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Das Bild-lasst uns doch über Bilder reden

Warum Fotografieren wir? Sicher auch weil wir die Tätigkeit selbst das Fotografiere gerne machen. Aber letztendlich Fotografieren wir auch des Bildes wegen. Das wir dann ausdrucken bzw. auf Papier bringen, das wir dann der Welt im Internet zeigen. An dem wir uns erfreuen oder enttäuscht sind, das Emotionen erweckt, das zu Diskussionen anregt oder unsere Fantasie anregt und uns eventuell zu neuen Kopfabenteuer entführt.

Lasst uns doch über Bilder reden. Abseits vom Technikballast, Abseits von Amateur oder Profi dasein, Abseits von Analog oder Digital, einfach nur über das Bild. Über seinen Bildaufbau, die Komposition, die erkennbare oder versteckte Botschaft, den Farben, den Schnitt usw. Lasst uns doch über das Bild Philosophieren, Diskutieren und dann Honorieren und vielleicht auch Kritisieren.

Lasst uns doch über Bilder reden. Wer ist mit dabei?


ps: Hier geht es im Moment nicht darum, wo und wie wir Diskutieren. Sondern nur darum ob ihr es euch vorstellen könntet, ob ihr euch durch meine Zeilen oben, angesprochen fühlt. Wenn ja, dann hinterlasst doch bitte einen Kommentar, an dem ich das erkennen kann.


66 Kommentare

  1. es gab schon einige versuche die Bildbesprchungen in solch einem rahmen zu lenken, leider kurvte dann das ein oder andere auto zu sehr und eckte an <- doofe methapher ;-)
    ich gehe mit Sam und Stefan konform: bei einem Glas Bier und dem Bild in der Hand läßt sich die Frage nach Gedanken und Herangehensweise des Machers leichter stellen und besser hinhören.

  2. Ich würde mich freuen, wenn mal etwas weniger interpretiert wird… Muß ich immer eine riesen Geschichte zu einem Foto erzählen? Wenn nicht, ist es dann auf einmal ein Schnappschuss und deswegen nicht mehr gut?
    Diskussionen sind wichtig, aber auch müßig. Ich habe immer öfter das Gefühl, das auf Teufel komm raus alles kaputt diskutiert werden muss…
    Mich interessieren mittlweile die techn. Hintergründe. Das warum ist für mich recht selten interessant.
    Vielleicht fehlt mir da der künstlerische Zugang, da bin auch aber auch nicht traurig drüber ;)
    Und auch der Neid spielt leider oft eine große Rolle bei der Beurteilung, grad wenn ich fremde Bilder in den großen Foren betrachte und mir dazu die absurdesten Kommentare dazu durchlese

    • Siehst du, und mich Interessiert wieder überhaupt nicht mit welchen Objektiv und mit welcher Kamera das Bild fotografiert wurde.
      Und ob die Blitzanlage nun von Elinchrom oder von Bowens ist, was bringt das mir? Und ob nun Blende 11 und 125/1 bei dieser Blitzanlage eingestellt war, was hilft mir das weiter, wenn ich gar keine von Elinchrom und Bowens habe und wenn mein Motiv ganz anders ist-das Tagelicht-der Raum-die stärke des Blitzkopfes usw. Anders sieht es da wieder bei einem Workshop, wo alle unter gleichen Bedingungen fotografieren. Aber so im Internet?

      • Die Marke (Blitz/Kamera) ist unwichtig, keine Frage.
        Es ist aber schon interessant, ob das Bild mit einem Porty gemacht wurde, oder aber “nur” mit 2 Aufsteckblitzen, denn da kommt für mich die eigene Reproduzierbarkeit ins Spiel.
        Auch die Exifs sind auf den Punkt genau nicht wichtig, aber man kann erkennen, in welche Richtung das Foto geht (technisch gesehen).

