Eine Dezember Suche nach Farben

Der Monat Dezember ist eigentlich eine tolle Zeit für uns Fotografen. Wenn der Schnee liegt und das Eis, die Bäume und Sträucher bedeckt, ist ein lohnendes Fotomotiv nicht weit. Tja wenn, der Schnee liegt, wenn es so wie bei mir in der Umgebung Schneelos ist, und der Herbst und der beginnende Winter auch das letzte an Farbe aus der Natur gesogen hat. Dann sucht man sich den berühmten Willi ab, so wie ich eben.

25000 Quadrat Meter habe ich Systematisch abgesucht und und kurz vor dem aufgeben habe ich es dann gefunden, mein Motiv. Einige schwarze und rote Blätter die am Boden ihre letzte Farbe ausgehaucht haben, wunderbar genau das habe ich gesucht. Geduld sollte auch eine Tugend bzw. Eigenschaft des Naturfotografen sein, auch wenn es Aussichtslos scheint oder .rschkalt ist.

Die Interpretation eines Bilder und die Ausbelichtung bzw. die Bearbeitung ist so eine Sache.In einigen meiner Artikel habe ich es schon erwähnt, ich sehe das Bildmotiv dort am Aufnahmeort oder habe eine Vorstellung des Motivs in meinem Kopf. Ob dies jetzt richtig oder falsch ist liegt wohl wie so oft, im Auge des Betrachters. Manchmal ist es eine Stimmung oder ein Gefühl das die Bildbearbeitung beeinflusst, das Bild wird bei mir, ähnlich wie bei einem Maler oder Bildhauer, herausgearbeitet.

Links das Original Bild aus der Kamera – so wie es am Aufnahme Ort war. Rechts das Bild so wie ich es gesehen habe. Das Rechte Bild hat für mich etwas fliesendes und etwas weiches, mit einem leichten Peter Pan Effekt. Wenn ihr auf die Bilder klickt auch beide auf einmal, könnt ihr euch die Bilder in gross neben einander stellen, um sie zu vergleichen.

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20 Kommentare zu “Eine Dezember Suche nach Farben”

  1. Daniel 09. Dez, 2008 um 07:54 #

    Irrsinnig coole Bearbeitung!!
    Aus deinen derart nachgearbeiteten Fotos sehe nie raus, was du gemacht hast.
    Die Kombination von roten und schwarzen Blättern auf dem brauen Gras sieht klasse und stimmig aus. –> Mir gefällt’s!

    So long

  2. crosa 09. Dez, 2008 um 07:57 #

    Oh, so ein Outdoorfoto-Outfit fehlt mir noch. Vor ein paar Wochen war es doch recht kalt, auf dem Boden beim Schlittenhunderennen. Bildbearbeitung…. Ich finde es wichtig und richtig. Allerdings benutze ich nur Lightroom. Da ich eh nur RAW fotografiere, müssen die Bilder ja einen Workflow durchlaufen. Dem Bild den Stemepel des fotografen aufdrücken (das ist jetzt positiv gemeint) finde ich richtig, entscheidend ist ja wie er das Bild gesehen hat, was er umsetzen wollte…

  3. P.Ther 09. Dez, 2008 um 08:44 #

    Hallo Manfred,

    die Fotos gefallen mir mal wieder sehr gut!
    Und auch die Bearbeitung ist gelungen.
    Wie wäre es mit einer kleinen Bearbeitungsvariante…gelb raus und ordentlich blau rein…

    Viele Grüße
    Peter

  4. zoomyboy 09. Dez, 2008 um 10:35 #

    Daniel, Danke.
    crosa, wer schon einmal nass und durchgefroren durch denn Wald gewandert ist, der weis so eine Bekleidung zu schätzen. Jemand der diese Erfahrung noch nicht gemacht hat, zieht eine Jeans und Laufschuhe an.
    P.Ther, blau habe ich probiert, damit ist mir das Bild aber zu kühl daher gekommen.

  5. crosa 09. Dez, 2008 um 11:10 #

    So eine Hose werd ich mir jetzt endlich mal besorgen, der Rest ist ja vorhanden…

  6. Smylo 09. Dez, 2008 um 13:42 #

    Da haben sich die Strapazen doch gelohnt! ;)
    Du scheinst ja schon einen recht gutausgeprägten fotografischen Blick zu besitzen. Ich wäre womöglich sogar über die Blätter am Boden gestolpert, das Foto hingegen, hätte wohl kurz nach der Aufnahme wieder vergessen. Warum? Ich empfinde die unbearbeitete Version als ziemlich langweilig, aber durch deine Bearbeitung ist daraus ein wirklich ansehnliches Foto geworden! Vielleicht könntest du ja einem Anfänger ein paar Tipps geben, worauf du auf deinen Wanderzügen genau achtest, was erweckt deine Aufmerksamkeit (abgesehen mal von Tieren)?
    Vielen Dank und Gruß

  7. crosa 09. Dez, 2008 um 14:07 #

    @smylo
    Auch wenn ich jetzt nicht der Fotograf der obigen Bilder bin, so kann ich dir glaube ich doch 2-3 Tips geben.

