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Kompaktkamera – Streetfotografie

Daido Moriyama spricht mir aus der Seele, und wenn ich im Video sehe wie er durch die Straßen zieht, mit seiner Kompaktkamera, kann ich nur Kopf nickend zu stimmen. Denn genau so Fotografiere ich auch meine Streetfotografie-Serien, ohne viel Ballast, die Kamera in einer Hand, oft nach unten hängend, wenn es das Motiv erlaubt aus der Hüfte (Shoot from the Hip).


Wenn ihr euch das Video genauer anseht werdet ihr feststellen das er die Kamera unauffällig an der Seite hält, um nicht Aufzufallen, er verschmilzt mit der Umgebung er taucht in den Menschenmassen unter. Er beobachtet die Szenerien lässt sich Inspirieren von den Moment-Eindrücken. Wenn es für ihn Fotogen erscheint, Shoot, wenn er kann sieht er durch denn Sucher, wenn nicht dann aus der Hüfte.

Er fällt nicht auf, wie zb. ein Bruce Gilden der in seiner Art der Streetfotografie, denn Menschen auf der Strasse die Kamera mit dem Blitz einfach in das Gesicht hält, Katastrophal!?

Streetfotografie Grungepolis Abseits des Hanges der in einigen von uns Fotografen schlummert, immer die Perfekte Aufnahme – das Bild zu machen und Abseits des Bedürfnisses immer eine bessere Ausrüstung zu wollen. Ist es einfach befreiend und Unkompliziert, auf die Straße zu gehen und mit einer kleinen kompakten Kamera, seine Streetfotografie zu machen und sehr viel Spass zu haben.
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Abschließend noch den letzten Satz von Daido Moriyama:

“Any camera is fine. It is only the means of taking a photo.”

So ist es, also ich habe Spass daran, an meiner Art der Streetfotografie: Streetfotografie in Vienna, Streetfotografie – Grungepolis, Mitternachts-Fleischzug, Street-Photographie. Und was ist mit euch? Wo kann ich mir Bilder von eurer Art der Streetfotografie ansehen und wie haltet ihr das?

Mitternachts-Fleischzug

10 Kommentare

  1. Danke für diesen Beitrag. Es ist – gerade von einem Profi – immer wieder beruhigend zu hören, dass es nicht unbedingt auf die Kamera ankommt. Wenn man zu viel in den eischlägigen Internetforen liest, bekommt man leicht das Gefühl, das Gegenteil sei der Fall.

    Da Du so explizit gefragt hast, meine ersten Gehversuche in Sachen Street Photography sind hier zu sehen:

    http://www.flickr.com/photos/bosch_hh/sets/72157607696408229/

    Anfänglich habe ich viel mit Teleobjektiv aus der Ferne experimentiert, man muss sich auch trauen. Zuletzt habe ich gute Erfahrungen mit dem Schuss aus der Hüfte mit DSLR gemacht (dabei alle Fokuspunkte aktiviert), aber auch die Kompakte liefert gute Ergebnisse. Wenn die Schärfe nicht genau sitzt, kann man mit geschickter Schwarz-Weiß-Konvertierung oft noch einiges retten.

  2. manne

    wie macht ihr das mit den persönlichkeitsrechten der menschen die ihr fotografiert. darf man die leute fotografieren und dann die bilder einfach veröffendlichen?

    noch was: schöne bilder dabei bosch.

  3. manne, bei mir kein Problem, denn sehr selten Menschen dabei und wenn dann ohne das die Gesichter erkennbar sind. Sind die Personen eindeutig erkennbar, würde ich mir schon eine Erlaubnis holen, denn das kann ganz schnell ins Auge gehen, wenn man hier an den falschen kommt. Ich denke aber auch das ist sogar von Land zu Land verschieden, manche Kulturen sind da eher Aufgeschlossener.

  4. Genauso mache ich es auch. Geiler finde ich, dass meine erste Ausstellung genau aus diesen Fotos aus der Hüfte besteht und die Reaktionen der Menschen durchweg positiv sind.
    Aus der Hüfte zu fotografieren hat auf jeden Fall seinen eigenen Reiz. Jeder sollte sich mal daran versuchen. Ich kann’s nur empfehlen!

  5. Klar, Streetfotografie hat schon seinen Reiz, solange man es nicht so übertreibt wie Bruce Gilden. Ansonsten ist es schon interessant, was dabei heraus kommt, wenn man aus der Hüfte “schießt”. Aber ob das für mich ein Thema wäre? Groß anfreunden kann ich mich damit trotzdem nicht. Zumal ich den Eindruck habe, dass es derzeit ziemlich trendy ist, Streetfotografie zu betreiben. Das passt irgendwie in die Hektik der heutigen Zeit. Aber wenn ich fotografiere, möchte ich nur meine Ruhe haben. ;-)

  6. Hmmm… ich glaube ich bin einfach zu technikverliebt um mit einer kompakten Kamera rumzulaufen und aus der Hüfte zu schiessen. Da ist mir einfach zu viel Zufall in der ganzen Sache ;-)

    Falls ich mich doch mal dazu hinreissen lassen sollte, würde ich sicher mit einigem Abstand und einem guten Teleobjektiv versuchen auf die Jagd zu gehen. Die Art wie man fotografiert, spiegelt eben auch den Charakter des Fotografen und vorallen Dingen auch sein Selbstbewusstsein diesbezüglich wider.

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  8. Technikverliebt sind wir doch irgendwie alle. Ich zumindest bin es auch, genieße es aber dann mit der Sigma dp2s in der Hosentasche ein Bad in der Menge zu nehmen. Alles ist anders und das ist auch gut so. Ist vielleicht ein wenig wie angeln, es entspannt und gibt wieder neue Kraft für das Spiel mit der Technik und den Fotos, die meine Rechnungen bezahlen.Gruß aus Köln, dirk

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