        • Daniel, du hattest schon recht vorhin, das Reden über Bilder geht war warscheinlich sehr schnell in richtung Kunst, oder eben in richtung Technik. Nur beides gemeinsam ist mühsam oder für denn einen oder anderen zu viel.

          • Ja, aber auch oft erzwungen.
            Ich stelle z.B. ein Portrait ein, welches ich für einen Freund gemacht habe. Dieses ist halt ein Foto von ihm mit einer schönen Pose und Beleuchtung (wie alles Geschmackssache)
            Ich verstehe nur dann Leute nicht, die in diesem Foto unbedingt eine Aussage(Geschichte) sehen wollen.
            Klar wähle ich diese Position und stelle mein Modell nach einem bestimmten “geistigen Bild” auf, aber es ist halt doch “nur” eine “Auftragsarbeit”.
            Wenn ich mir die ein oder andere Abhandlung von Fotos anschaue, Frage ich mich immer woher die Leute diese ganzen Eindrücke nehmen.
            Aber ich denke, ich bin eher der Techniknerd und klassifiziere Fotos für mich in nur wenige Unterteilungen (max 0-5 Punkte) ;)
            Für mich muß ein gutes Foto nicht immer eine Aussage haben

          • Sam

            @Daniel, es gibt unterschiedliche Fotografen, unterschiedliche Arten der Sicht auf ein Bild, unterschiedliche Ziele und damit unterschiedliche Betrachtungsweisen.
            Nicht jedes Bild verlangt die gleiche Herangehensweise, und jemand anders kann in Deinen Bildern ganz andere Dinge sehen als Du (logischerweise, denn er hat ja einen völlig anderen Hintergrund).

            Die Frage, die man nicht vergessen sollte: Warum zeige ich ein Bild? Was will ich damit erreichen? Will ich etwas lernen, mich verbessern? Wissen, ob das Bild auf andere so wirkt, wie auf mich? Will ich gebauchpinselt werden?

            Aber bitte nicht von anderen erwarten, dass sie Gedanken lesen können und genau so reagieren, wie Du Dir das vorstellst – das Endet dann damit, das man sich gegenseitig nur noch Puderzucker in den Allerwertesten Bläst…

  3. Sam

    Vielleicht kann man ja zwei Diskussionen pro Bild machen: eine für Inhalt, eine für Technik.

    Dann könnte jeder nur an dem Teil der Diskussion teilnehmen, der ihn interessiert.

    Das Problem in der Umsetzung sehe ich allerdings eher in der Bilderinflation. Es gibt zu viele Leute, die Kommentare zu ihren Bildern wollen, so dass jedes Einzelne Bild schlicht zu kurz kommt.

  4. Ein Thema, über das ich mir auch schon einige Gedanken gemacht habe.

    Bei guten Bildern fällt mir außer „Gefällt mir gut/sehr“ meist nichts mehr zu schreiben ein. Bei deinen Bilder z.B. mag ich das unaufgeregt Ruhige. Ich bin mir nur nicht sicher, ob es dir jetzt was bringt, wenn ich unter fast jedes deiner Bilder „oh, wie schön“ schreibe.

    Gute Bilder möchte ich auch gar nicht interpretieren, ich finde dadurch werden sie zerredet, (deswegen habe ich Interpretationen von Bildern, Musik oder Gedichten schon in der Schule gehasst).

    Die schlechten PS-Basteleien, die im Moment so sehr im Trend liegen, zu kritisieren würde mir leichter fallen. Nur habe ich keine Lust, Herrscharen von Buddyschleimerklubs gegen mich aufzubringen.

    Kurz gesagt: Ich suche noch nach Möglichkeiten, wie ich konstruktiv Feedbeck geben kann, ohne nichtssagend zu sein, rumzuschleimen, oder anderen heftigst auf die Füsse zu treten.

