Festbrennweiten und Zoomobjektive


Wie ja vielleicht einige von euch schon mitbekommen haben mache ich gerade ganz still und heimlich eine Systemwechsel. Nun werde ich aber wieder zu 99% zu Objektiven greifen mit einer Festbrennweite, und eventuell ein Zoomobjektiv als Spielzeug, so für zwischendurch.

Warum ich Festbrennweiten bevorzuge und welche Überlegungen meinerseits dahinter stecken möchte ich euch kurz näher bringen.

Die Optische Qualität, der Preis und das Gewicht.

Noch von den Zeiten als ich mir noch Testberichte von Fachzeitschriften und niedergeschriebene Notizen von ehemaligen Zeiss-Oberkochen Angestellten an die Wand pinnte, ist mir für immer der Satz hängen geblieben: „Um so weniger Glas/Linsen verbaut sind um so leichter ist das Objektiv zu korrigieren und um so einfacher ist die Optische Rechnung.“ Sicher gibt es einige Zoomobjektive die Optisch fast so gut sind wie Festbrennweiten, doch diese müssen mit einigen Euros bezahlt werden.

Nehmen wie als Beispiel ein 2,8 24-70mm Zoomobjektiv, von dem es ja bei jedem Hersteller eines zu erwerben gibt. Das würde bei den Festbrennweiten Objektiven bedeuten, ein: 24mm, 35mm, 50mm und da die 70mm keine typische Brennweite ist nehmen wir ein 85mm. Vier Objektive in einem, nicht schlecht. Mit der Lichtstärke, dürfte man kein Problem haben, denn bei denn Festbrennweiten kommen wir locker auf die 2,8. Betrachten wir hier mal als Beispiel ein Canon ein 24-70 2,8 und als Alternative die Festbrennweiten dazu:

Brennweite Gewicht Preis Zoomobjektiv Canon EF 24-70mm 2.8 L
Canon Objektiv EF 24mm 2.8 270g € 412.-
Canon Objektiv EF 35mm 2.0 210g € 239.-
Canon Objektiv EF 50mm 1.8 130g € 95.-
Canon Objektiv EF 85mm 1.8 425g € 345.-
Vergleich Gewicht und Gesamtsumme 1035g € 1091.- 950g | € 1145.-

Beim Gewicht gibt es keine großen Unterschiede, beim Preis haben wir einen leichten Vorteil für die Festbrennweiten. Bei der Lichtstärke sind wir bei den Festbrennweiten durch die Bank mindesten gleich oder öfters sogar noch besser.
Das 24-70 2,8 von Canon ist ein L Objektiv und somit das beste was es zum kaufen gibt. Trotzdem denke ich nicht, das die Festbrennweiten hier von der Optischen Qualität schlechter sein werden. Im Gegenteil, das 24er wird warscheinlich noch weniger verzeichnen wie die 24er Einstellung beim Zoomobjektiv. Und das 85er 1,8 ist, so weit ich das mit bekommen habe, eines besten und gilt als Geheimtip.

Und nun meine Überlegungen und Meinungen dazu:

Der Platz in der Fototasche und das Objektiv wechseln. Mit dem Zoomobjektiv hätte ich in einem Objektiv ein 24er, 35er, 50er und 70er! Somit währe ich viel Flexibler und könnte durch einen Dreh am Zoomring Distanzen überbrücken und eventuell schneller auf gewisse Situationen reagieren. Und als Draufgabe brauche ich vielleicht keine Fototasche mitnehmen, oder gewinne halt so Platz in dieser, für eben andere Fotosachen.

  • Ich bin kein Sportfotograf und auch kein Pressefotograf, somit ist mir die Schnelligkeit, die ein Zoomobjektiv gegenüber dem Wechseln der Festbrennweiten zweifellos besitzt, egal.
  • In der Natur und Makrofotografie bin ich meisten immer mit einem Rucksack unterwegs somit spielt das Platzproblem keine Rolle.
  • In der Streetfotografie setze ich liebend gerne ein 35er oder ein 50er ein. Eigentlich die Klassischen Brennweiten in diesem Thema. Gerade Objektive in diesem Brennweitenbereich sind wunderbar klein und Handlich, und somit zieht man auch keine blicke auf sich und kann so eventuell ungestört und nicht beachtet schöne Urbane Bilder machen. Auch nicht zu vergessen ist hier, das man so ein kleines 50er oder 35er auch mal in der Jackentasche verschwinden lassen kann. Dadurch sind diese Kompakten Festbrennweiten für die doch sehr Mobile Streetfotografie sehr geeignet.