    -Nicht verzweifelt versuchen alles aufs Bild zu bekommen. Lieber einen interessanten Teilausschnitt wählen

    -Versuchen möglichst die selbe Höhe zu wählen wie das zu fotografierenden Objekt. Blumenbilder von oben wirken fast immer langweilig. Blumenbilder auf selber Augenhöhe vermitteln eher Spannung.

    -Spiele mit der Schärfentiefe. Stelle das Hauptmotiv frei…

    -Der goldene Schnitt verhindert oft eher langweilige Fotos, ist aber kein unbedingtes Muss

    -probiere immer wieder neue Perspektiven aus, belichte ruhig mal ganz bewusst unter, nutze aller Möglichkeiten deiner Kamera (Aufhellblitz, Spotmessung…)

    -im RAW Modus hast du anschiessend deutlich mehr reserven schwierige Belichtungssituationen wieder auszubügeln oder auch bewusst zu verfremden

  8. zoomyboy 09. Dez, 2008 um 14:29 #

    Super Jungs, genau dafür sind die Kommentar da, um Diskussionen zu führen, um sich Anregungen zu holen. Bin echt begeistert, ich glaube ich habe die besten Leser :D
    Werde mir zu dem Thema noch Gedanken machen und in Kürze einen Artikel dazu veröffentlichen, wenn Interesse besteht.

  9. Smylo 11. Dez, 2008 um 10:00 #

    @crosa
    Danke für den Überblick, aber meine Frage zielte mehr auf die Motive selbst ab, ich sehe sie stellenweise einfach nicht…
    Beispiel:
    Wir gehen im Wald spazieren und ich suche manchmal verzweifelt nach einem geeigneten Motiv, ich suche die Bäume, den Boden etc. ab, versuche Tiere auszumachen, aber nichts dabei, was ich zum fotografieren als würdig erachte??? :(
    Wenn ich dann allerdings sehe, was einige aus relativ “langweiligen” Fotos herausholen, weil sie sich dieses Bild beireits zum Zeitpunkt der Aufnahme im Kopf ausgemalt hatten und natürlich über entsprechenden Fähigkeiten in der Bildbearbeitung verfügen, dann kann ich nur immer wieder staunen…
    Deshalb würde es mich schon sehr interessieren, auf was ihr im speziellen achtet, welche Gegebenheiten eure Aufmerksamkeit auf sich ziehen und in letzter Konsequenz abgelichtet werden.

    @zoomyboy
    “…, ich glaube ich habe die besten Leser”
    ;)

    “Werde mir zu dem Thema noch Gedanken machen und in Kürze einen Artikel dazu veröffentlichen, wenn Interesse besteht.”
    Das wäre klasse!

  10. crosa 11. Dez, 2008 um 11:16 #

    @smylo
    Puh, DAS ist schwer zu vermitteln. Ich nenne es Bauchgefühl. Möglichst nicht zu viel Nachdenken sondern mit dem Bauch sehen. Aber da ist eben auch die Perspektive entscheidend. Such dir interessante Details aus dem Gesamtbild das du siehst. Was mir sehr geholfen hat diesen Blick zu entwickeln war das verwenden von Festbrennweiten. Du kommst damit schon mal gar nicht in die Verlockung so weit zu zoomen dass du alles aufs Bild bekommst und musst dich mit dem Motiv mehr auseinander setzen. Dann einfach vieles ausprobieren. Je mehr du probierst, umso einfacher wird es beim nächsten Mal das fertige Bild in deinem Kopf zu sehen schon bevor du es gemacht hast. Viele tolle Bilder entstehen beim “probieren”.

  11. Smylo 11. Dez, 2008 um 11:54 #

    @crosa
    Den Tipp mit den Festbrennweiten, habe ich schon öfters gelesen, da scheint ja tatsächlich etwas dran zu sein ;)
    Dann muß ich wohl mal schauen, was nach Weihnachten noch an Kapital übrig ist und mit nach einer entsprechenden Linse umschauen.

    “Dann einfach vieles ausprobieren. Je mehr du probierst, umso einfacher wird es beim nächsten Mal das fertige Bild in deinem Kopf zu sehen schon bevor du es gemacht hast.”
    Learning by doing gilt wohl auch bei der Fotografie…

  12. crosa 11. Dez, 2008 um 13:55 #

    @Smylo
    50 1.8 gibt es eigentlich bei fast allen Herrstellern zum Schnäppchenpreis. Ideal als Einstiegsdroge. Schafft eine Menge Handlungsspielraum zur Schärfentiefesteuerung und damit auch Bildwirkung. Helmut Newton hat mal gesagt, die ersten 10.000 Bilder sind für die Tonne…

  13. Smylo 12. Dez, 2008 um 11:08 #

    @Crosa
    Über das 50iger hatte ich auch schon mal nachgedacht, die Erfahrungsberichte sprechen ja für sich ;) und 90€ wären für die ersten Gehversuche wirklich nicht zuviel…

  14. crosa 12. Dez, 2008 um 11:12 #

    @Smylo
    Das Ding ist perfekt umd in das Thema lichtstarke Festbrennweiten reinzuschnuppern. Die Verarbeitung ist nicht der Hit, dafür aber der Preis. Es gibt auch noch eine Ier Version, die allerdings nur gebraucht und auch knapp über 100,- dafür aber mit Metallbajonett und Entfernungskala. Die Abbildungsleistung unterscheidet sich aber so gut wie nicht.