  5. Sehr gerne! Gerade für Anfänger der Kunst ist es doch interessant, fundierte Kritik zu erhalten anstatt den Einzeilern bei Flickr. Wie soll das ganze ablaufen?
    Ich könnte mir vorstellen, kleine Gruppen zu bilden mit einigen Anfängern, Fortgeschrittenen und vor allem ein oder zwei sehr erfahrenen Fotografen. Hier kann man reihum, gerne nach Vorgabe, ein Bild einstellen zur Bewertung. So dass man ggf. 2-3 Bilder pro Woche in der Gruppe diskutiert, damit das überhaupt machbar, sachlich und fundiert wird. Was denkt ihr?

  6. Das diskutieren über Bilder ist oft deswegen so verdammt schwierig, weil beim einen ein Kommentar wie. “Die Augen sind leider nicht ganz scharf.” Dazu führt, dass er beim nächsten Mal mehr darauf achtet, die Augen scharf abzubilden, weil ihm da ein kleiner Fokus-Fehler passiert ist. Beim nächsten führt es zu einer wüsten Beschimpfung verbunden mit der Aussage, die eigenen Bilder seien ja wohl keinen Deut besser. Beim dritten führt es zu ratlosem Gelächter, weil diese Unschärfe der Augen geplant war für eine Bildaussage jenseits von “Echt schönes Portrait.”
    Bilder ohne Kontext zu besprechen aus dem heraus sie entstanden sind (dazu gehören für mich z.B. auch die bisherigen Bilder des Fotografen, evtl. Gedanken zum Bild oder noch besser zu einer Serie und auch der Titel des Bildes)finde ich immer ziemlich nutzlos.

    • Solche Situationen kenne ich noch von früher als ich noch Aktiv in einem Foto-Club war. Entgegen halten muss man hier aber, das keiner gezwungen wird:

      • A: Sich mit einem Bild, das einem schon vom Motiv her nicht zusagt, auseinander zu setzen.
      • B: Ein Bild zur Diskussion zur Verfügung zu stellen, wenn man dann mit dem geschriebenen nicht zurecht kommt.
      • Ich will damit um Himmelswillen nicht sagen, dass man aus diesen Gründen nicht mehr über Bilder diskutieren soll. Ich stelle meine Bilder ja auch immer im Internet und übrigens auch in einem Fotoclub zur Diskussion. Ich wäre da auch hier dabei und ich denke, dass ich nach jahrelanger Übung auch für mich “unpassende” Kritik gut wegstecken kann. Ich möchte nur dafür plädieren, Bilder möglichst nicht nur an angeblich allgemeingültigen fotografischen Regeln zu messen, sondern sich etwas intensiver auch mit Gesamtwerk/Serie des Fotografen zu beschäftigen
        Der Unterschied ist vielleicht ob ich in einem Bild “Fehler” finden will, oder ob ich es erstmal so wie es ist auf mich wirken lasse, es ernst nehme als Endprodukt und nicht als Tuning-Kandidat sehe.

  7. Sicher eine sehr gute Idee. Denn irgendwann steht die Technik, und auch der eigene Stil ist definiert. Dann geht es eigentlich nur noch um das “sehen” und gerade das ist eigentlich das interessanteste am fotografieren überhaupt, wie menschen sehen. Es wäre eben oft sehr interessant, ein weit grösseren bildausschnitt zusätzlich zum eigentlichen bild zu sehen, um das sehen des fotografen mit dem eigenen sehen zu vergleichen und sich der eigenen persönlichen sichtweise bewusster zu werden, oder sie auch zu verfeinern.

    technische dinge sind schon interessant, aber letztendlich immer weniger, wenn der eigene weg gefunden ist. bei einigen wirklich extrem freigestellten bildern, gerade bei portraits, interessiert mich dann aber doch ab und an was eine wirklich extreme linse zu leisten vermag, bzw. wie sich das günstigere Modell in ähnlicher situation verhält.

    zum glück lässt das aber immer mehr nach und ich höre auf nach linsenverbesserungen ausschauh zu halten und mich mehr mit dem richtigen licht zu beschäftigen.

    wie wäre es denn mit einer rubrik hier, “Bildbesprechungen” und einfach mal loslegen und sehen wie sich das entwickelt ?

