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Digitaler Workflow

Digitaler Workflow ein schönes neues Wort, heißt aber nichts anderes wie “Wiederholender wiederkehrender Arbeitsablauf von Sichten und Verarbeiten von Digitalen Bildern auf einem Computer”. Jeder der Digital Fotografiert hat hier seine eigene Vorgangsweise, die er sich angeeignet hat und damit mehr oder weniger gut zurecht kommt.

Den Speziell hier heißt das Motto: “Viele Wege führen zum Ziel”. Denn beim Digitalen Workflow gibt es meiner Meinung nach kein richtig oder falsch, denn für jeden gibt es andere Prioritäten, der eine möchte schnell sein, der andere möchte eine Maximale Datensicherheit, und der nächste eine schnelle Sichtung und Bewertung der Bilder vornehmen.

digitaler workflow software

Die Software

Genau so viele verschiedene Wege es zum Ziel gibt, genau so viele verschiedene Software Lösungen bzw. Kombinationen gibt es für den Digitalen Workflow. Ob man nun eine All-In-One Lösung nimmt wie zb. Lightroom, Aperture oder Photoshop mit der Bridge, oder für jeden Arbeitsgang eine extra Software bleibt jeden selbst überlassen, nach eigenen Vorlieben bzw. Kontostand.
Bei der Wahl der Software hat jeder seine Vorlieben bzw. Features die die Software haben muss. Meine Software Kriterien sind folgende Punkte:

  • Die Software soll auf meiner Aktuellen Computer Hardware schnell und stabil laufen.
  • Der Preis.
  • Eine logische nachvollziehbare Bedienung. Selbsterklärend – ich muss wissen was ich da eigentlich tue, was bewirkt diese Regler.
  • Ein Effizientes Arbeiten muss auch bei großen Datenmengen möglich sein.
  • Eine vernünftige Update(Preis) Politik

Ich habe für meinen Digitalen Workflow meine Software Lösungen gefunden. Natürlich auch nicht auf Anhieb, sondern nach einer etwas längeren Testphase. Bei der Wahl der Software sind es oft nur Kleinigkeiten die entscheiden, dort das fehlen einer Funktion die man einfach gewöhnt ist, und da eine merkwürdige Importfunktion. Meine Wahl viel auf folgende Produkte:
Zum Importieren, Sichten und Katalogisieren – Photo Mechanic.
Für die Raw-Entwicklung – Capture One 4.
Und für die Bildbearbeitung – Photoshop CS3.

Photo Mechanic

Auf Photo Mechanic bin ich eigentlich durch einen Zufall gekommen. Vor ca. 1 Jahr habe ich dieses bei einem Profifotografen gesehen der damit seinen Import und die Katalogisierung damit erledigte. Photo Mechanic bietet mächtige Import und IPTC Funktionen und auch bei 35000 Bilder kann man noch vernünftig damit Arbeiten – Live gesehen eben bei diesem Fotografen. Alles weitere könnt ihr euch ja in der Demo Version ansehen.

Capture One 4

Für mich ein Traum, ich mag es damit Nikon RAW Dateien zu entwickeln. Einfach zu bedienen ohne Schnickschnak, mit Fantastischen Ergebnissen bei der Entwicklung. Meiner Meinung nach sieht man bei Capture One 4 das es für Fotografen programmiert wurde. Einfach ein Genuss damit zu Arbeiten und die Ergebnisse sind Top. Ein kleiner Tipp – es werden öfters die 3 LE Versionen angeboten die es bei CF-Karten gibt um € 40.-, mit dieser LE Version kann man gratis auf die 4er Version Updaten.

Photoshop

Adobe Photoshop einfach weil es die Bildbearbeitungssoftware ist, von der man die meisten Schulungen findet, sei es nun in Buchform, Videotutorials, oder in Kursen. Die dinge die ich verwende könnte man auch locker mit einem Gimp, oder sonstigen Bildbearbeitungsprogramm bewerkstelligen.

Der Workflow – Step by Step

Import und Sichtung

import01import02 Die Bilder auf der Speicherkarte werden per Speicherkartenleser mit Photo Mechanic Importiert. Im Import Dialog passiert schon die erste Sichtung, denn warum soll ich mir Bilder, die es hier schon nicht durch die erste Sichtung schaffen, dann noch Importieren – diese Bilder werden also nicht Importiert! Im Dialog Menü werden noch denn Bildern IPTC-Daten mit zb. den Copyright Informationen und weitere zugewiesen. Es gibt einen Ordner zb. “Natur” in dem dann weitere Ordner liegen die nach dem jeweiligen Aufnahmedatum benannt sind.

import03import04 In einer vergrößerten Ansicht werden die RAW Bilder dann gesichtet und mit Farben gekennzeichnet. Bei dieser zweiten Sichtung werden dann wieder alle Bilder gelöscht die keine Farbmarkierung bekommen haben. Für dieses Bildercasting nehme ich mir immer viel Zeit und versuche hier immer sehr streng zu meinen eigenen Aufnahmen zu sein. Denn hier für immer Bilder zu löschen ist nicht immer ganz einfach, denn man weis ja selber wie viel Arbeit bzw. Aufwand hinter dem Bild steckt. Aber auch das ist ein wichtiger Schritt um sich Fotografisch weiter zu entwickeln.

