Tulpen und der 20:15 Uhr Film

Es ist Fünf Minuten vor dem 20:15 Uhr Film, alles Vorbereitet heute ist mal ein Fernsehabend vorgesehen. Die Couch wartet, der Vorspann des Filmes läuft, aha der spielt mit cool. Und wie ich mir so die Schauspielerliste am TV-Gerät so ansehe, schiele ich unbewusst mit dem rechten Auge auf die Vase mit den frischen Tulpen auf dem Tisch.

„Die Softbox rechts davon, ein drittel der Fläche der Softbox im vorderen Bereich dahinter ein weisser Hintergrund, mit einem zweiten Blitz, diesen Hintergrund Aufhellen, von dort wird das Licht dann schön diffus auf die Tulpen abgestrahlt.“

Tja, 20:15 Uhr Film Tschüss, die Tulpen sind wichtiger, ich habe die Bilder schon im Kopf. Und in so einem Moment kann ich halt nicht anders, wenn mein Fotografisches Feuer, mein Ehrgeiz geweckt wird, dann gibt es halt statt TV – ein Tulpen Shooting 😀


Tulpen 1
Tulpen 1


Tulpen 2
Tulpen 2

Tulpen 3
Tulpen 3


Tulpen 4
Tulpen 4


Tulpen 5
Tulpen 5


Tulpen 6
Tulpen 6


Tulpen 7
Tulpen 7


Tulpen 8
Tulpen 8


Zum Tulpen-Shooting:
Von rechts habe ich die Tulpen mit der Photoflex-Softbox, bestückt mit dem Vivitar Blitz beleuchtet. Als Hintergrund habe ich eine weisse Reflektorfolie verwendet. Diese habe ich mit einem zweiten Vivitar Blitz angeblitzt, damit der Hintergrund auch schön weiss wird bzw. bleibt. Die Reflektorfoie hat auch wunderbar das doch harte Licht des Blitzes auf die Rückseite oder halt Seitlich, diffus abgestrahlt.

Als Objektiv habe ich das Nikon 18-70mm verwendet. Die Blende war 8 oder 11, Belichtungszeit war meistens immer 1/100 Sekunde.

Tulpen Shooting Aufbau
Tulpen Shooting Aufbau


Ein Übersichtsvideo vom Aufbau des Tulpen-Shooting.



[help]Und was meint ihr? Hat es sich Ausgezahlt, das ich den 20:15 Uhr Film nicht gesehen habe und stattdessen Tulpen Fotografiert habe?[/help]


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13 Gedanken zu „Tulpen und der 20:15 Uhr Film“

  1. Ausgezahlt in jedem Fall! Ein Lob für die Spontanität und ein weiteres für die Komplexität 😉 mit Videotut sogar! Ich wünschte ich wäre nur halb so konsequent…

  2. Julian, Genau die Komplexität des Lichtaufbau war in der tat nicht zu Unterschätzen. Als erstes habe ich mit Cinema 4D eine 3D Ansicht des Motivs und der Vorhandenen Lichtsituation erstellt. Dann habe ich mit einem Lasermesssystem die Optimale Entfernung der Lichtquellen zum Motiv Analysiert. Die ganzen Daten die ich dadurch bekam, habe ich dann in eine Analysesoftware eingegeben, das Ergebnis dieser wurde dann von mir auf das Zonensystem übertragen und – Viola, fertig ist der Aufbau. So einfach kann Spontane Tulpenfotografie sein 😉

  3. Na, es ist doch wesentlich besser, daß wir hier fantastische Tulpenbilder guggen können, als daß du einen schnöden TV-Film guggst!! 😉
    Und lernen können wir auch noch was dabei …. obwohl vieles für mich Anfänger „Böhmische Dörfer“ sind und ich befürchte, es nie zu lernen! Das mit den Einstellungen meine ich.

    Grüßlis Karin

  4. Bild 3 und 4 sind hervorragend geworden, ich mag die intensität. und ich stelle immer wieder fest, dass ich mir unbedingt eine softbox basteln muss … *seufz*

  5. Beim lesen des Artikels ging mir nicht die Frage aus dem Kop, was denn am Mittwoch im Fernsehen kommen soll???
    Dann is mir eingefallen das du ja Österreicher bist. Also vermute ich jetzt mal das das Unter-der-Woche-Programm bei euch besser ist, oder?
    Naja egal. Die Bilder haben sich auf jeden fall gelohnt. Aber wenn ich sehe und lese was du da mit cinema4d usw. gemacht hast. Meine Güte. Machst du das immer so? Nichts spontanes oder mal testen? Welche Vorteile hat denn das ganze vorher so akribisch zu planen und gibt es auch Nachteile. Und warum, und überhaupt?

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