    • Insgeheim denkt man sich dann, aber hin und wieder, ich hätte es anders gesehen-aber gerade das ist doch, wie du schon sagtest, das Interessante daran. Den Blickwinkel eines anderen Fotografen zu sehen bzw. vielleicht auch daraus etwas mit zu nehmen.

  8. Chrissi

    Für mich eine super gelungene Idee, auch mit den 2 Kategorien. Bislang habe ich noch nirgendwo eine Seite gefunden welche auf Bildbesprechungen im eigentlichen Sinn eingeht. Diese lapidaren Kommentare in den Communities, egal welche das auch ist, finde ätzend und nichtssagend. Das hat mich bislang auch abgehalten in den Communities sehr aktiv zu sein. Deine Idee finde ich klasse. Einfach mal loslegen und schauen wie es funktioniert. Freue mich darauf.

  9. Healy

    Auch ich fände das eine gute Idee. Würde mich auch gerne daran beteiligen.
    Ich bin auch manchmal an der Technik interessiert, die hinter einem Bild steht. Aber je vertrauter ich mit der Fotografie werde umso unwichtiger werden diese Angaben…

  10. Man könnte für die wortkargen unter uns ja auch ein Punkte/Bewertungssystem integrieren und hinten dran Lob und konstruktive Kritik als “Begründung” stricken.

    Könnte einen systematischen Ablauf begünstigen.

    PS: Ich finde das Bild ebenfalls interessanter als den Kasten, aus dem es kam.

  11. Sam

    Aber bitte keine Anonyme Bewertung, da steht man dann immer da und fragt sich, wie diese Bewertung denn jetzt zustande gekommen ist.

    Dann lieber was im ebay-Stil: Bewertung gut/neutral/mies mit einer Zeile als Begründung.

  12. mal ganz ehrlich, wer ist wirklich in der lage etwas zu bewerten, wer will sich das anmaßen über einen anderen zu stehen?
    selbst ein vorgesetzter beurteilt fähigkeiten, bewertet allerdings nicht das resultat <- wahrscheinlich wieder eine doofe metapher …
    wenn eine bewertungssystem dabei ist, bin ich raus, denn ich maße es mir nicht an, andere Fotografien zu beurteilen.
    Der Indianer sagte schon: Bevor du über mich urteilst, laufte 100 Meilen in meinen Mokassins.

    Nur mal, um das in den Raum zu werfen, wenn man über Bilder redet, dann entsteht eine Kommunikation und ein Verständnis. Man teilt Erfahrungen und gibt Erfahrungen weiter.
    Wenn man etwas bewertet (egal ob gut, mies oder neutral) dann ist das schwarz oder weiß. Doch ein Bild und der Fotograf haben eine Geschichte zuerzählen. Manchmal erkennt man es sofort oder man sieht/spürt es durch die Bildsprache. Manchmal muss man nachfragen: Was hast du gesehen und vor allen Dingen: Was hast du gedacht.

    Ich höre auch schon den Protest, dass bei Portraits nicht immer eine Geschichte dahinter steckt. Vielleicht nicht beim Fotografen, aber doch sicherlich beim Model. (Von meinen Portraitmodels weiß ich was sie ausdrücken wollen und ich kenne deren Geschichte dazu.)
    Wer will beurteilen was gut, hübsch, schlecht und hässlich oder einfach nur null acht fünfzehn ist?
    Willst du wirklich 08/15 sein?

  13. Sam

    Renee, ich find Bewertungen auch schlicht sinnlos, weil sie nichts aussagen, daher meine Bedingung, dass sie nicht anonym sind (so dass man nachfragen kann, wie das zustande gekommen ist) und dass man zumindest einen einzeiligen Kommentar dazu schreibt (man soll sich wundern, wie viel man in so kurzen Kommentaren unterbringen kann).

