Domke Fototaschen

29. November 2009 · 16 kommentare

Domke F2
Es war glaube ich so Anfang der 90er, als ich eigentlich durch Zufall einen Fotografen kennen lernte, der gerade nach zig Jahren Aufenthalt in den USA, nach Österreich zurück gekommen ist. Er hat irgend etwas mit Reuters zu tun gehabt, keine Ahnung mehr was genau. Zu diesem Zeitpunkt bin ich gerade so in die Fotografie eingestiegen, und habe alles aufgesaugt, was ich so über Fotografie hörte oder halt in einem Magazin lesen konnte.

Ich war nicht nur von seinen Geschichten fasziniert und seinen Abenteuern, sondern ganz besonders von seine Beigen/Sandfarbenen Fototasche bestückt mit einer Nikon F3 und einigen Objektiven. Speziell diese Fototasche hatte es mir angetan, sie war irgendwie aus einem weichen Material und doch war sie stabil, und schmutzabweisend. Der nette Mann erzählte mir dann, das das eine Domke F2 sei, mit dieser Tasche läuft in den USA jeder zweite seiner Kolleggen damit herum. Domke F2? Noch nie gehört! Ich musste so eine Tasche haben, ich versuchte verzweifelt ein Domke F2 in Österreich zu bekommen, damals war das ja noch nicht so mit dem Internet. Leider was es mir nicht möglich so eine Fototasche aufzutreiben.

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Und heute, ist die Domke F2 irgendwie in Vergessenheit geraten, andere Taschenhersteller sind dazu gekommen, bzw. haben sich die verwendeten Taschenmaterialien verändert und dadurch auch die Ausstattung und die Funktionen der Fototaschen. Denn heute sind Fototaschen, mit Neopren überzogen, sind gleichzeitig auch ein Rucksack und eine Hüfttasche und können mit ihrem Flexiblen Innenraum auf die jeweiligen Platzbedürfnisse umgebaut werden.
Nicht so die Domke F2. Sie besteht aus CANVAS Baumwolle, einem Segeltuch ähnlichen Material überzogen mit einem Ballistic-Nylon. Und trotzdem ist die Domke F2 Wasserabweisend, durch das eingesetzte Material spielt die F2 ihre stärken aus, für das sie seit 30 Jahren von Fotografen in der ganzen Welt so geschätzt wird:

Domke F2 Features
  • -sie ist besonders leicht
  • -atmungsaktives Material
  • -komfortables Tragegefühl
  • -besonders robust für harte Einsätze
  • -stabile, straßenerprobte Hardware und YKK Verschlüsse
  • -umlaufenden Antirutschschutz
  • -patentierte gepolsterte, variable Inneneinteilung

Jim Domke, ein Amerikanischer Fotojournalist, denn die damaligen Fototaschen einfach nicht zusagten, entwickelte Mitte/Ende der 70er, dann die erste Fototasche die seinen Ansprüchen genügte. Als seine Kollegen die ersten Domke Prototypen sahen, wollten sie auch eine, das war dann der Startschuss für die Domke Fototaschen. Einer der gründe warum die Domke Taschen so bei den Fotojournalist so gefragt war, war sicher auch weil die Fototasche eben ein Kollege entworfen hat, einer der wusste was Sache war, der wusste welche Anforderungen so eine Fototasche in harten Alltag einer Fotojournalist zu erfüllen hat.

Jim Domke über seine Fototaschen: “Eine Sache, die sich nie ändern wird, ist das zugrunde liegende Konzept, das alle Domke Taschen verkörpert, seit ich die erste Domke Tasche vor über drei Jahrzehnten fertigte. Jede Domke Tasche von der ersten bis zur letzten ist ein dynamisches Instrument für den Fotografen, die ich für diesen Bereich konzipierte. Deshalb ist jede Tasche, die meinen Namen trägt: Überaus praktisch, haltbar, leicht, umweltfreundlich und eine Fototasche, die eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung des Fotografen ist, bei jeder Aktion.”





Gerade die Domke Fototaschen haben sicher auch einen Legenden Bonus, oder sagen wir mal einen Geschichten Bonus. Es gibt heute modernere Fototaschen, die vielleicht flexibler sind und wohl auch mehr Funktionen haben. Aber wohl keine Fototaschen, werden seit fast 30 Jahren bei den Fotojournalisten so geschätzt wie die Domke Taschen.
Und auch heute vertrauen noch viele Fotografen ihre Ausrüstung einer Domke Fototasche an. Zum Beispiel ist Domke die Offizielle Phototasche der “The White House-News Photographers”. Auch setzen einige Internationale Magazine und Presseagenturen (bzw. deren Fotografen) wie zb.: Los Angeles Times, Newsweek, Reuters, US-Today, Time-Life Inc., The Washington Post, noch immer gerne Domke Fototaschen ein.

Und mir reicht es nun, da bei mir so oder so eine neue Fototasche ansteht, werde ich die Gelegenheit nutzen und mir nach langer Wartezeit eine Domke F2 kaufen. :)

Domke Fototaschen bei Amazon

16 kommentare… lese dir die kommentare durch und schreibe selber einen kommentar

1 crosa 29. November 2009 um 10:50

Fototasche *seufz* Ja, mit dem Thema habe ich mich auch schon sehr oft und sehr intensiv beschäftigt. Ich glaube Fototaschen + Rucksäcke, da hatte ich bestimmt schon mehr als 10 verschiedene. Jetzt hat sich die Ausrüstung wieder etwas geändert und ich bin auf der Suche nach einer etwas kleineren Tasche. Die Domke Tasche wäre schon eine Überlegung wert. Einzig der Preis hält mich noch etwas zurück. Aber wieder mal genial, genau der richtige Artikel zum richtigen Zeitpunkt :)

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2 zoomyboy 29. November 2009 um 10:55

Crosa, ich weis aus guten Quellen, das zb. eine Domke F2 ganz besonders gut auf deine Festbrennweiten Schätze aufpassen würde ;)

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3 Henning Wüst 29. November 2009 um 12:14

Da kommen richtig wehmütige Gefühle auf. Seufz. Habe die auch einige Jahre eingesetzt. Nun ist sie aber einem ThinkTank Gurt gewichen im Rahmen des neuen Minimalismus “weniger und flexibler ist mehr”.

