Kugelkopf oder Dreiwegneiger?
Donnerstag, 9. Oktober 2008
Am Anfang meines Einstieges in die Fotografie hat mich dieses Thema lange beschäftigt: “Kugelkopf oder doch einen Dreiwegneiger?.” Also so unerfahren wie ich damals halt war kaufte ich mir beides und zog dann mit einem Stativ und einigen Werkzeug in die Natur. Auf Deutsch ich wechselte bei einem Motiv vom Kugelkopf zum Dreiwegneiger und wieder zurück. Dieses Nervenaufreibendes Spielchen machte ich drei Wochen lang. Und wie ich geflucht habe aber frei nach Conan – “Das aber ist eine andere Geschichte!”
Nun galt es für mich, meine Erfahrungen zu Analysieren:
Der Kugelkopf
Wo Schnelligkeit gefragt ist zb. in der Tierfotografie ist der Kugelkopf dem Dreiwegneiger überlegen. Man löst eine Schraube oder einen Griff und der Kugelkopf lässt sich so blitzschnell in alle Richtungen neigen oder drehen. D.h wo man beim Dreiwegneiger noch die einzelnen Schrauben oder Griffe löst ist man mit dem Kugelkopf schon an der richtigen Stelle. Das kann in der Tierfotografie über Erfolg oder Misserfolg entscheiden und speziell da lässt sich halt ein entscheidender Moment schwer oder gar nicht wiederholen.
Der Dreiwegneiger
Meistens kann man mit drei Führungsgriffen jede Ebene getrennt kontrollieren und genau einstellen. Und das schöne daran ist, das man dadurch jede einzelne Ebene fixieren kann ohne das man sich die komplette Komposition zusammen haut. Millimeter für Millimeter kann man so die einzelnen Ebenen durchfahren und so vielleicht eine noch besser Bildkomposition finden. Einfach ein Genuss. Und gerade in die Landschafts- und Makrofotografie zwingt der Dreiwegneiger zum langsameren und überlegteren Arbeiten, ich habe bei mir selbst bemerkt das ich einfach konzentrierte und genauer gearbeitet habe. D.h in der Landschafts und Makrofotografie war der Dreiwegneiger für mich von Vorteil. Also überall wo es nicht auf die Schnelligkeit an kommt, ist der Dreiwegneiger der bessere Kugelkopf.
Mein Fazit: Zb. in der Tierfotografie wo es auf Schnelligkeit ankommt ist der Kugelkopf die richtige Wahl. In der Landschafts und Makrofotografie ist der Dreiwegneiger meiner Meinung nach die bessere Wahl. Ich habe damals den Dreiwegneiger behalten und den Kugelkopf wieder verkauft.
Einen weiterführenden Artikel warum es sich lohnt auf ein gutes Stativ zu Sparen zeigt Martin von Kwerfeldein.
Und was war jetzt die Konsequenz aus Deinen Erfahrungen? Beide behalten?
@Smylo thx, habe nun einen Satz noch am Artikel angehängt
[...] und das schränkt Dich im Bereich der Bildkomposition massiv ein. Dazu kommt, dass ein guter Kugelkopf bombenfest ist. Das heisst : Die Kamera rutscht bei Langzeitbelichtungen nicht langsam nach [...]
Ich finde die Ausrichtungsmöglichkeiten mit einem Dreiweger deutlich einfacher; das geht mit einer Kugel nicht so gut.
[...] Als ich zu dieser Lichtung kam, und denn einzelnen Baum dort sah, hatte ich etwas länger mit dem Stativ zu kämpfen. Denn ich musste, um über das Feld zu Fotografieren, einen kleinen Erhöhung besteigen [...]
[...] ganz besondere und heikles Thema, denn die Wahl des richtigen, wahren und besten Kugelkopf hat in der Vergangenheit schon viele Fotoforen gefüllt. Exemplarisch möchte ich euch aber vier [...]
[...] Platten haben den Vorteil das sie an der Kamera befestigt werden, an dessen Stativanschluss. Am Kugelkopf oder Dreiwegneiger selbst ist dann ein Schnellwechselsystem montiert das die Aufnahme für die Platte bereitstellt. [...]
[...] Schnellwechselplatte. Halbwegs, dürfte hier das richtige Wort sein, denn hier sind die grenzen des Kugelkopfes schnell erreicht. Eine DSLR mit einem Standartobjektiv kann noch vernünftig stabil gehalten [...]