    Und natürlich bewertet jeder – man muss nur daran denken, dass jede Bewertung zu 100% subjektiv ist, also was ich schön finde, kannst Du pottenhässlich finden. Daher sind Bewertungen ohne Text ja auch sinnfrei.

  14. Sam, das mit dem einzeiler ist ja schön und gut, nur der einzeiler verleitet zum bauchpinseln oder zum wegklicken.
    ich finde, wenn man über bilder reden will, dann sollte man auch seine worte dazu benutzen und seine ohren zum hinhören (hier im fall halt: schreiben und lesen) …
    ich weiß auch, das geht eh in die hose …

  15. Wenn ich eure Meinungen dazu so lese, muss man sich hier sehr genau überlegen, wie man hier mehrere Bildbesprechungstypen bedienen kann.
    Denn es gibt wohl auch die, die eher wenigen schreiben wollen und doch trotzdem ihre Meinung dazu abgeben möchten-hier in Kombination mit einer Persönlichen Wertung. Mhhh….?

  16. Sam

    @Manfred, ich denke, der/die Betreiber sollten sich darauf festlegen, wie das aussehen sollte, damit dann jeder entscheiden kann, ob er sich mit den Vorgaben anfreunden kann oder nicht.

    Ich wär im übrigen auch gegen Bewertungen, mein Kommentar oben sollte bedeuten *falls* unbedingt Bewertungen, dann aber wenigstens nicht anonym und mindestens mit einem Einzeiler, nie ganz ohne Text. Aber noch lieber, da stimme ich Renee zu, ganz ohne Bewertung, nur Text.

  17. Vielleicht lässt sich so ein Button wie in Facebook umsetzten: “Gefällt mir”/”Gefällt mir nicht”
    Das hilft mir bei Dingen, die keine Äußerung meinerseits verlangen und sollte dem “Besitzer” nur zeigen, dass mir das gefällt.

  18. und was gefällt dir oder gefällt die nicht, wenn du ein panorama bild vor augen hast? der ast im vorderen viertel, der sonnenuntergang im linken oberen viertel, die kuh auf der weide oder die berge im hintergrund, oder aber das auto oder vielleicht der sonnenfleck, vielleicht aber auch die gesamte bearbeitung, oder vielleicht doch einfach nur der fotograf?

  19. Naja, wie gesagt, dass kommt ganz drauf an. Wenn mir was besonderes ins Auge sticht, schreibe ich was dazu. Wenn mir etwas überhaupt nicht gefällt, schreibe ich etwas dazu. Sollte es aber einfach ein Panorama sein, dass ein paar technische Fehler hat, aber alles in allem ein schönes Bild abgibt, dann gefällt mir das Bild einfach. Ohne, dass ich Kritik üben will oder mich auf ein Detail konzentriere kann ich sagen, ob mir ein Bild einfach gefällt oder nicht.

    • Sam

      Daniel, das ist auch echt ok, dass es Dir gefällt, und Du nichts weiter dazu sagen willst – es ist mir nur schlicht egal, ob mein Bild jemand gefällt, daher brauche ich kein solches Feedback.

      Es bringt mich als Fotograf nicht weiter, es bringt mich als Künstler nicht weiter, es bringt mich als Mensch nicht weiter, ob jemand mein Bild gefällt.
      Klar, das gibt ein schön warmes Gefühl im Bauch, was positives zu hören (oohhh, er mag mein Bild), aber diese Bauchpinselei kann ich mir schlicht sparen, ein Forum wo solche Informationen als “Feedback” gelten, ist mir die Zeit nicht wert, mich dort aufzuhalten, um Bilder zu besprechen.
      Der Bedarf an solchen “gefällt mir”-Diskussionen im Internet ist offensichtlich groß, denn gibt es diese Dinger ja zu dutzenden, aber so wie ich das verstehe, geht es in diesem Ansatz darum, mal nicht das gleiche zu machen, was alle Bilderforen machen. Das gibt es bereits, wer das möchte, kann sich eines der vorhandenen Foren aussuchen und ist dort sicher gerne willkommen. Facebook macht es da meiner Meinung nach am Besten, die haben nur einen “gefällt mir”-Knopf, einen “gefällt mir nicht” ist gar nicht erst vorgesehen. Finde ich gut, trifft nämlich das, was die meisten Leute von einer “Bildbesprechung” möchten.
      Muss denn ein neues “über Fotos reden” das abbilden, was alle anderen schon machen? Wo ist dann die Existenzberechtigung?

