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Landschafts-Makrofotografie ohne Stativ!

Bildkomposition, Goldener Schnitt, Fehlersuche im Bild das alles ohne Stativ – Unmöglich.

Fritz Pölking sagte einmal in einem Artikel(Buch): “Das man für eine Nahaufnahme mindestens 45 Minuten braucht – wenn man eher fertig ist, habe man geschlampt!”. Auf diese Aussage hin hat er Unmengen an Leserbriefe bekommen. Die Entdeckung der Langsamkeit. stativAuf dem Rücken den Vollgepackten Lowepro und auf den Schultern das Stativ ((Gedanken über Eschenholz Stative von Adrian Ahlhaus)) mit 3D Neiger, und dann ein längerer Marsch durch Wald und Wiesen. Und wie ich das Stativ gehasst habe, von einer schmerzenden Schulter auf die andere und wieder zurück. Und dann das Motiv meiner Wahl endlich gefunden, und nur das eine wirkliche Motiv, das Stativ aufbauen, die Kamera auf den 3D Neiger montieren, und dann mein Motiv durch den Sucher das erste mal beobachte kommt eigentlich erst der Teil, der mir am Fotografieren am meisten Spass macht. Bildkomposition Erst in Verbindung mit dem 3D Neiger ist es möglich eine vernünftige Bildkomposition zu gestalten. Es ist einfach ein Genuss mit dem Neiger alle Ebenen durchzufahren und das Motiv nie aus dem Sucher zu verlieren. Millimeter genaue Bildkomposition, einfach und genau von Hochformat in das Querformat. In Ruhe das Bild im Sucher nach störenden Details absuchen, von eine Ecke in die andere. Und dann einen Millimeter nach Rechts oder Links und wieder hat das Bild eine andere Wirkung bzw. Aussage. Den Neiger eine Kleinigkeit nach oben oder unten somit nähern wir uns dem goldenen Schnitt. Und dann die OMU Methode – zuerst das Stativ ganz nach Oben ausfahren d.h auf Maximale Höhe, dann in die Mitte und zum Schluss nach ganz Unten. Plötzlich Ändert sich die Bildkomposition das Motiv drängt sich vielleicht geradezu in die Mitte, oder es wird eingerahmt und ein Pfad aus Blätter oder Steinen führt den Betrachter zum eigentlichen Bildmotiv. Der Diarahmen diarahmenAls ausgesprochen nützlicher Helferlein bei der vorab Bildkomposition hat sich der gute alte Diarahmen bewährt. Durch dieses kleine Plastikteil aus vergangenen Tagen, ist es möglich schon einen ersten Bildausschnitt zu wählen, oder ein Zoomobjektiv zu Simulieren. Und wie geht das? Diarahmen in die Hand nehmen und vor das Auge halten und das gewählte Motiv durch denn Diarahmen kontrollieren, denn Diarahmen weg vom Auge und sie haben Weitwinkel, und näher zum Auge und sie haben ein Teleobjektiv simuliert. Nun den Arm etwas nach links oder rechts, oder einfach das ganze Motiv umrunden und so einen möglichen besseren Standpunkt für den Aufbau des Stativs zu finden. Fototasche an dem neuen Standpunkt abstellen und vielleicht sogar noch eine Notiz, zum wiederfinden des Standpunktes und die Notizen für die Höhe bzw. der Brennweite. Ohne Stativ ist eine vernünftige Bildkomposition meiner Meinung nach nicht möglich. Motiv auswählen – Kamera an das Auge nehmen – Auslöser drücken – und Fertig, dauer der Aufnahme ca. drei bis fünf Sekunden! Warum denn so schnell, lasst euch doch Zeit, gerade in der Landschafts und Makrofotografie laufen euch die Motive nicht davon (Ausgenommen wohl das Licht). Versucht einmal mein oben genannten Punkte, und umrundet euer Motiv, nehmt euch Zeit, sucht den optimalen Blickwinkel, er ist da, ihr müsst euch nur die Zeit und Mühe nehmen ihn zu finden. Und warum diesen Moment, des Fotografieren selbst so schnell wie möglich beenden, und dann zum nächsten Motiv hetzen? Ist denn nicht gerade das Fotografien selbst – das Komponieren, die Belichtungsreihen, das ändern der Objektive, und dann das durchdrücken des Auslösers, ist das nicht der Grund: Warum wir eigentlich Fotografieren?!

1 Kommentar

  1. Steffen

    Bin vorhin über deinen Blog hier gestolpert und habe schon den einen oder anderen ARtikel mit Begeisterung angelesen.

    Also ich fotographiere zur Zeit sehr viel Makro und konnte mich mit einem Stativ noch nie so richtig anfreunden. Die kleinen Insekten die man meist fotographiert, sind einfach im Nu wieder weg. Man muss sich total langsam bewegen, ein Stativ aufbauen ist da eigentlich unmöglich. Es gibt sicherlich Insekten, die sehr geduldig sind (tagsüber). Die Mehrzahl der Insekten ist aber nicht geduldig und fliegt bei der kleinsten Erschütterung im umliegenden Gras weg oder lässt sich fallen. Die “sich-zeit-lassen”-Technik funktioniert deshalb und ist auch nur dann nötig, wenn das Licht nicht so hell ist, also morgens (wenn die Tiere größtenteils noch in Kältestarre sind), Abends oder bei bewölktem Himmel. Ansonsten sagt mir die Praxis, dass die effektivste Technik die ist, sich so gut wie möglich selbst zu stabilisieren, viele Photos zu machen und Glück haben.

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