Der Preis. Ich mag es, wenn ich es mir einteilen kann wann ich welches Objektiv kaufe. Bei dem Zoomobjektiv müsste ich auf einen Batzen € 1145.- bezahlen. Bei den Festbrennweiten kann ich das auf Zwei oder Dreimal machen.

Stabilität. Sicher die Verarbeitung bzw. Robustheit von zb. einem L-Canon Objektiv wird schon Ausgezeichnet sein. Aber wenn ich mir so vorstelle 16 Linsen in 13 Gruppen und das ganze wird dann noch beim Zoomen hin und her geschoben, naja ich glaube einen gröberen stoß gegen die Tischkante oder ein kurzer freier Fall auf den Boden tut dieser doch Komplizierten Anordnung von Glas nicht so gut. Da habe ich doch mehr Vertrauen in die weitaus weniger Linsen/Gruppen einer Festbrennweite.

Das Bewegen. Überspitzt formuliert wird man mit einem Zoomobjektiv faul. Mit einer Festbrennweite muss ich mich mehr bewegen, ich muss zurück und nach vorne. Und vielleicht finde ich durch eben diese 5 Meter nach links eine noch bessere Position für meine Bildkomposition? Ein Zoomobjektiv verleitet zum stehen bleiben, ein Zoomobjektiv ist quasi wie eine Fernbedienung des TV-Gerätes-als diese noch keine Fernbedienung hatten, bewegten sich die Menschen viel öfter, und es wurde auch weit weniger gezappt. 😉

Aber letztendlich ist es immer eine Persönliche Entscheidung. Denn der eine mag eben Zoomobjektive und der andere liebt seine Festbrennweiten. Hauptsache es wird damit Fotografiert.

20 Gedanken zu „Festbrennweiten und Zoomobjektive“

  1. Sehr schöner Artikel, der meine eigenen Überlegungen unterstreicht. Nach einiger Eingewöhnungszeit bin ich nun sehr oft nur mit einer 50er Festbrennweite unterwegs. Da ich um die „Normalbrennweite“ (bzw. die entsprechende Wirkung am 1,5er Crop) gerne noch etwas hochwertigeres hätte, steht die Entscheidung, ein hochwertiges Zoomobjektiv mit f/2.8 und ca. 18-50mm oder eine Festbrennweite um 30mm zu wählen. Ich denke ich werde mich für eine Festbrennweite entscheiden, was dein Artikel nochmals stützt.

  2. ich kann das auch nur bestätigen.
    Früher hatte ich ein Zoomobjektiv, welches riesengroß war.
    Nachdem ich ein 50mm 1.4 Nikkor gekauft hatte, war das Zoom fast nicht mehr in gebraucht…
    mittlerweile ist die sammlung auch größer und was mir am besten gefällt ist einfach die höhere lichtstärke bei festbrennweiten!

  3. Das ist ja mal ein interessanter Vergleich. So hab ich das noch nie gesehen. Bei mir persönlich überwiegen die optische Qualität der Festbrennweiten und die mögliche Zunahme der Kreativität, weil ich eben nicht zoomen kann, sondern mich bewegen muss :-)

  4. Ich hatte einen Großteil der obigen Festbrennweiten und aktuell habe ich das 24-70, somit kann ich dir gerne was dazu sagen:

    24 2.8 auf keinen Fall kaufen. Eine ganz alte Festbrennweite, kein USM, eher mässige Abbildungsleistung. Wenn lieber Sigma 24 1.8 oder noch besser 20 1.8. Ich hatet das 20 1.8 und war absolut begeistert. (Vor allem am Kleinbild) Das 24 1.4 wäre natürlich eine ganz andere Liga, aber leider sehr, sehr teuer.