      • Ja, mir ist klar, dass es schwer ist allen Geschmäckern zu entsprechen. Ich dachte es wäre eine Idee und ein Kommentar wert.
        Schließlich spreche ich nur für mich.

        mMn ist das mit dem Forum eine gute Lösung, die auch übersichtlich und leicht wartbar bleibt.

  20. Sam

    @Daniel, mich interessiert schlicht nicht, ob jemand mein Bild “gefällt” (außer in dem Zusammenhang, das er/sie einen Druck davon kaufen und aufhängen will – alles darunter ist für mich nur sinnfreie Bauchpinselei).

    Mich interessiert, was das Bild in Dir auslöst, was Du beim Betrachten empfindest, was Dich irritiert, was Dich begeistert – immer ganz wichtig das “was”.
    “Das Bild irritiert mich” ist eine völlig andere Aussage als “das Bildrauschen im Himmel irritiert mich” oder “Der Mann auf dem Bild irritiert mich” – manche Irritation ist durch den Fotografen gewollt, andere nicht.

    “gefällt mir” erinnert mich an Eltern, deren Kind ankommt “guck mal, hab ich gemalt” und die das dann loben “och, das ist ja schön”. Wer diese Art Feedback gerne haben möchte, bitte, aber ich hab von beiden Seiten kein Interesse daran (wobei die Eltern wenigstens oft noch den Anstand haben, das Bild dann auch aufzuhängen, was ich mal mit einem Kauf gleichsetze).

    • Klar sind Bilder Emotionen, aber ich höre schon wieder die schreien, die sagen: “Das Bild gefällt oder eben nicht, und auslösen tut das Bild bei mir gar nix.”
      Ich sehe das immer so wie in einer Galerie, wenn ich eine Ausstellung besuche, laufe ich nicht im Eiltempo durch die Galerie um endlich zu Buffet zu kommen. Sondern ich bleibe bei diesen Bildern stehen und betrachte sie länger, und wenn es dort Zetteln geben würde, mit denen man dem Künstler eine mitteilen könnte was die Bilder bei einem Ausgelöst haben-Dann würde ich persönlich diese Zettel nutzen.
      Denn das gehört für mich genau so zur Fotografie wie den Auslöser zu betätigen.

      • Sam

        Jau, ist ja auch legitim, das jemand ein Bild nicht gefällt, ganz ohne Grund, aber so wie ich Dich verstehe, geht es Dir ja nicht darum, für diese Art Feedback eine Plattform zu bieten, sondern für Die Zettel, die Du ans Bild heften würdest.

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  22. Ich denke ja, denn ich werde dadurch auf Feinheiten im Bild aufmerksam gemacht, die ich selbst noch nicht sehe.
    Je nachdem ob diese Feinheit für mich im Bild wichtig ist oder nicht ändert sich meine Meinung zu dem Bild.

