet, was dem Bild gut getan hat.
Alles in Allem, bin ich mit dem Bild zufrieden. Ganz stolz bin ich auf den Hintergrund. Wenn man bedenkt das es ein Natürlicher Hintergrund ist und kein in Photoshop erstellter, sieht er extrem gut aus.







ja, der ist dir gut gelungen wenn man standpunkt und sauwetter mit beachtet.
das untere foto könnte auch “winter cam” betitelt werden und passt dann gut zum ersten.
du mutest deiner technik ganz schön etwas zu, ich wäre da zu feige. werd heute nur mit einer mülltüte geschützt den weg nach draussen finden. ich überlege noch wie ich den schräg fliegenden schnee am besten in szene setzen werde.
Das Foto finde ich klasse. Ist Dir sehr gut gelungen und der Hintergrund rockt!
Außer eigener Erfahrung kann ich mir gut vorstellen, wie Du dafür hast kämpfen müssen (Wetterbedingungen).
Allerdings schütze ich mein Equipment etwas mehr. Das ganze Wasser kann nicht gut sein und eine 50D wäre mir persönlich einfach zu wertvoll, um sie durch einen Wasserschaden zu verlieren.
starkes bild trotz schlechtem wetter , ich persöhnlich hätte zusammen gepackt..
Hut ab !!!!