RAW Entwicklung

import05 Der Ordner wird mit Capture One 4 geöffnet und die RAW-Dateien werden Individuell verarbeitet. Die Speicherung der TIFF Dateien passiert wieder in dem gleichen Ordner. Ein paar Worte zu denn Einstellungen – Die TIFF Dateien werden von mir in Capture One immer Ungeschärft und ohne Entrauschung abgespeichert. Da bei der Bearbeitung in Photoshop sich ein Bild noch verändern kann – zb. bei einer Änderung des Bildausschnittes, das Bildwichtige Motiv kann sich ändern oder einfach das Bild bekommt durch die Bearbeitung eine neue Aussage – das Bild Atmet bei der Bildbearbeitung einfach nach! Entrauschung wenn notwendig und Schärfen sind meine absolut letzten Arbeitsschritte in Photoshop.

Bildbearbeitung

Die TIFF Dateien werden über das Kontext Menü von Photo Mechanic in Photoshop geöffnet. Die Bilder werden je nach Motiv einmal mehr und einmal weniger Bearbeitet. Als letztes werden die Bilder, wenn nötig, noch mit Noiseware entrauscht und mit UltraFocal+Pro geschärft. So und das war mein Digitaler Workflow.

11 Kommentare

  1. Sam

    Sowas, und ich bin irgendwann von C1 weggegangen weil die damals mit der Unterstützung von neuen RAW-Formaten ewig hinterherhumpelten, und als dann die 3er Version sich auch noch weghängte wenn man das entwickelte Bild im gleichen Pfad wie das RAW speicherte bin ich auf SilkyPix umgestiegen.
    Habs nicht bereut, vielleicht wär ich bei C1 geblieben wenn damals schon die 4er Version gekommen wäre.

  2. Sam, das ist halt so extrem Subjektiv. Ich sage viel bessere Qualität und du vielleicht das ist Müll. Aber was anderes kannst du mir mal eine Pentax RAW rüberschicken – zum testen wie sich Capture One 4 hier verhält?

  3. Sam

    Klar ist das Subjektiv, aber grade die subjektiven Gründe finde ich immer spannend, denn an die trauen sich viele Schreiber ja nicht ran (es könnte ja jemand anderer Meinung sein).
    Ich kann dir ein RAW schicken wenn dich das interessiert, für mich ist es nicht so sehr interessant – C1 war in der 3er Version gut, ich denke das wird es jetzt auch sein. Da waren keine bemerkenswerten Qualitätsunterschiede zu SilkyPix, und ich denke das wird sich nicht weiter verändert haben.

  4. ray

    Wow, unglaublich. Ich hätte ja nicht erwartet das ich mal jemanden finde der genau den selben Workflow benutzt wie ich :)

    An Photo Mechanic führt einfach kein Weg vorbei wenn man SCHNELL viele Bilder sichten will, das Programm geht ab wie eine Rakete.

    Und Capture One mag zwar nicht ganz so mächtig sein wie Lightroom, hat aber im Gegensatz dazu ein Userinterface mit dem man schnell arbeiten kann.

  5. Pingback: Capture One RAW Software | zoomyboy

  6. Pingback: Photoshop Aktion - UltraFocal+Pro | zoomyboy

  7. mino

    Für mich ist Geschwindigkeit alles, wenn 2500 Bilder nach einem Shoot verwursten werden wollen:

    1. Photomechanic (Transfer, Sichten, Vorbewerten)
    2. Imabas (Umfangreiche Archivierung)
    3. Lightroom (RAW, globale Bearbeitung) + NIK-Software (Superschnelle gezielte Bearbeitung (U-Point): Noise, Filter, Schärfen)
    4. ggf. weitere Bearbeitung (100.000) empfehlenswert.
    Lightroom erledigt dann fast den gesamten Rest, für die Optimierung ist die schnelle NIK-Software besser also PS oder so. Für massive Bildbearbeitung (Layer, Composing etc.) dann gelegentlich Bildbearbeitungsprogramme.

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