  23. Hm.
    Ich halte Bildbesprechungen im Internet grundsätzlich für schwierig, weil man nur die Buchstaben lesen kann. Es gab eine Zeit, in der ich viel kommentiert habe. Und grundsätzlich viel zu oft missverstanden wurde. Dann habe ich mich in ein geschlossenes Forum zurückgezogen, mit etlichen der dort Beteiligten hatte ich schon persönlichen KOntakt, deswegen war es leichter, eine Kritik anzubringen. Der Einschnappmodus zündete einfach später oder eben gar nicht – je nach Bekanntheitsgrad untereinander. Aber auch das ging vorbei – man war in einer kleinen Gruppe (etwa 30 Fotografen) und es fehlte der Impuls von außen. Nach anfänglicher Kritik bemühte sich jeder nur noch Bilder einzustellen, von denen er ahnte, dass die Beteiligten Kommentatoren keine Kritik mehr haben würden und so schliefen die lebendigen Diskussionen ein – übrig blieb das allerorts übliche “well done”. Und eine angepisste Athmosphäre, wenn dann doch mal wer sagte “Das ist mir zu….”. Auch die Monitorkalibrierung musste plötzlich wieder herhalten. ;)

    Grundsätzlich ist es immer gut über Bilder zu reden, finde ich. Aber die Art und Weise und die technischen Möglichkeiten schränken einerseits genau so viel ein wie sie es andererseits ermöglichen, über viele Kilometer getrennt eine Unterhaltung zu führen.

    Wenn sich alle Beteiligten bewusst machen, dass wir hier mit geschriebenem Wort zu tun haben, mit unterschiedlichen Ausdrucksformen und ohne Gestik, Mimik und Stimmmodulation versuchen müssen, ein virtuelles Gegenüber zu verstehen, dann könnte es klappen. ;)

    • Sam

      Eine geschlossene Gruppe würde ich auch nicht schlecht finden – es muss nur einen Weg geben, wie auch neue Leute in die Gruppe aufgenommen werden können (und einen, wie man jemand wieder loswird, wär auch nicht schlecht).
      Vor allem muss man sich über das Ziel einig sein. Geht es nur darum, “schöne” Bilder zu sehen? Geht es darum, die sichtweise anderer akzeptieren zu lernen und mit Kritik umzugehen? Oder will ich etwas über Bildgestaltung lernen?

      Ich vermute, Anfangs wird das ganze schön sein, klappen und begeistern, um sich dann nach einiger Zeit zu verlaufen, schwieriger zu werden…

    • Dieses leidige Thema das Tilla Pe, da angesprochen hat, mit der angepissten Atmosphäre, mit dem haben wohl alle Fotocommunities dieser Welt zu kämpfen. Und dann kommt noch dazu, am Anfang war alles super, die Kommentare und Diskussionen, das Gefüge stimmte einfach-und irgendwann schläft alles ein.
      Deshalb ist es auch wichtig das so eine Gemeinschaft lebt, sie muss atmen es muss Bewegung drin sein-wenn manche keine Lust mehr haben und einige Zeit aussetzen, stoßen neue dazu. Wenn ein Bild oder halt ein Thema zu wenig Anklang findet, wird es eben für die Diskussion geschlossen-was solls. Und wenn diese Plattform, oder was auch immer, nach zwei Monaten, wegen zu geringen Interesse wieder geschlossen wird-was solls, das Leben geht weiter.
      Aber nur immer bei Bilddiskussionen und bei abgegebenen “well done”, mit den Augen zu rollen, und zum 250mal zu erklären das die Kamera nur der Sensor bzw. Filmbehälter ist-ist mir einfach zu wenig.
      Die Beteiligung an diesem Artikel zeigt mir bzw. uns ja auch mal wieder, das das Interesse an solchen Essenziellen Fotografiethemen, sehr gering ist. Als Beispiel: In Foto-Radar sind insgesamt ca. 90 verschiedene Fotografieseiten gelistet, dahinter verbergen sich 90 Fotografierende Menschen, ca. 15 davon haben sich, an dieser Diskussion beteiligt! Aber die Zahl wie oft dieser Artikel gelesen wurde ist weitaus größer, würden wir hier aber über die Canon EOS 7D oder wie man mehr Kommentare in Flickr bekommt diskutieren, hätten wir wohl schon die Kommentarschallmauer durchbrochen…

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