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4 crosa 29. November 2009 um 12:47

Ja, genau dafür bräuchte ich sie. Nur mit 28er und 85er losziehen. Wenn das 70-200 2.8 dabei ist bleibt eh nur die große Crumpler. Werd sie mir mal beim Fotohändler meines Vertrauens ansehen und ausprobieren. Ist ja mit Sicherheit eine Investition für die Ewigkeit.

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5 bee 29. November 2009 um 15:19

Klingt richtig gut – bin mal gespannt auf deine ersten Eindrücke.

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6 Michael 29. November 2009 um 18:15

167 Euro (siehe Amazon) für eine Fototasche finde ich nicht zu viel.
Wenn man bedenkt, das der Inhalt ein vielfaches wert ist und gut geschützt werden will.

Gruß Michael

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7 crosa 29. November 2009 um 18:38

@Michael
Ja, so gesehen stimmt das schon…

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8 Frank 29. November 2009 um 21:52

Die gute F2 hat nur einen Riesen Nachteil ….geh mal mit ihr und deiner geliebten Ausrüstung 2 Stunden bei windigem Wetter am Strand spazieren, da macht sich der fehlende Zipper für das Hauptfach böse bemerkbar. :-(

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9 Teatime 29. November 2009 um 21:54

Meine “F2″ habe ich jetzt schon viele Jahre und ich würde (werde) sie auch nie hergeben.
Man kann irgendwie gar nicht so genau beschreiben, warum, aber bei Presseeinsätzen leistet sie mir immer noch gute Dienste und verstaut alles, was ich brauche.

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10 crosa 29. November 2009 um 22:09

Bei Ebay ging gerade eine für 90,- weg. Hätte vielleicht doch mehr als 84,- bieten sollen…

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11 zoomyboy 29. November 2009 um 22:17

Grrrrr, man crosa, warum sagst du nichts?

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12 crosa 29. November 2009 um 22:23

1. dachte ich du hättest sie bereits gekauft, und zweitens hoffte ich ja selber darauf…

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13 zoomyboy 29. November 2009 um 22:15

Die F2 ist sicher nicht die Perfekte Fototasche, genau so wenig wie die anderen am Markt erhältlichen.
Aber gerade bei der F2 kauft man auch noch diesen Ruf der Unverwüstlichkeit und vielleicht auch den Flair und diesen Hauch der früheren Pressefotografen mit. Wohl wie bei keiner anderen Fototasche. Und es muss wohl schon was dran sein, wenn sie nach fast 30 Jahren noch immer gerne von Fotografen Weltweit eingesetzt wird-wie eben Teatime gesagt hat: “…irgendwie gar nicht so genau beschreiben, warum, aber bei Presseeinsätzen leistet sie mir immer noch gute Dienste..”

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14 Teatime 30. November 2009 um 08:09

Und noch ein Vorteil:
Das Teil kann komplett in die Waschmaschine. Anschliessend mit Imprägnierspray behandeln und schon ist die Tasche wieder einsatzfähig.

Das versuche mal einer mit einer LowePro. Mal ganz davon abgesehen, dass ich schon Probleme hätte, meinen AW200 Rucksack in die Maschine zu bekommen… :-D

Wobei: wetterfest würde ich die F2 nun nicht wirklich bezeichnen…

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15 Guido 30. November 2009 um 21:42

Wieso ist das Thema Rucksäcke und Taschen eigentlich so furchtbar kompliziert? Fast jeder – mich eingeschlossen – hat schon x Taschen und Rucksäcke ausprobiert und ist nie so ganz zufrieden.

Der große Vorteil von Umhängetaschen im Vergleich zu Rucksäcken ist, dass man viel schneller und bequemer auf seinen Fotokrempel zugreifen kann. Aber mir tun schon bei einem brauchbaren Fotorucksack nach 2 Stunden die Schultern weh. Wenn das ganze Gewicht mit bei so einer Umhängetasche nur an einer Schulter hängt, dann will man damit vermutlich nicht wirklich lange umherlaufen?

Ich habe mir gerade den mittleren Rucksack von National Geographic bestellt. Den finde ich abgefahren chic und da ich öfters in Afrika unterwegs bin, passt auch die Farbe. Mal schauen.. Der größere NG-Rucksack wäre vom Platz her eigentlich besser, aber der ist mit seinen 60cm nicht mehr wirklich Handgepäck-kompatibel von den Abmessungen her – vom Gewicht sowieso nicht. Und auf der Suche nach zusätzlichen Einnahmequellen kontrollieren immer mehr Airlines Abmessungen und Gewicht des Handgepäcks.
http://www.taschenfreak.de/TASCHEN/NATIONALGEOGRAPHIC/NG-5162/index.htm

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16 Andreas 3. Dezember 2009 um 17:33

Mich plagt das Thema Rucksack / Tasche auch immer wieder. Hab jetzt schon beides versucht und ich muss sagen, weder das eine noch das andere haben mich bisher überzeugt. Ich hab die Domke jetzt mal auf den Wunschzettel für Weihnachten geschrieben. Hab es grad zur richtigen Zeit entdeckt :)

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