    35 2.0 am Crop hab ich es wirklich geliebt. Gut, das Sigma 30 1.4 ist, soweit du ein gutes erwischt eine Alternative. Allerdings ist die Nahstellgrenze dort ziemlich hoch. Das 35 2.0 hat keinen USM, also einen relativ lauten Fokus und ist nicht gerade wertig. Die Abbildugnsleistung fand ich am Crop klasse, es ist vor allem Offenblendentauglich. Nach dem Wechsel zum Kleinbild konnte es mich dort aber nicht mehr überzeugen. Am Crop würde ich es mir immer kaufen, Preis/Leistung ist toll. Das Bokeh ist allerdings nicht so toll.

    50 1.8 die Einstiegsdroge. Die aktuelle Version II hat allerdings Kunststoffbajonett und keine Entfernungsskala. Preis/Leistungshit. Allerdings wird du es bald durch das 50 1.4 ersetzen. Also gleich das 50 1.4 kaufen. Geheimtip ist die Version 1, also das 50 1.8 MK I mit Metallbajonett und Entfernungsskala. Allerdings nur gebraucht und mit ~ 115,- – 120,- teurer als das 50 1.8 II in neu. 50 1.8 haben aber beide Versionen ein sehr unschönes Bokeh (auch das 50 1.4 ist da nicht über jeden Zweifel erhaben, aber deutlich besser. 50 1.4 hat Metallbajonett, Entfernugnsskala und FTM und ich glaube eine Blendenlamelle mehr.

    85 1.8: kaufen, kaufen, kaufen. Sauschnell, sauhell, extremgute Abbildungsleistung und Offen einfach superklasse. Leider wurde mir die Nahstellgrenze von irgendwas um die 80 cm am Kleinbild deutlich zu groß und es musste der Finanzierung des 70-200 2.8 L weichen. Ich vermisse es aber und denke, wenn wieder Geld im Haus wird es wieder gekauft.

    Jetzt zum 24-70. Am Crop war es nie ein Thema weil es mir zu lange war und/oder zu kurz. Das hat sich aber mit der 5D geändert. Da der große Sensor den Dreck einfach magis anzieht hatte ich die Wechselorgien satt. Noch dazu entspricht Blende 2.8 am KB in etwa Blende 2 am Crop. Das 24-70 ist für mich als das Objektiv wenn ich nicht genau das richtige Reiseobjektiv. Nahstellgrenze ist super, für Landschaft am KB noch ausreichend Weitwinkelig. Verarbeitung ist Oberhammer, Farben, Schärfe, Bokeh, Abbildungsleistung einfach sehr gut. Ich möchte es nicht mehr hergeben. Ich habe nur noch ein 50 1.4 in diesem Brennweitenbereich.

    Ich hoffe ein paar Punkte helfen dir bei der Entscheidungshilfe. Axo, bei Canon NICHT L Objekiven sind keine Gelis bei…..

    1. Tolle Auflistung, dem Abschnitt mit dem 1,8/50 I kann ich nur komplatte zustimmen.

      Allerdings:
      Zitat: „Noch dazu entspricht Blende 2.8 am KB in etwa Blende 2 am Crop.“
      Hier ein klares NEIN.
      Die Blende ist eine Verhältniszahl und gibt den Durchmesser der Blendenöffnung im Verhältnis zur Brennweite an. Und dieses Verhältnis ändert sich nicht, wenn Du das Objektiv an eine Crop-Kamera anschliesst, denn die echte Brennweite des Objektivs ändert sich ja nur theoretisch.

      1. Ok, ich korrigiere, die Bildwirkung erscheint wie Blende 2.0 statt 2.8. Und du kannst mir jetzt rechnerisch beweissen, dass es nicht so ist, aber tatsächlich WIRKT es so :) Die Brennweite bleibt natürlich immer gleich. Es wird einfach nur weniger „abgeschnitten“.

  5. noch was vergessen….. wenn du lange genug mit Festbrennweiten gearbeitet hast, kannst du ein Zoom auch wie eine Festbrennweite benutzen. Ich sehe meine Zooms oft wie eine Festbrennweite mit 2 Brennweiten. Eben eine Kurze und eine Lange.