    Alternativ, sollte dir die Brennweite eher zusagen, das 35 2.0. Etwas teurer, dafür Entfernugnsskala und Metallbajonett.

  15. Smylo 12. Dez, 2008 um 11:21 #

    @Crosa
    4 Minuten? Der Wahnsinn!
    Dann werde ich das 35iger auch noch mal mit in die engere Auswahl nehmen und mich dann entscheiden, alternativ hatte ich an ein 100mm Makro von Canon gedacht, da mich die Makrofotografie schon sehr faziniert und ich so gleich zwei Fliegen mit einer Klappe und so ;)

  16. crosa 12. Dez, 2008 um 11:25 #

    Je nach deinen Vorlieben passt die eine oder die andere Brennweite besser. Ich mochte das 35er am Crop, weil es ja da der “Normalbrennweite” entsprach. An der 5D ist das jetzt eben das 50 1.4.

    Ich hatte das EF-S 60 2.8 Makro an der 400D/30D und war absolut begeistert. Ein Traum. Die schärfste Linse die ich je hatte, klein, leicht, USM, noch dazu rasend schnell für ein Makro und mit 60mm auch noch gut aus der Hand zu halten bei Abbildungsmassstab 1:1. (Und nochmal günstiger als das 100er)
    35 2.0 und EF-S 60 2.8 Makro, das wäre doch eine Kombi….

  17. Smylo 12. Dez, 2008 um 11:36 #

    Ans 60iger Makro hatte ich auch schon mal gedacht, allerdings mußte ich feststellen, dass seit dem ich das Canon 70-200 besitzte, diese Linse als Immerdrauf verwende und mein Tamron langsam verstaubt…
    Außerdem könnte ich mir vorstellen, dass mit dem 60iger häufig die “Fluchtdistanz” unterschritten wird.

  18. crosa 12. Dez, 2008 um 12:17 #

    Zum Thema Fluchtdistanz könnte ich jetzt 5 Seiten vollschreiben. Wenn dir das 60er zu kurz ist, wird es dann 100er auch. Wenn du das 60er ohne GELI verwendest, bist du genauso weit weg wie mit einem Sigma 105 oder Tamron 90 da beim Canon kein Tubus ausfährt. Ich hatte nie ein Problem mit den 60mm. Ich fand sie eher gut, da ich dank kürzerer Verschlusszeiten auch ohne Stativ klar gekommen bin. Ich habe jetzt am KB das Tamron 90, also in etwa wieder die selbe Brennweite. Ich gebe zu, ich schiele aber zum Sigma 150 2.8 HSM, da ebenfalls Innenfokussiert und damit ohne ausfahrenden Tubus…

    Mein 70-200 2.8 hat mein 851.8 auch verdrängt, aber nur weil mir im Moment das 50 1.4 ausreicht. Auch wenn das 70-200 wirklich genial ist, es hat eben “nur” 2.8

  19. zoomyboy 12. Dez, 2008 um 13:04 #

    Mal Abgesehen vom Unterschied der Fluchtdistanz (Nahgrenze), einige Insekten haben zb. kein Fluchtverhalten (Und bei fliegenden Insekten ist es wieder ein eigenes Kapitel) sind die Unterschiede folgende: Beim 60er und auch teilweise beim 100er bekommst du mehr Hintergrund auf das Bild, das 150er, 180er und 200er komprimieren den Hintergrund.
    Scharf und gut sind die alle. Der größte Unterschiede und auch einer der wichtigsten die 150,180 und 200er haben eine Stativschelle. In der richtigen Makrofotografie ein muss! Oder als Alternative ein umsteckbarer L-Winkel, von RRS, Kirk oder Novoflex. Aber dazu mehr, im zweiten Teil meiner Makroserie.

  20. Smylo 12. Dez, 2008 um 13:20 #

    Na, dann muß ja bald das 85 1.2 her ;)

    Das 150iger ist sicherlich nicht uninteressant, und auch wenn ich mich jetzt zum x-ten Mal wiederhole, darüber hatte ich natürlich auch schon nachgedacht, es dann allerdings wieder fallen lassen, da ich mir sicherlich nur ein Makro leisten werde und dieses dann so flexible wie irgend möglich einsetzbar sein sollte.
    Natürlich kann es sich dabei immer nur um einen Kompromiss handeln…

    Genauso wie das 60iger besitzt das Canon 100 Makro doch ebenfalls eine Innenfokussierung, was für mich auch einer der ausschlagebenen Punkte ist, ansonsten könnte man sich die ca. 100€ mehr Kosten locker sparen (im Vergleich zum Tamron oder Sigma).

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