Ein Weizenfeld eine Fotografische Herausforderung

Wie setzt man sich Fotografisch mit einem Weizenfeld auseinander? Oder anders gesagt wie macht man so ein doch schon Einhundert mal gesehenes Weizenfeld Interessant, ich möchte fast sagen wie haucht man dem Feld Leben ein.

Das richtige Licht. Tja wie wir ja alle Wissen ist das Interessanteste Licht entweder am Morgen oder am sehr späten Nachmittag-besser kurz vor Sonnenuntergang. Man glaubt es nicht aber dieses einzigartige Licht gibt dem Objekten, und hier ist egal was es ist, eine Räumliche Tiefe, ja auch die Schatten werden Interessanter.

Die Perspektive. Tja auch bei einem Feld umkreise ich dies, zwar nicht um die ganze Fläche, denn das währe wohl zu viel des guten 😉 Aber ich umkreise schon den Teil des Feldes, der dann Fotografiert wird. Ich sehe mir an in welche Richtung die Ähre hängt, vielleicht ergibt sich dadurch ein Muster oder es gibt bei einem speziellen Winkel zur Sonne einen Interessanten Kontrast mit dem Rest des Feldes.

Komposition und die Belichtung. Nehme ich mir mehr Vordergrund oder mehr Hintergrund in das Bild? Kann ich die Bilddynamik mit der Brennweite und der tiefe bzw. der höhe der Kameraposition noch unterstützen? Auf der Suche nach der Optimalen Belichtung für diese Szene, und hier rede ich von der Richtigen Belichtung für diese eine Szene, so wie ich es mir Vorstelle. Und nicht was mir der Automatische Belichtungmesser der Kamera sagt! Mit der Kontrolle des Histogrammes bewege ich mich mit Belichtungsreihen zu meiner Optimalen Belichtung-Noch Zeichnung in den Hellen Bildteilen und doch noch schöne tiefe Schatten.

Und wer sagt hier noch einmal das ein Weizenfeld keine Fotografische Herausforderung ist! Und wenn ich vernünftig sauber gearbeitet habe und noch etwas Glück hatte, bekomme ich meine Gewünschten Bilder – So wie ich es gesehen habe.

feld_in_parndorf_01

feld_in_parndorf_02



6 Gedanken zu „Ein Weizenfeld eine Fotografische Herausforderung“

  1. Jedes Detail in Lichtern und Schatten haben zu wollen, ist aber eine recht technische Herangehensweise: wichtiger wäre doch, dass das Licht dem entspricht, was man sich vorstellt. Und manchmal gehören da dann auch tiefschwarze oder überbelichtete Bildteile dazu, wenn das dem entspricht, was man beim Betrachten der Szene empfunden hat.

  2. Schöner Artikel, find ich gut, welche Gedanken Du einfliessen lässt um ganz bewusst das Sujet zu erfassen.
    Aber das Ergebnis finde ich leider nicht besonders gelungen.
    Da fehlt aus meiner Sicht zum einen Kontrast und die Farben wirken sehr fahl und blass. Das Weizenfeld wirkt nicht, als ob es „in voller Pracht“ dasteht sondern eher ein bisschen kränklich und grau.

    Ein paar Beispiele aus meinem Archiv:
    Link, Link, Link, Link

    Ich möchte nicht behaupten, die Bilder sind „besser“ oder „schlechter“ aber sie wirken etwas lebendiger würde ich sagen… ist aber sicherlich auch Geschmackssache, was einem da mehr zusagt. :)

  3. Ich kann mich den Vorrednern auch nur anschließen. Das Feld sieht gar nicht dem tollen Licht am frühen Morgen oder späten Abend aus. Das Feld wirkt fahl. In den Bildern ist nichts, an dem das Auge hängenbleibt oder was das Auge führt. Der relative steile Blickwinkel von oben verhindert auch ein Gefühl von Weite.

  4. An den Beispielbildern von gato, sieht man doch wunderbar wie verschieden man Weizen oder Gersten oder was weis ich Felder Fotografieren kann. Meine Sicht dieses Feldes ist Farblos, Flau ja auch Fahl, es gibt keine Höhepunkte wo das Auge hängenbleibt.
    Oder sind es bei Bild 1 die Braun, Grauen Farbelemente die sich wie Streifen durch das Bild ziehen und dann noch die Aneinanderreihung der Wiederholung.
    Und bei Bild 2, auch wieder mit diesen Braun und Grauen Farbstreifen und dann wie die Stengel der Pflanzen am Anfang noch locker und mit Platz neben einander stehen und ab der Mitte des Bilder eng zusammen gedrängt sind.
    Ist Vielleicht das der Hingucker, wo das Auge des Betrachters hängen bleiben kann?

    Ach Fotografie ist schon ein tolles Ding, es gibt so viele verschiedene Betrachtungswinkel und Meinungen-Herrlich.

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