  6. Ich denke, dass Festbrennweiten eher was für einen erfahreneren Fotographen sind, also Leute die schon eine Weile photographieren. Seit etwas mehr als einem Jahr habe ich nun meine DSLR und langsam komme ich in Versuchung mir die ein oder andere Festbrennweite zuzulegen. Beispielsweise kommt man im Makrobereich einfach nicht um diese Objektive herum, da kommt kein Zoom an den Abbildungsmaßstab. Oder bei Portraits mit Sony-System wird das Minolta 50mm/1.7 im preiswerten Segment immer noch als DAS Objektiv gesehen.

    Was für mich für ein Zoom spricht (und ja, ich bin einer der Bildverachter, die ein 18-250 besitzen) ist der WAF (Women Acceptance Factor), der häufig ausser acht gelassen wird. Wenn wir eine Stadt anschauen gehen und ich wäre alle 10 Minuten für ne Minute am Objektiv wechseln (Mal optimistisch gerechnet), dann würde mir meine Begleitung bald was erzählen.
    Für Portraits oder ne Fototour ist aber die Zeit wieder kein Problem, da nehme ich das auch gerne in Kauf.

    Ich denke, dass es bei den Objektivtypen kein „ODER“ sein sollte, sondern eher ein „UND“. Beide Arten haben ihre Vor und Nachteile, Faulheit des Knipsers oder Stabilität des Objektivs gilt für mich aber wirklich nicht als Argument für Festbrennweiten…

  7. @Uli
    Ich muss dir klar widersprechen. Nach wenigen Wochen mit einer DSLR hab ich Festbrennweite(n) für mich entdeckt und würde auf gar keinen Fall sagen, das wäre nur etwas für den erfahrenen Fotografen. Gerade dann, wenn du noch „unverbraucht“ und sehr offen für alles bist ist es ideal mit Festbrennweiten anzufangen. Du bist einfach in der Pflicht dich mehr mit dem Motiv zu beschäftigten und eben aus den beschränkten Verhältnissen etwas zu zaubern. Du kannst das Objekt eben nicht totzoomen, sondern musst dir viel mehr Gedanken machen welchen Bildausschnitt du wählst. Du bist zum Teil sogar gezwungen einen Bildausschnitt zu wählen, weil das ganze Objekt einfach nicht auf Sensor passt.

    Klar ist der WAF eines 70-200 2.8 L nicht zu verachten, das kann aber auch schnell nach hinten losgehen. (Du wirst ständig angequatscht ect…)

    Gerade bei Festbrennweiten liegt die Herausforderung oft darin bewusst nur 1 Brennweite mit zu nehmen. Und das Argument dir würden versch. Motive durch die Lappen gehen stimmt so einfach nicht. Du wirst eher genötigt dir Gedanken zu machen das Objekt mit einer vermeintlich falschen Brennweite zu fotografieren was dir einfach die Augen öffnet und dich mit völlig neuen Ideen versorgt.

    Natürlich hat ein Zoom auch viele Vorteile. Gerade in der Konzertfotografie macht es schon viel Spaß mit 70mm die halbe Bühne drauf zu bekommen und mit 200 dann ein Portrait des Sängers. Aber das eine schliesst das andere ja zum Glück nicht aus.

    Ich behaupte aber folgedes: Gib 2 Anfängern ja ein Zoom und eine Festbrennweite. Nach 2 Monaten guck dir die Bilder an. Ich behaupte mit der Festbrennweite kommen die interessantenteren Bilder raus…

    1. @crosa: Ich verstehe deine Argumente, das hat mir leider am Anfang niemand in dieser Form mal gesagt. Ich hatte mal ne Weile nen Minolta 50mm/2,8, hatte es aber wieder verkauft, da ich den Sinn zu diesem Zeitpunkt nicht gesehen hatte. Mittlerweile weine ich dem Objektiv nach, weil, wie du schon gesagt hattest, man sich mehr Gedanken machen muss, wenn man ein Motiv aufnehmen will. Letztens bin ich aus Versehen mit meiner 100mm Festbrennweite (für Makro-Zwecke) aus dem Haus und die Bilder waren besser als das was ich vielleicht mit meinem Allroundobjektiv geschossen hätte.

      PS: Also ein 70-200/2,8 ist ner Frau schwer zu verkaufen 😛

  8. Zitat crosa vom 3.11.2009 (vor 4,5 Jahren.)
    „Du kannst das Objekt eben nicht totzoomen, sondern musst dir viel mehr Gedanken machen welchen Bildausschnitt du wählst. Du bist zum Teil sogar gezwungen einen Bildausschnitt zu wählen, weil das ganze Objekt einfach nicht auf Sensor passt.“

    Solche Fotos hatte ich anfangs gemacht, weil das 18-55 mm Kitobjektiv an der D40 in der Architekturfotografie faktisch eine 18 mm Festbrennweite ist.

    Es sind keine schönen Fotos, wenn man immer nur Ausschnitte von einem Gebäude auf dem Bild hat.

    Zudem hat man ein großes Problem mit stürzenden Linien, weil man mangels Weitwinkel nicht auf oder nahe Augenhöhe anhalten kann. Auf 16:9-Format beschneiden oder eine Drittelregel bei der Bildkomposition kann man ganz vergessen.

    Festbrennweiten sind was für Studiofotografie und für Panoramafotografie. Dort können die ihre Vorteile voll ausspielen. Aber leider lassen die meisten Stativköpfe keine Montage der Kamera im Nodalpunkt zu. Panoramafotografie wiederum setzt einigermaßen ruhige Wolken am Himmel voraus, sonst wird das auch bloß Ausschuss.

    In der Architekturfotografie habe ich bisher den Nutzen einer Festbrennweite nicht erkennen können. Wozu braucht man in der Architekturfotografie eine geringe Tiefenschärfe, die zwangsläufig bei großer Blendenöffnung besteht ?

    Es liegt mir auch fern, die von der Bildkomposition einfach katastrophalen Gebäudeausschnittsfotos sportlich zur Kunst umzudefinieren nach dem Motto: Ist zwar ein nicht ansehnliches Foto aber doch faszinierend, welchen künstlerischen Gehalt diese sportliche Leistung hervorgebracht hat. Da halte ich es genau wie der Musik. Langweilige Musik wird auch gern mit dem Verzicht auf die heutigen technischen Möglichkeiten begründet.

    Ganz provokativ meine ich, man kann natürlich auch in der blauen Stunde bei der Architekturfotografie auf ein Stativ verzichten, um dann das Fotografieren zu lernen oder auf den Bildstabilisator. Das ist in etwa dasselbe, wie der Verzicht auf die passende Brennweite.

    Der Künstler sucht sich seinem Ziel anzunähern und nutzt dazu die sich bietenden technischen Möglichkeiten. Auf moderne Bildbearbeitungsprogramme verzichtet man ja schließlich auch nicht, nur weil das bei der Analogfotografie nicht üblich war.

    Und so ist es – meine ich – auch bei der Frage der Wahl des Objektivs. Für den Einsatzzweck wählt man das passende. Das kann eine Festbrennweite sein, ist aber außerhalb von Studiofotografie eher das Zoom.

    Heute, 4,5 Jahre nach Erscheinen dieses Blogartikels, werden Zooms anders berechnet. Kontrast und Auflösung müssen nicht mehr einer erträglichen Verzeichnung geopfert werden, da letztere heute von den Bildbearbeitungsprogrammen automatisch auf Klick korrigiert wird – was vor 4,5 Jahren noch im Anfangsstadium war.

    Und auch Festbrennweiten haben bewegliche Linsen – die zum Fokussieren! Es ist also keine starre Linse mit einheitlicher Abbildung in definierter Entfernung. Lediglich die Brennweite ist fest.

    Insofern werden die Festbrennweiten außerhalb von Spezialanwendungen allmählich verschwinden – trotz der geringfügig besseren Qualität moderner Festbrennweiten bei gleicher Brennweite gegenüber einem modernen Zoom.

    So sehe ich das derzeit.

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